Tina Uebel Uebel unterwegs

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Inhaltsangabe zu „Uebel unterwegs“ von Tina Uebel

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Wenn nun aber dieser Eine eine Eine ist, dazu noch reflektieren kann, verrückte Ideen hat und alles daransetzt, sie auch umzusetzen. und wenn diese Eine darüber hinaus auch noch schreiben kann, witzig gar, unterhaltsam, manchmal (wo es Not tut) auch nachdenklich (und das tut es ab und zu), dann kann man sich als Leser nur überaus glücklich schätzen. Im vorliegenden Fall heißt das: Wenn Tina Uebel, bekannte Wortakrobatin, Illustratorin, Grafikerin, und Schriftstellerin („Last Exit Volksdorf“„Nordwestpassage für dreizehn Arglose und einen Joghurt“) auf Reisen geht, um einen Stipendiumspreis in Shanghai anzunehmen und dabei nicht fliegt und auch nicht die Transsibirische Eisenbahn benutzt, sondern sich eine eigene Route zusammenstellt, dann gibt es wahrlich viel zu erzählen. Deutschland – Serbien – Bulgarien – Türkei – Iran – Turkmenistan – Usbekistan – Kasachstan – China. 7 Wochen lang ist Tina Uebel unterwegs von Hamburg nach Shanghai – und das allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Uebel erzählt von ihren Begegnungen in den Zügen dieser Welt, von ihren ganz persönlichen Begegnungen mit den fremden Kulturen der verschiedenen Länder, die sie passiert. Sie reflektiert, sinniert, hinterfragt – immer wortgewandt, charmant und mit einer Prise Humor, sodass nicht wenige ihrer Erlebnisse auf eine gewisse Weise herrlich verrückt erscheinen. „Uebel unterwegs“ ist damit eines dieser Bücher, das jeder einmal gelesen haben sollte. Oder zumindest jeder, der gerne reist. Also eigentlich doch: jeder.

Frau allein auf Reisen, nicht das abklappern der Kulturdenkmäler steht im Vordergrund, sondern die Erlebnisse mit Menschen.

— Bücherfüllhorn-Blog
Bücherfüllhorn-Blog

Uebel unterwegs oder Reisen für Fortgeschrittene

— bk68165
bk68165

Als ich von Frau Uebels Buch hörte, wollte ich es unbedingt haben. Und ich muss sagen, es hat alles gehalten, was es versprochen hat.

— Streiflicht
Streiflicht

Eine ganz spezielle Reise, voll von faszinierenden Begegnungen.

— Landkartenleser
Landkartenleser

ein buntes Kaleidoskop von Begegnungen, Stimmungen, Eindrücken einer Reise von Hamburg nach Shanghai, ganz abseits vom Mainstreamtourismus

— katze267
katze267

Sehr humorvoller und interessanter Reisebericht über den Balkan, Zentralasien und China. Lesenwert!!!

— Xirxe
Xirxe

Toller Reisebericht, der Mut zum Nachmachen macht! "Avoid much Suspicion, since in some cases Suspicion is a sin"

— Konsumfrau
Konsumfrau

Mutig und beeindruckend! 🌞

— mamamal3
mamamal3

interessant, mitreißend, unglaublich lustig und tiefgreifend

— Susimueller
Susimueller

Gekonnt geschnoddert. Sehr launige Reiseerzählung.

— wandablue
wandablue
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    Uebel unterwegs
    MarieKleinstadt

    MarieKleinstadt

    19. July 2016 um 18:17

    Tina Uebel, ihrerseits Schriftstellerin aus Hamburg, hat ein Stipendium in Shanghai. Aber in ein Flugzeug steigen, um nach Shanghai zu fliegen.......nee, das ist Frau Uebel viel zu langweilig. Per Landweg soll die Reise gehen. Und zwar mit dem Zug und durch Länder, mit denen die meisten Schwierigkeiten hätten, sie auf einer Landkarte schnell zu lokalisieren. Also schultert die Autorin ihren Hinkelstein, pardon, ihren Rucksack und begibt sich auf eine wundervolle, anstrengende und amüsante Reise vom Hamburger Hauptbahnhof aus durch Deutschland - Serbien - Bulgarien - Türkei - Iran - Turkmenistan - Usbekistan - Kasachstan - China. Und der Leser reist mit ! Durch Städte, die durch ihre größenwahnsinnige Architektur, beklemmend oder lächerlich wirken. Oder einfach durch ihre Kulturdenkmäler bezaubern. Wir lernen Menschen kennen...liebenswert, schrullig, verbiestert.....je nach Land und Laune. Und wir lernen Undenkbares vom Reisen per Bahn. Ganz ehrlich ? Ich hätte nicht gedacht, dass es Frau Uebel schafft, mich SO zu begeistern. Erstmal schon der Mut, allein als Frau loszuziehen, durch Länder, die nicht ganz unproblematisch sind. Und dann so amüsant und wortakrobatisch über das Erlebte zu berichten. Ich habe nach dem Lesen immer gleich gegoogelt nach weiteren Infos: z.B. Fotos von Ashgabat und Astana. Und ich hab mir auch schon weiterführende Literatur zugelegt. Also, von meiner Seite aus vollste Zufriedenheit. Ach ja....und Frau Uebel....kommt da vielleicht noch mehr ? Planen Sie etwas so reisemäßig ? Hier würde sich jemand sehr freuen !

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  • Intelligent, hintergründig, pointiert, unterhaltsam ehrlich,

    Uebel unterwegs
    Bücherfüllhorn-Blog

    Bücherfüllhorn-Blog

    07. July 2016 um 21:13

    Vor kurzem erst „Die beste Entscheidung unseres Lebens“, „Das Schneekind“ und  „Mut für zwei“  gelesen, um von dort aus dann bei „Uebel unterwegs“ zu landen.  Das interessante daran, diese Bücher könnten nicht verschiedener sein! Und so nach und nach fand ich mich dann am liebsten bei den alternativ Reisenden wieder, keine klassischen Backpacker-Touren, nein, individuell unterwegs auf neuen Spuren und nicht in ausgetretenen Wegen. Waren in „Die beste Entscheidung unseres Leben“ bekannte Backpacker-Routen und eine Art Massentourismus unter selbigen schon vorherrschend, ging Julia Malchow mit „Mut für Zwei“ einen Schritt weiter auf der Suche nach Individualität. Und nun bei „Uebel unterwegs“ die alternative Individualität, nicht das abklappern von Kulturdenkmälern steht im Vordergrund, sondern die Begegnungen mit anderen Menschen.   Vor ungefähr 15 Jahren las ich das Buch von Bruni Prasske „Mögen deine Hände niemals schmerzen“ und dieses Buch war für mich eine Art Einstiegsliteratur zum Thema Persien/Iran. Seit dem liebe ich Reiseberichte aus Zentralasien.   Der Einstieg in die Reise-Erzählung von Tina Uebel beginnt mit einem Gespräch und einer Zusammenfassung von Gesprächen zu der jeweiligen Landessituation im Zug. Auf ihrer Reise erfährt Tina Uebel von vielen Gesprächspartnern auch die negativen Seiten des jeweiligen Landes: Militärstellungen, Folter, Willkür, Internetüberwachung, Frauen sind weniger wert als Möbelstücke, Spitzel, Verräter, Korruption, Bestechung, Minderheiten … der Gegensatz zu Deutschland könnte nicht größer sein. Der Autorin und dem Leser wird bewusst, was Freiheit heißt, welche Freiheit wir haben, ohne es richtig zu schätzen. Die Freiheit zu reisen, wohin man will. Die Freiheit, den Beruf auszuüben, den man will. Die Freiheit, als Frau gleichberechtigt zu sein. Und noch viel mehr.   Witzig auf die Spitze getrieben sind die Erlebnisse zum Klimaanlagenausfalltod (Seite 10). Hier eine kleine Kostprobe ein paar Seiten weiter: Zitat Seite 22: „Wer in den letzten Tagen nicht selbst mit der Bahn unterwegs war, dem sei gesagt: ja. Es ist genauso schlimm, wie’s in den Zeitungen beschrieben wurde. Insofern wär’s mit Kommunikation eh Essig, ein jeder ist mit dem eigenen Überleben bei 50 Grad beschäftigt … In Tschechien überholen uns bisweilen Züge osteuropäischer Provenienz, deren Erbauer noch über das uralte Geheimwissen um die ausgestorbene Kulturtechnik des FENSTER AUF verfügten.  … Wir schluchzen neidisch und winken mit dem Nothämmerchen.“ …   Einen schönen Namen erfindet die Autorin für die obligatorischen, meist aufdringlichen männlichen Dienstleistungen als Begleitperson und „Mädchen für alles“: der Lästling (Seite 25).   Das alternativ-touristische Erscheinungsbild, von weitem schon erkennbar, das eigene sowohl als auch das der mittlerweile massenhaft auftretenden Backpacker, steht unterhaltsam ehrlich auf Seite 28 auf dem Prüfstand: Khaki-farbende Cargohosen mit vielen Taschen, Lonely Planet Reiseführer, Wasserfalsche, Daypack (Frontbeutlers) + Trekking-Rucksack … Und immer auf der Suche nach dem Bahnhof, Hotel, Bus, Internet-Cafe, WC …     Menschenmassen sind ein Greuel, der Autorin und mir auch. Bei mir sogar ein expliziter Grund, genau dort nicht hinzugehen. Zitat Seite 32: „… ist’s zu den Kulturdenkmälern nicht weit, und da Kulturdenkmäler unseligerweise zumeist mit Menschenmassen verbunden sind, kann eine gewisse Sedierung nicht schaden. Ich hasse Menschenmassen.“ Teheran ist ein Geheimtipp für „Touristenansammlungs-Verweigerer“ (Tipp von der Autorin).   Eine Taxifahrt mit einem „hässlichen Honk“ am Steuer wird zur Geduldsprobe. Die Frage lautet: Zitat Seite 37: „Manchmal muss man nur kurz klären who‘s boss, ist wie bei den Caniden.“ Dieser Satz gefällt mir zunehmend gut.   Weitere Einsichten gibt es spitzfindig präsentiert, hier ein paar Stichworte: Backpacker-Bespassung, herausfordernde Kommunikation, endemischer Handel versus Hochglanzfilialen, nerviger Gedönsverkauf, Backpacker-Kemenaten, der Stupid Tourist Award (S.47), diverse paranoiainduzierende Aspekte (S.48), Lungerlager in Teheran (S.52), …      Die Autorin schätzt Gespräche und die Erlebnisse unterwegs mit den Menschen höher ein, als die Besichtigung von massenhaft überlaufenen Kulturdenkmälern. Diese Erinnerungen an Menschen bezeichnet sie als kostbare Solitäre. Ich kann ihr da nur zustimmen, nachdem ich das Buch gelesen habe. Manchmal muss man erst sensibilisiert werden, und sich trauen, auch mal etwas nicht gesehen zu haben, wonach jeder fragt.   In Teheran kann es nicht schaden, einen Kontakt zu haben, den hat in diesem Fall ein Freund er Autorin, der sogenannte „Lieblingsperser aus Hamburg“, der sie mit verwandtschaftlichen Kontakten und Tipps unterstützt. Beklemmend empfand ich die Szenerie in Maschhad, das einem wie das Gegenteil von Teheran vorkam: Tief religiös und alle Vorurteile scheinen wahr zu sein.   Die vielen Zitate hier aus dem Buch sind dem Sinn geschuldet, einen Eindruck von der wunderbaren pointierten Sprache zu erhalten:   Ashgabat – ein Traum aus Säulen und Marmor. Zitat Seite 91: „Dem Freund der Säule kann ich zu einem Urlaub in Ashgabat nur zuraten.“ Und nicht zu vergessen, die Aktion auf der Post, Pakete nach Deutschland zu schicken. Wahnsinn.   In Turkmenistan wird dann der Ehrgeiz geweckt: Zitat Seite 98: „Der Hauptgrund, warum ich nach Turkmenbashi wollte, ist, dass im Lonely Planet steht, da gebe es nichts. Ich bin ein Connaisseur der Abwesenheiten aller Art.“   Endlich passiert wieder mal etwas, an der Grenze zwischen Turkmenistan und Usbekistan: Zitat Seite 116: „Einen Moment wie diesen will ich mir in Gießharz gießen. Als Briefbeschwerer, für die lausigen Tage.“   In Buchara, es ist große Hitze, touristische Nebensaison, daher sind fast keine Touristen unterwegs. Zitat Seite 124: „Nun gut, irgendwo muss man dann wieder eine Strecke knietief durch Kunsthandwerk waten, das ist halt der Preis, den man fürs Erleben von Weltkulturerbe zahlt.“   In Samarkand sind ähnliche „Lästlinge“ wie Anfangs wieder on Tour, auf Seite 134 kann man die „Visit my shop“ Episode lesen. Und auf der Flucht von ebensolchen dann noch das beste rausholen: Zitat Seite 134: „… schließlich ist die zweitschönste Art, eine Stadt kennenzulernen, das hoffnungslose Verirren.“   Interessant fand ich die Reiseart des „Platskartny“ (Seite 160), wenn ich das so las, bekam man große Lust, dies nachzuahmen. Allerdings ist es wie so oft, wenn man genaue Erwartungen hat, passiert meistens nichts, egal wie viel Proviant man zum teilen dabei hat.   Auf die Reiseerfahrungen in Kasachstan war ich besonders gespannt, da meine Nachbarin aus diesem Land kommt, und wir uns über Plov, riesige Melonen und große schmackhafte Pfirsiche unterhalten haben. Über Astana, mit seinem Beyterek (ähnelt einer Fußball-Worldcup-Trophäe). Kurz und knapp fand ich das auch im Buch wieder. Für ausführliche Informationen werde ich mir wohl aber noch einen Reiseführer über Kasachstan kaufen.   Der Schluss des Buches endet leider zu schnell mit dem Besuch der Terrakotta-Armee in Xiang, und der Ankunft in Peking und Shanghai.   Fazit: Ein faszinierender Erzählton. Die Reise, eine Steigerung des bis dahin bekannten alternativen Reisens oder Backpacker-Reisens. Eine Steigerung zum Individualismus, nicht das abklappern der Kulturgüter sind entscheidend, sondern die Begegnungen mit Menschen. Und auch, hier ein passendes Zitat dazu, auf Seite 20: „… Das Unbequeme, das Lästige, das Ärgerliche“ gehöre zum richtigen Reisen, so las ich unlängst Stefan Zweig zitiert“. Dies ist kein Buch zum einfachen „runter lesen“. Der Erzählton, gewöhnungsbedürftig, nicht einfach und fast schon ein wenig sperrig, aber umso treffender, fast durchgehend pointiert, manchmal auch mit einen „running gag“, siehe „Too much suspicion ist a sin“. Ich bin begeistert von dieser Reiserfahrung, weil sie mal etwas ganz anderes offeriert, untermauert mit einem subtilem witzigen Unterton. Am liebsten würde man sofort aufbrechen. Unterstützt wird dieses Gefühl von einer Auswahl Fotos.

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  • Uebel unterwegs oder Reisen für Fortgeschrittene

    Uebel unterwegs
    bk68165

    bk68165

    17. June 2016 um 18:20

    Der Leser sollte sich vom Titel des Buches nicht abschrecken lassen. Uebel unterwegs entspricht im Großen und Ganzen weniger dem Reisen der Autorin wie ihrem Namen, Tina Uebel.Tina Uebel ist Schriftstellerin und möchte von Hamburg nach Shanghai. So weit so gut! Aber als Reisemittel soll nicht das Flugzeug dienen, sondern der Landweg. In 7 Wochen soll das geschafft sein. Während es im Umfeld der Autorin immer wieder Skeptiker gibt (von wegen Iran schaffst Du wegen dem Kopftuch-Tragen eh nicht), verliert Tina Uebel nie die Nerven. Alle gestellten Aufgaben werden gelöst und Tina kommt ihrem Ziel immer näher, auch wenn es viele Momente gibt, an denen Tina zweifelt noch das Ziel oder die nächste Station zu erreichen. Der Leser lernt Länder kennen, die man – wenn überhaupt- vorher nur vom Namen her kannte. Es ist wirklich ein Reiseführer der anderen Art, lustig geschrieben und das Buch regt zum Nachdenken an.Nun zu meiner persönlichen Meinung zu dem Buch. Die Autorin ist mir auf Anhieb sehr sympathisch, immerhin leidet sie auch an akutem Kaffeebedarf, das kommt mir sehr bekannt vor. An den Schreibstil musste ich mich erst einmal gewöhnen, er ist ein bisschen „blogartig“ gehalten, aber man kann sich daran gewöhnen. Das Buch erfordert daher auch etwas mehr Aufmerksamkeit beim Lesen. Die Struktur des Buches ist sehr gut, da es zeitlich chronologisch geschrieben hat. Also, wenn der Leser das erste Fremdeln gegenüber dem Buch abgelegt hat, wird er auf eine sehr interessante Reise mitgenommen. Durch die vielen Fotos kann man sich das Geschehene auch gut vorstellen. Mir persönlich hat sehr gut gefallen, mit welcher Gelassenheit Tina an viele Situationen rangeht und wie sie im Laufe der Reise immer gelassener wird. Eines wird mir nach dem Lesen auch immer in Erinnerung bleiben. Freiheit ist wie Licht. Man merkt erst, was man an ihr hat, wenn sie durch Abwesenheit glänzt. 

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  • Einfach nur super!

    Uebel unterwegs
    Streiflicht

    Streiflicht

    14. June 2016 um 18:11

    Als ich von Frau Uebels Buch hörte, wollte ich es unbedingt haben. Und ich muss sagen, es hat alles gehalten, was es versprochen hat. Ich bin begeistert! Während des Lesens musste ich oft schmunzeln und habe immer wieder gedacht: "Stimmt, das kenne ich auch!" oder "Ja, da hat sie vollkommen recht!" Ich habe mich sher gut unterhalten, einiges Neues gelernt und jede Seite war ein Genuss. Sehr schön sind auch die vielen bunten Fotos, die das Erzählte sehr gut illustrieren und in ihrer Einfachheit oft gerade besonders eindrucksvoll sind.Frau Uebel nimmt den Leser mit auf ihre ganz besondere Reise durch Länder, die kaum einer von uns kennt. Und sie tut es mit ganz viel Humor, auch wenn sie Magengrimmen oder Durchfall hat, egal wie das Internet läuft und ob ihr Blog erreichbar ist oder nicht. Ein Buch, das ich jedem nur empfehlen kann! Vor allem denjenigen Reisefreunden, die auch mal abseits der bekannte Wege und von Pauschalreisen unterwegs sind!

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  • Begegnungen und Erfahrungen, welche die Augen öffnen

    Uebel unterwegs
    coala_books

    coala_books

    09. June 2016 um 10:37

    Von Hamburg nach Shanghai war das Ziel. Doch mit dem Flieger wäre es zu einfach, dachte sich Tina Übel, und reiste quer durch Europa – nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Erlebt hat sie dabei viel und dabei ging interessant, erstaunlich und mehr als amüsant zu. Sieben Wochen war sie unterwegs und besuchte Länder abseits der üblichen Touristenrouten. Tolle Orte und noch interessantere Menschen begleiteten ihre erstaunliche Reise. Und von dieser Reise berichtet sie nun in diesem Buch auf höchst amüsante und unterhaltsame Weise. Spannende Begegnungen werden geschildert, aber auch auf diese besondere Art des Reisens eingegangen. Dabei werden auf die vielen Vorteile eingegangen, aber auch Dinge angesprochen, die vielleicht nicht so ideal sind. Der klare Fokus liegt in diesem Buch auf den vielen spannenden Begegnungen und dem Entdecken unbekannter Länder und Kulturen. Dabei geht es selten gehetzt zu, sondern wir erfahren von einer erstaunlich entspannten Reise, die meist ohne Hektik auskommt. Der Weg ist das Ziel stimmt hier in jedem Fall zu. Ein mehr als persönlicher und ehrlicher Reisebericht, der zu unterhalten weiß. Man hat öfters das Gefühl, dabei gewesen zu sein und die eigene Lust am Reisen sollte nach der Lektüre definitiv geweckt worden sein. Wer sich von amüsanten Reiseberichten gerne unterhalten und begeistern lässt, ist mit diesem Buch in jedem Fall gut beraten.

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  • Viele faszinierende Begegnungen

    Uebel unterwegs
    Landkartenleser

    Landkartenleser

    02. June 2016 um 18:10

    Inhalt: Tina Uebel reist in "Uebel unterwegs" von Hamburg bis Shanghai. Klingt schon mal gut, doch noch besser ist, dass sie diese Reise allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältig. Nichts mit langweiligem Flug bei Tina Uebel! Sie sucht sich eine ganz besondere Rute aus: quer durch Europa bis in die Türkei und dann durch den Iran, Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan bis nach China. Sieben Wochen benötigt sie für diese Reise. Sieben Wochen durch Länder, die vom normalen Tourist meist unentdeckt bleiben, aber nicht von Tina Uebel. Cover und Aufmachung: Das Cover passt ideal zum Inhalt: ein Zug, auf den der Leser am liebsten selbst mit aufspringen möchte. Auch die Karte im Inneren ist praktisch, so kann man Tina Uebels Reiseroute ganz leicht nachvollziehen. Ebenso passt der zweideutige Titel zum humorvollen Schreibstil der Autorin, deren Trip wohl alles andere als übel war. Meine Meinung: Tina Uebel berichtet in "Uebel unterwegs" auf lockere, amüsante und vor allem interessante Weise von ihren Erlebnissen und Bekanntschaften. Ihr Reisebericht ist vor allem sehr ansprechend, da sie dem Leser mal von einer ganz anderen Art und Weise des Reisens berichtet. Sie zeigt die Vor- und Nachtteile des Reisens mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wobei die Vorteile ganz klar überwiegen. Aber nicht nur ihre Art sich fortzubewegen macht diese Geschichte so attraktiv, besonders die Länder die sie bereist, bereichern dieses Buch stark. Wann hört man denn schon mal was von Usbekistan, Turkmenistan oder Kasachstan? Die meisten Menschen können diese Länder noch nicht einmal auf der Karte zeigen. Tina Uebel zeigt, dass diese Länder es wert sind, dass sich Touristen dorthin verirren und dass z.B Teheran viel offener ist, als man es sich vorstellt, dass die chinesische Küche weit über Reis hinaus reicht und dass es möglich ist, in nur sieben Wochen unsere Erde zur Hälfte zu umrunden ohne hetzen zu müssen. Wer verrückt nach Jahreszahlen oder anderen speziellen Fakten ist, für den ist dieses Buch wohl eher nichts. Diese Reise lebt von Begegnung mit den verschiedensten Menschen an den verschiedensten Orten. Tina Uebel ist Sprach-, Architektur- und vor allem Menschenbegeistert und eben das bekommt der Leser zu spüren. Allerdings kam ich öfters nicht so gut zurecht mit ihrem Schreibstil. Ich mag zwar ihre humorvolle Art zu schreiben, aber an mancher Stelle war es dann doch zu viel des Guten. Insgesamt hat es mir aber wirklich gut gefallen. Fazit: Eine ganz spezielle Reise, voll von faszinierenden Begegnungen. Tina Uebels "Uebel unterwegs" erhält von mir 4 von 5 Sternen.

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  • Eine spannende Reise

    Uebel unterwegs
    echidna

    echidna

    29. May 2016 um 11:03

    Ich lese sehr gerne Reisetagebücher, vor allem wenn die Reise dabei in Länder geht, über die ich selber nur wenig weiß und die ich wahrscheinlich nie selber bereisen würde. Tina Uebel hat aus ihrer Reise ein Abenteuer gemacht. Sie hat den Weg von Hamburg nach Shanghai auf dem Landweg zurückgelegt anstatt einfach das Flugzeug zu nehmen. Das bedeutet einerseits sechs Wochen lang in engen Zügen und Schiffen unterwegs zu sein, doch andererseits auch dabei allerhand neue Leute kennen zu lernen und wertvolle Eindrücke mitzunehmen. Ihre Erlebnisse hat sie dabei in einem Blog festgehalten, dessen Ergebnis nun in diesem Buch vorliegt. Der Schwerpunkt in ihren Erzählungen liegt dabei auf jeden Fall auf ihren Erlebnissen mit den Einheimischen, wovon es jede Menge gab. Wer einen Reiseführer sucht, sollte vielleicht lieber zu einem anderen Buch greifen. Sehenswürdigkeiten und Geschichte der Länder werden, wenn überhaupt, nur kurz angerissen und stattdessen auf Wikipedia verwiesen. Kann man so machen, ich hätte mir manchmal allerdings ein wenig mehr davon gewünscht. Doch genau deshalb ist dieses Buch auch so einzigartig, da man durch die Lektüre ganz nah an die Menschen herankommt. Wie denken sie? Wie sieht ihr Alltag aus? Tina Uebel wird durch ihre offene Art überall willkommen geheißen und man ist neugierig auf diese Frau, die ganz alleine mit ihrem Rucksack die Welt bereist. Viele Menschen der Länder, die sie dabei bereist, haben selber nicht die Möglichkeit zu reisen, daher ist die Begegnung mit ihr eine willkommene Abwechslung. Mir hat das Buch sehr gefallen, auch wenn ich mir, wie schon erwähnt, manchmal ein paar mehr Details über die einzelnen Länder gewünscht hätte. Das Buch ist ein ganz besonderer Reisebericht.

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  • in 43 Tagen von Hamburg nach Shanghai

    Uebel unterwegs
    katze267

    katze267

    16. May 2016 um 13:10

    Die Schriftstellerin, Bloggerin und leidenschaftliche Reisende Tina Uebel bekommt 2010 ein zweimonatiges Stipendium in Shanghai. Statt nun bequem dorthin zu fliegen oder, schon waghalsiger, die transsibirische Eisenbahn zu benutzen, entschliesst sie sich zu einer abenteuerlichen, siebenwöchigen Reise mt einigen Abweichungen von der direkten Reiseroute, durch 8 Länder und mit 19 verschiedenen Zugverbindungen.Über ihre Erlebnisse und Eindrücke von dieser Reise verfasste sie einen Reiseblog und aus diesem wiederum entstand dieses Buch. Frau Uebel beschreibt auf eine ganz unnachahmliche, sehr persönliche Art ihre Reise. Dabei spielen touristische Attraktionen eine eher untergeordnete Rolle. Von weitaus größerer Bedeutung sind ihre Begegnungen und Gespräche mit Menschen völlig unterschiedlicher Herkunft. Ein tangotanzender Türke taucht ebenso auf wie ein chinesischer Kalligraph, kopftuchtragende Studentinnen in Teheran, zudringliche Taxifahrer und hilfsbereite Mitarbeiter von den ortsansässigen Goetheinstituten, Zugschaffner, Hotelrezeptionisten und immer wieder Gesprächspartner bei den langen Zugfahrten. Auch die Städte auf ihrer roten Reiselinie (eine entsprechende Karte gibt es im Buch) erkundet sie auf unnachahmliche Weise. Für ihren Blog stets auf der Suche nach "Free Wi-Fi", für ihre Koffeinsucht nach geniessbaren Kaffee (löslicher Kaffee nur im Notfall), immer an Architektur und dem alltäglichen Leben interessiert, erwandert sie sich buchstäblich fremde Städte und bekommt so völlg andere, viel intensivere Einblicke als der Main-Stream-Tourist.Viele dieser Eindrücke hält sie auch in Fotos fest, die dieses Buch zusätzlich bereichern. Der Sprachstil ist locker, frisch, sehr ungezwungen, auch interessante eigene Wortschöpfungen ,wie Nachbarnationendisstasche und Schwachmatensandalen, tauchen auf und bereiten Lesespass.. Ihre Reisebeschreibungen werden nie langweilig, sie vermitteln einen wirklich eindrucksvollen und unverwechselbaren individuellen Einblick in fremde Städte und Kulturen auf ihrer Reiseroute. (wobei man anmerken muss, dass sich seit 2010 teils einiges, besonders bzgl Politik verändert hat). Ein völlig anderes Reisetagebuch mit vielen interessanten Begegnungen und Eindrücken, das sehr viel Lesevergnügen bereitet.

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  • Unbequem und außergewöhnlich

    Uebel unterwegs
    amena25

    amena25

    01. May 2016 um 21:02

    Um nach Shanghai zu reisen, gibt es viele – bequeme – Möglichkeiten. Tina Uebel hat die unbequeme, außergewöhnliche gewählt. Sie reist mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Landweg, um in Shanghai ein Stipendium anzutreten, und lernt so Land und Leute authentisch und unverfälscht kennen. Dazu gehört eine gehörige Portion Mut, Offenheit, Flexibilität und Schnoddrigkeit, was Tina Uebel offensichtlich besitzt, wie man schon nach den ersten Zeilen erkennen kann. Ihre Reise führt sie über Bulgarien, die Türkei, den Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kasachstan bis nach China. Dabei liegen ihr weniger die Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler am Herzen, als vielmehr die Begegnung mit den Menschen. Denn: „Es gibt nichts Aufregenderes als Menschen.“  Diese Begegnungen sind teils lustig, teils herzlich, manchmal aber auch bedrückend. Auf den ersten Seiten des Buchs lässt Tina Uebel Iraner, Usbeken, Uiguren u.a. im Zug zu Wort kommen, die nicht frei reisen können und ihr Leben nicht so gestalten können, wie sie es gerne möchten. Auf die Frage dieser Leute, ob die Menschen in Deutschland glücklich sind, weiß Uebel keine Antwort. Allerdings erkennt sie – mit Demut und Dankbarkeit -  ,welche Freiheit wir mit unserem deutschen Pass genießen. Neben lustigen Berichten und Anekdoten zur Reisevorbereitung, Visabeschaffung usw. gibt es einzelne Exkurse, z.B. über die Alternativtouristen, die sich so sehr vom verachteten Gruppentouristen abgrenzen wollen, dass sie in ihren Funktionsklamotten, mit Trekkingrucksack (hinten)  und Day Pack (vorne) schon wieder völlig uniformiert daherkommen. Nachdenklicher ist z.B. ein Exkurs über die Angst, die hauptsächlich von denen geäußert wird, die gar nicht reisen, sondern daheim bleiben. In kurzen, assoziativen Sätzen, mit vielen Gedankensprüngen, in teils flapsiger Sprache und mit viel Wortwitz beschreibt sie die Menschen, manchmal urkomische, aber auch bedrückende Situationen und sentimentale Momente. Der Stil ist unterhaltsam, auf Dauer aber auch etwas anstrengend. Als „Daheimgebliebene“, die die Reise ja nur bequem auf dem Papier verfolgt, hätte ich mir etwas mehr Fotos und vor Allem eine größere Schrift gewünscht.

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  • Mit dem Zug um die halbe Welt

    Uebel unterwegs
    Xirxe

    Xirxe

    29. April 2016 um 00:18

    Hach, was habe ich diese Lektüre genossen! Mit Tina Uebel den Balkan und Zentralasien zu durchqueren, um ans östliche Ende von China zu gelangen, ist nicht nur unterhaltsam und lehrreich, sondern weckt zudem jede Menge Erinnerungen an eigene Reisen (mir ging das so ;-)).Sich als alleinreisende Frau in Ländern fortzubewegen in denen meist die Männer das Sagen haben, hat den Vorteil, dass man wirklich mit Menschen jeden Alters und Geschlechts in Kontakt kommt, gerade auch mit Frauen. Und Tina Uebel nutzt dies hemmungslos aus und genießt es - sehr zur Freude aller Lesenden ;-) Auch beim 127. Mal 'Where are you from?' antwortet sie noch lächelnd und stürzt sich bereitwillig in jede Unterhaltung, auch wenn sie nur mit Händen und Füßen geführt werden kann. Obwohl ihre Aufenthalte meist nur recht kurze Zwischenstopps sind um von einem Zug in den nächsten zu wechseln, vermittelt sie mit ihrem lebendigen Schreibstil und ihrer offenen, zugewandten Art ein überzeugendes Bild von den Menschen und der Kultur des jeweiligen Landes. Wobei es ihr dabei weniger um die Vermittlung exakter historischer und aktueller Daten geht, sondern mehr um die Art und Weise wie die Menschen leben. Dabei zeigt sie sich überaus aufmerksam für die Besonderheiten in den jeweiligen Ländern (beispielsweise die hohen Hinterköpfe der Frauem im Iran oder das Fehlen der Menschen auf den Straßen Turkmenistans ;-)), die sie in ihrer besonderen Art der Übertreibung sehr anschaulich beschreibt.Tina Uebels Erzählstil war mir durchweg ein Vergnügen. Auch deshalb, weil sie nicht vergisst darauf hinzuweisen, wieviel Glück sie (und natürlich auch wir) hat, in einem Land geboren worden zu sein, mit dessen Pass ihr all diese Erlebnisse so ohne weiteres möglich sind. Dieses Glück ist den Meisten, denen sie unterwegs begegnet ist, nicht gegeben. Sie träumen stattdessen von einer Freiheit, die bei uns häufig nicht mehr wahrgenommen wird, weil sie als selbstverständlich angesehen wird. Dieses Buch erinnert auch daran, wie glücklich wir uns dafür schätzen können - in Freiheit zu leben und zu reisen.

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  • Eine lange rote Linie ...

    Uebel unterwegs
    Konsumfrau

    Konsumfrau

    26. April 2016 um 22:07

    Tina Uebel berichtet in „Uebel unterwegs“ von ihrer Reise über den Landweg von Hamburg nach Shanghai im Sommer 2010. Zwei Monate allein durch den Balkan, Türkei, Iran, die „-stans“ Turkmenistan, Usbekistan, Kasachstan und zu guter Letzt einmal quer durch China, bis es nicht mehr weitergeht.Was für ein Glücksfall für uns Leser, dass Tina Uebel nichts davon hält, an einem Flughafen in Westeuropa in ein Flugzeug zu steigen um einige Stunden später an einem gleich aussehenden Flughafen am Ostende Chinas wieder auszusteigen. Mit der Aussicht auf ein zweimonatiges Stipendium in Shanghai entschließt sie sich zum interessanten Weg dorthin: 7 Wochen, 8 Länder, 1 Frau, 19 Zugverbindungen. Was sie auf dem Weg erlebt, hielt sie bereits damals in einem Blog fest, den wir nun in gedruckter und gebundener Form in Händen halten können, inklusive 42 Farbfotos und 14 Schwarz-Weiß-Fotos. Und erleben tut sie einiges: Tango tanzen in Istanbul, das Leben feiern in Teheran, Spießrutenlaufen in Maschhad, das große Nichts besichtigen in Turkmenbashi, Wandern in Taschkent, und vieles mehr, darunter aufschlussreiche Nachtzugfahrten, die sich hervorragend für ethnologische Feldstudien eignen. Nicht zuletzt auch mit selbstironischem Blick auf das eigenartige Völkchen von Rucksack-Touristen, das Richtung Osten zunehmend seltener anzutreffen ist. Und dabei immer im Mittelpunkt: die Menschen! Sprachlosigkeit gibt’s nicht, und wenn man sich skurriler Übersetzungshilfen bedienen muss – für Tina Uebel bedeutet Reisen nicht Transport von A nach B, sondern Interaktion mit Land und Leuten. Gewürzt wird die Erzählung von Anekdoten, wie man sie nur als Raucherin und Kaffee-Junkie, WiFi-Abhängige und Steckdosen-Suchende erleben kann.Ihre Pläne, als Frau alleine mal eben quer durch fundamentalistisch islamisch geprägte Kulturen zu reisen, ernten vorab im Bekanntenkreis schon viele von Vorurteilen geprägte Kommentare, doch eine Tina Uebel macht sich lieber selbst ein Bild. Ein Koranspruch, den sie in Teheran auf einer Plakatwand sieht, begleitet sie fortan auf ihrer Reise wie ein roter Faden: „Avoid much suspicion since in some cases suspicion is a sin.“Apropos Roter Faden: das Bild der roten Linie, die man beim langsam Reisen hinter sich herzieht, mal mit den roten Linien anderer Reisender kreuzend, dabei gelegentlich dünne schwarze Linien querend, finde ich einfach wunderschön. Wie wunderbar, wenn man mit Fremden nach einigen Stunden gemeinsamen Weges vertraut wird, wie traurig all die Abschiede! Und immer wieder die Erkenntnis, bei jeder Grenzüberquerung und in den vielen Gesprächen mit denen, die bei aller Heimatliebe doch so große Hoffnungen in ein Leben im Ausland setzen, wie privilegiert wir doch sind, zufällig mit einem deutschen Pass ausgestattet zu sein. Mehrmals hört sie die Frage, ob die Deutschen denn glücklich seien, und bemerkt: Ja, nur wissen wir es nicht.In diesem Buch findet man keine Zahlen oder trockene Hintergrundrecherchen, sondern pure Erfahrungen, subjektive Wahrnehmungen und persönliche Gedanken einer erfahrenen Globetrotterin, die auf Reisen alle Antennen auf „Empfang“ stellt, statt auf „Senden“. Tina Uebel macht mich mit ihrem Reisebericht extrem neugierig auf Länder, die für mich bisher nichts weiter als ein riesengroßer unscharfer Fleck auf der Landkarte waren. Angefixt von den Schilderungen und Bildern im Buch griff ich immer wieder zum Smartphone um zu gucken, was Instagram mir wohl unter #taschkent oder #buchara ausspucken würde. Nach bester Instagram-Manier findet man dort in der Mischung aus Party-Schnappschüssen, Selfies vor Sehenswürdigkeit/Eigenheim/Nebengasse und Food-Bildern wohl ein authentischeres Bild von Land und Leuten als die Reisekatalog-Klischees der Google-Bildersuche. Ungefähr so muss es dann wohl auch für Tina Uebel gewesen sein, auf ihrer Reise, ganz nah an der Wirklichkeit. Dabei schreibt sie wahnsinnig witzig, intelligent und nachdenklich – alles zugleich.

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  • Nicht Uebel - ein ungewöhnlicher Reisebericht

    Uebel unterwegs
    Margo987

    Margo987

    23. April 2016 um 21:38

    Tina Uebel, Journalistin und Schriftstellerin, erhält ein Stipendium für einen zweimonatigen Aufenthalt in Shanghai. Sie macht sich auf den Weg, von Hamburg nach Shanghai – sieben Wochen, fast nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln (eine Ausnahme per Flugzeug). Die Landkarte im Buch erleichtert das Verfolgen der Reiseroute, die auch durch nicht so bekannte Gebiete führt: Bulgarien – Türkei – Iran – Turkmenistan – Usbekistan – Kasachstan – China. Es ist eine sehr persönliche und eigenwillige Reisebeschreibung, der Stil ist salopp umgangssprachlich und anfangs gewöhnungsbedürftig. Der Reisebericht basiert auf Tina Uebels Reise-Blog (aus 2010, ein Blick in den Blog lohnt sich auch). Tina Uebel berichtet vor allem von ihren Begegnungen mit den Menschen und das macht dieses Buch so interessant. Ihre reflektierten Eindrücke, oft witzig und selbstironisch, erzählen von den kleinen und großen Problemen und Freuden im jeweiligen Landesalltag, ihren Reiseproblemen, das eine oder andere Vorurteil wird bestätigt, doch überwiegend gibt es ungewöhnliche Perspektiven zu entdecken. Die Leser sind hautnah dabei, z.B. im Iran, wenn Tina Uebel das überraschend (vergnügungs)offene Teheran erkundet, Sprachbarrieren überwindet, aus Maschhad nur noch flüchten will und eine Landesgrenze weiter durch die Monumentalarchitektur Ashgabats spaziert. Die einzelnen Kapitel umfassen wenige Seiten, so kann man als LeserIn von Tag zu Tag mitreisen. Fotos illustrieren die Eindrücke, mir hat es gut gefallen, einige von den im Buch beschriebenen Menschen und Orten auch zu sehen. Unten auf den Buchseiten gibt es ab und an Anmerkungen – sie sind so klein gedruckt, dass sie auch mit Brille nur mühsam zu entziffern sind. Fast sechs Jahre liegen zwischen Reise und Erscheinen des Buchs, die bereisten Länder werden sich verändert haben. Das bestätigt die Autorin in ihrem Nachwort. Zu hoffen ist, dass sich das Zwischenmenschliche, das im Buch die Hauptrolle spielt, erhalten hat. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gern.

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  • Mutig und beeindruckend!

    Uebel unterwegs
    mamamal3

    mamamal3

    22. April 2016 um 10:08

    Die Autorin macht sich auf den Weg zu ihrem Stipendiumsplatz nach Shanghai. Sie benutzt dabei den Zug als Fortbewegungsmittel, wählt aber nicht die berühmte Transsibirische Eisenbahn, sondern sucht sich eine etwas südlichere Weg-Variante aus, um mehr zu erleben! Denn unterwegs trifft sie auf neue Menschen, die zu Freunden werden, verabredet sich mit Bekannten von Freunden usw., um mehrere kurze Pausen einzulegen. So erkundet sie neue Städte, aber teilweise auch andere Landstriche, um sich ihr ganz eigenes Bild von Land und Leuten zu machen. Es ist also nicht nur eine Reise in die Ferne, sondern natürlich auch zu sich selbst- denn die Frage nach Glück ist allgegenwärtig! ----------------------------------------------------------------- Der wortgewandte Schreibstil der Autorin beeindruckte mich genauso, wie ihr Mut, Neues zu entdecken. Sie macht sich immer wieder auf den Weg und findet überall etwas Positives, selbst in den kleinsten, käfigartigen Schlafabteils der Züge. Nie wirkt sie enttäuscht, ängstlich oder zweifelt an ihrem Vorhaben- auch der bequemere Weg des Fliegens steht immer außer Frage- das fand ich ganz besonders schön beim Lesen! Sie weiß, was sie will und so bin ich gerne dieses kurze (eigentlich sehr lange) Stück mit ihr gereist- würde es auch sonst sofort gerne tun. Danke für das Erlebnis! Bin dann mal auf der Suche nach ihrem Blog... :-)

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  • Auf dem Landweg von Hamburg nach Shanghai

    Uebel unterwegs
    Susimueller

    Susimueller

    13. April 2016 um 14:40

    Tina Uebel: Uebel unterwegs, auf dem Landweg von Hamburg nach Shanghai / ein Reisebuch ISBN: 978-3-667-10472-4 , 19,90 € Tina Uebel ist Journalistin mit dem Schwerpunkt Reisen. Als sie ein Stipendium in Shanghai gewinnt, reist sie in sieben Wochen durch acht Länder. Und zwar allein auf dem Landweg mittels 19 Zugverbindungen von Hamburg nach Shanghai. Auf dieser Reise ist es ihr wichtig Land und Leute kennenzulernen und vor allem Gespräche zu führen. In ihrem Blog lässt sie die daheim Gebliebenen daran Teil haben. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Obwohl ich wenig Reise und schon mal gar nicht den Mut aufbringe allein zu reisen. Doch hier konnte man mitfühlen und tatsächlich einen Hauch an den fremden Ländern, den Abenteuern und dem Reisen teil haben. Tina Uebel erzählt so mitreißend, lebendig und zum Teil urkomisch, dass dem Leser auf keinen Fall langweilig wird und doch sind ihre Begegnungen und Gespräche  manchmal so tiefgreifend und regen zum Nachdenken an. Ein bisschen habe ich mich an den an die Alltagssprache orientierten Schreibstil gewöhnen müssen, der oft die Artikel weglässt. Manchmal musste ich über ihre Vergleiche und Meptaphern herzlich lachen.   Tine Uebel hat eine ganz individuelle Art zu reisen. Diese braucht man auch wohl, wenn man sieben Wochen als Frau allein durch die halbe Welt reist. Und genau in dieser besonderen Art schrieb sie dieses Buch. Mir hat es sehr gefallen.   

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  • Etwas andere Reisebeschreibung

    Uebel unterwegs
    Simi159

    Simi159

    08. April 2016 um 21:33

    Stell die vor die wird ein Stipendium am anderen Ende der Welt, dann kannst Du in den nächsten Flieger steigen, dort ankommen, Stipendium entgegen nehmen und wieder nach Hause reisen. Oder man macht es wie Tina Uebel und reist mit dem Zug von Hamburg nach Shanghai und schreibst ein Buch darüber. Sie ist Journalistin und weiß wie das geht, das Schreiben.Doch auf was für ein Abenteuer sie sich mit ihrem Plan, ich nehme dann mal die Bahn, einließ, wusste sie nicht. Mit klaren, direkten Worten beschreibt sie die kleine und großen Katastrophen, ebenso wie all die Begegnungen mit Mitreisenden und Zufallsbekanntschaften. Alles wirkt authentisch, echt und unverfälscht. Sie beschreibt Land und Leute von Bulgarien über die Türkei, Turkmenistan und Kasachstan bis nach China. Tina Uebel lenkt die den Blick des Lesers auf das Alltägliche, nicht auch die Sehenswürdigkeiten des Landes. Immer stehen die Menschen und die Begegnungen mit ihnen im Mittelpunkt. Das ist lustig, rührend und teilweise auch bedrückend. Kurze Sätze, Gedankensprünge, eine direkte Sprache mit viel Wortwitz geben der Reisebeschreibung Dynamik und machen die Lektüre sehr kurzweilig. Alles sehr unterhaltsam, und man bewundert beim Lesen Tina Uebel für ihren Mut zu solch einer Reise und wie sie diese mit all ihren Widrigkeiten durchzieht. Und das in nur sieben Wochen. Mich hat dieses Buch sehr gut unterhalten und deshalb gibt es 5 STERNE von mir dafür.

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