Weggeworfen

von Tina Voß 
4,5 Sterne bei19 Bewertungen
Weggeworfen
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Positiv (17):
D

Gut recherchiertes Material ist hier zu einem super spannenden Thriller verarbeitet.

Kritisch (1):
Thommy28s avatar

Konnte mich als Thriller nicht überzeugen.

Alle 19 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Weggeworfen"

Bei einer Recherche stößt Journalistin Liv Mika auf einen Fall von Zwangsprostitution, der sie über Deutschland bis in die Ukraine führt. Je weiter sie vordringt, desto grauenhafter werden ihre Entdeckungen - die Täter sind einflußreich und die mit ihnen verbundenen Verbrechen versprechen Milliardengewinne - Zeugen werden ermordet und Freier vorsätzlich infiziert. Doch je weiter Liv bei ihren Ermittlungen rund um den Mädchenhandel vordringt, desto mehr bringt sie sich gleichzeitig selbst in Lebensgefahr ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783960290001
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:425 Seiten
Verlag:edel & electric
Erscheinungsdatum:05.10.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Dreivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gut recherchiertes Material ist hier zu einem super spannenden Thriller verarbeitet.
    Gut recherchiertes Material ist hier zu einem super spannenden Thriller verarbeitet.

    Dieser Thriller macht Spaß und hinterläßt Neugier auf den zweiten Teil. Das kleine bisschen hannoversches Lokalkolorit machte mir besondere Freude.

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    Insomnia1106s avatar
    Insomnia1106vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wie düster kann die Realität wirklich sein? Findet es heraus, mit diesem rasanten und fesselnden Thriller.
    Eine Geschichte die nicht mehr so schnell loslässt

    Dieser Thriller schockiert. Und man weiß genau, das dies nicht eine frei erfundene Geschichte ist, sondern brutale Realität. Tina Voß hat mit diesem Buch ein absolut packenden Thriller geschrieben. Man merkt ab der ersten Seite wie gut sie dafür recherchiert hat, und lässt einem schon zu Beginn mit diesen Worten aus dem Vorwort "„Nach Schätzungen der Europäischen Kommission werden Jahr für Jahr 120000 Opfer aus aller Welt zur Prostitution nach Westeuropa verschleppt…“ das Blut in den Adern gefrieren. Spätestens ab hier weiß man, was für rasante und fesselnde Seiten auf einem zukommen werden, die garantiert jedem kalt den Rücken hinunterlaufen und schwer zu verdauen sind.
    Die Einteilung der einzelnen Kapitel fande ich super. Die Länge war ideal, so konnte man auch mal Zwischendurch weiterlesen. Auch super fande ich, das man sofort wusste, um wen es gerade geht, oder wo die momentane Geschichte zum Beispiel in Deutschland oder in der Ukraine stattfand. Der Schreibstil ist super flüssig zu lesen und lässt einem gar nicht los, weil einem die Finger nahezu kitzeln immer eine Seite mehr und mehr zu lesen. 
    Die Geschichte um den Mädchenhandel und Zwangsprostitution sind realitätsnah und werden Stück für Stück am Ende zu einem ganzen Bild zusammengefügt. Und die eine oder andere Überraschung am Ende gibt es auch.
    Nicht zu vergessen sind die Protagonisten. Sie waren sehr facettenreich, und durch lockere Momente haben sie den grauen und bedrückenden Alltag vor Ort einfach weggeschoben und konnten dadurch die Stimmung aufheitern. Auch die Hintergründe aus dem Privatleben der Hauptfiguren fande ich sehr gelungen, es war unglaublich interessant in ihren Alltag mit eintauchen zu können. 
    Toll, toll, toll. Ich freue mich auf Band 2!

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    Patnos avatar
    Patnovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Was für ein beeindruckender und spannungsreicher Thriller, absolut fesselnd, mit beklemmenden Realitätsbezügen, Unbedingt Lesen!!!
    Opfer sind immer die schwächsten Glieder der Gesellschaft

    "Der Größe Missbrauch ist, wenn von der Macht sie das Gewissen trennt"
    ( William Shakespeare)

    Das Thrillerdebüt der Autorin Tina Voß wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Bislang war mir ihre Schreibkunst nur von dem unterhaltsamen Roman "Ex & Mops" bekannt.

    "Weggeworfen" - allein der Buchtitel ist bereits Programm und als Kernaussage des Thrillers absolut passend, erschienen im Oktober 2015 bei edel & electric.

    Der Journalistin Liv Mika wird ein Foto vom Missbrauch eines jungen Mädchens zugespielt. Ihr Instinkt wittert eine heiße Story. Liv reist nach Hannover, um sich dort mit ihrem Informanten zu treffen. Doch leider wird der Tippgeber ermordet. Liv folgt der Spur von Zwangsprostitution und Mädchenhandel über Deutschlands Grenzen hinweg in die Ukraine. Vermeintliche Hilfsprogramme dienen den einflussreichen Tätern als Tarnung. Liv gerät immer tiefer in den Strudel der grauenvollen Verbrechen und begibt sich damit in Lebensgefahr.

    Der lockere Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Tina Voß hat mich bereits mit ihrem Vorwort für das Buch sensibilisiert. Ich mag Realitätsnähe, auch wenn diese mitunter beklemmend wirkt. Mitgerissen und völlig versunken in der Story, fühlte ich mich durch das Buch getrieben, so interessant einerseits und erschreckend andererseits empfand ich die Handlung.

    Starke Protagonisten bereichern das Geschehen. Liv Mika muss traumatische Ereignisse verkraften, ist aber trotzdem in ihrem journalistischer Spürsinn nicht zu bremsen. Die Ermittler Oliver und Robert überraschen mit humorvollem Schlagabtausch und kommen sehr sympathisch rüber. Und mit dem ukrainischen Mädchen Oxana habe ich gefühlt und gelitten. Das Protagonisten-Ensemble ist aus meiner Sicht gelungen inszeniert und wirkt authentisch.

    Kurze Kapitel kennzeichnen das Buch und sind teilweise mit Zeitangaben versehen. Handlungsstränge spielen mitunter zeitgleich, nur an unterschiedlichen Orten. Die Schauplätze sind eindrucksvoll beschrieben und somit gut vorzustellen. Schon beim Lesen spürte ich, daß hier eine umfangreiche Recherche von Nöten war. Das Hintergrundwissen über die Lebenssituation in der Ukraine hat mich bewegt und aufgewühlt.

    "Weggeworfen" - ein spannender, fesselnder und bemerkenswerter Lesestoff, der bestimmt nicht nur die Liebhaber dieses Genres begeistern dürfte. Für mich persönlich war dieses Buch ein Lese-Highlight, welches ich uneingeschränkt weiterempfehlen möchte.

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    Anne4007s avatar
    Anne4007vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein beklemmender und spannender Thriller.
    Überzeugend und spannend bis zur letzten Seite.

    Inhalt:

    Die Journalistin Liv bekommt von einem Informanten ein hochbrisantes Bild zugesandt. Bei ihrer Recherche über die Details des Bildes, stößt sie dabei auf einen Fall von Zwangsprostitution, die sie bis in die Ukraine führt. Je weiter ihre Ermittlungen voranschreiten, desto grausamer und unvorstellbarer werden ihre Entdeckungen, die Täter sind einflussreich und haben keine Skrupel, Zeugen werden ermordet und auch Liv bringt sich mit ihren Ermittlungen in Lebensgefahr.

    Meine Meinung:
    Der Thriller beschäftigt sich mit einem brisanten und auch heute noch immer in einigen Teilen der Welt, absoluten Tabuthema. Während des Lesens ist man durchaus, allein schon von den Fakten an sich schockiert. Nach dem Vorwort der Autorin und dem Prolog musste ich tatsächlich das Buch erstmal aus der Hand legen und das beklemmende Gefühl abschütteln.
    Das Thriller Debüt ist überzeugend, toll recherchiert und logisch in sich. Der Schreibstil ist angenehm und ermöglicht ein zügiges vorankommen. Der Spannungsbogen kann insbesondere durch die stetigen Perspektivenwechsel und der Tiefe der Charaktere gehalten werden. Die Protagonistin Liv wirkt überzeugend, mutig und sympathisch. Lediglich das Ende ist für meinen Geschmack etwas zu kurz gekommen und es bleiben für mich einige Fragen nur blass beantwortet. Ich freue mich auf jeden Fall, wenn es mehr von Liv und Oliver zu lesen gibt.

    Fazit: 
    Ein beklemmender und spannender Thriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite unterhalten hat. Ich bin auf das nächste Werkt gespannt.

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    dieFlos avatar
    dieFlovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: spannend, interessant - echt lebenswert
    spannend und lesenswert

    König Zufall steht an ihrer Seite, als die Journalistin Liv über Zwangsprostitution in der Ukraine liest. Ihr Ehrgeiz und Spürsinn ist geweckt und sie begibt sich zurück in ihre alte Heimat Hannover, sie reist vor Ort und entdeckt einen Ring aus Gewalt und Geldgier.


    Doch sie hat den Einfluss der Männer unterschätzt, sie konnte nicht ahnen, welche Personen des öffentlichen Lebens dahinter stecken und wie weit diese gehen, nur damit nicht sagen die Öffentlichkeit gelangt!.

    Tina Voß hat mich wunderbar unterhalten,  „Weggeworfen“  ist ein spannendes Thriller-Debüt und man fühlt, dass viel Wahrheit und harte Recherche hinter den Fakten steckt. Als Leser war ich direkt dabei, ich habe gehofft, verzweifelt Zeichen der Warnung gesendet und bin durch die Seiten geflogen!

    Fazit: wunderbar, echt empfehlenswert@dieflo - und die hofft, bald mehr lesen zu können!

    Autor: Tina Voß

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    lisibookss avatar
    lisibooksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Thriller-Debüt mit ernstem Thema!
    Rezension zu "Weggeworfen"

    In ihrem ersten Thriller „Weggeworfen“ aus dem Digitalverlag Edel&Electric widmet sich Autorin Tina Voß dem schwierigen Thema der Zwangsprostitution in der Ukraine. Diese und die häufig daraus resultierende Zahl der HIV-Erkrankungen hat auch aufgrund der Fußball Europameisterschaft in der Ukraine einen traurigen Aufschwung erreicht.

    Die Journalistin Liv Mika bekommt von einem Informanten ein Foto geschickt, auf dem ein junges Mädchen zu sehen ist, das von einem deutschen Politiker vergewaltigt wird. Der Informant möchte sich mit Liv in Hannover treffen, um ihr noch weitere Fotos dieser Art zu zeigen. Doch zu dem Treffen kommt es nicht mehr, denn der Informant ist grausam ermordet worden. Liv beginnt zu ermitteln und macht den Politiker ausfindig, um ihn mit dem Foto zu konfrontieren und zum Reden zu bringen. Jedoch kommt alles anders, als sie es sich vorstellt: es gibt weitere Tote und Liv weiß nicht, wem sie noch trauen kann. Wagemutig begibt sie sich auf die Reise nach Kiew, direkt in das Zentrum des illegalen Mädchenhandels.

    Aus den verschiedenen Perspektiven der auftretenden Personen erzählt, deren Namen zur Orientierung immer über den einzelnen Kapiteln stehen, wird der Leser durch den Verlauf der Geschichte geführt. Dabei gibt es viele Überraschungen und Wendungen, die die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten. Das Thema des Romans ist an sich sehr grausam und so muss man im ersten Drittel des Buches einige Szenen lesen, die nichts für zart besaitete Leser wie mich sind. Das ein oder andere Mal habe ich ein paar Zeilen übersprungen, die für meinen Geschmack zu brutal waren. Jedoch ist dies dem Thema angemessen und bleibt noch in einem ausgewogenen Rahmen. Livs Ermittlungen sind interessant, genau wie ihr Charakter. Sie ist eine vielschichtige Persönlichkeit, ein mutiger Sturkopf mit einigen psychischen Blockaden, einem außergewöhnlichen Hobby und einem sehr netten Hund.

    Was mich persönlich am Roman gestört hat, ist die Sprache. Diese ist sehr einfach und flach gehalten, ich hätte mir mehr Raffinesse gewünscht. Besonders in den Kapiteln, die aus Livs und Olivers Perspektive erzählt sind, fand ich die Ausdrucksweise häufig gestelzt und unnatürlich, außerdem waren für mich zu viele rhetorische Fragen enthalten. Das hat mir die Spannung, die die Story eigentlich zu bieten hat, oftmals genommen. Auch die Auflösung des Falls fand ich unglaubwürdig und war daher etwas enttäuscht, dass das nun alles war.

    Da ich aber auch viele sehr begeisterte Meinungen gehört und gelesen habe, macht ihr euch am besten selbst ein Bild!

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    pardens avatar
    pardenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein überzeugendes Thrillerdebüt mit einer interessanten Mischung aus Spannung, Wissen und Humor...
    Üble Machenschaften...

    ÜBLE MACHENSCHAFTEN...

    Liv Mika ist eine engagierte Journalistin, der es immer wieder gelingt, spannende Zusammenhänge und unfassbare Skandale zu entdecken und zu publizieren. Seit einigen Jahren in Frankfurt ansässig, verschlägt es Liv im Rahmen einer Recherche in ihre alte Heimatstadt Hannover. Auch wenn sie keine guten Erinnerungen an diese Stadt hat, treibt es sie in ihrem neuesten Fall dahin - immer mehr entpuppt sich dabei ein Fall von Zwangsprostitution, in den einige hochrangige Politiker und andere Größen verwickelt zu sein scheinen.  Die Spuren führen bis in die Ukraine. Einflussreiche Täter, skrupellose Handlanger, korrupte Polizisten, hilflose Opfer - eine Mischung des Grauens, in die Liv tief einzutauchen beschließt. Und verbissen wie sie ist, merkt die Journalistin erst spät, wie sehr sie sich in Gefahr begibt. Und nicht nur sich selbst...


    'Ich dachte anfangs, dass wir den Frauen helfen können. Dass wir ihnen zeigen, dass es andere Wege als den der Prostitution gibt. Aber für eine ukrainische Frau ist es oftmals das Wichtigste, einen Mann zu finden, und Sex ist das Werkzeug dafür.'


    Nicht ungeschickt, hier statt eines an ein enges Gesetzkorsett gebundenen Kommissars eine Journalistin die Ermittlungen übernehmen zu lassen. Nicht ganz neu spätestens seit Stieg Larsson, doch auch Tina Voß's Hauptcharakter kann sich sehen lassen. Seit einem üblen Vorfall vor einigen Jahren fühlt sich Liv Mika nur sicher in Anwesenheit ihres ausgebildeten Rottweilers Frieda und mit ihrem Pfefferspray in der Tasche - und für alle Fälle gibt es auch eine Schusswaffe, man kan ja nie wissen. Trotz aller Ängste siegt bei ihr aber immer wieder neben der Neugierde auch der Gerechtigkeitssinn, weshalb sie sich auch mit Feuereifer an diesen Fall begibt. Der Informant, der ihr aufschlussreiche Informationen versprach, wird bestialisch umgebracht, und Liv macht sich auf die Suche nach den Hintergründen. Sie ahnt nicht, in welchen Sumpf sie da gerät, und oftmals kann sie daraus nur mit viel Glück entkommen - allerdings nie von Dauer. Aus der Verfolgerin wird eine Verfolgte, doch noch immer weiß sie nicht, weshalb eigentlich. Und ihre Sturheit sowie die phasenweise 'Mit-dem-Kopf-durch-die Wand'-Mentalität machen es auch den Mitstreitern, so sie es denn tatsächlich sind, nicht leicht, Liv zu unterstützen.


    'Die Tabletten vergammeln in den Krankenhäusern!' - 'Aber warum?' - 'Ich hatte schon versucht, es dir zu erklären. In diesem Land bist zu eine Prostituierte und drogenabhängig, wenn du AIDS hast. Da beides unter Strafe steht, wird sich keines der Mädchen einer Klinik nähern wollen (...) Kommt jemand zur Behandlung, wird er vielleicht verhaftet.'


    Neben der Frage, worum es denn bei dem ganzen letztendlich geht und wer die Drahtzieher sind, spielt dieser Thriller auch mit der Unsicherheit Livs und damit auch des Lesers, wem hier denn überhaupt vertraut werden kann. Diese Mischung sorgt für ein ausreichendes Maß an Spannung, auch wenn der Spannungsbogen nicht durchgehend gehalten werden kann. Dafür sorgten andere Elemente mit dafür, dass mir der Thriller richtig gut gefiel.
    Neben dem ausgesprochen flüssigen und abwechslungsreichen Schreibstil sowie der eigentlichen Handlung gefiel mir auch der Humor, der hier immer wieder aufblitzte und der mich einige Male herzhaft lachen ließ. Außerdem ist es Tina Voß gelungen, hier - angefangen von dem aufschlussreichen Vorwort - immer wieder informative Fakten zu bestimmten Themenbereichen einfließen zu lassen ohne dass die Handlung dadurch unangemessen unterbrochen oder der Leser mit Wissensbrocken überfrachtet wurde.


    Die Kellnerin kam umgehend zurück, klappte einen mit grünem Samt bezogenen Hocker auseinander und angelte unter dem Tisch nach Livs Tasche. Sie lächelte und stellte die Tasche darauf. - 'Ach ja. Das hätte ich beinahe vergessen.' - 'Was? Dass meine Tasche mit uns isst?' Liv war verwundert. - 'Nein, wenn man seine Tasche auf den Boden stellt, bringt das Unglück und man verliert irgendwann durch solche Untaten auch sein ganzes Geld. Deswegen gibt es diese Klappstühlchen in jedem Restaurant.'



    Lange habe ich nicht so viele Seiten an einem Tag gelesen - die Handlung treibt einen geradezu durch die Seiten. Fast schon ärgerlich war ich manchmal, wenn ich die Lektüre unterbrechen musste. Phasenweise gab es richtig Adrenalin beim Lesen - ist das nicht herrlich?
    Allein das Ende hat mich nicht vollends überzeugen können, da gab es für meinen Geschmack stellenweise ein bisschen viel des Zufalls, der Naivität und des Glücks. Trotzdem war das Thrillerdebüt der Autorin insgesamt eine überzeugende Vorstellung. Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, als ich las, dass die Autorin bereits am nächsten Falll von Liv Mika arbeitet. Gerne würde ich dieser Journalistin in einem weiteren Thriller wiederbegegnen!

    In jedem Fall empfehlenswert für Thrillerfans, die neben der Spannung auch eine gute Portion Humor und informative Fakten vertragen.


    © Parden

    Kommentare: 5
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    lesefreude_books avatar
    lesefreude_bookvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gelungener Debüt-Thriller.
    Weggeworfen - Tina Voß

    Zufällig stolpert die Journalistin Liv bei einer Recherche über einen Zwangsprostitutionsring, der sie bis in die Ukraine reisen lässt. Doch die Täter sind sehr einflussreiche Männer und stehen an der Spitze der Gesellschaft. Schnell wird klar, dass es nicht nur für die jungen Mädchen um Leben oder Tod geht.

    Tina Voß ist mit „Weggeworfen“ ein spannendes Thriller-Debüt gelungen. Umfangreiche Recherchearbeiten und viele Fakten geben dem Buch tiefgehendes Wissen. Da alles in eine fiktive Geschichte eingepackt ist, hat man als Leser die Chance sich einzureden, dass es nur ein Buch ist und nichts davon Realität. Trauriger Weise vermute ich, dass die Realität noch viel schlimmer ist als von Tina Voß dargestellt.

    Kurze knackige Kapitel machen das Lesen leicht. Es wird zwischen den verschiedenen Personen hin und hergesprungen. Dies ist jedoch deutlich in der Kapitelüberschrift ersichtlich und die Geschichte bekommt dadurch Tempo.

    Der Spannungsbogen ist etwas willkürlich oder zumindest nicht nach Lehrbuch. Mich hat dies nicht unbedingt gestört, ich glaube aber, dass man mit ein paar wenigen Kniffen noch wesentlich mehr Spannung erzeugen könnte.

    Obwohl dies Tina Voß’ Debütthriller ist, wurde oft von einem großen Wettskandal berichtet in dem Liv recherchiert hat. Ich hatte das Gefühl, dass dieses Buch bereits geschrieben ist und ich mit „Weggeworfen“ den zweiten Teil einer Serie lese. Verständigungsschwierigkeiten hatte ich jedoch keine.

    Fazit:
    Ein gelungener Debütroman mit jeder Menge top recherchierten Hintergrundfakten. Tina Voß und ihr Liv sollte man auf jeden Fall im Auge behalten.

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Konnte mich als Thriller nicht überzeugen.
    Konnte mich als Thriller nicht überzeugen.

    Einen kurzen Einblick in das Geschehen gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

    Gut gefallen haben mir die kurzen, knackigen Kapitel. Dadurch kann allgemein gutes Tempo erzeugt werden, was hier allerdings nicht immer gelungen ist.
    Der Schreibstil hat mir nicht gut gefallen; die Schreibweise ist sehr einfach und die Dialoge sind es leider ebenfalls. Gelegentlich hatte ich den Eindruck, dass hier zu sehr umgangssprachliche Formulierungen gebraucht wurden. Manche Passagen habe ich ausserdem als recht "schmalzig" empfunden.

    Der Plot als solcher hat durchaus Potential - auch für einen Thriller. Leider ist es nicht gelungen einen durchgängigen Spannungsbogen aufzubauen. Nur ab und zu blitzten ein paar Spannungsmomente auf. Vieles am Geschehen war für meinen Geschmack zu vorhersehbar. Die Protagonisten habe ich als flach und scherenschnittartig schwarz/weiss gezeichnet empfunden, an Klischees wurde dabei nicht gespart. 

    Sicher waren für grosse Teile des Buches umfangreiche Recherchen notwendig, was durchaus anzuerkennen ist. Dies wurde ja im Vorwort auch thematisiert. Leider wurden dann aber zu viele gesellschaftspolitische und soziale Aspekte zu Lasten der Thrillerspannung verarbeitet. 

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    sabrinchens avatar
    sabrinchenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Fühlte sich gut recherchiert an, Tolles Thrillerdebüt, konnte überraschen bis zum Schluss spannend.
    Fühlte sich gut recherchiert an, Tolles Thrillerdebüt, konnte überraschen bis zum Schluss spannend.

    Weggeworfen von Tina Voß aus dem edel & electric Verlag ist ein gelungenes Thrillerdebüt.
    Das Cover ist sehr blutig spricht mich aber an und spiegelt die Handlung wieder.

    Ihr Schreibstil ist angenehm zu lesen und gut verständlich.
    Der Plot ist megaspannend, detaillreich, fühlt sich gut recherchiert an und ist informativ.
    Ein heikles Thema spannend und kurzweilig erzählt.
    Viel Input über Korruption, Prostitution, und Ukraine unterhaltsam verpackt.
    Kurze Kapitel, verschiedene Stränge  Wendungen und Überraschungen lassen keine Langeweile aufkommen.
    Es gibt Überschriften der Personen um die es im Kapitel geht und der Spannungsbogen bleibt jederzeit gewährleistet.
    Interessante Hauptprotagonistin Liv Mika mit Schutzhund Frieda ist eine Journalistin mit Spürnase und dunkler Vergangenheit,
    Ihre Gedankengänge sind logisch und nachvollziehbar.
    Ausserdem ist sie clever, mutig, und risikofreudig und sehr sportlich.
    Auch die anderen Charaktere sind vielfältig  und farbig gestaltet.
    Oliver ist noch ein bisschen untergegangen obwohl er hier auch eine relativ wichtige Rolle spielt.
    Das Motiv des Täters ist gut nachzuvollziehen und verständlich erläutert und hat mich bis zum Schluss im Dunkeln gelassen.
    Lieblingswort ist  Dobermann-Donut!!!
    Für mich alles richtig gemacht und denn es hat Spass gemacht das Buch zu lesen.
    Für mich definitiv 5 Sterne wert!





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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    edel_and_electrics avatar
    Weggeworfen

    Bei einer Recherche stößt Journalistin Liv Mika auf einen Fall von Zwangsprostitution, der sie über Deutschland bis in die Ukraine führt. Je weiter sie vordringt, desto grauenhafter werden ihre Entdeckungen – die Täter sind einflussreich und die mit ihnen verbundenen Verbrechen mit Milliardengewinnen verbunden – Zeugen werden ermordet und Freier vorsätzlich infiziert. Doch je weiter Liv bei ihren Ermittlungen rund um den Mädchenhandel vordringt, desto mehr bringt sie sich gleichzeitig selbst in Lebensgefahr …

    “Deutlich waren Blutspritzer auf dem Bett zu erkennen. Livs Herzschlag beschleunigte sich und sie fühlte, wie sich ein Zittern aus ihrem Inneren auf die Hände übertrug. Mühsam löste sie sie von der Schreibtischkante und fuhr sich durch die Haare. Längst vergessene Bilder und Gefühle kratzten am Rand ihres Bewusstseins … “

    Über die Autorin:

    Tina Voß wurde 1969 in Seesen/Harz geboren. Sie lebt seit den neunziger Jahren als Unternehmerin in Hannover und leitet dort ihre Firma für Personaldienstleistungen. Nach der Veröffentlichung einer Kurzgeschichte in der Krimi-Anthologie „Heide, Harz und Hackebeil“ schrieb sie nach vier Jahren Belletristik-Fernstudium die beiden Unterhaltungsromane „Ex & Mops“ sowie „Kein Mops ist auch keine Lösung“. „Weggeworfen“ ist ihr Thriller-Debüt.

    Interview mit der Autorin

    Wir von edel & electric vergeben 15 digitale Leseexemplare (epub / mobi / iBooks) für eine gemeinsame, "kriminell spannende" Leserunde und freuen uns auf Eure Bewerbungen bis einschließlich 11. Oktober 2015! 
    Die Autorin wird bei der Leserunde gern mitdiskutieren und alle Eure Fragen beantworten. 

    Insomnia1106s avatar
    Letzter Beitrag von  Insomnia1106vor 3 Jahren
    Sehr gerne! Super, da freu ich mich drauf! :-)
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