Tine Bryld Lieber Vater! Böser Vater!

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Inhaltsangabe zu „Lieber Vater! Böser Vater!“ von Tine Bryld

Am 4. Februar 1996 ruft eine Hörerin bei dem dänischen Jugendsender P4 an. Mit leiser stockender Stimme erzählt sie der Moderatorin ihre Geschichte: "Ich rufe an ... weil ... es geht um meinen Vater, das geht nun schon, solange ich mich erinnern kann ... er ist sehr böse und gewalttätig zu mir gewesen."§Tine Bryld, die Moderatorin, hört geduldig zu. Sie weiß, dass sie die verzweifelte Anruferin nicht durch ein Zauberwort von ihrem Schmerz befreien kann. Aber als Nana einige Wochen später wieder anruft, beginnt zwischen der Zwanzigjährigen und der wesentlich älteren Journalistin eine tiefe Freundschaft. Und Nana lernt langsam, sich von ihrem gewalttätigen Vater zu befreien. Von ihrem Vater, den sie hasst, und doch auch liebt.

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    Lieber Vater! Böser Vater!
    j125

    j125

    26. September 2014 um 22:38

    Inhalt: Am 4. Februar 1996 ruft eine Hörerin bei dem dänischen Jugendsender P4 an. Mit leiser stockender Stimme erzählt sie der Moderatorin ihre Geschichte: "Ich rufe an ... weil ... es geht um meinen Vater, das geht nun schon, solange ich mich erinnern kann ... er ist sehr böse und gewalttätig zu mir gewesen."Tine Bryld, die Moderatorin, hört geduldig zu. Sie weiß, dass sie die verzweifelte Anruferin nicht durch ein Zauberwort von ihrem Schmerz befreien kann. Aber als Nana einige Wochen später wieder anruft, beginnt zwischen der Zwanzigjährigen und der wesentlich älteren Journalistin eine tiefe Freundschaft. Und Nana lernt langsam, sich von ihrem gewalttätigen Vater zu befreien. Von ihrem Vater, den sie hasst, und doch auch liebt. (Quelle: lovelybooks) Meine Meinung: Ich finde es sehr schwer, eine Rezension zu einem Buch zu verfassen, welches ausschließlich aus tatsächlich gesprochenen oder geschriebenen Worten besteht. Bei fiktiven Büchern kann man immerhin sagen, der Schreibstil sei holprig oder verwirrend oder …. Gleiches gilt für Wortwahl, Handlung und Personen. Hier aber geht es um echte Menschen, denen ich ihre Art zu sprechen oder zu handeln nicht ankreiden kann. Aus diesem Grund werde ich dem Buch auch keine Punktzahl geben. Das Buch besteht sowohl aus den Telefonanrufen von Nanna und Tine, die über den Radiosender laufen, als auch aus Briefen, die sich die beiden schreiben, da es Nanna leichter fällt ihre Gedanken und Gefühle aufzuschreiben, als sie jemandem persönlich mitzuteilen. Man gewinnt so Einblicke in die Gedanken beider Frauen. Tine möchte Nanna unbedingt helfen, auch wenn sie manchmal nicht genau weiß wie, sie entwickelt einen deutlich spürbaren Hass auf Nannas Vater, dass er ihr all das antut. Bei Nanna selbst spürt man deutlich ihre Stimmungsschwankungen und ihre Abhängigkeit von ihrem Vater. Sie weiß, dass sein Verhalten falsch ist, dass er nicht gut für sie ist, aber sie kommt nicht von ihm los und sieht sich selbst als wichtigen Teil des Problems. Sehr schnell hatte ich das Buch gelesen, da es erstens nicht sehr dick ist, sicher aber auch durch die stilistischen Wechsel sehr schnell lesen lässt. Es ist furchtbar zu lesen was Nanna angetan wurde, man ekelt sich, hat Mitleid, aber man kann das Buch trotzdem nicht weglegen, sondern hofft und wartet, dass Nanna sich von ihrem Vater lösen kann. Zum Schluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass einige Stellen sehr explizit sind. Sie sind nicht lang, meistens nur ein oder zwei Sätze, aber in der Wortwahl so klar und unverblümt, dass ein Wort reicht um sich das Grauen vorstellen zu können. Fazit: Ein bewegendes, wahres Buch über eine junge Frau, die jahrelang von ihrem Vater missbraucht wurde, bis sie endlich den Mut fand sich von ihm zu lösen. Durch die nur wenig veränderten Briefe und Telefonate bekommt man sehr gut Nannas charakterlichen Wandel mit.

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