Timur Vermes

 3.7 Sterne bei 3,616 Bewertungen
Autor von Er ist wieder da, Er ist wieder da und weiteren Büchern.
Timur Vermes

Lebenslauf von Timur Vermes

Erfolgreiches Debüt mit Hitler-Satire: Timur Vermes wurde 1967 in Nürnberg geboren. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater war aus Ungarn nach Deutschland geflohen. Bevor Timur Vermes als Journalist arbeitete, studierte er Geschichte und Politik in Erlangen. Bis 2001 schrieb er für die Abendzeitung und den Kölner Express. Danach arbeitete er für diverse Magazine und mehrere Zeitschriften wie die Frauen-Zeitschrift Shape. Für SPIEGEL ONLINE schreibt er über Comics und Graphic Novels. Außerdem veröffentlicht Timur Vermes seit 2009 Bücher als Ghostwriter. 2012 erschien sein Debütroman mit dem Titel „Er ist wieder da“. Darin erwacht Adolf Hitler 2011 zum Leben und startet als vermeintliche Karikatur seiner selbst eine äußerst erfolgreiche Fernsehkarriere. Die bitterböse Polit-Satire bringt den Leser dabei nicht nur zum Lachen über, sondern auch mit Hitler. Das Buch wurde zum Bestseller. Es erschien in mehr als 40 Sprachen und verkaufte sich über zwei Millionen mal. Ergänzend dazu kamen ein Hörbuch, kongenial gelesen von Christoph Maria Herbst, und die erfolgreiche Kinoverfilmung heraus. Mit seinem zweiten Buch „Die Hungrigen und die Satten“ (2018) gelang ihm erneut eine Gesellschaftssatire, über die Vermes-Fan Christoph Maria Herbst schrieb: „Wenn Vermes‘ Erstlingswerk böse, realistisch und komisch ist, so ist sein zweiter Geniestreich böser, realistischer und komischer.“

Alle Bücher von Timur Vermes

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Er ist wieder da

Er ist wieder da

 (3,273)
Erschienen am 08.10.2014
Die Hungrigen und die Satten

Die Hungrigen und die Satten

 (43)
Erschienen am 27.08.2018
Die Hungrigen und die Satten: Roman

Die Hungrigen und die Satten: Roman

 (0)
Erschienen am 27.08.2018
München für Verliebte

München für Verliebte

 (0)
Erschienen am 01.02.2010
Er ist wieder da

Er ist wieder da

 (278)
Erschienen am 08.10.2014
Die Hungrigen und die Satten

Die Hungrigen und die Satten

 (20)
Erschienen am 27.08.2018
Look Who's Back

Look Who's Back

 (2)
Erschienen am 05.02.2015

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Neue Rezensionen zu Timur Vermes

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Rezension zu "Die Hungrigen und die Satten" von Timur Vermes

Fiktion, aber hart an der Realität
Duffyvor 4 Tagen

Nadeche Hackenbusch ist der Superstar der „Reality“- Show „Engel im „Elend“. Der Besuch eines der großen Flüchtlingslager in Nordafrika bringt sie und den Sender auf die Idee, ein großes Feature zu bringen. Dieses Lager ist eines derjenigen, die entstanden, als sich Europa gegen Flüchtlinge abgeschottet hat. Die Moderatorin trifft dort auf Lionel, einen jungen Flüchtling, der die Chance sieht, mithilfe des Fernsehens einen großen Coup zu landen und nach Deutschland zu kommen. Mit 150.000 Flüchtlingen bricht er zum Fußmarsch nach Deutschland auf. Die Moderatorin springt auf den Zug auf, sodass sich die Menge unter teilweise 24stündiger Liveschaltung auf den Weg macht. Die Berichterstattung wird zum Live-Event auf der ganzen Welt und für den Fernsehsender zur Goldgrube. Doch je weiter der Zug kommt, desto mehr Flüchtlinge schließen sich an und als die deutsche Regierung die massive Bedrohung, die auch Reaktionen im Inneren hervorruft, bemerkt, ist es zu spät. Das Problem hat sich verselbstständigt und die Lösungen sind allesamt inakzeptabel.

Wenn jemandem so ein Debüt gelungen ist wie Vermes, dann hat es ein zweites Buch schwer. Doch der Autor hat alles richtig gemacht und sich Zeit gelassen. Was dabei herauskam, ist keinesfalls nur eine Satire, wie es manche Kritiker bezeichnen, sondern erschreckend an der Realität grenzende Fiktion. Während im ersten Teil sehr eindringlich die rein kommerzielle Ausrichtung des privaten Fernsehens, die Gepflogenheiten der Politik und die Geringschätzung der Konsummasse Mensch beschrieben werden, nimmt das eigentliche Geschehen, das den Roman ausmacht, im zweiten Teil erst richtig Fahrt auf. Das ist zwar Fiktion, aber eine beklemmend realistische, weil der Autor mit seinem Flüchtlingszug eine Szenerie schildert, die jederzeit hätte passieren können (und vielleicht, unter anderen Bedingungen) passieren könnte. Dass die Realität hier in jeder Szene steckt, wird durch den Umgang mit den Menschen, die aus verschiedenen Gründen auf der Flucht sind, jeden Tag aufs Neue zum Thema der Nachrichten aus aller Welt. Dass das alles passieren könnte, beweist auch die Politik, die allen Herausforderungen mit einer unglaublichen Ignoranz entgegentritt. Die Welt ist eine andere geworden und Timur Vermes hat dem Rechnung getragen. Wie weit das Satire sein soll, bleibt dem Rezensenten ein Rätsel, es ist eine falsche Plakatierung des Buches. Hier handelt es sich um einen Roman, der eine Möglichkeit, die Flüchtlingen bleibt, bis zum Ende durchgespielt hat. Das Ende des Buches ist schlüssig, aber beklemmend und besorgniserregend. Vermes hat sich mehr als nur unsere Aufmerksamkeit, nämlich den Respekt für Weitsicht und Anerkennung für den Mut, so ein Szenarium zu Ende zu denken, verdient. Ein Buch, dessen inhaltliches Gewicht man vielleicht erst in einigen Jahren einzuschätzen weiß.

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E

Rezension zu "Die Hungrigen und die Satten" von Timur Vermes

Sehr schönes Gedankenexperiment.
eingemaischtvor 14 Tagen

Europa hat mit Frontex die Grenzen endgültig dicht gemacht. Es gäbe für Flüchtlinge aus dem afrikanischen Raum zwar noch die altbewährte Schlauchbootmöglichkeit - die aber SO unsicher geworden ist, dass sie unbezahlbar ist. So werden die Flüchtlingslager im nördlichen Afrika voller und voller.

Der Privatsender MyTV will in einem der Lager eine Reportage drehen, um ein IT-Girl als "Engel im Elend" zu inszenieren. Nach ein paar Wochen soll nun alles vorbei sein - aber der Flüchtling, der dem "Engel" vor Ort alles gezeigt hat, will um jeden Preis mit nach Deutschland - und als der Plan zu scheitern droht, zieht er andere Register.

Das Buch ist ein sehr spannendes Gedankenexperiment - an vielen Stellen ist schwarzer Humor zu finden, allerdings ist mir wirklich schleierhaft, wieso das Buch als "Satire" beworben wird...

Zum Ende (Achtung, Spoiler, bitte nicht weiter lesen):
 


Das Ende ist schlecht, wirklich. Es ergibt nicht einmal Sinn - und bei aller Detailverliebtheit vorher finde ich es mies, wie sich Vermes hier aus der Verantwortung ziehen möchte. 

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Rezension zu "Die Hungrigen und die Satten" von Timur Vermes

Rezension zu "Die Hungrigen und die Satten"
Caro_Revor 23 Tagen

Erster Satz:
"Der Flüchtling versucht betont normal zu gehen, was nicht leicht ist, weil es sich nicht normal anfühlt."

Meine Rezension: 
Bekannterweise bin ich in diesem Genre nicht zuhause, aber dennoch greife ich ganz selten mal dazu. Bekannt ist der Autor durch sein Debütroman "Er ist wieder da", deshalb wollte ich sein zweites Werk auch lesen.
Die Gestaltung des Covers hat mir sehr zugesagt, es gibt einen Einblick auf den Inhalt des Buches. Hervorzuheben ist, dass man, wenn man über das Cover streicht, das Muster erfühlen kann.

Thematisch befasst sich das Buch mit der Flüchtlingspolitik, ein Thema, was heutzutage in aller Munde ist. Wir haben es hier mit einer Vielzahl von Charakteren zu tun, jeder auf seine Art gut ausgearbeitet, manche mit Namen, manche gänzlich ohne Namen wie der Staatssektretär oder der Flüchtling. Zunächst ist unklar, wie die einzelnen Charaktere zusammengehören und was ihre genaue Rolle ist, doch mit dem Voranschreiten der Geschichte erfährt man mehr.

Die Handlung behandelt ein ernstes Thema, aber auf satirische Weise. Das Geschehen und die Charaktere sind auf ihre Weise eigentartig und verdreht.
Dass man eine Satire nicht wirklich ernst nehmen kann, versteht sich von selbst. Dennoch bleibt immer ein gewisser wahrer Kern zurück, der zum Nachdenken anregen kann.

Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven der verschiedenen Charaktere, sodass man einen Überblick über die verschiedenen Handlungsstränge bekommt. Anfangs recht verwirrend, mit der Zeit konnte man sich besser einfinden.

Fazit:
Auch wenn die Geschichte thematisch aktuell ist, konnte mich das Buch nicht überzeugen. Es hat lange gedauert, bis man einen Zusammenhang erkennt. Und selbst dann viel es mir immer noch schwer, einen richtigen Lesefluss zu bekommen.
Thematisch aktuelle Lektüre, satirisch dargestellt, dennoch ist man des Themas gesättigt.

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Gespräche aus der Community

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Hallo ihr Lieben,

auf meinem Blog verlose ich das Buch "Er ist wieder da" sowie zwei Kinokarten für einen glücklichen Gewinner. Mitmachen kann jeder – Folgen ist kein Muss.
Einfach einen Kommentar unter dem Blog-Artikel dalassen.

http://abookshelffullofsunshine.blogspot.de/2015/10/gewinnspiel-er-ist-wieder-da-buch-2.html


Viel Glück :)
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