Tina Daniell

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Rezension zu "Der Bund der Drachenlanze 6. Verspätete Rache" von Tina Daniell

Rezension zu "Der Bund der Drachenlanze 06. Verspätete Rache" von Tina Daniell
darkchyldevor 7 Jahren

Nachdem der „Bund der Drachenlanze“ – Zyklus in der deutschen Übersetzung in gleich 12 Einzelbände zerlegt wurde, gehört der hier vorliegende Band 6 mit dem Titel „Verspätete Rache“ thematisch zu Band 5 („Das Mädchen mit dem Schwert“) und schließt die Erzählungen über die Kindheit und Jugend Kitiaras damit ab.
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Nachdem der Überfall von Ursa und seinen Spießgesellen auf den Tross des jungen adligen Beck mit dem Tod desselbigen geendet hatte, erreicht Kitiara mit Becks Schwert im Gepäck nach abenteuerlicher Rückreise ihre Heimatstadt Solace. Ihr Halbbruder Caramon ist zwischenzeitlich zu einem jungen, kräftigen Krieger herangewachsen, während der schwächliche Raistlin in der Magierschule aufgenommen wurde. Als sich Kitiara in den durchreisenden Patrick verliebt, verlässt sie schließlich ihre Heimat erneut, um seine Frau zu werden. Auf der Überfahrt nach Südergod kommen Patrick jedoch Zweifel. Denen kann er sich allerdings nicht lange hingeben, da er und sein Leibwächter eines Nachts ermordet werden. Kitiara springt über Bord, um nicht verdächtig zu werden und wird in der Nähe von Vocalion an Land gespült. Dort trifft sie zum dritten mal in ihrem Leben auf den zwielichtigen Ursa. Als Kitiara erfährt, dass Becks Verlobte Lady Mantilla einen grausamen Rachefeldzug gestartet und hohe Kopfgelder auf alle am Überfall beteiligten ausgesetzt hat, beschließt Kitiara, sich ihr zu stellen. Und erfährt ungeheuerliches….
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Wie bereits bei Band 5 erwähnt, hebt sich die Geschichte von Kitiara von den Vorgängerwerken dadurch ab, dass der Autorin mehr Freiheit blieb, die Figur auszuarbeiten. Da in den Chroniken und Legenden kaum etwas über das Leben Kitiaras vor ihrer Zeit als Drachenfürstin erwähnt wird, hatte Tina Daniell relativ freie Hand. Literarisch kommt aber leider auch sie zu keinem Zeitpunkt an das Autorenduo Hickman/Weis heran, die in den 1980ern die Schöpfer der Drachenlanze waren. Der Hauptkritikpunkt ist aber für mich ein anderer: Da es sich bei Kitiara ja um den Negativcharakter der ersten beiden Drachenlanze-Zyklen handelt, hatte ich eher auf eine Geschichte gehofft, die die Charakterentwicklung besser herausarbeitet. Ich konnte persönlich mit Kitiara nie viel anfangen. Deswegen hätte ich mir gewünscht, dass es Tina Daniell gelingt, die Entwicklung des Kindes Kitiara zur späteren Drachenfürstin und Anführerin der Armeen des Bösen besser herauszuarbeiten. Mir kam Kitiara meist vor wie ein trotziges, egozentrisches Balg. Und das durch alle Altersstufen. Die Erwartungen, die Drachenlanze-Leser mit einem Vorgeschichten-Roman zum ersten Drachenkrieg verbinden mögen, kann „Das Mädchen mit dem Schwert“ und „Verspätete Rache“ leider nicht erfüllen. Und dass man als Drachenlanze-Leser auch noch vergeblich auf das erste Treffen Kitiaras mit Tanis dem Halbelfen wartet, machen dann die durchaus interessanten Kindheitsepisoden der Zwillinge Caramon und Raistlin auch nicht mehr wett.

Eine Kaufempfehlung würde ich daher nur eingefleischten Drachenlanze-Fans geben. Ob man ein solcher wird, entscheidet sich aber wohl nur, wenn man die Chroniken und Legenden gelesen hat. Weswegen ich grundsätzlich immer empfehle, bei Interesse mit den „Chroniken der Drachenlanze“ zu beginnen.

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Rezension zu "Der Bund der Drachenlanze 5. Das Mädchen mit dem Schwert" von Tina Daniell

Rezension zu "Der Bund der Drachenlanze 05. Das Mädchen mit dem Schwert." von Tina Daniell
darkchyldevor 7 Jahren

Nachdem das englische Original „Dark Heart“ in der deutschen Übersetzung in 2 Bände aufgeteilt wurde (wie bei allen Teilen des „Bund der Drachenlanze- Zyklus), handelt es sich bei „Das Mädchen mit dem Schwert“ um den ersten Teil der Geschichte. Diesmal steht die Kindheit und Jugend der späteren Drachenfürstin Kitiara im Mittelpunkt, die Drachenlanze-Leser bereits aus den Chroniken kennen.
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Kitíara wächst in Solace auf, der Stadt in den Bäumen. Nachdem ihr Vater, der Söldner Gregor ,die Familie verlassen hat, bekommt Kitiaras Mutter mit Gilon, einem gutmütigen Holzfäller, noch einmal Zwillinge: Caramon und den schwächlichen, kränklichen Raistlin. Obwohl die Hebamme Raistlin keine Überlebenschancen einräumt, kümmert sich Kitiara aufopferungsvoll um ihren kleinen Halbbruder. Dadurch begründet sich das spätere innige Verhältnis, welches Raistlin und Kitiara zum Beispiel in den Chroniken auszeichnet.
Bald wird es Kitiara in Solace jedoch zu eng. In noch jugendlichem Alter will sie in die Welt hinaus, wo sie hofft, irgendwo einen Hinweis auf den Verbleib ihres Vaters zu finden. Als sie auf einem Jahrmarkt den zwielichtigen Ursa wiedertrifft, mit dem sie bereits als Kind eine unerfreuliche Begegnung hatte, schließt sie sich ihm und seinen Schergen an, was diese nicht sehr begeistert. Dank Kitiaras knabenhaftem Aussehen erweist sie sich aber bald als nützlich. Allerdings entwickelt sich die erste gemeinsame Aktion ganz anders, als erwartet und nimmt ein böses Ende…
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Die Autorin Tina Daniell hatte einen eindeutigen Vorteil: anders als bei den anderen Charakteren im Drachenlanze-Universum ist über Kitiaras Vorgeschichte in den Legenden und Chroniken der Drachenlanze wenig erzählt worden. So erscheint das Ausleuchten dieser Figur gelungener, als bei den Vorgängerbänden. Obwohl ich persönlich nie ein Fan von Kitiara war (und wohl auch nie sein werde), ist die Geschichte an sich gut zu lesen. Allerdings kommt die Handlung viel zu langsam in Schwung. Zwar sind die ungeraden Bände im gesamten Zyklus immer die Schwächeren, aber man fragt sich zu lange, wo das Ganze eigentlich hinführen soll. Richtig beurteilen kann man das Gesamtwerk daher erst, nachdem man Band 6 gelesen hat.
Wie immer geht auch hier mein Rat an alle Drachenlanze- Neulinge, nach Möglichkeit nicht mit den Bund-Büchern anzufangen. Lieber mit den Abenteuern der Chronik und Legenden beginnen, auch wenn diese zeitlich später angesetzt sind.

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