Er ist wieder da

von Timur Vermes 
4,1 Sterne bei273 Bewertungen
Er ist wieder da
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Positiv (207):
BWV-57s avatar

Sehr gelungene Satire. Die Verfilmung fand ich aber besser ...

Kritisch (12):
R

Das Buch hätte ich mir nicht gekauft, weil ich doch lieber Thriller und Romane lese.

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Inhaltsangabe zu "Er ist wieder da"

Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet er in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere - im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und "Gefällt mir"-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785750391
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Lübbe Audio
Erscheinungsdatum:08.10.2014
Das aktuelle Buch ist am 08.10.2015 bei Bastei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    girllovesharrypotters avatar
    girllovesharrypottervor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Sarkastisch, skurril und kein bisschen nationalsozialistisch! Ein tolles Hörbuch
    Hitler ist wieder da... was sagt er zu Deutschland 2011?

    Hitler erwacht auf einer Wiese und muss feststellen, dass er im Jahr 2011 gelandet ist. Er geht zu einem Kiosk und findet heraus, dass es all die Sachen, die er kannte und kontrollieren konnte, nicht mehr gibt. Deutschland hält ihn durch Zufall für einen Comedian, der Hitler parodiert und er erhält einen Platz in einer Comedy-Sendung. 


    Ich fand es sehr gut, dass in dem Hörbuch keinerlei diskriminierende Dinge gesagt wurden. Auch Christoph Maria Herbst hat Hitler mit einem guten Akzent gesprochen und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.



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    Prinzessins avatar
    Prinzessinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mal der absolute Lacher mal echte Tiefpunkte... aber trotzdem sehr unterhaltsam!
    Stell dir vor der "Führer" ist wieder da - was würde er zum heutigen Deutschland sagen?

    Christoph Maria Herbst ist überragend in seiner Synchronsprecherrolle <3 dafür gebe ich einen Stern
    Es gab viele echt geniale Parts und somit richtige Lacher die meine Bauchmuskeln so sehr beansprucht haben, dass ich das Gefühl hatte Muskelkater zu bekommen. Dafür Stern No2
    Der 3te Stern bekommt das Hörbuch für die zufriedenstellende Story allgemein, das bedeutet, dass ich aber 2 Sterne für die Tiefpunkte von den 5 Sternen abziehen musste
    3 Sterne von mir ;)

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    lesebiene27s avatar
    lesebiene27vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Auf eine trockene Art trifft es der Autor genau die Geschehnisse der Zeit anzusprechen. Christoph Maria Herbst ist wieder einmal grandios.
    Ein Hörbuch zum Nachdenken und unterhalten -Comedy auf eine andere Art

    Inhalt:

    Im Sommer 2011 erwacht Adolf Hitler auf einem leeren Grundstück in Berlin. Zunächst weiß er nicht, was mit ihm geschehen ist – hat er doch grade noch mit Eva zusammen gesessen und ihr seine Waffe zeigen wollen. Also begibt er sich auf den Weg alles über die Zeit herauszufinden, die er verpasst hat, über das Land, in dem er sich befindet und die politische Lage. Fest von seinen Absichten überzeugt und immer das Ziel vor Augen, Deutschland zu einem starken Land zu verhelfen startet er eine neue Karriere im Fernsehen um zu den Menschen zu sprechen.


    Meine Meinung:

    Ich muss zugeben, dass ich dem Hörbuch zunächst sehr kritisch gegenüber gestanden habe. Dies hatte zweierlei Gründe, die sich beide als nichtig herausgestellt haben. Erstens war ich mir nicht sicher, ob ich dem Sprecher Christoph Maria Herbst in einem Hitler-Dialekt bei einer Laufzeit von fast 7 Stunden zuhören könnte, ohne den Rappel zu kriegen. Der zweite Grund war die politischen Statements, von denen ich befürchtet hatte, dass sie politisch inkorrekt oder beleidigend wären.

    Zunächst zum Sprecher: Ich muss Christoph Maria Herbst einfach meinen Respekt aussprechen. Er klingt so authentisch, so witzig und so ernst zugleich wie er den Hitler spricht. Ich konnte ihn gegen aller anfänglichen Befürchtungen gut zuhören und habe mich von ihm sogar gut unterhalten gefühlt.

    Zum Inhalt: Teilweise fand ich es erschreckend, wie einfach sich die Menschen innerhalb des Hörbuches überzeugen lassen von einer Meinung. Ich habe viel darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass auf der einen Seite tatsächlich Themen angesprochen werden (auf die ich jetzt nicht näher eingehen will, um nicht zu spoilern), die die Menschen heutzutage beschäftigen und auf der anderen Seite nie kritisch gegen bestimmte Menschengruppierungen oder ähnliches sondern lediglich gegen Absurditäten vorgegangen wird. Das fand ich sehr erfrischend. Man könnte meiner Meinung nach das Hörbuch somit auch mit einem anderen Protagonisten gestalten um auf diese Sonderlichkeiten des Alltages hinzuweisen. Doch grade unter dem historischen Kontext bekommt dieser Protagonist eine Rolle, die zu dem Verlauf der Geschichte und der Art der Hörbuchgestaltung passt.

    Gut finde ich, dass wie bereits gesagt, nicht gegen Menschen gehetzt wurde und das Hörbuch somit keine nationalsozialistischen Anfeindungen enthält. Vom Genre her trifft es somit eigentlich eine Art schwarzen und sozialkritischen Humor und gehört damit der Sparte Comedy an.


    Fazit:

    Ich bin mit niedrigen Erwartungen aber auch Neugier an das Hörbuch von Timur Vermers dran gegangen und wurde positiv überrascht. Mir hat „Er ist wieder da“ bis auf ein paar kleine Längen gut gefallen. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und bietet eine interessante (aber nicht nationalistische) Sicht der Dinge, die gut unterhält. Ich vergebe hiermit gerne 4 von 5 Sternen.

    Kommentare: 5
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    Schnutsches avatar
    Schnutschevor 3 Jahren
    Er ist wieder da

    ~Erster Satz~

    Das Volk hat mich wohl am meisten überrascht.

    ~Meine Meinung~

    Zuerst muss ich erwähnen, dass ich das Buch angefangen habe zu lesen, ohne eigentlich zu wissen um was es geht. Das heißt, ich wusste, dass Hitler in unserer Zeit aufwacht. Und, dass es lustig sein soll. Das wars. Als mich eine Leseflaute dann daran gehindert hat das Buch weiter zu lesen, habe ich beschlossen es mal mit dem Hörbuch zu probieren. Da ich kein großer Fan von Hörbüchern bin, war meine Erwartung nicht sehr hoch, meine Konzentration allerdings auch nicht. Ich finde Christoph Maria Herbst liest hier wirklich gut. Die Story an sich hat mich nicht wirklich umgehauen. Hier und da gab es Stellen zum Lachen und ich muss zugeben, ich fand den auferstandenen Hitler ganz sympathisch und unterhaltsam. Ich war nicht darauf gefasst, dass es so sehr um die Medien geht und das Thema hat mich auch echt nicht angesprochen. Dennoch war es im Endeffekt ok. 

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    TheSaints avatar
    TheSaintvor 3 Jahren
    Von Hatler zu Hitler

    Ich war von Christoph Maria Herbst's Auftritt als Butler Hatler in dem königlichen Film "Der Wixxer" von Oliver Kalkofe so begeistert, dass ich mir dieses Hörbuch sofort anschaffen musste.

    Und in der Tat... der  Roman von Vermes explodiert durch die Lesung des Herrn Herbst zu einem Lachfeuerwerk!
    Ich habe mir das Hörbuch jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit gegeben und ich bin wirklich kein Morgenmensch... aber während der täglichen Hin- und Rückfahrt musste ich sehr viel lachen und natürlich meine Mitarbeiter mit Bonmots aus der Erzählung martern.

    Das Buch habe ich nicht gelesen, den Kinofilm jedoch gesehen. Natürlich konnte der Film nicht die Erwartungen erfüllen - der Inhalt des Buches wurde sehr verändert wieder gegeben... und auch Herbst als Hitler fehlte (sein Sensenbrink in dem Film fällt eher bescheiden aus).

    Meine fünf Sterne beziehen sich hier also rein auf das HÖRerlebnis. Die ohnehin amüsante Idee der Wiederkunft des Führers und der Fassungslosigkeit desselben beim Aufeinandertreffen mit der heutigen Kultur und Gesellschaft wird durch die einzigartige und brillante Interpretation des Schauspielers Herbst nochmals gesteigert.

    Ein Ohrenschmaus und eine gelungene Massagemöglichkeit für die Lachmuskulatur!

    Kommentare: 3
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    SaintGermains avatar
    SaintGermainvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: verdienter Hype um dieses Buch, ebenso geniale Verfilmung
    verdienter Hype

    Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, dafür unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende startet er gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur, sondern erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und »Gefällt mir!«-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Dieser Roman ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.

    Wie er hierher gekommen ist, weiß er auch nicht genau. Seine Uniform riecht nach Benzin und er liegt im Geröll einer Baulücke in Berlin. Und wo eigentlich ist der Führerbunker? Der Führer braucht schließlich einen Führerbunker. Und ein Volk.
    Doch Adolf Hitler begreift schnell, dass er sich im Jahr 2011 befindet und dieses Volk dringend seiner Führerschaft bedarf. Sehr dringend sogar. Und die neuartigen Technologien faszinieren ihn ganz besonders: Mobiltelefone, Internet, Privatfernsehen. Hätte es das nur damals schon gegeben. Goebbels hätte seine wahre Freude gehabt.
    Und dann spielt ihm auch noch der Zufall in die Hände, als er auf die Produktionschefin einer Fernsehfirma trifft, die ihm ein Forum in einer Comedy Show gibt. Dem Publikum vergeht schnell Hören und Sehen und der Aufstieg des größten Hitler-Darstellers aller Zeiten ist unaufhaltsam. Nur ist er kein Darsteller. Er ist es selber. Und er ist so bösartig wie eh und je.

    Timur Vermes begibt sich mit diesem Plot auf ziemlich dünnes Eis. Hitler und Satire - das kann gewaltig ins Auge gehen, vor allem, wenn das gesamte Buch auch noch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Keine relativierende Klarstellung, keine andere Sicht auf die Dinge als einzig die Sicht des Führers. Und dieser Mann ist dazu noch wortgewandt, schlagfertig und überaus gewitzt. Wenn er über unsere bundesdeutschen Politgrößen herzieht, ihr hohles Gewäsch als das tituliert, was es ist, nämlich hohles Gewäsch, wenn er über modische oder technologische Entgleisungen lästert, ja, das ist einfach grandioses Kabarett. Da sitzt jede Pointe, aber mit dem Florett gefochten! Da erkundigt sich die Krankenschwester mitfühlend bei ihm: "Ich wollte nur mal nach dem Rechten sehen", und er schnarrt: "Däm gäht's goot!". Oder er echauffiert sich wortreich darüber, dauernd mit einem gewissen "Stromberg" verwechselt zu werden. Oder wenn er die ungaren Jüngelchen in der NPD Parteizentrale vor laufender Kamera rundmacht. Das ist der Nährboden für grandiose Dialoge auf höchstem satirischen Niveau.

    ÜBER Hitler darf man sicher lachen. Aber MIT Hitler? Ich hatte ein ehrlich schlechtes Gewissen, bis mir Vermes perfide Strategie klar wurde: Hitlers Demagogie unterscheidet sich letztlich nur in der Klientel von der Demagogie unserer Parteien, und Goebbels Propagandaministerium hätte mit der Tageszeitung mit den vier großen Buchstaben sicher auch einen Pakt zum gegenseitigen Nutzen geschlossen. Manche brachiale Schlagzeile der jüngeren Vergangenheit ließ Hitlers Herz bereits höher schlagen. In den fiktiven Dialogen mit Renate Künast oder Sigmar Gabriel, die am Ende den vermeintlichen Hitler-Darsteller als großes Polittalent sogar in ihre Reihen locken wollen, ist Hitler seinen Gegnern so heillos überlegen, dass es mich gegruselt hat. Seine raffinierte Argumentation, sein verführerischer Charme, der zum Angriff übergeht, sobald sich die passende Gelegenheit ergibt, seine eiskalte Strategie, ohne Mitleid und Skrupel - da spricht kein dumpfer Neonazi, sondern ein blitzgescheiter Überzeugungstäter.

    Dieses Buch ist zum Lachen und Nachdenken gleichzeitig. Auch der Film ist sehr gut gemacht. Viele Szenen sind im Buch besser, manche im Film.

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    Kettys avatar
    Kettyvor 3 Jahren
    Wilkommen im 21. Jahrhundert

    Nach 66 Jahren erwacht Adolf Hitler eines Sommermorgens  im Berlin des 21. Jahrhunderts. Was in den letzten Jahren geschah, weiß er nicht. Nun befindet er sich in einem kriegsfreien Land, inmitten von Ausländern und regiert von einer Frau. Der Schock könnte nicht größer sein. Ohne Pass, Geld und Unterkunft steht der einstige Führer nun da. Doch das neue Leben meint es gut mit ihm. Mit Hilfe des Kioskbesitzers lernt Adolf zwei wichtige Herren vom Fernsehen kennen und die sehen auch gleich das große Potenzial in ihm.

    Die Idee Hitler im jetzigen Deutschland aufwachen zu lassen ist genial. Durch seine Augen merkt der Leser/Hörer wie sich unser Land in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt hat, was aus uns geworden ist und wie wir mit der Vergangenheit umgehen, die Deutschland so geprägt hat.

    Teilweise waren die Entdeckungen die Adolf Hitler im Laufe der Geschichte gemacht hat sehr amüsant und ich musste des Öfteren Schmunzeln, da die Dinge für mich Selbstverständlich sind. Bisher habe ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht, wie die Welt auf jemanden wirkt, der den Fortschritt nicht live miterlebt hat.

    Mit Auftritten im Fernsehen räumt er nun das Feld von hinten auf. Er wird als Comedian gefeiert und dabei meint er doch alles todernst. Ständig wird aneinander vorbei geredet und gelacht. Und doch ist es erschreckend wie gut und schnell der Plan aufgeht.

    Die Stimme von Christoph Maria Herbst ist zwar sehr passend, aber auch teilweise anstrengend und ich hatte gerade am Anfang ein paar Probleme, bis ich mich an den Klang gewöhnt hatte. Bei längeren „Monologen“ bzw. Gedankengängen bin ich manchmal leicht abgedriftet.

    Abschließend kann ich sagen, dass mich das Hörbuch gut unterhalten hat, aber 100 % überzeugen konnte es mich dann doch nicht.

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    Lonechastesouls avatar
    Lonechastesoulvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Politsatire, die sich gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen Unterhaltung und Aufrütteln bewegt.
    Teilweise lustig und sehr mutig.

    Hörbuch Version mit Christoph Maria Herbst.

    Adolf Hitler wacht im Sommer 2011 plötzlich mitten in Berlin wieder auf. Es dauert ein Weilchen, bis er realisiert hat, dass es nicht mehr 1945 ist, sondern 66 Jahre später. Dann jedoch begreift er erstaunlich schnell, was diese neue Welt ihm zu bieten hat. Zunächst hat Hitler etliche Anpassungsschwierigkeiten und versucht, sich im heutigen Berlin zurecht zu finden. Was immer ihm dabei begegnet, wird gnadenlos in sein unverändertes Weltbild eingepasst. Er wird erneut zum Medienstar und schafft es problemlos, die Menschen wieder dazu zu bringen, sich für ihn zu begeistern.

    Die Idee des Buches klingt, seltsam, unwirklich, bescheuert, sobald man das erste Mal davon hört. Doch denkt man darüber nach, weckt sie ein gewisses Interesse, möchte erfahren, wie der Autor das Ganze umgesetzt hat.

    Und ich muss zugeben, dass es Timur Vermes gelungen ist, einen intelligenten, satirisch-witzigen Roman über Hitler zu schreiben, ohne dabei in Klamauk abzurutschen. Er lässt das Ende offen, erschreckend offen und lässt den Leser mit der Frage zurück, wie leicht ein Adolf Hitler es heute hätte, wenn er für eine Parodie seiner selbst gehalten werden würde.

    Christoph Maria Herbst ist genial gut. Die Verwechslung von Herrn Hitler mit Herrn Stromberg und der Tatsache, dass Christoph Maria Herbst dieses Hörbuch liest, sehr lustig. Im Ganzen ist es Sprachlich unglaublich gelungen und sehr, sehr realistisch.

    "Er ist wieder da" ist eine Politsatire, die sich gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen Unterhaltung und Aufrütteln bewegt. Mein Gesamteindruck kann daher nur lauten: Amüsant und unterhaltend, aber letztlich belanglos.

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    mysticcatvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr witzig geschrieben und top gelesen. Ein sehr unterhaltsames Hörbuch, leider eine gekürzte Fassung
    Er ist wieder da

    "Er ist wieder da" von Timur Vermes, gelesen von Christoph Maria Herbst ( bekannt z.B. als Stromberg) ist als MP3 Hörbuch als gekürzte Fassung erschienen.

    Der Führer erwacht im Jahr 2011 mit 56 Jahren irgendwo mitten in Berlin - und fasst sich den Plan, sein Reich wiederzuholen. Dazu gilt es erst, nochmals ganz von unten anzufangen, was ihn auch mit Hilfe des Kioskbesitzers, bei dem er anfangs nächtigen darf, gut gelingt.
    Ein rascher Aufstieg ist dem Führer vergönnt, es werden viele Themen unserer Zeit aus seiner Sicht geschildert und kritisiert, womit er ja auch nicht unrecht hat.

    Fazit: Eine sehr gute Sommerunterhaltung, von der es meiner Meinung nach auch gerne eine Fortsetzung geben darf.

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    Wortteufels avatar
    Wortteufelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Absolut göttlich und urkomisch!
    Erschreckend komisch und verstörend real!

    Was ist passiert?

    Das Unmögliche wird möglich: Der Führer erwachtet allen Naturgesetzen zum Trotz 66 Jahre nach seinem freiwilligen Ableben irgendwo in Berlin-Mitte auf einem leeren Grundstück. Ohne Erinnerung an die vergangenen sechs jahrzehnte, ohne Eva an seiner Seite – die Partei gibt es auch nicht mehr und sogar der Krieg ist lange schon beendet. Dafür herrscht Frieden, das Land wird von einer Frau regiert und in Berlin gibt es mehr Ausländer, als im Ausland selbst.

    Vollkommen verstört strandet der nun volkslose Führer Adolf Hitler im Berlin des 21. Jahrhunderts und findet unerwartet Hilfe bei einem Kioskbesitzer. Wider allen Erwartungen und ungeachtet der Spuren, die der vielleicht dunkelste Abschnitt deutscher Geschichte in der modernen Gesellschaft hinterlassen hat, beginnt Adolf Hitler eine neue Karriere – dieses Mal nicht umringt von Germanenfeuern und ganz ohne Hilfe des Volksempfängers, dafür aber im Fernsehen. Wo auch sonst?!?

    Was ist davon zu halten?

    Es gibt Bücher, die lassen uns schmunzeln – und dann gibt es Bücher und ihre Hörbuch-Varianten, die uns schlaflose Nächte bescheren und uns Tränen lachen lassen. Die Hörbuch-Vertonung von Timur Vermes Roman “Er ist wieder da”, gelesen von Christoph Maria Herbst, ist genau so ein Buch.

    Das Adolf Hitler zur Satire taugt, wie kaum ein Politiker vor oder nach ihm, weiß die Welt bereits seit Charly Chaplin. Dennoch ist Timur Vermes literarisches Kabinettstück mehr als das und erfrischend anders. Witzig und doch schonungslos erlebt der Leser die moderne deutsche Gesellschaft durch die Augen Adolf Hitlers, der sich – zu Beginn noch etwas orientierungslos – nach und nach in diese ihm fremde Welt hineinfindet und sich schließlich ihre Strukturen, Methoden und Sehnsüchte zu eigen macht, um die eigene Karriere wieder in Schwung zu bringen. Dies ist schließlich sein Volk und gegen alle Wahrscheinlichkeiten wirft es sich seinem Führer aufs Neue an den Hals.

    So schwungvoll Timur Vermes seinen Führer die Entdeckung der neuen Welt schildern lässt, so abrupt endet die Geschichte und lässt ahnen, dass Vermes noch etwas für seinen Leser zurückhält. Adolf Hitlers Siegeszug scheint noch nicht beendet zu sein.

    Die Geschichte von “Er ist wieder da” und der Stil, in dem Vermes sie erzählt, sind bereits zum lachen komisch, doch mit der Hörbuch-Vertonung, gelesen von Christoph Maria Herbst, wird das Ganze erst zu einem echten Hörbuch-Vergnügen. Kein anderer Leser hätte den alten Demagogen Hitler so lebendig aus seinem kalten Grab ins Berlin des 21. Jahrhundert heben können wie Herbst. Dabei wirkt die Vertonung zu keinem Zeitpunkt lächerlich und muss nichts an Witz und Orginalität einbüßen.

    Fazit:

    Unbedingt hören!

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