Timur Vermes

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Autor von Er ist wieder da, Er ist wieder da und weiteren Büchern.
Timur Vermes

Lebenslauf von Timur Vermes

Erfolgreiches Debüt mit Hitler-Satire: Timur Vermes wurde 1967 in Nürnberg geboren. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater war aus Ungarn nach Deutschland geflohen. Bevor Timur Vermes als Journalist arbeitete, studierte er Geschichte und Politik in Erlangen. Bis 2001 schrieb er für die Abendzeitung und den Kölner Express. Danach arbeitete er für diverse Magazine und mehrere Zeitschriften wie die Frauen-Zeitschrift Shape. Für SPIEGEL ONLINE schreibt er über Comics und Graphic Novels. Außerdem veröffentlicht Timur Vermes seit 2009 Bücher als Ghostwriter. 2012 erschien sein Debütroman mit dem Titel „Er ist wieder da“. Darin erwacht Adolf Hitler 2011 zum Leben und startet als vermeintliche Karikatur seiner selbst eine äußerst erfolgreiche Fernsehkarriere. Die bitterböse Polit-Satire bringt den Leser dabei nicht nur zum Lachen über, sondern auch mit Hitler. Das Buch wurde zum Bestseller. Es erschien in mehr als 40 Sprachen und verkaufte sich über zwei Millionen mal. Ergänzend dazu kamen ein Hörbuch, kongenial gelesen von Christoph Maria Herbst, und die erfolgreiche Kinoverfilmung heraus. Mit seinem zweiten Buch „Die Hungrigen und die Satten“ (2018) gelang ihm erneut eine Gesellschaftssatire, über die Vermes-Fan Christoph Maria Herbst schrieb: „Wenn Vermes‘ Erstlingswerk böse, realistisch und komisch ist, so ist sein zweiter Geniestreich böser, realistischer und komischer.“

Neue Bücher

Die Hungrigen und die Satten

 (30)
Neu erschienen am 27.08.2018 als Hardcover bei Eichborn.

Die Hungrigen und die Satten

 (15)
Neu erschienen am 27.08.2018 als Hörbuch bei Lübbe Audio.

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Er ist wieder da

Er ist wieder da

 (3,266)
Erschienen am 08.10.2014
Die Hungrigen und die Satten

Die Hungrigen und die Satten

 (30)
Erschienen am 27.08.2018
München für Verliebte

München für Verliebte

 (0)
Erschienen am 01.02.2010
Er ist wieder da

Er ist wieder da

 (277)
Erschienen am 08.10.2014
Die Hungrigen und die Satten

Die Hungrigen und die Satten

 (15)
Erschienen am 27.08.2018
Look Who's Back

Look Who's Back

 (2)
Erschienen am 05.02.2015
Daar is hij weer / druk 3

Daar is hij weer / druk 3

 (0)
Erschienen am 11.09.2014
On snova zdes'

On snova zdes'

 (0)
Erschienen am 15.06.2014

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Neue Rezensionen zu Timur Vermes

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Irves avatar

Rezension zu "Die Hungrigen und die Satten" von Timur Vermes

*+* Timur Vermes: "Die HUngrigen und die Satten" *+*
Irvevor 5 Tagen

Merkel war gestern, aber die Flüchtlingsfrage lässt Deutschland nach wie vor nicht los. Jedoch – eigentlich gibt es da nichts mehr zu befürchten, denn Europa hat die Außengrenzen abgeschottet. Es gibt praktischerweise gar eine Grenze in Afrika, die die dortige Bevölkerung von ihrer Flucht abhält. So sammeln sich die Ausreisewilligen in riesigen Lagern des schwarzen Kontinents. Die Satten können sich also beruhigt zurücklehnen, wenn die Medien bildgewaltig von dort berichten.
.

Entfernung = Sicherheit? Scheinbar mag das stimmen, aber wie nah Afrika schließlich doch ist, erfährt der Leser schnell, als Nadeche Hackenbusch, C-Promi und Star-Reporterin des Nischensenders E-Zwo, für ihre Reihe „Engel im Elend“ zum Special in das weltgrößte Lager der Welt reist, um exklusiv und hautnah von dort zu berichten.
Na, wer erkennt sich wieder? Wer findet es nicht unwiderstehlich, einfach mal unverbindlich reinzuschauen? Real-TV vom Feinsten… Mitleiden und Mitfühlen mit größtmöglichem Sicherheitsabstand? So denken hier viele, denn die Quoten des Senders gehen durch die Decke! Die Werbeeinnahmen steigen, der Macher des Formats reibt sich die Hände…

Als „der Engel“ – strohdumm mit Herz – hormonell stimuliert eben dieses für die Menschen des Lagers entdeckt, nimmt ein Gedanke immer mehr Form an. Sie möchte den Fluchtwilligen helfen, nicht nur über sie berichten. Ihr Lieblingsafrikaner hat natürlich denselben Wunsch – jedoch nicht vor Ort, sondern in Deutschland.
Um es frei nach Nadeche Hackenbusch zu sagen: „Goes not gives not!“ Innerlich fühlt es sich an wie das einst gehörte „Wir schaffen das!“, und spätestens an dieser Stelle sitze ich nicht mehr entspannt auf meinem Luxus-Lieblingsleseplatz. Ich beuge mich vor, halte immer wieder den Atem an, und frage mich: „Schaffen die das wirklich?“ Wobei mit „die“ nicht ein kleines Grüppchen gemeint ist. Nein, Nadeche Hackenbusch macht keine halben Sachen. Mit hundertfünfzigtausend Menschen zieht sie los Richtung Europa. Der Zuschauer lehnt sich beruhigt wieder zurück. Na da kann doch nichts schiefgehen, wie soll sich denn ein so großer Trupp versorgen? „Goes not gives doch!“, so hofft man. Alles gut, unsere Komfortzone dürfte also gewahrt bleiben.

Als sich jedoch ein überraschend ausgeklügeltes System entwickelt, ist die Kacke am Dampfen – im wahrsten Sinne des Wortes…. Aber jetzt einen Rückzieher machen? No way!
Unser Promi-Sternchen, das sich innerhalb ihrer persönlichen Grenzen recht positiv entwickelt, dabei leider nicht ihre Naivität ablegen kann, will nicht – sie hat schließlich eine Mission zu erfüllen!
Der Sender will nicht – wann sonst gab es solche Quoten? -, und kann auch nicht, denn die Werbespots sind vertraglich geregelt – diese Chance lässt sich doch kein Hersteller entgehen!
Und die Politiker tun, was sie auch sonst tun und am besten können, nämlich nichts. Aussitzen heißt einmal mehr die Devise, das hat doch bisher auch immer vorzüglich geklappt. Hohe Bezüge fürs Geringtun, so soll es bleiben…
Der vermeintliche Gewinner ist der Zuschauer, denn wann hat man schon die Chance, sich mit gefühltem Netz und doppeltem Boden auf die Flucht von Afrika nach Europa zu begeben?

Timur Vermes hat mit „Die Hungrigen und die Satten“ eine unglaublich treffende Satire mit überzeugenden Handlungsträgern verfasst. Er bohrt seine Finger tief in viele Wunden. Seien es die quotengeilen Medien, die gerne mal zur Lügenpresse mutieren, seien es die möchtegern wichtigen Menschen, die jedoch ebenso mit Wasser kochen wie du und ich, seien es die bereits erwähnten Politiker, seien es aber auch wir, die sensationsgierigen Konsumenten, die ein „immer weiter, immer höher, immer schneller“ einfordern, und geringere Qualität durch Ignoranz bestrafen.

Die Spirale dreht sich schon lange, aber noch nie hat sie sich gefühlt so schnell gedreht wie hier.
„Es ist doch nur ein Buch!“, diesen Einwand kann ich – obwohl die Aussage sicherlich stimmt – leider nicht gelten lassen. Denn wie der Autor sein Szenario heraufbeschwört, wie er die einzelnen Faktoren miteinander abstimmt, die diese Maschinerie in Gang bringen und halten, das alles fühlt sich beängstigend real an und so gar nicht wie die Scheinwelt, die den Zuschauern im Buch glaubhaft präsentiert werden soll.

„Die Hungrigen und die Satten“ ist Satire, bei der du an manchen Stellen laut lachen möchtest, aber nicht kannst. Satire, bei der noch nicht mal ein leises Geräusch deine Kehle verlässt, weil sie von bitterböser, hochgekochter Galle festsitzt. Satire, die brillant und lückenlos ein Szenario heraufbeschwört, das man irgendwann einfach nicht mehr aussitzen kann.
Warten wir – anders als im Buch – besser nicht bis es zu spät ist….

Der Quintessenz des Buchrückentexts schließe ich mich gerne an:
„Timur Vermes‘ neuer Roman ist eine Gesellschaftssatire, aktuell, radikal, beklemmend und komisch zugleich. DIE HUNGRIGEN UND DIE SATTEN fängt dort an, wo der Spaß aufhört.“

Auch Arndt von AstroLibrium hat diese unglaubliche Flucht begleitet. Seine Reportage findet ihr hier! 

Inhalt
Deutschland hat eine Obergrenze für Asylsuchende eingeführt, ganz Europa ist bis weit nach Nordafrika hinein abgeriegelt. Jenseits der Sahara entstehen riesige Lager, in denen Millionen von Flüchtlingen warten, warten, warten. So lange, dass man in derselben Zeit eigentlich auch zu Fuß gehen könnte, wäre das nicht der sichere Tod.
Als die deutsche Starmoderatorin Nadeche Hackenbusch das größte dieser Lager besucht, erkennt der junge Lionel die einmalige Gelegenheit: Mit 150.000 Flüchtlingen nutzt er die Aufmerksamkeit des Fernsehpublikums und bricht zum Marsch nach Europa auf. Die Schöne und die Flüchtlinge werden zum Quotenhit. Und während sich der Sender über Live-Berichterstattung mit Zuschauerrekorden und Werbemillionen freut, reagiert die deutsche Politik mit hilflosem Wegsehen, Kleinreden und Aussitzen. Doch je näher der Zug rückt, desto mehr ist Innenminister Joseph Leubl gefordert. Und desto dringlicher stellen sich ihm und den Deutschen zwei Fragen: Was kann man tun? Und in was für einem Land wollen wir eigentlich leben?

Autor
Timur Vermes wurde 1967 in Nürnberg als Sohn einer Deutschen und eines Ungarn geboren. Er studierte in Erlangen Geschichte und Politik und arbeitete anschließend als Journalist und Ghostwriter. Er schrieb bis 2001 für die Abendzeitung und den Kölner Express und später für mehrere Magazine. Sein 2012 erschienener Roman Er ist wieder da ist eines der erfolgreichsten deutschen Debüts der letzten Jahrzehnte.
Quelle: Bastei Lübbe


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raveneyes avatar

Rezension zu "Die Hungrigen und die Satten" von Timur Vermes

Verrückte Welt
raveneyevor 8 Tagen

In einer Welt, in der Europa seine Flüchtlingsgrenzen hinter die Sahara verlegt hat um einen weiteren Zustrom zu verhindern, entsteht ein riesiges Flüchtlingscamp. Und genau da soll eine TV-Doku gedreht werden.


Timur Vermes' Erstling hatte ich seinerzeit innerhalb kürzester Zeit verschlungen und war begeistert. Dementsprechend hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung an sein neues Buch, auch wenn ich versucht habe es vollkommen unvoreingenommen zu lesen – sofern es mir möglich war jedenfalls.

Das man eine Satire nicht wirklich ernst nehmen kann, versteht sich von selbst, aber doch bleibt doch immer ein gewisser wahrer Kern zurück, der zum Nachdenken anregen kann.


Um jetzt aber zur eigentlich vorliegenden Geschichte zu kommen, präsentiert uns der Autor hier ein Sammelsurium an unterschiedlichen Charakteren, die alle auf ihre ganz eigne Art sehr gut gezeichnet sind. Dabei haben nicht mal alle Namen. So gibt es sowohl quasi Namenlose Charaktere wie den Flüchtling oder den Staatssekretär als auch welche mit Namen, wie Nadeche Hackenbusch oder Astrid von Roell zum Beispiel. Manche der vorkommenden Charaktere entwickeln sich positiv weiter, andere eher negativ. Wer welche Richtung einschlägt wird aber nicht verraten. Was ich aber verrate, ist, dass das Englisch, welches der Autor der Hackenbusch in den Mund legte, mir die Nackenhaare zu berge stehen ließ.


Auch die Darstellung der Gegebenheiten ist dem Autor gut gelungen und er zeigt dem Leser eine Welt in der die Gegensätze des Flüchtlingscamp und der westlichen Wohlstandsgesellschaft deutlich zu Tage treten. Politik vs. Menschlichkeit. Oberflächlichkeit vs. Hoffnungslosigkeit.


Aber trotz der guten Präsentation des Stoffes, konnte das Buch mich nicht von sich überzeugen, dafür war es im Gesamten einfach zu schwerfällig und ließ keinen flüssigen Lesefluss aufkommen.

War nicht so ganz meins.

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Caillean79s avatar

Rezension zu "Die Hungrigen und die Satten" von Timur Vermes

Bin unschlüssig, was ich zu diesem Buch sagen soll…
Caillean79vor 9 Tagen

Ich hatte beim Lesen von Timur Vermes‘ neuem Roman natürlich immer im Hinterkopf, dass es hier um Satire geht. Darum, etwas überspitzt darzustellen, es ein wenig zu verfremden, andererseits aber auch mal den Nagel voll auf den Kopf zu treffen. All das tut der Roman auch – und trotzdem bin ich mir sehr unschlüssig, was ich davon halten soll. Deshalb kann ich auch nur ganz allein für mich sprechen, wenn ich Folgendes sage:

Trotz aller Satire fehlte mir eine gewisse Logik hinter dem, was in diesem Roman passiert. Ich habe mich gefragt: Würde ein C-Klasse-TV-Sternchen aus der Casting-Schmiede tatsächlich nach Afrika gehen und dort plötzlich einen 1a-Sinneswandel weg vom Glitzerturnschuh und hin zur Trekkingsandale hinlegen? Und dann mit einem Flüchtlingstreck mehr als 1,5 Jahre (!) täglich 15 km bis nach Europa laufen??? Nein, dachte ich mir, Satire hin oder her – aber an der Stelle hätte es für mich logischer, glaubhafter sein müssen, was da abläuft. Doch das war es für mich nicht und so hatte ich immer im Hinterkopf, dass es sich eigentlich um eine völlig absurde Geschichte handelt.

Natürlich bekommt hier jedes Genre sein Fett weg: die Medien, die Politik, die Meinungsmacher des Internet-Zeitalters. Und insofern muss man sagen: das ist auch mal gut so. Die Frage ist nur: kratzt die das in irgendeiner Weise? Wahrscheinlich nicht. Meiner Meinung nach ist es schon wichtig, dass ein Buch wie dieses geschrieben wurde. Dass das Thema Flüchtlinge aufgegriffen und gespiegelt wird. Und ich bin mir auch sicher, dass das Buch polarisieren wird (so ist es ja sicher auch gedacht). Trotzdem bleibe ich dabei: die Thematik hätte – für meine Begriffe – besser umgesetzt werden können.

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Sunshine_Bookss avatar
Hallo ihr Lieben,

auf meinem Blog verlose ich das Buch "Er ist wieder da" sowie zwei Kinokarten für einen glücklichen Gewinner. Mitmachen kann jeder – Folgen ist kein Muss.
Einfach einen Kommentar unter dem Blog-Artikel dalassen.

http://abookshelffullofsunshine.blogspot.de/2015/10/gewinnspiel-er-ist-wieder-da-buch-2.html


Viel Glück :)
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