Tina Schlegel Schreie im Nebel

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Inhaltsangabe zu „Schreie im Nebel“ von Tina Schlegel

Konstanz versinkt im herbstlichen Nebel. Kommissar Sito, der gerade seinen Hund beerdigt hat, würde es der Stadt am liebsten gleichtun. Doch er wird zu einem Toten gerufen, der kopfüber und mit aufgeschnittener Kehle in einer Fabrik hängt. Wer ist der Mann? Und was hat die schöne Malerin mit ihm zu tun, auf die der Kommissar immer wieder trifft? Dann steht Sito vor einem weiteren Toten, und ihm wird klar: Dies ist nur der Auftakt einer bizarr inszenierten Mordserie.

Lesenswerter Krimi!

— utedombrowski

Hochachtung für diesen tollen Krimi

— Archimedes

Spannender Regional-Krimi (eher schon Thriller), mit bedrückender Entwicklung und verstörendem Ende.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Spannend, düster und tiefgründig. Eher Thriller statt Krimi. Hat aber leider auch zwischendurch seine Längen.

— Seehase1977

Spannender Krimi um ein heikles Thema mit viel Bodenseenebel.

— JoJansen

Absolut spannend!

— CanYouSeeMe

Spannendes Krimi-Debüt mit einem Hauch von Thrill. Ein zutiefst verletzter Täter rächt und urteilt.

— Nisnis

Hervorragendes Intelligentes Verwirrspiel, das mir ganz am Ende etwas zu blutig ausfiel

— krimielse

Bedrückender Krimi über die Abgründe der menschlichen Psyche!

— sommerlese

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  • Nichts für Zartbesaitete!

    Schreie im Nebel

    Die-wein

    07. October 2016 um 00:16

    Kommissar Sito macht schwere Zeiten durch. Zuerst hat er vor einigen Monaten seine Frau verloren und nun verstarb auch noch sein Hund. Kurz nachdem er ihn begraben hat, wird er zu einem Mordfall gerufen, der bereits auf den ersten Blick die Grausamkeit des Täters erahnen lässt. Zudem hat er auch noch einen neuen Kollegen an die Seite bekommen, der ihm seltsam erscheint. Dieser erstellt Täterprofile und kommt damit genau richtig zu diesem schwierigen Fall, denn es wird lange dauern, bis das Opfer identifiziert werden kann und schnell wird klar, dass sie es mit einem Serienkiller zu tun haben. An diesen Roman hatte ich ursprünglich gar nicht so hohe Erwartungen gestellt, da ich ihn eher zufällig entdeckte und das Cover einen eher ruhigen, nicht allzu aufregenden Regionalkrimi vermuten ließ. Doch weit gefehlt, denn das ist diese Geschichte beim besten Willen nicht. Mich hat das Buch mit einer solchen Wucht gepackt, dass ich mich dem gar nicht mehr entziehen konnte und da gleichzeitig jede Menge Fragen im Raum standen, habe ich auch immer wieder gegrübelt über die Hintergründe. Kommissar Sito mochte ich mit seiner stillen, in sich gekehrten und teilweise schroffen Art auf Anhieb. Er wirkte angeschlagen und einsam, da er gerade erst seinen Hund begraben musste und auch der Tod seiner Frau liegt noch nicht lange zurück. Lediglich mit dem Gerichtsmediziner Parson, der ihm ein guter Freund wurde, trifft er sich ab und zu, aber ansonsten vertraut er kaum jemandem. Viele Geschehnisse aus der Vergangenheit scheinen ihn zu beschäftigen, was sich alles erst beinahe am Ende des Buches etwas aufklärt, und auch sein neuer Partner Enzig wirft viele weitere Fragen auf. Dieser erhielt den Posten bei der Kriminalpolizei mit der Auflage, Kommissar Sito im Auge zu behalten und Fakten über ihn abzuliefern. Ihn konnte ich am Anfang nur schwer einschätzen, da ich davon ausging, dass er tatsächlich so einige negative Dinge über Sito berichten würde, aber er machte stattdessen eine tolle Entwicklung durch und wirkte am Ende wesentlich selbstbewusster auf mich. Es gibt zahlreiche interessante Nebencharaktere, die sich jedoch allesamt gut auseinanderhalten lassen und scheinbar alle ihr eigenes Päckchen zu schultern haben. Vielleicht machte gerade das die Bestimmung des Täters so schwer, denn es gibt immer wieder interessante Wendungen und neue Entwicklungen, sodass wirklich jeder verdächtig zu sein scheint. Die Geschichte ist unterteilt in zwei Teile und als ich am Ende des ersten Teils ankam, gab es eine so schockierende Veränderung, dass ich erstmal gar nicht weiterlesen mochte und dachte, das kann doch jetzt gar nicht sein. Die Neugier siegte allerdings und ich wollte ja schließlich wissen, wer denn nun Schuld an dem ganzen Chaos hatte. Ich fand dieses Buch wahnsinnig spannend, bin jedoch im Nachhinein auch froh, dass der Klappentext etwas harmloser formuliert wurde, denn hätte ich gewusst, worum es genau geht, hätte ich es sicherlich nicht lesen wollen. Es geht teilweise schon sehr in Richtung Thriller, da es um menschliche Abgründe geht und ich oftmals schwer schlucken musste. Die bildhaften Beschreibungen taten ihr Übriges. Dennoch bin ich froh, dass ich weitergelesen habe, denn dieses Buch wird mich wohl so schnell nicht loslassen. Mein Fazit: Ein wirklich spannender Krimi oder eher Thriller, der definitiv nichts für Zartbesaitete ist. Mich wird diese Geschichte noch sehr lange beschäftigen und ich würde mich freuen über eine Fortsetzung. Ganz klare Leseempfehlung dafür!

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  • Krimi oder Thriller?

    Schreie im Nebel

    utedombrowski

    26. July 2016 um 17:42

    Ein Bodensee-Krimi, der so gut wie nichts mit dem Bodensee zu tun hat. Ein Kommissar, der mir alles andere als sympathisch ist. Ein Kriminalpsychologe, der mehr an einen ängstlichen Jungen erinnert. Diese beiden jagen einen gefährlichen, unberechenbaren Serienkiller. Das kann niemals etwas werden, dachte ich am Anfang. Wenn ich Krimi lese, möchte ich die Kommissare lieben und mich mit ihnen zusammen auf den Weg zur Aufklärung der Verbrechen machen. Ich habe 150 Seiten gebraucht, um mich in den Stil von Tina Schlegel einzulesen, die mit großen Worten und sehr detaillierten Gedankengängen der Protagonisten glänzt. Hut ab, dachte ich und wünsche mir, auch solche Worte zu finden. Ich gestehe, dass ich dieses Buch eigentlich weggelegt hätte, aber ich wollte ja für die Bücher-Wander-Rezensions-Gruppe etwas beitragen. Danke, danke für dieses „Muss“. Es war nämlich spannend, sodass ich es unbedingt fertig lesen wollte. Ich mag Krimis/Thriller, die sich so rasant entwickeln, dass man von der Handlung mitgerissen wird. Dieser Krimi ist so einer. Aber den Kommissar mag ich trotzdem nicht. Augenzwinkern. Vier Sterne.

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  • ein Feuerwerk der Grauamkeit.

    Schreie im Nebel

    Archimedes

    24. June 2016 um 13:20

    „Schreie im Nebel“ von Tina Schlegel, aus dem Hause Emons. Ein Taschenbuch mit 384 Seiten. Ein Bodensee-Krimi der besonderen Art. Ein bizarrer Todesfall,in einer alten Fabrik, schockt die Polizei in und um den Bodensee. Kommissar Sito ist eigentlich mehr darüber geschockt, dass in der vergangenen Nacht, sein geliebter Hund“ Pollux“ verstorben ist und er ihn heute morgen beerdigte. Tiere stehen ihm manchmal wirklich näher, als Menschen, er, der bekennende Veganer. Nur einen Freund hat er, und der ist wirklich loyal. Ein neuer Kollege kommt dem Ermittlungsteam zu Hilfe. Der viel gelobte Fallanalytiker Dr. Roman Enzig. Sito steht dem Neuen noch etwas skeptisch gegenüber. Sie haben aber nicht lange Zeit, sich kennenzulernen, denn ein weiterer Mord kommt ihnen dazwischen und der steht dem Ersten in nichts nach. Müssen sie sich auf einen Serientäter gefasst machen? Und dass im beschaulichen Konstanz? Was hat die Tochter, vom Chef, gerade jetzt am Tatort zu suchen? Bewaffnet mit einem Zeichenblock und einem falschen Namen? Schon lange kommt Kerler nicht mehr an seine Tochter Miriam heran, die Mutter hat sie viel zu sehr verzogen. Während der Ermittlungen geht es gesundheitlich mit Sito immer weiter bergab. Auch sein Freund, der Pathologe Dr.Parson, rät ihm, sich schleunigst behandeln zu lassen, mit dem Magen ist nicht zu spaßen. Solange die Opfer nicht eindeutig identifiziert sind, tappen sie leider weiter im Dunkeln. Als dann ein drittes, in der Fabrik inszeniertes Opfer, gefunden wird, gerät Dr. Enzig ins Wanken, denn er kennt die Frau. Eine ehemalige Arbeitskollegin und Exgeliebte. Allmählich kristallisiert sich ein gewisses Schema heraus. Der Täter sucht sich gezielt seine Opfer aus, alle haben etwas mit Tieren zu tun. Aber was genau steckt dahinter? Jetzt wird es erst richtig spannend! Fazit: Super toller Krimi. Bis zur letzten Seite spannend. Mitten drin hält man schon manchmal den Atem an. Es liegt aber leider auch viel Wahrheit in dem Buch. Sehr für Tierliebhaber zu empfehlen. Ich finde, Frau schreiben grausamer und dieser Krimi ist echt nichts für schwache Nerven, denn da geht es wirklich zur Sache. Bestialischer und bizarrer geht es nicht. Die Charaktere sind sehr gut ausgewählt, Sito ist einen sofort sympathisch, nicht nur wegen dem Hund oder eher dem verstorbenen Freund. Würde mich freuen, mehr von Tina Schlegel lesen zu dürfen. Meine Hochachtung für dieses Buch, 5 Sterne doppelplus.

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  • Ein Bodensee-Krimi

    Schreie im Nebel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. April 2016 um 19:11

    Inhalt: Konstanz versinkt im herbstlichen Nebel. Kommissar Sito, der gerade seinen Hund beerdigt hat, würde es der Stadt am liebsten gleichtun. Doch er wird zu einem Toten gerufen, der kopfüber und mit aufgeschnittener Kehle in einer Fabrik hängt. Wer ist der Mann? Und was hat die schöne Malerin mit ihm zu tun, auf die der Kommissar immer wieder trifft? Dann steht Sito vor einem weiteren Toten, und ihm wird klar: Dies ist nur der Auftakt einer bizarr inszenierten Mordserie. Bewertung: Alles beginnt wie ein "normaler" Regionalkrimi, in einer tollen Gegend mit einem mehr oder weniger zusammengewürfelten Haufen an Ermittlern und einem Mordfall. Bald merkt man als Leser, dass gerade bei Kommissar Sito mehr unter der der Oberfläche und in der Vergangenheit verborgen ist, als man zuerst annehmen würde. Bei seinem neuen Kollegen Enzig scheint es ähnlich zu sein. Der beschauliche Regional-Krimi entwickelt sich dann zu einer Mordserie, zu polizeiinternen Ermittlungen bis hin zu einem Psychothriller, bei dem die Welt der Ermittler zu zerbrechen droht. Die Entwicklung fand ich zwar unerwartet, aber trotz allem nachvollziehbar und gut dargestellt. Im Rahmen der Mordfälle und der Entwicklungen kommt vor allem der Tierschutz bzw. die Tierquälerei in all ihren Facetten zur Sprache. Ein schwieriges Thema, das der Krimi gefühlt gut meistert. Ja, einer der Kommissare ist Veganer, andere machen sich über ihn lustig, die Tierschützer kommen in den Kategorien "Normalo" bis "Fanatiker" vor - dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass  ich als "Fleischesser" automatisch komplett verurteilt werde. Stattdessen wurde mir wieder vor Augen gerufen, in welchen Formen in unserer heutigen Gesellschaft Tiere für unsere Zwecke gebraucht und missbraucht werden - was der Leser damit macht, wird ihm überlassen. Alles in allem ein lesenswerter Krimi, auch für Thrillerfans. Insgesamt ist der Krimi aber keine leichte Kost und hat mich, gerade mit dem krassen Ende, auch sehr nachdenklich zurückgelassen.

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  • Schreie im Nebel

    Schreie im Nebel

    Seehase1977

    08. February 2016 um 11:52

    Klappentext: Konstanz versinkt im herbstlichen Nebel. Kommissar Sito, der gerade seinen Hund beerdigt hat, würde es der Stadt am liebsten gleichtun. Doch er wird zu einem Toten gerufen, der kopfüber in einer Fabrik hängt. Wer ist der Mann? Und was hat die schöne Malerin mit ihm zu tun, auf die der Kommissar immer wieder trifft? Dann steht Sito vor einem weiteren Toten, und ihm wird klar: Dies ist nur der Auftakt einer bizarr inszenierten Mordserie. Zum Inhalt: Frühherbstliche Stimmung am Bodensee. Der Nebel ist allgegenwärtig und in einer alten Fabrikhalle in Konstanz wird eine Leiche gefunden. Ein Mann hängt kopfüber von der Decke der Halle, die Kehle wurde aufgeschlitzt, der Körper ist völlig ausgeblutet, die Leiche erinnert eher an Schlachtvieh als an einen Menschen. Alsbald wird erneut eine bestialisch zugerichtete Leiche in der Fabrik aufgefunden. Der eigenbrötlerische und zurückgezogen lebende Kommissar Sito wird zu den Tatorten gerufen. Bei seinen Ermittlungen stößt er immer wieder auf eine junge Frau, die ihm nicht nur auffällt weil er sie kennt, sondern weil sie auch immer wieder an der Fabrikhalle auftaucht und zeichnet. Im Verlaufe der Recherchen erkennen Sito und sein neuer Kollege Dr. Enzig, dass die Bilder exakt die Inszenierungen der einzelnen Toten in der Fabrikhalle entsprechen. Hat die junge Frau etwa was mit den Morden zu tun? Als weitere übel zugerichtete und in Szene gesetzte Tote auftauchen, stehen die Ermittler vor einem schier unlösbaren Rätsel… Ein Bodensee-Krimi der quasi fast direkt vor meiner Haustür spielt. Keine Frage, dass „Schreie im Nebel“ von Tina Schlegel meine Neugier geweckt hat. Gleich zu Beginn wird alles in eine düstere melancholische Stimmung getaucht, die sich eigentlich wie ein roter Faden bis zum Ende des Buches durchzieht. Nicht nur die Stimmung, sondern auch die Charaktere sind eher melancholisch gehalten, allen voran der leitende Ermittler Kommissar Paul Sito, der neben der Trauer um seine verstorbene Frau und um seinen kürzlich ebenfalls verschiedenen Hund, auch ein Geheimnis in sich trägt das ihm schwer zu schaffen macht. Neben den bizarren Morden, bei denen die Thematik Tierversuche etc. eine große Rolle spielt, nimmt auch das Thema um schwierige Vater-Sohn-Verhältnisse viel Raum ein. Sowohl Sito als auch Enzig sind davon geprägt. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, spannend und flüssig zu lesen, zwischendurch schleichen sich für mein Gefühl aber immer wieder Längen ein, die durchaus vermeidbar gewesen wären. „Schreie im Nebel“ ist ein durchaus gelungener Debütkrimi, der für mich aber eher in die Sparte Psychothriller gehört. Verwirrend und psychologisch tiefgründig und nicht nur für Bodenseebewohner lesenswert.

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  • Leserunde zu "Schreie im Nebel" von Tina Schlegel

    Schreie im Nebel

    Tinaschlegel

    Liebe Krimifreunde, am 15. Oktober ist mein erster Kriminalroman "Schreie im Nebel" im Emons Verlag erschienen. Ich möchte Euch nun zu meiner ersten Leserunde einladen. Der Verlag stellt dafür 15 Freiexemplare zur Verfügung. Mein Roman spielt in Konstanz am Bodensee, wo ich 13 Jahre gelebt habe – und sofort wieder zurückkehren würde ... Zum Inhalt: Konstanz versinkt im herbstlichen Nebel. Kommissar Sito, der gerade seinen Hund beerdigt hat, würde es der Stadt am liebsten gleichtun. Doch er wird zu einem Toten gerufen, der kopfüber und mit aufgeschnittener Kehle in einer Fabrik hängt. Wer ist der Mann? Und was hat die schöne Malerin mit ihm zu tun, auf die der Kommissar immer wieder trifft? Dann steht Sito vor einem weiteren Toten, und ihm wird klar: Dies ist nur der Auftakt einer bizarr inszenierten Mordserie. „Konstanz ist in gewisser Hinsicht wie Venedig“, dachte er, „in manchen Zeiten stirbt man mit der Stadt.“ Ein Krimi ist für mich die Möglichkeit, meine Figuren an den äußersten Rand des Vorstellbaren zu schreiben, sie dort zu beobachten, immer zu wissen, dass ich sie genau kenne, dann zu entscheiden, wen ich wieder von dort zurückschreiben will. Ein guter Krimi muss nachhaltig verwirren, nicht nur spannend unterhalten. Ich wollte mit „Schreie im Nebel“ Bilder schaffen, die im Gedächtnis bleiben.  Ich freue mich darauf, mit Euch über das Buch zu diskutieren, über die Figuren und Orte, die im Buch beschrieben sind, über die Themen, die meine Geschichte behandelt.

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    • 333
  • Krimi vor meiner Haustür

    Schreie im Nebel

    Starbucks

    30. January 2016 um 17:45

    Da ich am Bodensee wohne, ist „Schreie im Nebel“ von Tina Schlegel für mich quasi ein Heimspiel. Es macht immer Spaß, die Orte, die man gut kennt, in Literatur und Film wieder zu erkennen, obwohl das letztendlich in diesem Krimi dann doch zweitrangig war. „Schreie im Nebel“ sieht, wie man das aus dem Emons-Verlag auch kennt, schon sehr hochwertig aus, und das Cover ist sehr hübsch und sehr passend, denn das Erste, was ich nach meinem Zuzug zum Bodensee lernen durfte, war dass man hier immer entweder Nebel hat oder Besuch! (eine sehr wahre Feststellung, und solch dichten Nebel wie hier hatte ich zuvor noch nicht erlebt). Zum Inhalt: Sehr, manchmal zu sehr im Mittelpunkt steht der Konstanzer Kommissar Sito, der um seinen gerade verstorbenen Hund trauert. Doch es bleibt keine Zeit für die Trauer, denn ein Mann wurde abgeschlachtet wie ein Tier und eine Frau zeichnet scheinbar die Toten... Noch dazu ist der neue Kollege, Dr. Enzig, scheinbar auf den Kommissar angesetzt neben seiner Profilertätigkeit - aber warum soll er den Kommissar überwachen? Die recht spannende Handlung ist einerseits doch recht blutig, andererseits zeichnet sie aber auch die Privatleben der Protagonisten sehr tiefgründig. Am Anfang gaben mir besonders die Künstlerin und Dr. Enzig große Fragen auf, was mir gut gefallen hat. Immer wieder muss man umdenken, mit denken, sich fragen, was passiert, und so soll ein Krimi ja auch sein. Das Ende passt gut, ist zwar auch sehr schockierend und nicht ganz überraschend, aber das macht nichts. Mein Fazit: Ein bisschen mehr Bodensee, ein wenig weniger Privatleben des Kommissars, dann hätte es für mich noch besser gepasst. Weil sonst aber alles gut lesbar und stimmig war, bekommt der Bodenseekrimi „Schreie im Nebel“ von mir 4,5 Sterne, die ich aber leider nicht auf 5 aufrunden kann, daher also 4 Sterne.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
  • Schreie im Nebel

    Schreie im Nebel

    CanYouSeeMe

    12. December 2015 um 19:38

    Konstanz versinkt im herbstlichen Nebel. Kommissar Sito, der gerade seinen Hund beerdigt hat, würde es der Stadt am liebsten gleichtun. Doch er wird zu einem Toten gerufen, der kopfüber und mit aufgeschnittener Kehle in einer Fabrik hängt. Wer ist der Mann? Und was hat die schöne Malerin mit ihm zu tun, auf die der Kommissar immer wieder trifft? Dann steht Sito vor einem weiteren Toten, und ihm wird klar: Dies ist nur der Auftakt einer bizarr inszenierten Mordserie. ‚Schreie im Nebel‘ ist das Debut der Autorin Tina Schlegel und meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, er lässt sich leicht und flüssig lesen, ist dabei im richtigen Maß anspruchsvoll. Insgesamt passt die verwendete Sprache sehr gut zum Geschehen im Buch. Die Charaktere sind ebenso authentisch charakterisiert, auch wenn Sito die Rolle des eigenbrötlerischen Kommissars übernimmt, der wohl eine bewegte Vergangenheit hinter sich hat. Diese eigenbrötlerischen Züge passen jedoch gut ins Gesamtsetting. Enzig ist ein toller, menschlicherer Ausgleich zu Sito. Insgesamt sind die Charaktere allesamt vielschichtig gestaltet, auch die Nebencharaktere bleiben nicht zu oberflächlich. Die Handlung bleibt recht lang verworren, die Rolle einiger Charaktere bleibt lange unklar, was der Spannung nicht abträglich ist. Die letztendliche Auflösung des Falls ist mehr als gut gelungen, die Darstellung des Mörders hat mir sehr gut gefallen. Im Endeffekt blieben noch sehr viele Fragen offen, ich hoffe es gibt einen klärenden zweiten Band!

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  • Etwas Nebel bleibt

    Schreie im Nebel

    JoJansen

    09. December 2015 um 17:32

    Diesen Bodenseekrimi wollte ich unbedingt lesen, da ich selbst sieben Jahre in der schönen Gegend gelebt habe, allerdings ohne kriminelle Ereignisse. 😉 Die erste Leiche wurde auf ungewöhnliche Weise in einer alten Fabrikhalle präsentiert. Kommissar Paul Sito, der Fallanalyst Roman Enzig, Polizeirat Kerler und seine schöne junge Tochter Miriam, die Zeichnungen der Leichen anfertigte, bevor diese gefunden werden ... sie alle sind sehr unterschiedliche, interessante Charaktere mit Stärken und Schwächen, die sehr menschlich wirken. Der Fall scheint verworren, es bleibt nicht bei einer Leiche, und der Verdacht "wandert" zwischen verschiedenen Figuren hin und her. Tina Schlegel gelingt es, Spannung aufzubauen und bis zum Schluss zu halten. Das Kopfkino, das beim Lesen entsteht, ist oft nicht schön, aber genau das ist gewollt und hat mit dem Mordmotiv zu tun. Das Cover stimmte herrlich auf den typischen Bodenseenebel ein, der im Herbst oft tagelang keinen Sonnenstrahl durchlässt und ganz schön deprimierend wirken kann. Viel mehr Bodenseeflair gab's dann aber leider nicht. Hier wurde meiner Meinung nach eine große Chance vertan, dem Leser die typische Seeatmosphäre zu vermitteln. Orte werden genannt, mehr nicht. Schade, von einem Regionalkrimi erwarte ich mehr. Dafür bekommt der Leser geschickt verpackt vermittelt, warum Fleisch essen, Pelz tragen usw. schlecht ist. Im Großen und Ganzen stimme ich Tina Schlegel zu, auch wenn ich kein Vegetarier bin. Letztendlich geht mir die Gleichstellung von Tier- und Menschenmord aber spätestens dann einen Schritt zz weit, wenn das Eine als Rechtfertigung für das Andere dient. Da hätte ich am Ende doch ein klar gesprochenes Urteil erwartet. Auch bleiben aus meiner Sicht zu viele Fragen offen. Es werden Andeutungen gemacht, die Vergangenheit der Hauptfiguren betreffend, aber nicht alles wird aufgelöst. Manches Motiv für bestimmte Handlungen und Gedanken scheint immer noch im Nebel zu liegen. Das schreit geradezu nach einer Fortsetzung mit hoffentlich weniger Nebel und mehr Bodenseeatmosphäre. Fazit: 4**** für eine ungewöhnliche, spannende Mordgeschichte mit interessanten Figuren und Gedanken.

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  • Eher brutaler Psychothriller als Regionalkrimi, dennoch unterhaltsam und spannend

    Schreie im Nebel

    Talitha

    08. December 2015 um 13:56

    In Konstanz in einer alten Fabrikhalle wird eine brutalst zugerichtete und zur Schau gestellte Leiche gefunden. Kommissar Sito muss nun ermitteln. Unterstützung bekommt er von dem Profiler Enzig, der gleichzeitig noch den geheimen Auftrag hat, die Berufsfähigkeit Sitos zu überprüfen. Während sie ziemlich im "Nebel" tappen, geschehen weitere Morde, dann der Schock: In der Zeichenmappe der Tochter ihres Chefs tauchen Zeichnungen der Mordszenen auf... Die Figuren sind gut ausgearbeitete Charaktere. Ihre Motivationen waren überwiegend gut nachvollziehbar.  Der Erzählstil ist gut gelungen, leicht zu lesen, dabei manchmal etwas ausschweifend. Das Erzähltempo ist dementsprechend langsam. Dies wird noch verschärft, indem Exkurse über Kriminalistik und Kunst und Rückblenden sowie detaillierte Alltagsgeschäfte eingefügt werden. Die Spannung litt darunter sehr. Teilweise hab ich deshalb, besonders im zweiten Teil des Buches, in dem es dem Showdown entgegen ging, angefangen querzulesen, weil viele Infos einfach überflüssig waren und nur das Ende hinauszögern sollten, so kam es mir vor. Problematisch war für mich vor allem, dass das Buch als "Bodensee Krimi" vom Verlag angekündigt wurde. Ich bin eine leidenschaftliche Regionalkrimi-Leserin und war daher von der Brutalität, den psychologischen Spielchen und dem Blutrausch, vor allem in der zweiten Hälfte des Buches entsetzt und überfordert. (Ich lese deswegen keine Thriller, erst recht keine Psychothriller). Der Regionalkrimi-Anteil, der Bodensee im Untertitel, kam dagegen nur als Schauplatz vor und wurde kaum weiter ausgeführt. Das Buch hätte auch an jedem x-beliebigen anderen See oder Region spielen können. Das fand ich schade.  Es wäre besser gewesen, wenn der Verlag das Buch gleich richtig als (Psycho-)Thriller benannt hätte. Mein Fazit: Insgesamt ein in sich runder, schlüssiger, unterhaltsamer Thriller mit interessantem Thema und Figuren. Leider aufgrund der problematischen Bezeichnung für mich als Regionalkrimifan eher nicht geeignet gewesen. Thrillerfans sind hier dagegen richtig und für diese ist er sehr zu empfehlen! 

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  • Ein spannendes Krimi-Debüt mit Tiefgang

    Schreie im Nebel

    Krimine

    07. December 2015 um 18:49

    In einer alten Fabrikhalle wird die Leiche eines Mannes entdeckt, der kopfüber an der Decke aufgehängt worden ist. Ein seltsamer Anblick, der Kommissar Sito an eine Inszenierung denken lässt und an ein grausames Ritual, das hier vollzogen worden ist. Und kaum hat er die Ermittlungen aufgenommen, liegt auch schon der nächste Tote in der Fabrik und eine junge Malerin kreuzt seinen weg, die seltsam verstrickt in die ungewöhnliche Mordserie ist. „Schreie im Nebel“ ist das Debüt der deutschen Autorin Tina Schlegel, das mit viel Herzblut und Tiefgang verfasst worden ist. Denn während der zuständige Kommissar Sito und der ihm an die Seite gestellte Fallanalytiker Roman Enzig im nebeligen Konstanz auf die Suche nach einem Serienkiller gehen, taucht der Leser tief in ihre Gedankenwelt ein. Dabei ist es egal, ob sie über Täter und Motiv spekulieren oder die Wirkung von Tatorten in den Fokus ihrer Überlegung stellen. Stets ist er dabei und kann ihre Beobachtungen und Spekulationen bis ins letzte Detail nachvollziehen. Aber auch die Figuren selbst sind, jede Einzelne für sich gesehen, gut gewählt. Da gibt es zum einen den Psychologen Roman Enzig, der sehr unsicher wirkt, jedoch gut in seinem Fachgebiet ist, zum anderen den eigenbrötlerischen Kommissar, der trotz Distanziertheit ein weiches Herz besitzt. Und dann ist da noch der Mörder selbst, dessen Geschichte nahe geht, der seine Taten aber nicht mit einer grausamen Kindheit rechtfertigen kann. Ein wendungsreich erdachter Fall, in dem die Identität des Täters zwar viel zu zeitig verraten wird, der aber ungeachtet dieses Mankos durchgängig Spannung verspricht. Fazit: Ein spannender und tiefgründiger Bodensee Krimi, der eher ein Thriller ist und ein Ermittlerduo, das hoffentlich noch oft auf die Jagd nach Verbrechern geht.

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  • Tiefgründig, anspruchsvoll und brutal, ein gelungenes Debüt

    Schreie im Nebel

    Nisnis

    In einer Fabrikhalle in Konstanz wird ein Toter gefunden. Der Leichnam hängt kopfüber, die Kehle ist durchtrennt und der Körper ist völlig ausgeblutet. Die Szenerie erinnert an eine Schlachtung. Schon kurz darauf wird erneut ein bestialisch zugerichteter Toter in der Fabrik aufgefunden. Kommissar Sito, der gerade erst seinen geliebten Hund beerdigen musste, ermittelt. Immer wieder stößt er auf eine junge Frau, die in der Fabrikhalle zeichnet. Bei der Betrachtung der Zeichnungen muss Sito feststellen, dass diese bis ins Detail den Opfern und der Inszenierung der Toten entsprechen. Sito und sein neuer Kollege Dr. Enzig stehen vor scheinbar kaum zu lösenden Rätseln. Meine Meinung: Dieses anspruchsvolle Krimidebüt hat mich äußerst spannend unterhalten. Es fesselte mich an die perfekt durchdachte Geschichte, die ich kaum unterbrechen konnte. Für mich war dieses Buch ein Page-Turner und entgegen eines typischen Regionalkrimi mit viel Thrill gesegnet. Die Spannung zog sich wirklich durch die gesamte Geschichte. Nur in einzelnen wenigen Kapiteln, und nur kurz, stolperte ich über Langatmigkeit. Die Spannungshöhepunkte waren gut platziert und manch eine Verworrenheit schmiss all meine Verdachtsmomente über den Haufen. Auch wenn ich manche Szenen vorhersehbar empfand, wurde mein Lesevergnügen keinesfalls beeinträchtigt. Von Anfang an vermutete ich eine sehr tiefgründige und authentische Lebensgeschichte hinter dem Täter und dessen Motiv und ich wurde nicht enttäuscht. Dennoch, kann ich diese Kriminalfälle nicht 1:1 in unsere Wirklichkeit übertragen. Die hoch emotionalen Charaktere waren sehr feingliedrig dargestellt. Jede Figur schien Geheimnisse zu verbergen oder gar von dunklen Seiten beherrscht zu sein. Wem man hier trauen konnte oder wem man das Grauenhafteste zutrauen würde, blieb lange tief im Nebel verschleiert. Besonders gut haben mir die beiden Ermittler Sito und Enzig gefallen, auch wenn ich bei Sito nicht unbedingt von einem Sympathieträger sprechen würde. Dennoch könnte ich mir eine Fortsetzung dieses Ermittlerduos sehr gut vorstellen. Auch die kleinste Nebenfigur besaß eine lesenswerte und interessante Vita und so empfand ich die Handlung sehr harmonisch, sehr gut durchdacht und genoss einen anspruchsvollen Schreibstil. Die Opfer werden hier wirklich bestialisch zugerichtet und zudem wird von Tierschlachtungen berichtet. Für zart besaitete ist dieser Krimi daher nichts, auch wenn das Geschriebene nicht blutrünstig formuliert sondern in einer anständigen und angenehmen Sprache geschrieben wurde. Das Showdown der Geschichte, hätte nach meinem Geschmack etwas weniger abgründig stattfinden können. Mein Fazit: Tiefgründig, anspruchsvoll und brutal, ein gelungenes Debüt. Meine Empfehlung an alle Krimi- und Thriller-Fans, die mit Brutalität gesund umgehen können.

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    • 4

    Nisnis

    04. December 2015 um 08:51
    Lienz schreibt Sehr aufschlussreich rezensiert, es wird gleich klar, was gefällt und wo der abgezogene Punkt zu finden ist.

    Ergebnis der Lernfähigkeit :-D

  • Ein tiefgründiges, fesselndes Debüt bei dem sich Abgünde eines brutalen Serienmörders auftun

    Schreie im Nebel

    Antek

    Als ich auf der Buchbeschreibung gelesen habe, dass Kommissar Sito seinen Hund begraben muss, war ich skeptisch, ob Schreie im Nebel etwas für mich ist, weil mein Hund auch mein ein und alles ist. Ich bin aber froh, dass ich trotzdem zu dem Buch gegriffen habe. In Konstanz wird in einer leer stehenden Fabrikhalle ein Toter gefunden. Der Tote wurde kopfüber aufgehängt, seine Kehle durchtrennt und ist letztendlich ausgeblutet. Der Anblick gleicht dem eines geschächteten Tieres, wer schlägt so blutig zu? Kommissar Sito wird zum Tatort gerufen und nicht nur der grauenvolle Mord hält ihn am Grübeln, sondern auch die eigenartige Künstlerin, die in der Fabrikhalle zeichnen will, gibt ihm Rätsel auf. Zeichnet die junge Frau die Opfer oder was hat es mit den Bildern auf sich, die dem ersten Toten und dem, der kurz darauf ebenfalls furchtbar hingerichtet in der Fabrikhalle gefunden wird, aufs Detail gleichen?  Sito und sein Team stehen vor einem kaum lösbaren Rätsel. Zudem bekommt er noch einen neuen Kollegen vor den Latz geknallt. Dr. Enzig, ein Profiler der die Ermittlungen unterstützen aber auch, was natürlich niemand weiß, Sito im Auge behalten soll, warum nur? Ich hatte wirklich super fesselnde Unterhaltung mit diesem Debüt und ich bin begeistert. Allerdings gehöre ich auch nicht zu den all zu zart besaiteten Krimilesern. Ich brauche es nicht unbedingt blutig, und wirklich grausam, aber ich habe auch kein Problem damit, vor allem wenn es so gut verpackt ist wie hier. Der erste Teil widmet sich sehr dem Aufbau der Charaktere, die mit ihren Problemen und Beziehungen untereinander wirklich gelungen gezeichnet sind. Kommissar Sito, der nach dem Tod seiner Frau und jetzt noch seines Hundes scheinbar den letzten Halt im Leben verloren hat, wird interessant dargestellt. Ich konnte lange nicht sagen, ob ich ihn als sympathisch empfinden soll, wie bei so vielen anderen Darstellern auch. Sito war früher schon Einzelkämpfer und dies scheint sich jetzt noch zu verstärken, aber sein Gespür für den Fall kann ihn trotz der ganzen Trauer, Krankheit und Enttäuschungen niemand nehmen. Er spielt eine zentrale Rolle und zwar nicht nur als Ermittler. Dr Enzig war für mich auch ganz lange nicht zu durchschauen. Er hatte keinen guten Start und sein ganz großes Manko, das mangelnde Selbstbewusstsein, hat ihm den Einstieg nicht einfach gemacht. Aber er entwickelt sich toll. Miriam, die junge Künstlerin, hat bei mir wirklich viel Grübeln verursacht, ebenso wie ihr Vater,  Polizeidirektor Kerler. Von Anfang an sympathisch war mir eigentlich nur Gerichtsmediziner Parson, der ein guter Freund und eine wichtige Stütze für Sito ist. Schreie im Nebel, ein Titel der im Nachhinein betrachtet, perfekt passt. Ich war wirklich lange im Nebel. Die Charaktere umweht eine Art Nebel, keiner so recht zu greifen, aber alle irgendwie miteinander verwoben. Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, fast ein wenig so wie im herbstlichen Nebel, mit einem Hauch Unheimlichkeit. Aber der Nebel lag nicht nur über den Charakteren, sondern auch über dem Fall. Hier wird so gekonnt mit Finten gespielt und es werden unzählige Verdachtsmomente aufgeworfen. Die ganzen Querverbindungen der Darsteller, geben zusätzliche Rätsel auf. Ich war wirklich intensiv am Kombinieren und Grübeln, hatte zahlreiche Theorien, aber es hat immer irgendein Detail nicht gepasst. Und auch wenn der Täter dann für mich eigentlich überraschend früh fest stand, haben mich die verbleibenden etwas 70 Seiten völlig in den Bann gezogen, weil sich hier wirklich Abgründe auftun. Der Krimi widmet sich einem grausamen Serienmörder, es geht hier also durchaus blutig zu und auch Themen wie Schlachten, Labortiere oder Stopfleber sind dabei. Das Finale ist einem gänzlich abartigen und verkorksten Täter zuzuschreiben, und genau so hat es die Autorin auch dargestellt, kaum noch vorstellbar. Ich musste beim Lesen stellenweise den Atem anhalten, war gleichzeitig aber auch völlig gefangen. Bodenseekrimi als Untertitel?  Wer hier Lokalkolorit mit gemütlichen Ermittlern und einen Krimi bei dem es eher beschaulich und unblutig zugeht sucht, ist hier wohl nicht an der richtigen Adresse. Wer aber einen tiefgründigen, toll durchdachten und richtig fesselnden Krimi mit ganz viel Thrill sucht, der wird hier so wie ich glücklich sein.

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    • 2

    danielamariaursula

    02. December 2015 um 14:52
  • Anspruchsvolles Krimidebüt

    Schreie im Nebel

    Maddinliest

    02. December 2015 um 12:53

    Ein anspruchsvolles und sehr gelungenes Krimidebüt von Tina Schlegel. Kommissar Sito wird zu einem Leichenfund in einer alten Fabrikhalle gerufen. Ein Mann wird dort kopfüber hängend mit durchgeschnittener Kehle vorgefunden. Ein sehr grausamer Mord ohne die geringsten Spuren am Tatort. Der Kommissar stößt vor Ort auf eine junge und attraktive Malerin, sie erscheint zwar verdächtig, aber Sito fühlt sich auf eine eigenartige Weise zu ihr hingezogen. Die Ermittlungen führen noch zu keinem Ergebnis als eine zweite Leiche in der selben Fabrikhalle vorgefunden wird. Wiederum können die Ermittler keine Spuren vor Ort feststellen und es soll nicht das letzte mal sein, dass die Fabrikhalle aufgesucht werden muss... Tina Schlegel schafft es mit ihrem tiefgehenden und intensiven Erzählstil den Leser an die Geschichte zu fesseln. Diese ist sehr gut ausgeklügelt und führt den Leser gerne bei seinen eigenen Ermittlungen auf die falsche Fährte. Die Hauptprotagonisten dieses Buches sind sehr interessant charakterisiert und geben dem Ganzen eine zusätzliche Würze. So befindet sich der Kommissar Sito nach dem Tod seiner Frau und seines Hundes in einer persönlich sehr schwierigen Situation, die er bei den Ermittlungen nebenbei noch zu meistern hat. Die Spannung wird über die gesamte Geschichte hinweg aufrechtgehalten und endet in einem sehr spektakulären und dramatischem Ende.   Insgesamt fühlte ich mich mit "Schreie im Nebel" sehr gut unterhalten und möchte das Buch Liebhabern von Krimis aber auch Thrillern gerne ans Herz legen. Lesenswert!!

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