FERIEN MIT GEISTERN...
Weil Leos Eltern unbedingt alleine auf irgendwelche Berge in Amerika klettern wollen, müssen Leo und sein Bruder zusammen mit Antonia und zwei Freunden die Herbstferien bei Antonias Tante verbringen. Deren Gutshof entpuppt sich als gruseliges Schlösschen voller Geheimnisse, Spinnen und seltsamer Mitbewohner. Sogar eine alte Familiengruft gibt es, was Leo große Sorgen bereitet. Zu Recht. Es dauert nicht lange, bis Leo bei einem Fackelumzug auf einen Geist trifft. Der Geist ist genauso erschrocken wie Leo und ziemlich verwirrt. Er erinnert sich überhaupt nicht daran, gestorben zu sein! Und er ist nicht der einzige Geist, der hier sein Unwesen treibt und dringend Hilfe benötigt… (Verlagsbeschreibung)
Zunächst ist Leo nicht sonderlich begeistert über die Planung der Herbstferien. Seine Eltern werden in Amerika sein, und er soll nun mit seinem Bruder einer Einladung von Antonias Tante folgen. Antonia ist natürlich mit von der Partie, aber auch zwei Schulfreunde von Leo kommen noch mit. Wie sich herausstellt, ist Antonias Tante eine Künstlerin, die mit Kochen und Kinderversorgen nicht wirklich viel am Hut hat. Die Kinder bekommen auf dem riesigen Gutshof eine eigene Etage zugewiesen und kümmern sich fortan meist um sich selbst. Gar nicht so einfach, wenn keiner wirklich Lust auf Kochen und Spülen hat, und auch sonst müssen sich die fünf erst einmal zusammenraufen.
Gerade Leo kommt sich oft wie das fünfte Rad am Wagen vor und bekommt zunehmend schlechte Laune. Dabei gruselt er sich vor der alten Familiengruft auf dem Gelände des Gutshofs und findet auch den Mitbewohner von Antonias Tante reichlich düster. Erst als eine wertvolle Skulptur verschwindet und Leo auf dem Friedhof des Städtchens mal wieder eine Geisterbegegnung hat, besinnen sich die Kinder darauf, dass sie gemeinsam bessere Chancen haben, den Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Doch an Halloween steht Leo dann vor einer besonders kniffligen Herausforderung...
Ein nettes Kinder-Grusel-Buch hat Tina Blase da erneut geschrieben, wobei dieser Band weniger humorvoll ist als die beiden Vorgänger, dafür aber sehr spannend. Leo ist nach wie vor nicht der Mutigste, wächst aber zuweilen unerwartet über sich hinaus. Nett fand ich, dass sich Leo und sein älterer Bruder diesmal etwas näher kommen, auch wenn es zu Beginn gar nicht danach aussieht.
Julian Greis liest auch diesmal wieder die ungekürzte Hörbuchausgabe (3 Stunden und 36 Minuten) angenehm und gut betont. Der Altersempfehlung des Verlags (8-10 Jahre) würde ich zustimmen.
Ein spannende und unterhaltsame Fortsetzung - und hoffentlich noch nicht das Ende der Reihe!
© Parden
























