Tina Breckwoldt

 4.7 Sterne bei 3 Bewertungen

Neue Bücher

Die ganze Wahrheit über Münchhausen & Co.

Erscheint am 20.05.2020 als Hardcover bei Benevento.

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Cover des Buches Stille Nacht (ISBN:9783710401862)

Stille Nacht

 (3)
Erschienen am 11.10.2018

Neue Rezensionen zu Tina Breckwoldt

Neu

Rezension zu "Stille Nacht" von Tina Breckwoldt

Ein Lied mit Geschichte
Sikalvor einem Jahr

Das wohl berühmteste Weihnachtslied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Vor 200 Jahren hatte es am 24. Dezember 1818 Premiere, gesungen in der Kirche von Oberndorf, einem kleinen Salzburger Ort. Komponiert und getextet wurde das Lied von Franz Xaver Gruber (Text) und Joseph Mohr (Melodie) – heute steht dieses Lied für Weihnachten, für den Frieden und die Begegnung.

 

In dem Buch wird natürlich auch der historische Hintergrund erläutert, die schwierigen Zeiten nach dem napoleonischen Krieg, nach Umweltkatastrophen, Hunger und Armut. Die Biographien von Mohr und Gruber sind ebenfalls in einem Kapitel verankert und sehr informativ.

 

Das Buch ist sehr hochwertig gestaltet, mit einem goldenen Einband strahlt es die feierliche Atmosphäre aus, in der das Lied heute noch gerne gesungen wird. Eine Karte des Herzogtums Salzburg auf der Innenbuchseite ist sehr interessant. Natürlich sind auch der Liedtext sowie die Melodie abgedruckt, ergänzt mit Gitarrenakkorden. Viele Bilder und historische Abschriften ergänzen dieses Buch.

 

Auch über die Verbreitung des Liedes, wie es letztendlich die Welt eroberte, wird umfassend berichtet. Auch heute noch verfehlt das Lied als völkerverbindende Maßnahme seine Wirkung nicht, die unzähligen Sprachen haben doch eine gemeinsame Melodie. Toll finde ich, dass in dem Buch alle Sprachen aufgelistet sind, in denen Stille Nacht gesungen wird.

 

Die Historikerin Tina Breckwoldt hat hier ganze Arbeit geleistet – großartige Recherchen und ein schwungvoller Schreibstil machen das Buch zu etwas Besonderem.

 

Besonders als Weihnachtsgeschenk ist dieses Buch geeignet und ich kann es nur weiterempfehlen und jedem ans Herz legen. Natürlich gibt es dafür auch 5 leuchtende Weihnachtssterne.

 

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Rezension zu "Stille Nacht" von Tina Breckwoldt

Wer kennt es nicht?
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Als vor 200 Jahren das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ das erste Mal in der Dorfkirche zu Oberndorf erklingt, kann niemand ermessen, welcher Welthit Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr hier gelungen ist.  

Die Zeit, in der das Lied entsteht ist eine denkbar schwierige. Sie ist gekennzeichnet durch wirtschaftliche Not, die einerseits durch den Ernteausfall in ganz Europa und das Ende der Napoleonische Kriege als deren Folge einige Salzburger Gebiete an Bayern abgetreten werden müssen. 

Meine Meinung: 

Genau dieser geschichtliche Rückblick macht den Reiz dieses Buches aus, das gediegen in Gold daherkommt. Obwohl, diese barocke Pracht sicherlich nicht im Sinne von Gruber und Mohr sein kann. Die beiden haben ja ein eher ärmliches Leben gefristet, der eine als Dorfschullehrer, der andere als Hilfsprediger.  

Die Autorin geht dem Weg der Verbreitung des Liedes nach, das einige Zeit als „Tiroler Lied“ in Deutschland bekannt wird. 

Das Buch ist in mehrere Abschnitte gegliedert, die sich u.a. mit den diversen Weihnachtsbräuchen beschäftigen. Natürlich dürfen die Biografien von Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr nicht fehlen. Ergänzt wird das prächtige Buch durch eine Landkarte auf der alle jene Orte eingezeichnet sind, denen die „Stille Nacht-Gesellschaft“ eine Nahbeziehung zu dem Lied einräumt. 

Das Buch ist penibel recherchiert. Leider ist die braune (?) Schrift auf den goldenen Seiten, die einen chronologischen Überblick geben, schlecht zu lesen. Das kostet den 5. Stern. Hier hätte das Layout auf die Leser ein wenig mehr Rücksicht nehmen sollen.  

Inzwischen kann man sich Weihnahten ohne dieses Lied kaum vorstellen. Es wird in über 300 Sprachen und Dialekten auf der ganzen Welt gesungen. Sei in den tief verschneiten Bergen Mitteleuropas oder im heißen Wüstensand in Australien. Selbst nicht christliche Länder spielen das wohl bekannteste Weihnachtslied. Ob ihnen der Inhalt bekannt ist?  

„Stille Nacht“ wird auch als Symbol der Völkerverständigung und des Friedens verstanden. 

„… Heiligabend 1914 singen es die Soldaten der verschiedenen Nationen in den Schützengräbern von Ypres, Flandern – vermutlich jeder in seiner Sprache. … Wie sehr »Stille Nacht« gerade heute für Frieden und Völkerverständigung steht, zeigt sich Weihnachten 2016, als 40 muslimische Mädchen des Imam Sadr Foundation Choir es auf Arabisch in der Griechischen St. Elias-Kathedrale in Beirut singen.“

Dem ist wohl wenig hinzuzufügen. 

Fazit: 

Ein Buch zum wohl bekanntesten Weihnachtslied, das sich auch gut als Geschenk eignet. Gerne gebe ich 4 Sterne.


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Rezension zu "Stille Nacht" von Tina Breckwoldt

Alles rund um das berühmteste Weihnachtslied der Welt
Igelmanu66vor einem Jahr

»Stille Nacht! Heilige Nacht!« - das berühmteste Weihnachtslied der Welt wird in diesem Jahr 200 Jahre alt, am 24. Dezember 1818 wurde es erstmals gesungen. Nicht in einem berühmten Dom einer großen Stadt, sondern in der Kirche von Oberndorf, einem kleinen Ort nördlich von Salzburg. Nicht vor erlesenem Publikum, sondern vor einer Gemeinde, die zum überwiegenden Teil aus armen Menschen bestand. Und weder der Komponist noch der Autor hatten sich bis zu diesem Tag einen Namen gemacht, der eine war der Dorfschullehrer, der andere ein Hilfsprediger.

Seitdem hat sich die Bekanntheit des Liedes über den ganzen Erdball erstreckt, fast ein Drittel der Weltbevölkerung singt es alljährlich in über 300 Sprachen und Dialekten.

Wieso ist ausgerechnet dieses Weihnachtslied dermaßen populär geworden? Tina Breckwoldt hat sich auf Spurensuche begeben…

 

In diesem Buch findet sich gefühlt alles, was man zum Thema sagen kann. Es beginnt mit ausführlichen historischen Hintergründen, stellt die Situation 1818 in Oberndorf deutlich dar. Der Leser bekommt ein gutes Gefühl dafür, in welchem Umfeld das Lied entstand, wie die politische Situation war, wie es den Menschen konkret erging. Passend dazu gibt es eine große historische Karte vom »Herzogthum Salzburg«, gefolgt von den Noten des Liedes, samt Text in Deutsch und Englisch.

Ausführliche Biographien von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber, den beiden Vätern des Liedes, schließen sich an.

Natürlich erfährt man auch alles rund um das Lied selbst, über Text, Musik und Entstehung. Der Text wird gründlich analysiert und es wird dargelegt, wie die enorme Verbreitung begann.

 

In einem allgemeinen Teil gibt es Infos zum Weihnachtsfest im 18. und 19. Jahrhundert, hier erfährt der Leser, wie sich so manches Brauchtum (beispielsweise das Aufstellen eines Weihnachtsbaums oder der Weihnachtskrippe) entwickelte.

Der umfangreiche Anhang listet Örtlichkeiten und Museen auf, die mit dem Lied zu tun haben, es gibt ein Literaturverzeichnis, Anmerkungen und Zeitlisten und – besonders beeindruckend – eine Auflistung der Sprachen, in denen »Stille Nacht« gesungen wird.

 

Sämtliche Infos wirken sehr gründlich recherchiert, viele Fotos und Abbildungen runden den inhaltlichen Teil perfekt ab. Nach all dem hat man einen tiefen Eindruck von dem gewonnen, was das Lied so besonders und einzigartig macht.

Darüber hinaus ist das Buch zum Anlass passend einfach wunderschön, es wirkt überaus festlich und hochwertig, hat einen goldenen Einband und viele golden glitzernde Seiten. Für mich wird es dadurch zu einem Schmuckstück, das ich sicher alle Jahre wieder zur Hand nehmen werde.

 

Fazit: Alles rund um das berühmteste Weihnachtslied der Welt. Viele interessante Infos in einem wunderschönen Gewand.

 

»Stille Nacht« ist ein Lied, das Vernunft und Gefühl genial verbindet. … Heiligabend 1914 singen es die Soldaten der verschiedenen Nationen in den Schützengräbern von Ypres, Flandern – vermutlich jeder in seiner Sprache. … Wie sehr »Stille Nacht« gerade heute für Frieden und Völkerverständigung steht, zeigt sich Weihnachten 2016, als 40 muslimische Mädchen des Imam Sadr Foundation Choir es auf Arabisch in der Griechischen St. Elias-Kathedrale in Beirut singen.

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