Tine Ratig , Hannah Wilhelm Katharina, Marie und ihre vier Männer

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Inhaltsangabe zu „Katharina, Marie und ihre vier Männer“ von Tine Ratig

Katharina und Marie, beide Anfang 30, sind seit Ewigkeiten beste Freudinnen, wenn sie auch mittlerweile in entgegengesetzten Ecken des Landes wohnen. Also schreiben sie sich. Briefe, SMS und vor allem Mails, und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Denn obwohl sie eigentlich glücklich verheiratet sind, bleibt der große Zweifel: War’s das jetzt schon? Ist das wirklich der Mann für den Rest des Lebens? Dann passiert allen beiden der Beziehungs-GAU: Sie verlieben sich fremd, Katharina in Karsten und Marie in Tom. Und in ihrem Leben bricht das Chaos aus: bleiben oder gehen? Die kleine, wohlvertraute Alltagsödnis – oder der große Sprung in einen ungewissenen Traum?

Ein Frauenroman, der sich mal ganz anders präsentiert. Rein aus Briefen und Schriftwechseln wird dieses Beziehungschaos erzählt.

— Floh
Floh

Coole Geschichte mit einem etwas anderen Schreibstil

— lisa1997
lisa1997

Fragwürdige Protagonisten, dennoch ein unterhaltsames Buch.

— HappySteffi
HappySteffi

Zwei Frauen und das Gefühlschaos

— KristinSchoellkopf
KristinSchoellkopf

[3,5 *] Eine nette Story, mit mehr tiefere Auseinandersetzung der Thematik als gedacht, manchmal etwas sexistisch, was mir nicht gefällt..

— TheLastUnicorn_
TheLastUnicorn_

Keine Geschichte für Moralapostel, dafür für Verliebte, Verheiratete, Unzufriedene, Verlassene, einfach für alle Frauen.

— Bücherfüllhorn-Blog
Bücherfüllhorn-Blog

Gute Ideen, tolle Charaktere, dennoch konnte mich der Roman leider nicht ganz überzeugen.

— Jashrin
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  • Katharina, Marie und ihre vier Männer

    Katharina, Marie und ihre vier Männer
    Wurm200

    Wurm200

    03. December 2016 um 18:18

    Tine Ratig, Hannah Wilhelm Katharina, Marie und ihre vier Männer Goldmann Autor: Tine Ratig, 32, war auf der Deutschen Journalistenschule in München und hat an der LMU Diplom-Journalistik und Biologie studiert. Sie arbeitet als Redakteurin und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern in München. (Quelle: Goldmann) Hannah Wilhelm, 36, arbeitet als Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung in München und lebt mit zwei eigenen und zwei geliehenen Söhnen im Voralpenland. Sie hat die Deutsche Journalistenschule in München besucht, an der LMU Diplom-Journalistik studiert und in Kommunikationswissenschaften promoviert. (Quelle: Goldmann) Die Inhaltsangabe gestaltet sich bei diesem Buch etwas schwieriger als sonst, was daran liegt das dieses Buch die Handlung auch auf eine andere Art und Weise erzählt, als es normalerweise der Fall wäre. Aus diesem Grund lasse ich die Inhaltsangabe diesmal auch weg und beginne sofort mit meiner Meinung. Die Angabe der Kapitel fällt bei diesem Buch auch weg, was daran liegt das es 1. keine wirklichen Kapitel gibt und 2. es wären einfach zu viele zum Aufzählen. Die Überschriften über den einzelnen Abschnitten sind dick gedruckt und bestehen jeweils aus Datum und Absender. Somit lässt sich die Handlung auch sehr gut verfolgen, dies ist auch nötig, da es ohne diese Angaben für den Leser relativ schwer wäre, die einzelnen Textabschnitte zuzuordnen. Wie oben schon angedeutet, wird die Handlung nicht in einem Fließtext erzählt, sondern in einer Art Dialog der beiden Hauptpersonen. Diese schreiben sich Briefe, Mails und SMS, welche der Leser dann lesen kann. Eine für mich völlig neue Art der Erzählung, die mich persönlich auch leider nicht ganz mitreißen konnte. Zwar kann man das Buch so jederzeit aus der Hand legen und später weiterlesen, jedoch haben die Abschnitte meinen Lesefluss erheblich gestört. Auch die Thematik die im Buch aufgegriffen wird, habe ich schon des öfteren zu lesen bekommen. Zwei Frauen, die sich in ihrer alten Beziehung nicht mehr wohlfühlen, lernen jemand neuen kennen. So lässt die Thematik sich kurz zusammenfassen. Dabei gehen beide Hauptcharaktere unterschiedlich mit der Situation um, was der Leser auch an der Konversation bzw. den Ratschlägen erkennen kann. Cover: Die Grundfarbe des Covers ist blau. Lediglich der Buchrücken hebt sich mit seiner gelben Farbe ab. Das Cover ist beim Befühlen leicht geriffelt. Auf der Vorderseite sind neben Autor und Titel, auch noch 4 Blumen abgebildet. Diese lassen Platz für Interpretationen im Zusammenhang auf den Inhalt des Buches. Auch der Titel des Buches steht im direkten Zusammenhang zum Inhalt. Fazit: Mich konnte das Buch leider nicht wirklich überzeugen. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich es als Mann gelesen habe, weshalb ich mich ein wenig zurückhalte bei der Wertung. Die ungewöhnliche Erzählform, die der Autor gewählt hat, konnte auch an diesem Eindruck nichts ändern. Für alle, die sich jedoch einen eigenen Eindruck verschaffen wollen, sollten sich das Buch zulegen. Gerade bei einem Preis von knapp 9 Euro kann man nicht meckern. Von mir gibt es 3/4 Sterne. Klappentext: Katharina und Marie, beide Anfang 30, sind seit Ewigkeiten beste Freudinnen, wenn sie auch mittlerweile in entgegengesetzten Ecken des Landes wohnen. Also schreiben sie sich. Briefe, SMS und vor allem Mails, und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Denn obwohl sie eigentlich glücklich verheiratet sind, bleibt der große Zweifel: War’s das jetzt schon? Ist das wirklich der Mann für den Rest des Lebens? Dann passiert allen beiden der Beziehungs-GAU: Sie verlieben sich fremd, Katharina in Karsten und Marie in Tom. Und in ihrem Leben bricht das Chaos aus: bleiben oder gehen? Die kleine, wohlvertraute Alltagsödnis – oder der große Sprung in einen ungewissenen Traum? (Quelle: Goldmann) Autor: Tine Ratig, Hannah Wilhelm Titel: Katharina, Marie und ihre vier Männer Verlag: Goldmann Genre: Roman Seiten: 256 Preis: 8,99 ISBN: 978-3-442-48414-0http://wurm200.blogspot.de/

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  • Dreiecksbeziehung kann jeder Frauenroman, dieses Buch macht es anders!

    Katharina, Marie und ihre vier Männer
    Floh

    Floh

    19. September 2016 um 02:29

    Vorweg möchte ich zunächst sagen, dass ich im Eigentlichen gar keine Leserin von Romanen, Frauenromanen, Herzschmerz oder Liebesromanen bin. Doch hier bei diesem Buch, mit dem vielversprechenden Titel und dem bezaubernden Cover, wurde ich unaufhaltsam neugierig. Autorin Tine Ratig und Autorin Hannah Wilhelm haben mit ihrem Titel "Katharina, Marie und ihre vier Männer" und mit ihrer gewählten Thematik mein Thrillerherz erweicht und mich neugierig gemacht. Ein Briefroman, mal was ganz neues. Eine perfekt abgestimmte und wohl dosierte Mischung aus Humor, Charakterstudien, Schicksal, Verbundenheit, Liebe, Drama, Hoffnung, Angst, Leid, Stärke, Mut und Kurzweil. Vereint zu einem bezaubernden Roman, der jeden Bücherfreund und jede Bücherfreundin erreicht und erhellt. Erschienen im Goldmann Verlag (https://www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd)Zum Inhalt:"Katharina und Marie, beide Anfang 30, sind seit Ewigkeiten beste Freudinnen, wenn sie auch mittlerweile in entgegengesetzten Ecken des Landes wohnen. Also schreiben sie sich. Briefe, SMS und vor allem Mails, und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Denn obwohl sie eigentlich glücklich verheiratet sind, bleibt der große Zweifel: War’s das jetzt schon? Ist das wirklich der Mann für den Rest des Lebens? Dann passiert allen beiden der Beziehungs-GAU: Sie verlieben sich fremd, Katharina in Karsten und Marie in Tom. Und in ihrem Leben bricht das Chaos aus: bleiben oder gehen? Die kleine, wohlvertraute Alltagsödnis – oder der große Sprung in einen ungewissenen Traum?"Zur Handlung / darum geht´s:Marie und Katharina sind gefühlt zeit ihres Lebens beste Freundinnen. Ihre Freundschaft führen sie auf eine Art Fernbeziehung, da sie mittlerweile ziemlich weit voneinander entfernt wohnen. Doch durch Brief, eMail, SMS und Co bleiben sie ständig in Kontakt, vertrauen sich gegenseitig Dinge an, beraten sich, lästern wie gewohnt, plaudern und ziehen manchmal über ihre Männer her. Beide sind Anfang 30, verheiratet und glauben an die 15:85 Männer-Theorie. Überrascht sind beide Frauen zu hören, dass jeweils die andere beste Freundin sich auch neu verliebt hat. Marie verliebt sich auf der Arbeit in den charmanten und zuvorkommenden Tom und findet bei ihm, dass was sie bei ihrem Mann immer so vermisst hat. Katharina und Carsten scheinen ebenfalls gut zueinander zu passen. Auch Carsten scheint ein Familienmensch zu sein. Familie, dass was sich Katharina so sehr wünscht… Werden die beiden Frauen für ihre Ehen kämpfen, oder werden sie sich in ein Abenteuer stürzen? Ein Frauenroman, der einfach mal auf ganz anderen Schuhen dahergestöckelt kommt, Beinahe ausschließlich aus Briefwechsel und Dialogen zusammengestellt. Trotzdem lückenlos und mit einem Ende, welches Raum für die Vorstellungskraft des Lesers bietet. Schreibstil:Zwei Autorinnen, zwei im Buch beschriebene Freundinnen, zwei Doppelbeziehungen und eine einzige Freundschaft. Das klingt doch verlockend und unterhaltsam. Das ist es auch. Die beiden Autorinnen bilden ein perfektes Team. Sie harmonisieren perfekt zusammen und man würde dem Fluss des Romans nicht entnehmen, dass zwei Federn an einem Buch gefeilt und geschrieben haben. Das verdient doch einen Extrastern. Der Schreibstil ist locker, luftig, leicht. Ein typischer Sommer-Wohlfühlroman für Zwischendurch. Da die beiden Frauen, Katharina und Marie, durch Schriftwechsel kommunizieren, bereitet das lesen einen lockeren und bodenständigen Alltagston vor. Manchmal habe ich mich ertappt, wie ich schon vorweg mein eigenes Antwortschreiben verfasst habe um auf Katharinas oder Maries Nachrichten und Briefe zu Antworten. Beide Autorinnen kommen wie aus einem Guss daher, und doch besitzen sie zwei unterschiedliche Charaktereigenschaften, die man als feine Noten aus den Dialogen herauslesen kann.Ich sollte vielleicht nochmals erwähnen, dass ich in der Regel gar keine Romanleserin bin und eher zu Krimi und Thriller tendiere. Doch dieser Sommer gehört bei mir definitiv den Unterhaltung-, Liebes- und Frauenromanen. Dieses Buch ist sehr locker und unaufgeregt geschrieben und lässt sich prima im Alltag mal eben so weglesen. Erfrischend, herzlich und einfach mal anders. Trotz aller Marktüberflutung in diesem Genre ist es diesen beiden sympathischen Autorinnen Tine Ratig und Hannah Wilhelm gelungen, einen Wiedererkennungswert zu besitzen und diesen auch überzeugend und authentisch in ihrem Buch vorzustellen. Sie haben eine wundervolle Gratwanderung aus bitterer Realität und hoffnungsvollen Gedanken erschaffen, die die Leser ganz nahe an das Buch bindet und sie mitnimmt und zum Beobachter werden lässt.Charaktere:Die Charaktere sind hier von ganz besonderer und gegensätzlicher Natur, genau wie die packenden Hürden und Schicksale, die sie erleben und durchlaufen. Durch ihre vertraute Freundschaft und den ehrlichen Briefwechsel lernen wir Marie und Katharina ganz besonders intensiv kennen. Ihre Gedanken, ihre Art, ihre Träume… Katharina ist ein Familienmensch und sieht sich mit Anfang 30 auch genau im passenden Alter um an Nachwuchs zu denken. Eigentlich schon sehr lange… Doch ihr Mann, den sie wirklich von Herzen liebt, vertröstet sie immer wieder aufs Neue und zögert das Familienglück hinaus. Katharina wird unzufrieden und beginnt eine Affäre mit Carsten. Carsten scheint genau die gleichen Lebensziele zu besitzen wie sie…. Marie fühlt sich von ihrem wortkargen Mann oft zurückgestellt und missverstanden. Ihr fehlt es an Tiefe und Leidenschaft. Immer öfters ertappt sie sich dabei, wie sehr sie sich zu Tom hingezogen fühlt, den sie auf der Arbeit kennenlernt… Wer von den beiden sich für welche Beziehung entscheiden wird und wie auch das Einfluss auf diese Freundschaft nimmt, dass müsst ihr schon selbst erlesen! Viel Spaß dabei… Die Autorinnen haben zwei Frauen gewählt, die genau in meinem Alter sind. Dadurch habe ich gleich Sympathien entwickelt und Parallelen festgestellt. Doch vieles, was die beiden umtreibt blieb mir bisher zum Glück erspart. Die beiden Autorinnen haben es geschafft, mit einer überschaubaren Anzahl von Charakteren, für jeden Leser (? Na das wär ja mal was…) oder Leserin mindestens einen Sympathieträger zu platzieren. Meinung:"Katharina, Marie & ihre vier Männer". Dieser Titel deutet ja bereits darauf hin, dass sich in dieser Geschichte um ein Liebeschaos handeln könnte. Und genau das erwartet uns auch hier. Gefühlschaos, Pleiten, Pech und Pannen, Tränen, Humor, Entscheidungen, Gespräche, Verletzheit, Sehnsüchte, Träume und Hoffnungen. Das Buch ist für mich nicht leicht zu bewerten. Liebesromane und Co sind einfach noch nicht mein Genre-Alltag und oft schrecke ich bei zu viel Kitsch und Klischee zurück. Chick-Lit mag ich nur bedingt und ein reiner Roman aus Briefwechseln ist mir auch so noch nicht untergekommen. Vieles, was dieses Buch ausmacht ist etwas, was mich eher weniger anspricht. Ich denke, es ist super gemacht und wunderbar umgesetzt. Dass, was Leser dieses Genres suchen und erfahren wollen. Meinen persönlichen Geschmack traf es leider nicht ganz. Die Idee der beiden Autorinnen, sich einfach mal ein neues Stilmittel einfallen zu lassen, finde ich mutig und verdient mein Lob. Ein Schwachpunkt ist für mich auch das recht offene Ende. Hier darf sich der neugierige Leser selbst etwas ausmalen. Das finde ich etwas zu gewagt, denn man hätte doch bitteschön auf ein gegebenes Ende hoffen können, oder? Großartig fand ich, dass sich die beiden Freundinnen in meinem Alter befinden und auch wie ich verheiratet sind. Zum Glück kann ich nicht alle Miseren mit den beiden teilen, habe aber hier und da tatsächlich Gemeinsamkeiten gefunden und könnte mir Katharina, als auch Marie als Freundin sehr gut vorstellen. Die beiden Autorinnen:„Tine Ratig, 32, war auf der Deutschen Journalistenschule in München und hat an der LMU Diplom-Journalistik und Biologie studiert. Sie arbeitet als Redakteurin und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern in München.“„Hannah Wilhelm, 36, arbeitet als Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung in München und lebt mit zwei eigenen und zwei geliehenen Söhnen im Voralpenland. Sie hat die Deutsche Journalistenschule in München besucht, an der LMU Diplom-Journalistik studiert und in Kommunikationswissenschaften promoviert.“Cover:Das Cover ist so sommerlich frisch wie der ganze Roman. Leicht, locker und ungezwungen. Das passt. Die riffelige Haptik des Covers hebt sich von der Masse ab und sticht hervor. Fazit:Leider kein Buch, was für mich geschrieben wurde. Es ist ein netter Roman, der wunderbar gemacht ist und viele Stärken besitzt und für Liebesromanleser ein Highlight werden könnte. 3 differenzierte Sterne von mir!

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    • 2
  • 4 Männer? Das kann nicht gut gehen

    Katharina, Marie und ihre vier Männer
    lisa1997

    lisa1997

    09. September 2016 um 08:22

    Die Idee fand ich interessant, da ich zuvor kein Buch mit dieser Thematik gelesen habe. Für mich war es außerdem sehr schön zu merken, wie sich die 2 Freundinnen gegenseitig den Rücken freihalten und gegenseitig helfen. Wie schon oben erwähnt, hatte ich mehr Sympathie für die Geschichte von Marie als von Katharina. Dies hat den Grund, dass sich mehr in der Geschichte von Marie ändern würde, als ihr eigentlich ich lieb ist. Aber auch Katharinas Geschichte fand ich sehr schön. Nun komme ich zum Schreibstil. Dieses Buch glänzt durch einen – wie soll ich sagen – außergewöhnlichen Schreibstil. Meist befindet sich der Leser in einer Außenseiterrolle, in der er die Geschichte von außen verfolgen kann. Hier allerdings ist man praktisch mittendrin, denn man liest nur eine schriftliche Konversation mithilfe von E-Mails, Briefen oder Textnachrichten via Handy. Das ist sozusagen der USP der Geschichte. Das fand ich ehrlich gesagt schön, denn man hat hier eine Abwechslung und zweitens ist man praktisch mittendrin. Das Ende fand ich gut, wobei ich es nicht so erwartet hätte. Ich möchte wiederum nicht zu viel verraten, aber es hat mich verwundert.Ein gelungenes Buch.

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  • Fragwürdige Protagonisten, dennoch ein unterhaltsames Buch

    Katharina, Marie und ihre vier Männer
    HappySteffi

    HappySteffi

    04. September 2016 um 17:22

    Taschenbuch: 256 SeitenVerlag: Goldmann Verlag Erscheinungstermin: 15. August 2016ISBN-10: 3442484146KlappentextKatharina und Marie, beide Anfang 30, sind seit Ewigkeiten beste Freudinnen, wenn sie auch mittlerweile in entgegengesetzten Ecken des Landes wohnen. Also schreiben sie sich. Briefe, SMS und vor allem Mails, und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Denn obwohl sie eigentlich glücklich verheiratet sind, bleibt der große Zweifel: War’s das jetzt schon? Ist das wirklich der Mann für den Rest des Lebens? Dann passiert allen beiden der Beziehungs-GAU: Sie verlieben sich fremd, Katharina in Karsten und Marie in Tom. Und in ihrem Leben bricht das Chaos aus: bleiben oder gehen? Die kleine, wohlvertraute Alltagsödnis – oder der große Sprung in einen ungewissenen Traum? AutorTine Ratig, 32, war auf der Deutschen Journalistenschule in München und hat an der LMU Diplom-Journalistik und Biologie studiert. Sie arbeitet als Redakteurin und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern in München.Hannah Wilhelm, 36, arbeitet als Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung in München und lebt mit zwei eigenen und zwei geliehenen Söhnen im Voralpenland. Sie hat die Deutsche Journalistenschule in München besucht, an der LMU Diplom-Journalistik studiert und in Kommunikationswissenschaften promoviert. CoverDas Cover hat auf mich keinen großen Anziehungspunkt. Es ist schön, sagt aber leider nicht so viel über den Inhalt aus, wie ich finde. Hingegen ist die Haptik besonders und das sagt mir sehr zu. Die Oberfläche ist gekreppt, fühlt sich ein wenig an wie feines Wellpapier und sticht so aus der Menge der Bücher hervor. MeinungIch habe mir noch nie eine fremde E-Mail-Unterhaltung durchgelesen, aber jetzt bekomme ich einen Eindruck davon, wie das sein muss. Den Gedanken daran, ein Buch in der Form eines elektronischen Briefwechsels zu lesen fand ich wirklich spannend. Das war mal was neues, was ich bis dato nicht kannte. Um ehrlich zu sein ist mir der Einstieg aber schwerer gefallen, als ich dachte. Es gab viele Personen, die es einzuordnen galt und der relativ schnelle Perspektivenwechsel der beiden Freundinnen hat es mir nicht leichter gemacht. Aber einmal in der Geschichte angekommen und zurechtgefunden ist es ein Buch, das sich wie von selbst liest. Schnell kann man die Freundinnen auch anhand ihrer Wortwahl auseinander halten, der Unterschied in der Schreibweise der beiden ist gravierend. Und obwohl sie sich meiner moralischen Meinung nach nicht mit Ruhm bekleckern wirkt Katharina auf mich ein wenig sympathischer. Sie hat nicht dieses wehleidige und manchmal zu überstochene in ihren Worten was mir bei Marie negativ auffällt. Bis auf diese Kleinigkeit finde ich die Beziehung zwischen den Frauen gut gelungen. Sie sind ehrlich zueinander und zeigen sich auch Grenzen auf, werden zunehmend deutlicher, wenn es um bestimmte Dinge geht und nehmen kein Blatt vor den Mund. Sie wirken in ihrem Gespräch recht authentisch, da sie die Probleme immer von verschiedenen Seiten angehen um zu einer Lösung zu gelangen. Dabei dreht es sich zeitweise mehrfach um ein und die selbe Sache, was man aber aus Gesprächen mit der besten Freundin kennt. Authentizität erfährt man auch im Schreibstil der Autorinnen. Natürlich könnte die Wortwahl ausgewählter sein, aber wer von uns 30-Jähriegen schreibt oder spricht schon so, wenn man mit der besten Freundin kommuniziert? Aber kommen wir noch einmal zum moralischen Aspekt der Geschichte zurück: Marie und Katharina befinden sich in einer Art Lebenskrise. Sie wollen mehr vom Leben als das, was ihre Männer ihnen geben können. Doch anstatt mit ihnen zu reden, sich gegebenenfalls zu trennen, wenn es sie so unglücklich machen sie genau das Gegenteil. Sie verlieben sich in andere Männer, gehen fremd und obendrein machen sie ihre Männer dafür verantwortlich, weil diese nicht an der Krise leiden. Sprich, sie sind im großen und ganzen zufrieden mit ihrer Ehe. So interessant ich das Buch auch fand, so verständnislos stehe ich dem Verhalten der Protagonisten entgegen. Fazit„Katharina, Marie und ihre vier Männer“ ist ein Buch, das die Neugierde im Menschen anspricht. Man möchte wissen, wie es weiter geht, auch wenn man, wie es bei mir der Fall war, das Verhalten der Frauen nicht nachvollziehen kann. 

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  • Ein Frauenroman der etwas anderen Art

    Katharina, Marie und ihre vier Männer
    KristinSchoellkopf

    KristinSchoellkopf

    03. September 2016 um 14:07

    Ich habe mein Exemplar direkt von Viktoria Hahn von Literaturtest bekommen, vielen Dank!Das Cover des Romans erinnert mich an Sommer, Sonne, Leichtigkeit! :)Zu sehen sind vier Rosen verschiedener Farben, welche auf hellblauen Untergrund, welcher an eine Bank am Meer erinnert, liegen. Die Farbgebung, sowie die Aufmachung des Covers machen Lust darauf, sich auf den sonnigen Balkon zu setzen, mit einem Eiskaffee in der Hand und die Welt einfach Welt sein zu lassen.Zwei Frauen, die sich schreiben und zusammen die unmöglichsten Dinge aushecken, was könnte unterhaltsamer sein? Affären und ein Gefühlschaos, das sich immer mehr zuspitzt während die Frauen alles tun, um sich gegenseitig zu bestärken.Die beiden Protagonistinnen, Katharina und Marie, sind sehr sympathisch, allerdings auch etwas egoistisch. Sie setzen ihre Ehen aufs Spiel, um das Leben zu entdecken oder sich teilweise Probleme auch selbst einzureden.Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, was auch an der Darstellungsweise des Textes liegt. Der Roman ist in Brief- bzw. SMS-Form geschrieben, was es locker und schön zu lesen macht.Dieser Roman ist sowohl für Frauen, als auch Männer lesenswert, um die weibliche Psyche etwas besser zu verstehen. ;)Fazit"Katharina, Marie & ihre vier Männer" ist ein lesenswerter Roman, der den Leser sowohl unterhält, als auch zum Nachdenken anregt.

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  • Katharina, Marie und ihre vier Männer

    Katharina, Marie und ihre vier Männer
    Blaustern

    Blaustern

    02. September 2016 um 11:59

    Katharina und Marie sind seit Ewigkeiten beste Freundinnen. Nur sind sie jetzt meilenweit voneinander getrennt und können nur noch über Telefon, elektronischer Post oder SMS korrespondieren. Sie sind beide Anfang 30 und verheiratet, aber in ihren Ehen läuft es momentan nicht mehr so rund. Beide lernen sie neue Männer kennen, und die Liebe zu ihren Ehemännern scheint dahin. Gerade in dieser Situation brauchen sie einander noch mehr, und so entsteht ein komplexer Gefühlsaustausch, der hier in Form eines Briefromans zu lesen ist. Die Freundinnen befinden sich momentan beide im Chaos ihrer Gefühle, denn beide haben sich neu verliebt, obwohl sie verheiratet sind. Sie können froh sein, einander zu haben, wenn auch weit voneinander getrennt. So haben sie jemandem, dem sie ihr Geheimnis anvertrauen können und bei dem es auch eines bleibt. Sie brauchen einander, um die Ansicht des anderen dazu zu erfahren und auch für die gegenseitige Hilfe und moralische Unterstützung. Eine wunderbare Freundschaft verbindet die beiden, was sich aus all den Texten, die sie sich schreiben, herausliest, und schon allein das ist alles wert. Analysiert wird von allen Seiten und das stundenlang. So kommen des Öfteren Wiederholungen vor, die man vielleicht nicht gern noch einmal liest, aber doch so richtig authentisch wirken, denn wer kennt das nicht? Es ist interessant, dabei zu sein und dem Geschehen zu folgen an Tagen, an denen nichts weiter passiert und dann doch wieder etwas Unverhofftes, womit man gar nicht rechnet. Der Schreibstil ist leicht und schnell zu lesen.

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  • Dem Alltag entfliehen...

    Katharina, Marie und ihre vier Männer
    ChrischiD

    ChrischiD

    21. August 2016 um 18:55

    Katharina und Marie sind allerbeste Freundinnen, räumlich jedoch so weit voneinander getrennt, dass sie hauptsächlich per Mail oder SMS kommunizieren. Telefonate oder gar Treffen sind weitaus seltener, dabei hätten sie es gerade jetzt beide bitter nötig. Denn sie zweifeln in und an ihrer jeweiligen Ehe. Marie fühlt sich unverstanden, ihre Wünsche werden nicht berücksichtigt. Logische Konsequenz: Flucht. Katharina möchte die Familien- und Nachwuchsplanung endlich in die Praxis umsetzen, doch ihr Mann möchte dies lieber noch ein, zwei Jahre aufschieben. So bleibt den Freundinnen nur, sich gegenseitig auszutauschen, über ihre Ehemänner und andere Männer, die plötzlich in ihr Leben treten. Wird es zu schwerwiegenden Entscheidungen und unumkehrbaren Veränderungen kommen? Als Leser ist man hier einerseits ganz nah am Geschehen, andererseits meilenweit entfernt. Denn man verfolgt ausschließlich den Mail- und SMS-Verkehr der beiden Frauen. Somit ist man darauf angewiesen, dass sie einander alles erzählen und möglichst nichts aussparen. Denn einen Erzähler, der verpasste Ereignisse kurz zusammenfasst, gibt es nicht. Entsprechend lernt man auch nur Marie und Katharina besser kennen, jegliche Schilderung anderer Personen ist rein subjektiv zu betrachten und daher mit Vorsicht zu genießen. Mag dieser Aufbau zunächst gewöhnungsbedürftig anmuten, hat man sich doch recht schnell arrangiert und verfolgt gebannt den Verlauf der Gespräche. Dass es um Männer und die Probleme, die sie einem bereiten, gehen würde, ist im Vorhinein klar, die konkreten Ereignisse sind aber natürlich nicht in Gänze vorhersehbar. Gemeinsam mit den Freundinnen ist man schnell in einem Strudel der Gefühle gefangen. In der einen Minute ist man noch fröhlich, in der anderen richtiggehend betrübt. Sei es einfach nur der Darstellung geschuldet oder weil man ähnliche Situationen bereits selbst erlebt hat. Schön zu sehen ist aber, dass eine Freundschaft vieles überwinden kann und gleichzeitig enormen Halt, wenn nicht gar Auftrieb, gibt. Das ist fast schon wichtiger als die inhaltliche Frage nach der Zukunft der beiden Ehen, die mal mehr mal weniger Überraschungen zu bieten haben. Wie es auch im realen Leben ist, manches verläuft klischeehaft, mit anderem hätte man niemals gerechnet, wodurch die gesamte Handlung weitestgehend authentisch erscheint. Obwohl es zumeist gerade um Alltägliches geht, kann man mit Marie und Katharina dem eigenen Alltag entfliehen, dabei gemeinsam Lachen, Weinen und über Männer schimpfen – herrlich.

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  • Keine Geschichte für Moralapostel, dafür für Verliebte, Verheiratete, Unzufriedene, Verlassene ...

    Katharina, Marie und ihre vier Männer
    Bücherfüllhorn-Blog

    Bücherfüllhorn-Blog

    18. August 2016 um 19:36

    Am Anfang ist es etwas schwierig, an dem email-Brief-Wechsel der beiden Freundinnen teilzuhaben. Es dauerte, bis ich beide Freundinnen, die zwei Ehemänner und die zwei Liebhaber „sortiert“ hatte. Deswegen würde ich empfehlen, die Geschichte nicht in kurzen Etappen sondern am langen Stück zu lesen. Hat man sich erst mal eingelesen, liest es sich wie von selbst. Besonders gefiel mir die Ehrlichkeit zwischen den Freundinnen. Die beiden analysieren und sezieren ihre Beziehung, es werden Spekulationen und Mutmaßungen angestellt, alles wird von gefühlten hundert Perspektiven komplex betrachtet. Und genau so ist das auch im echten Leben unter Freundinnen (ich sage nur „stundenlange Telefonate“).   Keine Geschichte für Moralapostel, dafür für Verliebte, Verheiratete, Unzufriedene, Verlassene, für die die vielleicht gehen wollen aber sich noch nicht entschieden haben …   Noch kurz zum Titel und Inhaltsangabe, dieser wird der Thematik nicht gerecht, impliziert er doch eine einfache Chick-Lit Geschichte. Aber so „simpel“ ist der email-Briefwechsel nicht, auch wenn dieser sich einfach lesen lässt. Meine ausführliche Meinung findet ihr in meinem Bücherfüllhorn.   Zitat Seite 199: „Die Frage, wie und mit wem man sein Leben verbringen möchte, ist eine existenzielle. … Du und ich, wir stellen uns diese Frage seit Monaten so massiv.  … Ich sehe so viele Menschen um mich herum, die nicht hinterfragen, mit wem sie da sind. Die  einfach bleiben, aus Bequemlichkeit, aus Gewohnheit, aus Faulheit und auch manchmal auch, so vermute ich, um sich sein Leben lang über den Partner zu beschweren und ihm die Schuld für das verschwendete Leben geben zu können.“ Die Sterne-Bewertung fällt mir wie immer schwer. Ich schwanke zwischen drei und vier Sternen. Zum einen ist das Thema kein neues, und es gibt viele ähnliche Literatur. Auch die Briefwechsel Form gab es schon, und ebenfalls Texte als Email-Dialog. Zum anderen hat mir besonders die Ehrlichkeit der Frauen miteinander gefallen, alle bedenken, alle für und wider werden angesprochen. Ich könnte mir vorstellen, dass sich in dieser „Problem-Analyse“ viele Frauen wieder erkennen, die in stundenlangen Telefonaten verschiedenste Probleme von allen Seiten beleuchten. Ich jedenfalls erkenne mich wieder und vergebe deswegen vier Sterne.  

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  • Authentischer Briefroman, der überzeugen konnte

    Katharina, Marie und ihre vier Männer
    victoria1986

    victoria1986

    16. August 2016 um 10:12

    InhaltDa die beiden besten Freundinnen Katharina und Marie weit auseinander wohnen und sich nur selten sehen, schreiben sie sich so oft wie geht. Beide sind verheiratet, und so geht es in ihren Briefen meist um Männer und Beziehungen. Beide Freundinnen glauben an die Theorie vom 15-Prozent-Mann. Diese besagt, dass ein Mann 85 Prozent von dessen abdeckt und befriedigt, was uns wichtig ist. Und die restlichen 15 Prozent? Sowohl Katharina als auch Marie verlieben sich fremd. Und beide müssen herausfinden, was und wen sie wirklich wollen...RezensionDer Schreibstil der beiden Autorinnen ist locker, flüssig und sehr angenehm und schnell zu lesen. Der Roman besteht ausschließlich aus dem Schriftwechsel der beiden Freundinnen, ist also ein Briefroman. Die Freundinnen schreiben sich meist abwechselnd Briefe bzw. Mails und SMS.Katharina und Marie sind beide Anfang 30 und verheiratet. Schon seit einer gefühlten Ewigkeit sind sie Freundinnen. Auch ihre Männer verstehen sich gut miteinander. Natürlich vertrauen sich die beiden Frauen alles an. So erzählen sie sich, dass die jeweils andere sich neu verliebt hat. Katharina in Carsten und Marie in Tom. Damit beginnen neue, schwere und aufregende Zeiten für die beiden. Während die eine um ihre Ehe kämpft, wird der anderen schnell klar, dass die neue Liebe mehr ist als nur ein Flirt. Die Freundschaft der beiden beiden Frauen ist sehr authentisch dargestellt. Sie vertrauen sich alles an und haben keine Geheimnisse miteinander. Sie können sich gegenseitig die Meinung sagen und geben einander Ratschläge. Den Autorinnen ist es sehr gut gelungen, das Gefühlschaos der beiden Freundinnen darzustellen. Beide müssen sich immer wieder fragen, was sie wirklich wollen- vom Leben und ihren Männern. Sie treffen Entscheidungen und müssen mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben. Dieser Roman ist sehr interessant umgesetzt. Beim Lesen fühlte ich mich manchmal wie ein stiller Beobachter und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ab und an kamen Längen auf und manchmal drehten die beiden sich zu sehr im Kreis für meinen Geschmack. Doch passierte auch einiges Unvorhersehbares im Leben von Katharina und Marie und ich wurde immer wieder zum weiterlesen animiert. FazitDen Autorinnen ist es gelungen eine durchaus intelligente, ehrliche, authentische und unterhaltsame Geschichte einer Frauenfreundschaft zu schaffen, die mich überzeugen konnte. Ich vergebe vier Sternchen!

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  • Lebensnahe Geschichte und Charaktere, leider mit vielen Wiederholungen

    Katharina, Marie und ihre vier Männer
    Jashrin

    Jashrin

    16. August 2016 um 08:58

    Katharina und Marie sind die besten Freundinnen und kennen sich seit Jahren. Da die eine inzwischen in Hamburg und die andere in Frankfurt wohnt, kommunizieren die beiden meist per Mail, telefonieren gelegentlich und schreiben SMS. Eigentlich sind die beiden glücklich verheiratet, doch haben sie wirklich den einzig Richtigen geheiratet? Könnte ein anderer Mann nicht mehr ihrer Bedürfnisse stillen: Kinder, mehr Aufmerksamkeit oder spontane Abenteuer? So hat Marie bei der Arbeit Tom kennengelernt und ist fasziniert von seiner einfühlenden Art, während sie sich von ihrem Mann immer mehr eingeengt und unverstanden fühlt. Während sie sich in eine Affäre stürzt, zögert Katharina noch. Sie liebt ihren Mann, doch auch sie hat in Carsten jemanden gefunden, der sie an ihrer Ehe zweifeln lässt. In unzähligen Emails erzählen die beiden was es bei ihnen Neues gibt, welche Ängste und Zweifel sie plagen und stehen der anderen stets mit Mitgefühl oder auch mal klaren Worten hilfreich zur Seite. Doch lässt sich das Dilemma mit ihren vier Männern noch klären oder stehen Marie und Katharina am Ende ganz allein da? Die beiden Autorinnen Tine Ratig und Hannah Wilhelm haben einen modernen Briefroman geschaffen in dem es um zwei ganz normale Frauen Anfang dreißig geht, die eine Zeit voller Zweifel und Krisen durchleben und sich gegenseitig Halt geben, auch wenn sie weit voneinander entfernt wohnen. Mir hat sehr gefallen, dass man immer wieder gespürt hat, wie nahe sich die Protagonistinnen stehen und dass sie eine wunderbare Freundschaft verbindet. Voller Begeisterung habe ich mich in den Roman gestürzt und die ersten 100 Seiten binnen kürzester Zeit verschlungen. Im Laufe des Romans allerdings hat es mich zunehmend genervt, dass sich die beiden immer die gleichen Fragen stellen und es außer ihren Beziehungsproblemen an sich weiteren Themen gibt. Der Klappentext und Titel lassen zwar keine Zweifel aufkommen, das dies das zentrale Thema sein wird, dennoch hätte ich erwartet, dass die beiden zumindest ab und zu auch über andere Dinge schreiben. So hatte ich das Gefühl, dass sich alles im Kreis dreht und es eigentlich egal ist, wie sie sich letztlich entscheiden. Sie jammern, dass sie nicht wissen, was sie wollen, dass sie ein schlechtes Gewissen haben, dass die Männer nicht perfekt sind und bestätigen sich gegenseitig wie toll sie eigentlich sind. Der hin und wieder aufkommende feinsinnige Humor wird meist durch die eher theatralische Erzählweise überdeckt, was sehr schade ist. Daher habe ich den Roman auf Dauer als etwas mühselig empfunden. Als sehr angenehm dagegen habe ich die Längen der einzelnen Mails empfunden, die meinem Lesefluss sehr entgegen kamen. Das Ende ist offen, auch wenn es in eine bestimmte Richtung deutet. Obwohl ich durchaus gerne Genaueres gewusst hätte, ist es passend und bildet einen guten Abschluss. Trotz aller Kritik gefällt es mir sehr, dass sowohl Katharina und Marie als auch ihre jeweiligen Geschichten authentisch wirken und tatsächlich so oder so ähnlich passieren könnten. Die Probleme, Sorgen und Ängste sind aus dem Leben gegriffen und ich konnte gut nachempfinden, dass die beiden von allerlei Zweifel geplagt werden. Mein Fazit: Obschon ich mir ein wenig mehr erhofft hatte, so konnten mich Katharina und Marie vor allem mit ihrer Freundschaft begeistern und die eben angesprochene Authentizität ist eine große Stärke dieses Briefromans. Ich habe lange überlegt, wie viele Sterne ich geben soll und komme leider nur auf drei bis dreieinhalb, da mich der Roman trotz guter Ideen und einem angenehmen Schreibstil nicht vollends überzeugen konnte.

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