Timothy W. Ryback Hitler's Private Library

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Hitler's Private Library“ von Timothy W. Ryback

He was, of course, a man better known for burning books than collecting them and yet by the time he died, aged 56, Adolf Hitler owned an estimated 16,000 volumes - the works of historians, philosophers, poets, playwrights and novelists. A passionate reader, his worldview was largely formed by the books he read. For more than fifty years the remnants of Hitler's private library occupied shelf-space in climate-controlled obscurity in the rare book division of the Library of Congress in Washington.Timothy Ryback is the first to systematically explore this remarkable collection, as well as several other caches which he subsequently discovered in Europe and elsewhere. The volumes in Hitler's library are fascinating in themselves but it is the marginalia - the comments, the exclamation marks, the questions and underlinings - even the dirty thumbprints on the pages of a book he read in the trenches of the First World War - which are so revealing. Together they take us closer to the man and his thinking than ever seemed possible. "Hitler's Private Library" provides us with a remarkable view of Hitler's evolution - and unparalleled insights into his emotional and intellectual world. Utterly compelling, it is also a landmark in our understanding of the Third Reich.

Stöbern in Sachbuch

Love your body und schließe Frieden mit dir selbst!

Wunderschön und stimmungsvoll illustriert – ein Buch, das man niemals mehr aus der Hand legen möchte.

RubyKairo

Fuck Beauty!

ein recht interessantes Buch über die Schönheit von uns Frauen...zum Nachdenken und zum Schmunzeln

aga2010

Hoffen, dass der Schulbus nicht fährt

Dorfleben pur - Bilder und Sprüche für Landkinder. Ich hatte Spaß daran.

OmaInge

Die Entdeckung des Glücks

Glücklich zu sein ist eine Kunst!

ameliesophie

Was wichtig ist

Eine inspirierende Rede, die vieles enthält, worüber man nachdenken kann. Ein Stern Abzug nur für den Preis.

eulenmatz

Vom Anfang bis heute

Eine lockere Zusammenfassung der gesamten Weltgeschichte für jeden, der einen knappen Überblick haben möchte.

wsnhelios

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Hitler's Private Library" von Timothy W. Ryback

    Hitler's Private Library

    ChiefC

    13. November 2009 um 14:27

    Der Mann, der Bücher verbrennen ließ, las jede Nacht mindestens ein Buch – laut Hitlers eigenen Angaben und den Aussagen etlicher Bediensteter. Sein Lesestoff, unter anderem: Karl May, Sven Hedin, jede Menge rassistischer Traktate, Militärisches und Okkultes. Was sagt die Lektüre über den Mann aus, der Abermillionen ins Unglück stürzte? Sehr viel, wie Timothy W. Ryback in seinem Buch verdeutlicht. Er hat ihm einen Vierzeiler von Alexander Pope vorangestellt, der mit den Worten beginnt: „A little learning is a dangerous thing“. Adolf Hitler ist sicher das beste Beispiel dafür, wie gefährlich Halbbildung ist, das wahllose Verschlingen von Fakten, Fiktion und Lügen und die Unfähigkeit, diese zu verdauen, das eine vom anderen zu unterscheiden. Einen „Gossen-Intellekt“ bescheinigt Ryback in einem Interview Hitler. Ein Mann, der im selben Atemzug Schopenhauer und einen obskuren Rassisten zitiere. Dahinter steht zum einen die intellektuelle Unsicherheit, die Hitler wegen seiner ungenügenden Schulbildung hatte, zum anderen seine Überheblichkeit, wie sie etwa schon in „Mein Kampf“ zum Ausdruck kommt. In nur wenigen Jahren habe er das nötige Wissen erworben, auf dem seine Weltanschauung ruhe. Zu seinen meistbenutzten Büchern, die in all seinen Residenzen griffbereit waren, gehörten Enzyklopädien, Meyers und der Brockhaus, in denen Hitler oft nachschlug. Seine Zeitgenossen waren immer wieder erstaunt über die Menge an Fakten und Zahlen, die Hitler aus dem Kopf abspulen konnte. Versuche, Hitlers Lesegewohnheiten anhand der übrig gebliebenen Büchern aus seinen diversen Bibliotheken zu rekonstruieren, bergen Risiken, deren sich Ryback wohl bewusst ist. Denn sie wurden nach dem Krieg zerstreut. Außerdem ist es kein leichtes Unterfangen zu bestimmen, welche Bücher Hitler tatsächlich selbst gelesen hat. Handschriftliche Randbemerkungen gibt es so gut wie keine und ob angestrichene Stellen tatsächlich von ihm stammen, ist nicht immer sicher. Ryback geht aber mit der gebotenen Sorgfalt zu Werke, seine Bücherrecherchen hat er durch viele Interviews mit (damals noch lebenden) Zeitzeugen ergänzt, etwa Hitlers Sekretärin Traudl Junge, wobei diese mehr über Lesegewohnheiten als über die Buchauswahl beizusteuern hatten. Ryback konzentriert sich in seinem – nicht allzu umfangreichen Buch – auf Bücher, die Hitler selbst erwähnt hat oder deren Lektüre sich in seinen Reden und Monologen niederschlugen. Sein Leben lang griff Hitler immer wieder gerne zu Karl May, dessen Abenteuer, wie er selbst sagte, ihm in angespannten Situationen Trost spendeten. Den echten Abenteurer Sven Hedin bewunderte er, traf er mehrmals. Hedin ruinierte sich im hohen Alter mit seiner blinden Germanophilie letztlich seinen Weltruhm. Ebenso schätzte Hitler Ernst Jünger, in dessen Schilderungen des Ersten Weltkrieges Hitler eigene Erfahrungen widergespiegelt sah. Nietzsche und Schopenhauer werden immer wieder als die Paten der Nazi-Ideologie angeführt. Ryback weist darauf hin, dass in Wirklichkeit Fichte der nationalsozialistischen Bewegung wesentlich mehr entgegen kam. Leni Riefenstahl widmete 1933 ihrem „lieben Führer“ eine kostbare achtbändige Fichte-Ausgabe. Mehr noch als diese berühmten Philosophen, so Ryback, beeinflussten Hitler aber die Bändchen des rechtsradikalen Lehmann-Verlags, etwa Paul Lagardes „Deutsche Schriften.“ Als sein großes Vorbild bezeichnete Hitler auch den Autobauer und Antisemiten Henry Ford, dessen Buch „Der internationale Jude: Ein Weltproblem“ ihn sehr beeindruckt hatte und ihn wohl auch beim Verfassen von „Mein Kampf“ beeinflusste. Kurz vor dem „Untergang“ beschäftigte Hitler sich wieder intensiv mit Friedrich dem Großen, den er ein Leben lang verehrt hatte. Hitler hoffte auf ein ähnliches Wunder wie das „Mirakel des Hauses Brandenburg“, den Tod der Zarin Elisabeth, der Preußen buchstäblich in letzter Sekunde im Siebenjährigen Krieg vor der Vernichtung bewahrt hatte. Während Ryback und andere, die sich nach dem Krieg mit Hitlers Bibliothek(en) beschäftigten, mehr oder weniger auf Überbleibsel angewiesen waren, gibt es einen sehr interessanten Bericht eines Zeitzeugen, den Ryback seinem Buch anhängt. Frederick Oechsner, dem Korrespondenten von United Press International, war es gelungen, einen ziemlich genauen Blick auf Hitlers private Bibliotheken in der Berliner Reichskanzlei und auf dem Obersalzberg zu werfen (Wie er die Gelegenheit bekam, sich so intensiv damit zu beschäftigen, wäre interessant zu erfahren.) Seine Beobachtungen veröffentlichte er 1942 in dem Bericht „This is he Enemy“: Ihm zufolge umfassten die beiden Sammlungen rund 16 300 Bücher. Die erste Gruppe, militärische Themen, umfasste rund 7000 Bände, die zweite Sektion beinhaltete rund 1500 Bücher über Kunst, Theater und Architektur, die dritte große Abteilung bestand aus Büchern zu Astrologie, Esoterik und Okkultem. Darunter auch („sicher weg geschlossen“ – keine Ahnung, wie Oechsner dann davon erfahren konnte) 200 Fotos von Sternenkonstellationen an den wichtigen Tagen in Hitlers Leben. Diese habe er mit handschriftlichen Anmerkungen versehen und jedes habe einen eigenen Umschlag…) Außerdem: rund 400 Bücher über die Kirche, fast ausschließlich die katholische, sowie 800 bis 1000 Bände Trivialliteratur: „Alles von Edgar Wallace“, Hedwig Courts-Mahler und Karl May. Einige von Oechsners Bemerkungen sind sicher mit Vorsicht zu genießen, diente der Bericht doch propagandistischen Absichten, doch seine Einteilung in „Wissensgebiete“ deckt sich im großen ganzen mit etlichen anderen Auflistungen dieser Art, auch mit Rybacks Erkenntnissen. Ryback hat „nur“ einige signifikante Werke heraus gegriffen und widmet diesen gebührende Aufmerksamkeit. Eine absolut legitime und seriöse Vorgehensweise, auch wenn das Buch, das ohne Anhänge gerade mal 227 Seiten lang ist, ruhig noch etwas ausführlicher sein dürfte. Den Leitgedanken für sein Vorhaben lieferte Ryback übrigens Walter Benjamin, der in einem Essay übers Büchersammeln geschrieben hatte, nicht nur verrieten die Bücher etwas über den Sammler, sondern eine abgeschlossene Sammlung bewahre auch den Sammler in sich auf. Eine interessante Sicht, wenn auch kurzsichtig, wie Ryback findet. Kaum eine Bibliothek überlebe intakt ihren Sammler. Es ist eine Ironie der Geschichte, das dies sowohl für die Sammlung des Nazi-Opfers Benjamin als auch für Hitlers eigene Büchereien zutraf.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks