Tina Tannwald Bandrih

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Inhaltsangabe zu „Bandrih“ von Tina Tannwald

Romantasy-Reise in die Mythen der keltischen Anderswelt

Hin- und hergerissen vom Chaos ihrer Gefühle und fest entschlossen, die Geheimnisse um den Revenant Engilger zu entschlüsseln, kehrt Niall in die Anderswelt zurück.
Dort gerät sie in die uralte Fehde zwischen den mythischen Thùatha de Danann und ihren Feinden, den Fir Bolg.
Während sie immer tiefer in die keltischen Legenden und die Magie ihrer alten Seele eintaucht, wird sie zum kostbaren Gut für die Götter – und zur gejagten Beute.

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    Bandrih

    BluestoneBlog

    01. November 2017 um 14:36

    Bitte nicht wundern, Tina ist die Autorin des Buches, ich habe generell die Angewohnheit mit Vornamen vom Autor/von der Autorin zu sprechen Anfangs entführt er sie an einen anderen Platz in der Anderswelt und als er sie zurück in ihre Welt wirft, macht Engilger es auch falsch. Denn kaum zurück in ihrer Welt, will Niall auch schon wieder zurück. Der Kampf ist noch nicht vorbei, der Fomorii, ein furchtbares Monster mit einem Bein und einem Arm, bedroht noch immer Ban und Engilger. Ihr Schicksal zieht sie zurück in die Anderswelt und dort trifft sie eine Entscheidung, deren Konsequenzen noch weit reichen werden. Engilger und Niall. Am Ende meiner letzten Rezension habe ich es bereits angedeutet, ich war nie begeistert dass sie sich so schnell in ihn verguckte, nachdem er nicht mehr böse war. Doch Band 2 soll hier einiges besser machen. Gefühle und Beziehungen werden in diesem Band zu einem zentralen Element, denn Tiw ist auch noch da. Tina spielt mit unseren monogamen Vorstellungen einer Beziehung und der Freiheit der Alten Regeln, die Beziehungen mit mehreren Partner erlauben, solange sie den gleichen Stand haben. Jeder muss für sich entscheiden, ob man das akzeptieren kann als Teil der alten Kultur der Kelten, oder nicht, so auch Niall selbst. Tina weiß mit dem Thema auch zu provozieren, denn die Freiheit der Beziehung, solange der Stand übereinstimmt, steht im Gegensatz zu unserem Bild einer monogamen Beziehung, wie auch Niall sie kennt. Ausführlich geht sie auf die Gefühle und Gedanken der Beteiligten, allen voran natürlich Niall, ein. Damit werden die getroffenen Entscheidungen nachvollziehbar und wirken nicht unrealistisch für den Charakter, auch wenn man selbst anders darüber denkt. Denn genau das soll man auch, sich selbst dazu positionieren beim Lesen. Natürlich geht es nicht nur um Beziehungen. Niall wächst in ihrer Rolle als Druidin, doch es ist ein steiniger Weg. Das Geheimnis liegt in ihrer Uralten Seele verborgen und bislang hatte sie es nicht geschafft zu erkennen. Doch ganz alleine ist sie nicht. Sie findet Freunde, die ihr auf ihrem Weg helfen, aber auch auf Feinde, die sie dazu zwingen zu lernen. In der Anderswelt ist die Gefahr nie weit weg, wie Niall schmerzlich feststellen muss. Ihre Reise geht nun erst richtig los und auch die wahren Gefahren zeigen sich erst nach und nach. Dabei ist es sehr interessant diese Reise zu verfolgen, denn man kann sich sehr schön in die Welt selbst einleben. In der Anderswelt werden die historischen Einflüsse der Kelten besonders deutlich, sei es die Architektur der Forts, die unberührten Wälder oder die magischen Einflüsse, die die Welt erfüllt. Es fühlt sich an wie eine andere Zeit und steht im Kontrast zu ihrer eigentlichen Welt, nicht zuletzt auch durch das noch wichtiger werdende Gälisch, das nun öfter seinen Einsatz findet. In Zeiten des Friedens kann man sehr schön mit den Freunden, die für Niall da sind, Sympathie entwickeln, die schon bekannten wie auch die neuen, die sie kennenlernen soll. Aber auch die Feinde sind Tina gut gelungen, das Gefühl der Verfolgung, der Angst und Sorge um Niall sind allgegenwärtig und werden durch ihre Gedanken noch einmal verstärkt. All das macht die Reise der Druidin über zwei Welten spannend und angenehm zu lesen. Ein letzter Punkt, der der Geschichte noch einmal Fahr gibt, ist der Traum. In ihm konnte sie Kontakt zu Cathbad aufnehmen und lernte über ihre Uralte Seele. Doch geben Träume bei den Kelten auch Ausblicke in die Zukunft und so auch hier, einzelne Fetzen die sich nicht zuordnen lassen, bis sie erst eingetreten sind. Man kann nur vermuten und befürchten, was deren Bedeutung ist und sie dann wiederzuerkennen ist ein schöner Aspekt in ihrem Schreibstil. Auch mit dem zweiten Band kann Tina wieder überzeugen. Die Geschichte ist bis zum Ende interessant und lädt zusammen mit dem Ende ein, auch den dritten Band zu lesen. Ich freue mich wie immer auf den nächsten Band und auch darüber, mehr über die Kelten zu erfahren.

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