Tine Ratig

 3.6 Sterne bei 13 Bewertungen

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Katharina, Marie und ihre vier Männer

Katharina, Marie und ihre vier Männer

 (13)
Erschienen am 15.08.2016

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Rezension zu "Katharina, Marie und ihre vier Männer" von Tine Ratig

Katharina, Marie und ihre vier Männer
Wurm200vor 2 Jahren

Tine Ratig, Hannah Wilhelm
Katharina, Marie und ihre vier Männer
Goldmann

Autor: Tine Ratig, 32, war auf der Deutschen Journalistenschule in München und hat an der LMU Diplom-Journalistik und Biologie studiert. Sie arbeitet als Redakteurin und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern in München. (Quelle: Goldmann)

Hannah Wilhelm, 36, arbeitet als Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung in München und lebt mit zwei eigenen und zwei geliehenen Söhnen im Voralpenland. Sie hat die Deutsche Journalistenschule in München besucht, an der LMU Diplom-Journalistik studiert und in Kommunikationswissenschaften promoviert. (Quelle: Goldmann)

Die Inhaltsangabe gestaltet sich bei diesem Buch etwas schwieriger als sonst, was daran liegt das dieses Buch die Handlung auch auf eine andere Art und Weise erzählt, als es normalerweise der Fall wäre. Aus diesem Grund lasse ich die Inhaltsangabe diesmal auch weg und beginne sofort mit meiner Meinung.

Die Angabe der Kapitel fällt bei diesem Buch auch weg, was daran liegt das es 1. keine wirklichen Kapitel gibt und 2. es wären einfach zu viele zum Aufzählen. Die Überschriften über den einzelnen Abschnitten sind dick gedruckt und bestehen jeweils aus Datum und Absender. Somit lässt sich die Handlung auch sehr gut verfolgen, dies ist auch nötig, da es ohne diese Angaben für den Leser relativ schwer wäre, die einzelnen Textabschnitte zuzuordnen. Wie oben schon angedeutet, wird die Handlung nicht in einem Fließtext erzählt, sondern in einer Art Dialog der beiden Hauptpersonen. Diese schreiben sich Briefe, Mails und SMS, welche der Leser dann lesen kann. Eine für mich völlig neue Art der Erzählung, die mich persönlich auch leider nicht ganz mitreißen konnte. Zwar kann man das Buch so jederzeit aus der Hand legen und später weiterlesen, jedoch haben die Abschnitte meinen Lesefluss erheblich gestört. Auch die Thematik die im Buch aufgegriffen wird, habe ich schon des öfteren zu lesen bekommen. Zwei Frauen, die sich in ihrer alten Beziehung nicht mehr wohlfühlen, lernen jemand neuen kennen. So lässt die Thematik sich kurz zusammenfassen. Dabei gehen beide Hauptcharaktere unterschiedlich mit der Situation um, was der Leser auch an der Konversation bzw. den Ratschlägen erkennen kann.

Cover: Die Grundfarbe des Covers ist blau. Lediglich der Buchrücken hebt sich mit seiner gelben Farbe ab. Das Cover ist beim Befühlen leicht geriffelt. Auf der Vorderseite sind neben Autor und Titel, auch noch 4 Blumen abgebildet. Diese lassen Platz für Interpretationen im Zusammenhang auf den Inhalt des Buches. Auch der Titel des Buches steht im direkten Zusammenhang zum Inhalt.

Fazit: Mich konnte das Buch leider nicht wirklich überzeugen. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich es als Mann gelesen habe, weshalb ich mich ein wenig zurückhalte bei der Wertung. Die ungewöhnliche Erzählform, die der Autor gewählt hat, konnte auch an diesem Eindruck nichts ändern. Für alle, die sich jedoch einen eigenen Eindruck verschaffen wollen, sollten sich das Buch zulegen. Gerade bei einem Preis von knapp 9 Euro kann man nicht meckern. Von mir gibt es 3/4 Sterne.

Klappentext: Katharina und Marie, beide Anfang 30, sind seit Ewigkeiten beste Freudinnen, wenn sie auch mittlerweile in entgegengesetzten Ecken des Landes wohnen. Also schreiben sie sich. Briefe, SMS und vor allem Mails, und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Denn obwohl sie eigentlich glücklich verheiratet sind, bleibt der große Zweifel: War’s das jetzt schon? Ist das wirklich der Mann für den Rest des Lebens? Dann passiert allen beiden der Beziehungs-GAU: Sie verlieben sich fremd, Katharina in Karsten und Marie in Tom. Und in ihrem Leben bricht das Chaos aus: bleiben oder gehen? Die kleine, wohlvertraute Alltagsödnis – oder der große Sprung in einen ungewissenen Traum? (Quelle: Goldmann)

Autor: Tine Ratig, Hannah Wilhelm
Titel: Katharina, Marie und ihre vier Männer
Verlag: Goldmann
Genre: Roman
Seiten: 256
Preis: 8,99
ISBN: 978-3-442-48414-0

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Flohs avatar

Rezension zu "Katharina, Marie und ihre vier Männer" von Tine Ratig

Dreiecksbeziehung kann jeder Frauenroman, dieses Buch macht es anders!
Flohvor 2 Jahren

Vorweg möchte ich zunächst sagen, dass ich im Eigentlichen gar keine Leserin von Romanen, Frauenromanen, Herzschmerz oder Liebesromanen bin. Doch hier bei diesem Buch, mit dem vielversprechenden Titel und dem bezaubernden Cover, wurde ich unaufhaltsam neugierig. Autorin Tine Ratig und Autorin Hannah Wilhelm haben mit ihrem Titel "Katharina, Marie und ihre vier Männer" und mit ihrer gewählten Thematik mein Thrillerherz erweicht und mich neugierig gemacht. Ein Briefroman, mal was ganz neues. Eine perfekt abgestimmte und wohl dosierte Mischung aus Humor, Charakterstudien, Schicksal, Verbundenheit, Liebe, Drama, Hoffnung, Angst, Leid, Stärke, Mut und Kurzweil. Vereint zu einem bezaubernden Roman, der jeden Bücherfreund und jede Bücherfreundin erreicht und erhellt.
Erschienen im Goldmann Verlag (https://www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd)

Zum Inhalt:
"Katharina und Marie, beide Anfang 30, sind seit Ewigkeiten beste Freudinnen, wenn sie auch mittlerweile in entgegengesetzten Ecken des Landes wohnen. Also schreiben sie sich. Briefe, SMS und vor allem Mails, und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Denn obwohl sie eigentlich glücklich verheiratet sind, bleibt der große Zweifel: War’s das jetzt schon? Ist das wirklich der Mann für den Rest des Lebens? Dann passiert allen beiden der Beziehungs-GAU: Sie verlieben sich fremd, Katharina in Karsten und Marie in Tom. Und in ihrem Leben bricht das Chaos aus: bleiben oder gehen? Die kleine, wohlvertraute Alltagsödnis – oder der große Sprung in einen ungewissenen Traum?"

Zur Handlung / darum geht´s:
Marie und Katharina sind gefühlt zeit ihres Lebens beste Freundinnen. Ihre Freundschaft führen sie auf eine Art Fernbeziehung, da sie mittlerweile ziemlich weit voneinander entfernt wohnen. Doch durch Brief, eMail, SMS und Co bleiben sie ständig in Kontakt, vertrauen sich gegenseitig Dinge an, beraten sich, lästern wie gewohnt, plaudern und ziehen manchmal über ihre Männer her. Beide sind Anfang 30, verheiratet und glauben an die 15:85 Männer-Theorie. Überrascht sind beide Frauen zu hören, dass jeweils die andere beste Freundin sich auch neu verliebt hat. Marie verliebt sich auf der Arbeit in den charmanten und zuvorkommenden Tom und findet bei ihm, dass was sie bei ihrem Mann immer so vermisst hat. Katharina und Carsten scheinen ebenfalls gut zueinander zu passen. Auch Carsten scheint ein Familienmensch zu sein. Familie, dass was sich Katharina so sehr wünscht… Werden die beiden Frauen für ihre Ehen kämpfen, oder werden sie sich in ein Abenteuer stürzen? Ein Frauenroman, der einfach mal auf ganz anderen Schuhen dahergestöckelt kommt, Beinahe ausschließlich aus Briefwechsel und Dialogen zusammengestellt. Trotzdem lückenlos und mit einem Ende, welches Raum für die Vorstellungskraft des Lesers bietet.

Schreibstil:
Zwei Autorinnen, zwei im Buch beschriebene Freundinnen, zwei Doppelbeziehungen und eine einzige Freundschaft. Das klingt doch verlockend und unterhaltsam. Das ist es auch. Die beiden Autorinnen bilden ein perfektes Team. Sie harmonisieren perfekt zusammen und man würde dem Fluss des Romans nicht entnehmen, dass zwei Federn an einem Buch gefeilt und geschrieben haben. Das verdient doch einen Extrastern. Der Schreibstil ist locker, luftig, leicht. Ein typischer Sommer-Wohlfühlroman für Zwischendurch. Da die beiden Frauen, Katharina und Marie, durch Schriftwechsel kommunizieren, bereitet das lesen einen lockeren und bodenständigen Alltagston vor. Manchmal habe ich mich ertappt, wie ich schon vorweg mein eigenes Antwortschreiben verfasst habe um auf Katharinas oder Maries Nachrichten und Briefe zu Antworten. Beide Autorinnen kommen wie aus einem Guss daher, und doch besitzen sie zwei unterschiedliche Charaktereigenschaften, die man als feine Noten aus den Dialogen herauslesen kann.

Ich sollte vielleicht nochmals erwähnen, dass ich in der Regel gar keine Romanleserin bin und eher zu Krimi und Thriller tendiere. Doch dieser Sommer gehört bei mir definitiv den Unterhaltung-, Liebes- und Frauenromanen. Dieses Buch ist sehr locker und unaufgeregt geschrieben und lässt sich prima im Alltag mal eben so weglesen. Erfrischend, herzlich und einfach mal anders. Trotz aller Marktüberflutung in diesem Genre ist es diesen beiden sympathischen Autorinnen Tine Ratig und Hannah Wilhelm gelungen, einen Wiedererkennungswert zu besitzen und diesen auch überzeugend und authentisch in ihrem Buch vorzustellen. Sie haben eine wundervolle Gratwanderung aus bitterer Realität und hoffnungsvollen Gedanken erschaffen, die die Leser ganz nahe an das Buch bindet und sie mitnimmt und zum Beobachter werden lässt.

Charaktere:
Die Charaktere sind hier von ganz besonderer und gegensätzlicher Natur, genau wie die packenden Hürden und Schicksale, die sie erleben und durchlaufen. Durch ihre vertraute Freundschaft und den ehrlichen Briefwechsel lernen wir Marie und Katharina ganz besonders intensiv kennen. Ihre Gedanken, ihre Art, ihre Träume… Katharina ist ein Familienmensch und sieht sich mit Anfang 30 auch genau im passenden Alter um an Nachwuchs zu denken. Eigentlich schon sehr lange… Doch ihr Mann, den sie wirklich von Herzen liebt, vertröstet sie immer wieder aufs Neue und zögert das Familienglück hinaus. Katharina wird unzufrieden und beginnt eine Affäre mit Carsten. Carsten scheint genau die gleichen Lebensziele zu besitzen wie sie…. Marie fühlt sich von ihrem wortkargen Mann oft zurückgestellt und missverstanden. Ihr fehlt es an Tiefe und Leidenschaft. Immer öfters ertappt sie sich dabei, wie sehr sie sich zu Tom hingezogen fühlt, den sie auf der Arbeit kennenlernt… Wer von den beiden sich für welche Beziehung entscheiden wird und wie auch das Einfluss auf diese Freundschaft nimmt, dass müsst ihr schon selbst erlesen! Viel Spaß dabei…

Die Autorinnen haben zwei Frauen gewählt, die genau in meinem Alter sind. Dadurch habe ich gleich Sympathien entwickelt und Parallelen festgestellt. Doch vieles, was die beiden umtreibt blieb mir bisher zum Glück erspart. Die beiden Autorinnen haben es geschafft, mit einer überschaubaren Anzahl von Charakteren, für jeden Leser (? Na das wär ja mal was…) oder Leserin mindestens einen Sympathieträger zu platzieren.

Meinung:
"Katharina, Marie & ihre vier Männer". Dieser Titel deutet ja bereits darauf hin, dass sich in dieser Geschichte um ein Liebeschaos handeln könnte. Und genau das erwartet uns auch hier. Gefühlschaos, Pleiten, Pech und Pannen, Tränen, Humor, Entscheidungen, Gespräche, Verletzheit, Sehnsüchte, Träume und Hoffnungen. Das Buch ist für mich nicht leicht zu bewerten. Liebesromane und Co sind einfach noch nicht mein Genre-Alltag und oft schrecke ich bei zu viel Kitsch und Klischee zurück. Chick-Lit mag ich nur bedingt und ein reiner Roman aus Briefwechseln ist mir auch so noch nicht untergekommen. Vieles, was dieses Buch ausmacht ist etwas, was mich eher weniger anspricht. Ich denke, es ist super gemacht und wunderbar umgesetzt. Dass, was Leser dieses Genres suchen und erfahren wollen. Meinen persönlichen Geschmack traf es leider nicht ganz. Die Idee der beiden Autorinnen, sich einfach mal ein neues Stilmittel einfallen zu lassen, finde ich mutig und verdient mein Lob. Ein Schwachpunkt ist für mich auch das recht offene Ende. Hier darf sich der neugierige Leser selbst etwas ausmalen. Das finde ich etwas zu gewagt, denn man hätte doch bitteschön auf ein gegebenes Ende hoffen können, oder? Großartig fand ich, dass sich die beiden Freundinnen in meinem Alter befinden und auch wie ich verheiratet sind. Zum Glück kann ich nicht alle Miseren mit den beiden teilen, habe aber hier und da tatsächlich Gemeinsamkeiten gefunden und könnte mir Katharina, als auch Marie als Freundin sehr gut vorstellen.

Die beiden Autorinnen:
„Tine Ratig, 32, war auf der Deutschen Journalistenschule in München und hat an der LMU Diplom-Journalistik und Biologie studiert. Sie arbeitet als Redakteurin und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern in München.“
„Hannah Wilhelm, 36, arbeitet als Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung in München und lebt mit zwei eigenen und zwei geliehenen Söhnen im Voralpenland. Sie hat die Deutsche Journalistenschule in München besucht, an der LMU Diplom-Journalistik studiert und in Kommunikationswissenschaften promoviert.“


Cover:
Das Cover ist so sommerlich frisch wie der ganze Roman. Leicht, locker und ungezwungen. Das passt. Die riffelige Haptik des Covers hebt sich von der Masse ab und sticht hervor.

Fazit:
Leider kein Buch, was für mich geschrieben wurde. Es ist ein netter Roman, der wunderbar gemacht ist und viele Stärken besitzt und für Liebesromanleser ein Highlight werden könnte. 3 differenzierte Sterne von mir!

Kommentare: 1
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lisa1997s avatar

Rezension zu "Katharina, Marie und ihre vier Männer" von Tine Ratig

4 Männer? Das kann nicht gut gehen
lisa1997vor 2 Jahren

Die Idee fand ich interessant, da ich zuvor kein Buch mit dieser Thematik gelesen habe. Für mich war es außerdem sehr schön zu merken, wie sich die 2 Freundinnen gegenseitig den Rücken freihalten und gegenseitig helfen.



Wie schon oben erwähnt, hatte ich mehr Sympathie für die Geschichte von Marie als von Katharina. Dies hat den Grund, dass sich mehr in der Geschichte von Marie ändern würde, als ihr eigentlich ich lieb ist. Aber auch Katharinas Geschichte fand ich sehr schön.


Nun komme ich zum Schreibstil. Dieses Buch glänzt durch einen – wie soll ich sagen – außergewöhnlichen Schreibstil. Meist befindet sich der Leser in einer Außenseiterrolle, in der er die Geschichte von außen verfolgen kann. Hier allerdings ist man praktisch mittendrin, denn man liest nur eine schriftliche Konversation mithilfe von E-Mails, Briefen oder Textnachrichten via Handy. Das ist sozusagen der USP der Geschichte. Das fand ich ehrlich gesagt schön, denn man hat hier eine Abwechslung und zweitens ist man praktisch mittendrin.



Das Ende fand ich gut, wobei ich es nicht so erwartet hätte. Ich möchte wiederum nicht zu viel verraten, aber es hat mich verwundert.



Ein gelungenes Buch.

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