Tina Tannwald Chrononauten

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Inhaltsangabe zu „Chrononauten“ von Tina Tannwald

In der tief gespaltenen, durch Hochsicherheitszonen abgeschotteten Europäischen Union des Jahres 2100 wird die junge Diebin Roony zum berüchtigten Gemeinschaftsdienst verurteilt. Sie geht davon aus, zwei Jahre als medizinische Testperson absitzen zu müssen, doch man macht ihr ein ganz besonderes Angebot.
Gemeinsam mit drei weiteren Verurteilten soll sie an der ersten, streng geheimen Zeitreise der Menschheit teilnehmen und die neue bahnbrechende Technik testen. Gelingt ihnen die Rückkehr, sind sie im Gegenzug frei, reich und fortan unantastbar.
Doch sie reisen sehr viel weiter zurück, als geplant.

Roonys Schicksal verknüpft sich unverhofft mit Aivens, der verzweifelt versucht, seinen kleinen keltischen Stamm durch die Wirren der Völkerwanderungszeit des Jahres 406 n. Chr. zu bringen.

Spritituelles trifft auf Science-Fiction, Vergangenheit auf Zukunft - und es funktioniert wunderbar!

— BluestoneBlog

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  • Gelungene Verbindung von Spiritualität und Technik

    Chrononauten

    BluestoneBlog

    01. November 2017 um 14:12

    Bitte nicht wundern, Tina ist die Autorin des Buches, ich habe generell die Angewohnheit mit Vornamen vom Autor/von der Autorin zu sprechen :)Nachdem ich bereits mehrere Bücher von Tina gelesen hatte, war für mich der Einstieg in das Buch zuerst ungewohnt. Aus mehreren, teils schnell wechselnden Blickwinkeln wird zu Beginn die Geschichte erzählt. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und ungewohnt für mich, war ich später froh dass nicht alle Perspektiven aufrechterhalten werden. Doch durch genau diese verschiedenen Blickwinkel konnte sie sehr gut ein allumfassendes Bild der Ausgangssituation und –umgebung erschaffen, das so mit einem Blickwinkel nicht möglich gewesen wäre. Im weiteren Verlauf des Buches werden diese Perspektiven auch noch sehr geschickt eingesetzt, sodass ich im Endeffekt sehr zufrieden damit war.Tinas Ansatz, das Spirituelle mit Science Fiction zu verbinden ist ihr hervorragend gelungen. An sich interessiere ich mich kaum für Sci-Fi, aber diese Kombination hat mir richtig gefallen, weil es gar nicht mal so weit hergeholt ist. Dabei finde ich auch gut, dass Tina mit der Entschlüsselung des Gehirns, den Nanobots und den Hovercars in der modernen Stadt ein schönes Setting mit vielen bekannten zukünftigen Erfindungen aufgebaut hat, ohne dies zu weit auszubauen oder umschweifend zu erklären.Das Spirituelle hat mich dann richtig fasziniert, obwohl ich mich normal kaum dafür interessiere. Gerade in einer Zeit, in der die Wissenschaft noch stärker geworden ist, selbst das Gehirn kein großes Mysterium mehr ist, stellt das einen sehr schönen Kontrast dar, wie eine Oase in der Wüste.Dabei passt die Kammer wunderbar ins Bild, als ein Ort, an dem der Wille der Teilchen sich zunutze gemacht werden soll, um in der Zeit zu reisen. Aber wie genau das gemeint ist, müsst ihr schon selbst herausfinden. Insgesamt sage ich nur so viel: die Kammer, stellvertretend für die Kombination von Technologie und Spiritualität, ist sehr gut gelungen und ist mehr, als nur Mittel zum Zweck.Das nehme ich gleich mal als Stichwort für den nächsten Aspekt, denn auch wenn es nicht vorrangig um die Zukunft, sondern die Vergangenheit geht, nimmt sie ein gutes Stück im Buch ein. Wenn Tina ein Setting aufbaut, dann nicht halbherzig, sondern so detailliert, dass man es vor dem inneren Auge sieht, das war schon immer eine ihrer größten Stärken. Es reicht ihr eben nicht aus die Umgebung grob anzuschneiden und dann weiß der Leser schon genug, sie schließt auch die Zukunft ordentlich ab, auch sie ist nicht nur Mittel zum Zweck.Ich bleibe aber noch kurz in der Zukunft. Die beiden Haupt-Antagonisten und ihre Verstrickungen und Pläne, auch untereinander, waren ebenso so spannend wie gelungen erzählt. Beide heben sich in ihrem Charakter heraus und bleiben ebenso wie die Protagonisten in Erinnerung. Dabei blieben aber leider weitere beteiligte Nebenparteien auf Seite der Protagonisten wie Antagonisten ein wenig auf der Strecke. Gerade im Vergleich zu den hervorragenden beiden Antagonisten war das ziemlich schade.Die Reise ins Reich der Vandalen hat mir rundum gefallen. Wie schon in den vorherigen Büchern konnte ich auf schöne Art und Weise mehr über das Volk und die Zeit erfahren. Besonders gelungen ist hierbei auch das Ende. Gerade weil es sehr offen bleibt, passt es sich wunderbar in unsere Geschichtsbücher ein, ganz als wäre es ein realer Teil der Ereignisse gewesen.Die Beziehung von Roony mit – verrate ich natürlich nicht – ist sehr realistisch umgesetzt. Dachte ich mir zuerst noch, dass sie sich zu schnell und einfach aufbaut, zeigen sich später genau die Folgen daraus und auch die Probleme, die an einer Beziehung zerren können. Nicht nur bei den Beziehungen ihrer Figuren zueinander, setzt Tina viel Wert auf das Zwischenmenschliche, den Aspekt in Geschichten, der mich am meisten reizt.Das hängt nicht zuletzt natürlich mit der Hauptprotagonistin zusammen. Durch ihre Vergangenheit, die bleibenden Unsicherheiten, die sie dadurch ihr Leben lang mitgezogen hat, und durch ihre Art, trotz allem weiter zu machen, bleibt sie wieder einmal im Gedächtnis und wird auch als Person richtig sympathisch. Starke Frauenbilder als Hauptprotagonisten gelingen Tina immer wieder sehr schön.Aber auch den anderen Protagonisten hat sie Gesicht und Charakter gegeben, keiner von ihnen wirkt fehl am Platz, gefestigt auch durch ein Motiv, welches sich durch die Geschichte zieht und sich für jede Rolle auch bewahrheitet.Wie schon in der Zukunft hast Tina die Welt der Vergangenheit so bildhaft beschrieben, dass man selbst ohne Vorwissen über die Zeit eine gute Vorstellung bekommen hat. Und auch gegen Ende zeigt sich, dass sie auch ohne Fantasy-Anteil eine ebenso wunderbare Geschichte erzählen kann, bei der auch die Welt zu faszinieren weiß.Alles in allem war ich wie eingangs schon gesagt wieder begeistert von ihrem Buch und kann es jedem nur weiterempfehlen. Mit den Chrononauten hat sich Tina Tannwald getraut, auch Neues auszuprobieren und war dabei in meinen Augen erfolgreich, denn sie ist ihrem wunderbaren Schreibstil treu geblieben. Ich hoffe sie probiert sich auch in Zukunft weiterhin aus und freue mich auf ihre nächsten Bücher.

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