Timothy Snyder

 4.6 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Bloodlands, Über Tyrannei und weiteren Büchern.

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Der Weg in die Unfreiheit

Neu erschienen am 23.10.2018 als Hardcover bei C.H.Beck.

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Bloodlands

Bloodlands

 (5)
Erschienen am 08.07.2011
Black Earth

Black Earth

 (3)
Erschienen am 05.10.2015
Über Tyrannei

Über Tyrannei

 (3)
Erschienen am 01.08.2018
Der König der Ukraine

Der König der Ukraine

 (0)
Erschienen am 07.09.2009
Der Weg in die Unfreiheit

Der Weg in die Unfreiheit

 (0)
Erschienen am 23.10.2018
Bloodlands, English edition

Bloodlands, English edition

 (0)
Erschienen am 15.08.2011
Black Earth

Black Earth

 (0)
Erschienen am 17.09.2015

Neue Rezensionen zu Timothy Snyder

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K

Rezension zu "Über Tyrannei" von Timothy Snyder

Nicht ganz das, was ich erwartet hatte.
kvelvor 2 Jahren

Meine Meinung:

Als ich das Büchlein in den Händen hielt, hatte ich eigentlich ein kleine aber feine allgemeine Abhandlung zu dem Thema erwartet.

Erhalten habe ich Ratschläge wie man sich am besten verhalten sollte oder eben nicht verhalten sollte (mit jeweils weiteren Ausführungen dazu).


Einige Thesen empfand ich fast schon als sehr banal.
Ok, man könnte nun einwenden, dass nur weil etwas banal sei, es deswegen noch lange nicht weniger wahr wäre.
Ja, das mag sein, und dem würde ich ebenfalls zustimmen.
Aber es war halt nicht unbedingt das, was ich von dieser Lektionen-Sammlung erwartet hatte.


So manches Mal hätte ich mir eine bessere textuelle Überarbeitung gewünscht, sowohl bzgl. des Schreibstils als auch um für mich als Leser klarer zu machen, wer wann in welcher Situation gemeint war.


Ehrlich gesagt konnte ich mich nicht so ganz des Eindrucks erwehren, dass das Büchlein schnell noch rechtzeitig zu Beginn von Trumps Präsidentschaft herauskommen sollte – um dann später, falls die Präsidentschaft von Donald Trump auf irgendeine Weise schief laufen oder aus dem Ruder laufen sollte, dass man dann später sagen könne, dass man es damals in diesem Büchlein schon vorhergesagt bzw. davor gewarnt habe.


Textauszüge:

Kapitel 7:
„Sei bedächtig, wenn du eine Waffe tragen darfst.
Wenn du im Staatsdienst eine Waffe trägst, möge Gott mir dir sein und dich beschützen. Aber denk daran, dass zu den Übeln der Vergangenheit auch gehörte, dass Polizisten und Soldaten eines Tages plötzlich irreguläre Dinge taten. Sei bereit Nein zu sagen.“

Kapitel 13:
„Praktiziere physische Politik.
Macht will, dass es sich dein Körper in einem Sessel bequem macht und deine Gefühle sich vor der Mattscheibe auflösen. Geh hinaus. Bewege deinen Körper an unvertraute Orte mit nicht vertrauten Menschen. Gewinne neue Freunde und marschiere gemeinsam mit ihnen.“


Drei Sterne habe ich aber dann doch vergeben, da die weiterführenden Erläuterungen doch so manche gute Stelle aufweisen konnten.
„Hätten sich Juristen an die Norm gehalten, dass es ohne Prozess keine Hinrichtung gibt, hätten Ärzte die Regel akzeptiert, dass ohne Zustimmung des Patienten keine Behandlung möglich ist, hätten Unternehmer das Verbot der Sklaverei beachtet, hätten sich Bürokraten geweigert, den Papierkram in Sachen Mord zu erledigen, dann hätte sich das NS-Regime viel schwerer damit getan, die Gräueltaten zu begehen, für die es uns in Erinnerung geblieben ist.“ (S. 39)


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Flamingos avatar

Rezension zu "On Tyranny: Twenty Lessons from the Twentieth Century" von Timothy Snyder

Ein Lese-Mus für jeden Demokraten.
Flamingovor 2 Jahren

Ein sehr gutes kleines Büchlein über die Gefahren, denen die Demokratie ausgesetzt ist. Snyder zieht hauptsächlich Lehren aus der Geschichte Europas; hier hat mir ein bisschen der Blick auf der Teller der Welt gefehlt. Was ist mit Kambodscha, was ist mit Lateinamerika? Vielleicht ist sich der Autor aber bewusst, dass die US sich zu sehr eingemischt haben in diesen Welt-Regionen (oh the irony lol).... Wer weiß. Das Kapitel 19 zum Patriotismus macht mich etwas unkomfortable, aber das wird man wohl nie aus den Amis rauskriegen. 
Sehr lesenswert. 

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Sandra_Albingers avatar

Rezension zu "Über Tyrannei" von Timothy Snyder

Wirklichkeitsnah und poltisch den "wunden Punkt" unserer Zeit getroffen
Sandra_Albingervor 2 Jahren

Bei dem Autor dieses politischen Bestsellers handelt es sich um keinen geringen als Timothy Snyder. Der US-amerikanische Historiker, der seit 2001 an der Yale Universität als Professor für Geschichte arbeitet, darf zweifelsfrei als Koryphäe auf den Gebieten der osteuropäischen Geschichte sowie der Holocaustforschung bezeichnet werden.

Bereits 2010 veröffentlichte er sein Werk „Bloodland“, welches die Vernichtungspolitik der Jahre 1933 bis 1945, durch das nationalistische sowie stalinistische Regime, darstellt.

2015 folgte sein Buch „Black Earth“. Kernthese des Werkes ist die Staatlichkeit. Auf 488 Seiten erklärt Snyder wie es zum Holocaust kommen konnte und warum sich dieses schreckliche Szenario, welches Millionen Menschen das Leben kostete, jederzeit wiederholen kann.

Mit seinem aktuellen Buch „Über Tyrannei“ (erschienen am 08.März 2017) greift Snyder den Nationalismus, den Kommunismus sowie den Faschismus wieder auf und zeigt damit wie es zum Untergang der Demokratie kommen konnte. Der Autor stellt sehr anschaulich, anhand von aktuellen politischen Ereignissen dar, wie sich die Geschichte Stück für Stück wiederholen kann bzw. sich bereits wiederholt hat.

So schreckt er nicht davor zurück den amtierenden amerikanischen Präsidenten durch eindrucksvolle Beispiele, mit dem Aufstieg eines Diktators zu vergleichen. Erst wird die Presse verleugnet und mundtot gemacht, dann die Gegner vor die Tür gesetzt und zu aller Letzt wird Verunsicherung bei der Bevölkerung geschürt. Wenn die Demokratie in Angst und Schrecken versetzt ist, ist es Zeit, diese soweit zu beschneiden, dass nichts Anderes übrigbleibt als eine totalitäre Staatsform. Der Staatschef, der seine uneingeschränkte Macht nun durch Gewalt ausüben kann, kann (unter dem Vorwand sein Land und sein Volk zu schützen) Mauern erschließen, Minderheiten verfolgen und ausweisen sowie die Gesetze seinen Vorstellungen und Ideologien anpassen.

Fazit

„Zwanzig Lektionen für den Wiederstand“ bzw. „20 Lektionen aus dem 20. Jahrhundert“, sollen dem Leser zeigen wie schnell es doch zu einem Wechsel zwischen Demokratie und Diktatur kommen kann, wenn wir uns als Gemeinschaft nicht wehren. Jeder Bürger der sein Land und vor allem die Demokratie liebt und lebt sollte den Mut aufbringen die jeweilige politische Situation kritisch zu beäugen, um ggf. auch unangenehme Fragen stellen zu können. Am wichtigsten aber für uns und unsere demokratische Staatsform ist es, sich nicht von Blendern und irrealen Wahlversprechen beeinflussen zu lassen. Sollte es widererwartend zu einem Wechsel der Staatsformen kommen gilt es niemals mit dem Strom zu schwimmen, sondern überzeugend und hartnäckig Widerstand zu leisten, egal was es kostet.

Positives / Negatives

Ich finde es sehr gelungen, dass sich die 20. Lektionen ohne große Umschweife gleich auf das wesentliche konzentrieren. Es handelt sich um keine stupide „To-Do-Liste“, wie es alles besser gemacht werden kann, sondern zeigt an Hand von geschichtsträchtigen Ereignissen, worauf das Volk achten muss um seine demokratische Staatsform am Leben zu erhalten. Die meisten Lektionen enthalten passende Zitate, die einerseits zum Denken anregen und andererseits, das Werk lebendig wirken lassen.

Leider verfügen manchen Textpassagen über zu lange Sätze. Dies hat zur Folge, dass die Sätze bzw. Absätze sehr verwirrend wirken und den Lesefluss unterbrechen.

Empfehlung

Dieses Werk eignet sich für alle die in Demokratie leben, diese lieben und fortführen wollen.

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