Tina St. John Der Kelch der Wunder

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Inhaltsangabe zu „Der Kelch der Wunder“ von Tina St. John

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  • "Der Kelch der Wunder" - Die Legende um den Feuerkelch von Anavrin

    Der Kelch der Wunder
    sternblut

    sternblut

    07. May 2014 um 10:49

    Alles hat Randwulf of Greycliff verloren. Seine Frau, seinen sechs Jahre alten Sohn und sein zu Hause – erschlagen von den Schergen eines Mannes, der das Böse in Person zu sein scheint. Grund dafür war ein Siegel, das Rand von seinem Freund bekommen hatte und mit dem man die Teile des Drachenkelches auffinden kann. Der Kelch war Teil einer magischen Welt, Anavrin, und ist in dem Moment, da er aus der Welt gestohlen wurde, in vier Teile zersprungen. Zwei dieser Teile konnte Rand in seinen Besitz bringen, doch auf der Reise nach Schottland, wo ein dritter Teil sein soll, wird er von einem Schergen Silas de Mortaines überfallen und die beiden stürzen ins Meer, wo Rand den Angreifer niederstrecken kann. Unter Auferbieten seiner gesamten Kraft kann er sich an Land retten – wo ihn eine junge Frau findet, die eine seltsame Gabe besitzt. Doch so stark ihre Anziehungskraft auf ihn auch sein mag – er sinnt auf Rache und will sich nicht erlauben, einer anderen ihr Herz zu öffnen.   Irgendwie typisch. Ich lese ein Buch. Ich informiere mich darüber. Und ich erkenne, dass es sich um eine Trilogie handelt. Und ich den dritten Teil gelesen hab, auch wenn der dritte Teil der Trilogie in der mehr oder minder “Originalfassung” einen leicht abgewandelten Titel hat. Die ersten beiden Bände sind wohl aber aus einer anderen Perspektive geschrieben, deswegen kann man den Teil hier auch lesen ohne die Vorgeschichte zu kennen. Witziger war als ich erfahren hab, dass Tina St. John und Lara Adrian – eine meiner Lieblingsautorinnen – ein und die selbe Person sind! Deswegen hat es mich nicht gewundert, dass mir das Buch schon beim ersten Mal als ich es gelesen hatte so sehr gefallen hat, auch wenn ich da die Midnight Breed Reihe noch nicht kannte. Und diesmal erging es mir nicht anders. Die Geschichte ist auf der einen Seite recht einfach: Es gibt einen Kelch. Rand will den Kelch nutzen, um seinen Erzfeind anzulocken und seine Familie zu rächen. Er wird verletzt an die Küste gespült. Und wird von einer hübschen jungen Frau gerettet. Erst ist er noch ein kleiner Tyrann, verändert sich aber nach und nach unter Serenas Einfluss. Die ganze Zeit ist eine Grundlinie eingehalten, die zwischen Serena und Rand hin und herhüpft, manchmal wird auch Calandras Sichtweise eingeflochten. Die einzigen Stellen, die ein wenig herausstechen, sind die Kapitel, in denen aus Sicht von Silas de Mortaine geschrieben wird, ansonsten bleibt es recht gleichförmig – was ich aber auch gut finde, weil man sich so auf den Haupthandlungsstrang konzentrieren kann. Auch wenn die Handlung einfach erscheint, so macht doch die Schreibweise und die Zeichnung der Charaktere das Buch zu etwas Besonderem. Ich wusste ja, dass die Frau schreiben kann, aber hier ist einfach alles so lebendig, frisch und liebenswert, dass man bei jedem Wort spürt, wie sehr ihr die Geschichte oder das Schreiben selbst am Herzen liegen muss. Und sie kanns einfach! Ich habe mich so sehr in die Umgebung und die Stimmung einfühlen können… Es herrschte eine Detailtreue, die nicht zu überladen war, sondern im richtigen Maß beschreibt, dass man einen genauen Einblick hat, ohne nur noch zu überfliegen was sie eigentlich schreibt. Die Charaktere sind mir irgendwie besonders ans Herz gewachsen. Serena als unschuldige junge Frau, die die Sehnsucht nach der Welt in sich trägt und mit ihrer Gabe besonders ist, auch wenn die Menschen das nicht verstehen können. Rand als unglücklicher Rächer, der keine Ruhe findet, weil ihn der schmerzliche Verlust noch zu sehr mitnimmt, der aber durch Serena wieder ein wenig Frieden in sein Herz lassen kann und sich nach und nach wieder in einen Mann wandelt, der lachen und fröhlich sein kann, wenngleich er immernoch Rache und Vergeltung sucht. Calandra, die mehr als nur mysteriös ist und wahrscheinlich die meisten Geheimnisse hat, wobei sie doch immer behauptet, dass sie nur ihre Tochter schützen will. Und Silas, den an Grausamkeit nicht zu übertreffen gilt und dem nichts zu schade ist, um sein Ziel zu erreichen. Manchmal war ich ein bisschen ratlos, wenn es darum ging, wo wir uns gerade befinden oder was vor allem Calandra eigentlich vor hat, am ehesten zumindest, wer sie ist und warum sie einen solchen Männerhass in sich trägt. Das fand ich schon sehr merkwürdig, weil Selena doch sehr vortrefflich erklärt hat, dass sie ihn doch gar nicht kenne und nicht wisse, was Rand durchgemacht hat und wieso er so handelt und sich so benimmt wie er es tut. Da steckt auch ein wenig die Moral des Buches drin, dass man sich manchmal den Menschen einfach öffnen muss, statt sie von sich wegzustoßen. Am schönsten fand ich eigentlich das Ende des Buches. Die Wiederholung hat den perfekten Abschluss möglich gemacht. In dem sie praktisch das wiedergegeben hat, was er ihr gerne geboten hätte, das aber durch den Kampf gegen Silas de Mortaine unmöglich schien, erscheint alles irgendwie abgerundet. Auch wenn sie gerade ihre Mutter verloren hat, so kann sie doch einem glücklichen Leben entgegensehen mit einem Mann den sie liebt und der ihr alles geben möchte. Ein Traum wird Wirklichkeit.   Entgegen der allgemeinen Auffassung, dass CORA-Romane Schundheftchen seien, muss ich sagen, dass man das von diesem Roman hier überhaupt nicht behaupten kann. Dieses Klischee ist für mein Empfinden demnach entkräftet. Es ist eine magische Geschichte, die einen in ein anderes Leben zieht und voller Leidenschaft von der Verbindung zwischen zwei Menschen erzählt. Mystische Elemente sind ebenso vertreten wie Emotionen und Geheimnisse. Ich hab das Buch unheimlich gerne gelesen, gerade auch wegen der verschiedenen Wendungen, die sich ergeben und Spannung hereinbringen. Von der ersten Seite an einfach genial, auch ohne die Vorgänger gekannt zu haben. Ich würde es immer wieder lesen und kann es nur empfehlen.

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