Tina Grube hat hier einen unterhaltsamen Roman geschrieben, den man so „weglesen“ kann. Auf jeder Seite gibt es was zum Schmunzeln, jede Situation, je sogar fast jede Äußerung wird gedanklich von Stella, der Hauptperson und Ich-Erzählerin, ironisch, überspitzt oder frech kommentiert. Das macht Spaß und nutzt sich erstaunlicherweise auch nicht ab, auch wenn ich nicht jede Bemerkung treffend und manches auch albern fand. Unterm Strich aber bleibt die Lust, weiterzulesen - obwohl die Story gar nicht soviel hergibt.
Eigentlich ist Stella nämlich durchaus erfolgreich in der Kosmetik-Branche, sie ist - bei fast allen - beliebt, hat tolle Ideen, sieht laut ihrer Selbstbeschreibung gut aus (mit dem einen „Makel“, der ihr später zum absoluten Durchbruch verhilft), und selbst die zunächst „nervigen“ Personen, ihre Mutter und ihr Nachbar, werden ihr und der Leserin immer sympathischer. Alles gut also: bis auf eine Intrige und bis auf ein kleines Missverständnis, das ihrem Liebesglück kurzzeitig im Wege zu stehen scheint. Natürlich gibt es aber ein Happy-End, alles bleibt leicht und locker, und man darf entspannt und amüsiert eintauchen in die Welt des Beautybusiness zur Jahrtausendwende.
Manchmal verliert sich die Autorin zu selbstverliebt in den Ideen, die sie ihrer Hauptperson unterschiebt, und oft sind diese Ideen auch nicht sonderlich originell (z.B. „Look“ als „genialer“ Name einer Reihe, als ob es das nicht schon zigmal gegeben hätte) - aber irgendwie sieht man darüber hinweg, weil das Gesamtfeeling einfach gute Laune verbreitet.















