Tinga Horny Die verschenkte Tochter

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Inhaltsangabe zu „Die verschenkte Tochter“ von Tinga Horny

Dass Tinga Horny mit ihren schwarzen Haaren und den Mandelaugen nicht das leibliche Kind ihrer Eltern ist, sahen Außenstehende sofort. Nur sie selbst begreift das erst, als sie zufällig auf ihre Adoptionsunterlagen stößt. Da ist sie elf Jahre alt, und es gelingt ihr nicht, in ihrer Familie das Tabu ihrer wahren Herkunft zu durchbrechen. Erst als ihr Vater stirbt, wird Tinga klar, dass sie handeln muss, wenn sie ihre leiblichen Eltern noch kennenlernen will. Sie begibt sich auf die Suche und taucht tief ein in eine fremde Kultur, in der Mädchen nichts wert sind und die Familienehre wichtiger ist als das eigene Kind.

Chinesisches Mädchen wächst bei deutschen Adoptivältern in Bayern auf und findet nach jahrelanger Suche ihre leiblichen Eltern

— andrea_hessler

Eine Frau sucht ihre Wurzeln - gar nicht so einfach - interessante Geschichte einer Auslandsadoption.

— makama
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  • Auf der Suche nach ihren Wurzeln

    Die verschenkte Tochter

    aftersunblau

    09. June 2015 um 16:29

    Tinga Horny wurde 1958 geboren und kurz danach von ihren chinesischen Eltern als Baby an ein Waisenhaus verschenkt. Tinga wurde dann von einem deutschen Ehepaar adoptiert und ist in einem kleinen bayrischen Dorf aufgewachsen. Zu der Zeit gab es noch nicht viele ausländische Kinder und mit ihrem asiatischen Aussehen hatte sie es schwer akzeptiert zu werden. Sie hat es mit ihren Adoptiveltern gut getroffen und so hat sie sich nie groß Fragen nach ihrer wahren Herkunft gestellt. Dies ändert sich als ihr Vater stirbt und sie macht sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern. Da sie nichts weiter hat als die Namen und die nicht einmal in einer eindeutigen Schreibweise, ist es kein leichtes Unterfangen, doch ihre Beharrlichkeit bringt sie ans Ziel. Als sie sich dann mit ihrem leiblichen Vater trifft gibt es eine Überraschung…. Tina Horny beschreibt in ihrem 180 Seiten Büchlein wie sie unter ständigen Sticheleien aufwächst. Dieser erste Teil, der gut die Hälfte des Buches einnimmt zeigt deutlich wie schwer es anders aussehende Kinder zu der Zeit hatten, die Gefühle von ihr kommen gut rüber. Mir war dieser Teil allerdings viel zu lang denn es wurde ständig alles, nur in anderen Worten, wiederholt. Richtig interessant war dann erst die zweite Hälfte in dem beschrieben wird welcher Aufwand nötig war um ihre Herkunft zu ermitteln. Gefühlvoll war dann das Wiedersehen mit ihrem vermeintlichen Erzeuger, der inzwischen von seiner Frau getrennt ist, und dann das Treffen mit ihrer Mutter. Ganz nebenbei lernt man auch noch etwas über die politischen Ereignisse zu der Zeit in China. Gut und sachlich geschrieben, ich hätte aber lieber etwas mehr über ihre leiblichen Eltern gelesen als den langen Teil um ihre Kindheit, was aber sicherlich Geschmacksache ist. Ich vergebe 3,5 Sterne.

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  • EInen Jungen hätte ich vielleicht behalten

    Die verschenkte Tochter

    makama

    21. May 2015 um 16:43

    Tinga Horny, geboren im Juni 1958 in München wurde als Kleinkind adoptiert. Ihre Eltern stammen aus China und lebten nach der Revolution in Hongkong. Das Studium führte sie nach München..... Doch das Mädchen war unerwünscht, so dass sie ohne ihre Tochter nach Hongkong zuückkehrten und das KInd dem Kinderheim zum Geschenk machten. Anfang der 60er Jahre war es für Tinga nicht immer leicht, Multikulti gabs noch nicht und Auslandsadoptionen waren eher ungewöhnlich..... Tinga studiert unteranderem auch in China.... Kurz nach dem Tod des Vaters beschliesst sie ihre leiblichen Elten zu suchen. Kein einfaches Unterfangen, es gibt nur wenig Unterlagen und die chinesische Schreibweise ist nicht eindeutig....... Doch das scheinbare Unmögliche gelingt..... Die Eltern sind mitlerweile getrennt und leben in Brasilien..... Tinga nimmt Kontakt auf und trifft ihren "VATER"........ Er erzählt ihr wie es dazu kam, dass das kleine Mädchenallein in München zurück blieb... Es geht um eine völlig fremde Kultur, in der Familienehre und die Ehre der großen Clans  wichtiger ist, als das Glück eines kleinen Mädchens, dass sowieso nichts wert ist.....  Eine in Asien immer noch weit verbreitete Einstellung. Eine Junge hätte vielleicht eine Chance gehabt.... Mir hat dieses Buch sehrgut gefallen, (trotz einiger Wiederholungen) Tinga Horny erzählt ihre Geschichte sachlich und ohne Wertung. Trotzdem kommen die Gefühle, gerade des Kindes gut rüber und man kann sich gut in sie reinversetzen. Deshalb gute 4,5 Sterne

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