Die Grundidee klingt eigentlich ganz interessant: Ich wollte es vor allem deswegen lesen, weil ich in meiner Lektüreauswahl diverser werden und meinen Horizont erweitern will.
Nach Beenden kann ich aber ganz gut verstehen, dass das Buch fast zwanzig Jahre auf unserem Dachboden versauert ist und meine Mama es mittlerweile aussortiert hat. Auch aus meinem Regal wird es wieder ausziehen.
Doch worum geht es überhaupt?
Es geht um die drei PoC-Lovejoy Schwestern Betty, Emily und Annie-Ruth, die in ihren Heimatort Mulberry zurückkehren, als ihre Mudear verstirbt. Während die Vorbereitungen für die Beerdigung laufen, muss sich jede der drei auf ihre eigene Art, aber dennoch auch gemeinsam mit den anderen beiden, mit der Beziehung zur Mutter und die Einflüsse auf sie als Person(en) auseinandersetzen, während diese von oben die Geschehnisse mitverfolgt.
Das fand ich eigentlich ganz interessant, gerade in Anbetracht dessen, dass die Mädchen in den sechziger und siebziger Jahren in den USA aufwachsen und eine interessante Erziehung erhalten haben. Und ich glaube, genau das war auch mein Problem. Ich fand Mudear als Person und ihre dadurch resultierenden Erziehungsmethoden wirklich furchtbar und ätzend, wobei es gerade damals gab und wahrscheinlich auch noch heute immer noch Kinder gibt, die die gleichen Erfahrungen wie die Lovejoy-Schwestern machen (mussten).
Und das hat mir dann einfach das gesamte Buch versaut. Während ich Betty, Emily und Annie-Ruth ganz amüsant fand und mal kurz dachte, dass ich es doch irgendwie unterhaltsam finde, kam eine Erinnerung an Mudear hoch und hat das alles wieder kaputt gemacht. Ich fand es schade, dass Mudear auch überhaupt nicht reflektiert hat, sondern auch im Tod immer noch der Meinung war, alles richtig gemacht zu haebn und ihre Töchter einfach nur undankbar wären.nDen Poppa fand ich auch irgendwie speziell, er war aber auch nicht präsent genug, um greifbar zu sein.
Dazu kam, dass die Geschichte aus mehren Perspektiven erzählt wurde. Entweder war es eine der drei Schwestern oder die bereits tote Mutter. Der Wechsel zeigte sich dadurch, dass die Kapitel aus der Perspektive von Mudear kursiv gedruckt wurden.
Zum Schreibstil muss ich zudem sagen, dass der jetzt auch nicht so toll fand, dass er das Leseerlebnis erheblich verbesser hätte, aber ich kam trotzdem ganz gut voran.
Fazit: Ein von der Idee her amüsantes Buch, das mich einfach nicht überzeugen konnte.
2/5
Einfach nicht meins



