Tino Hanekamp

 4.2 Sterne bei 95 Bewertungen
Autor von So was von da, So was von da (5 CDs) und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Tino Hanekamp

Tino Hanekamp war Musikjournalist und Clubbetreiber. Für seinen Roman »So was von da« wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Heute lebt er als Autor und Übersetzer im Süden Mexikos.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Tino Hanekamp

Cover des Buches So was von da9783462044416

So was von da

 (86)
Erschienen am 08.11.2012
Cover des Buches Tino Hanekamp über Nick Cave9783462053234

Tino Hanekamp über Nick Cave

 (3)
Erschienen am 10.10.2019
Cover des Buches So was von da (5 CDs)9783862310524

So was von da (5 CDs)

 (5)
Erschienen am 18.03.2011
Cover des Buches Tino Hanekamp über Nick Cave9783839817636

Tino Hanekamp über Nick Cave

 (1)
Erschienen am 26.02.2020

Neue Rezensionen zu Tino Hanekamp

Neu

Rezension zu "Tino Hanekamp über Nick Cave" von Tino Hanekamp

‚Die meisten von uns wollen sich nicht verändern.'
sabatayn76vor 3 Monaten

‚Die meisten von uns wollen sich nicht verändern. Warum auch? Letztlich modifizieren wir nur das ursprüngliche Modell. Wir bleiben, wer wir sind, und werden dabei lediglich und hoffentlich bessere Versionen unserer selbst. Aber was, wenn ein Ereignis eintritt, das so katastrophal ist, dass du einfach ein anderer wirst?‘ (CD 2, Track 7)

Ich mag viele Lieder von Nick Cave, war aber nie ein riesiger Fan. Ich empfand ihn auch nie als sonderlichen Sympathieträger, und auch über weite Strecken des Hörbuchs hinweg bin ich mit ihm als Person nicht wärmer geworden. Gegen Ende des Hörbuchs hat sich dies allerdings tatsächlich und unerwartet verändert, aber auch ohne diese Wendung würde ich das (Hör-) Buch voll und ganz empfehlen, weil es einfach spannend und unterhaltsam ist und gut erzählt wird.

Auch die Lesung hat mir extrem gut gefallen: Tino Hanekamps Stimme ist sehr angenehm und sorgt dafür, dass man gebannt seinen Schilderungen lauscht.

Hanekamp erzählt von einer Mexiko-Reise mit seiner Freundin, deren Ziel ein Cave-Konzert und ein Gespräch mit dem Sänger ist. Neben all den Beschreibungen der Reise an sich erzählt Hanekamp z.B. von Drogenkartellen, aber natürlich vor allem von Cave selbst: von seinem Leben, seinem Drogenmissbrauch, seiner Zeit in Berlin und London, seinen Alben, seinen Beziehungspartnern, dem tragischen Tod seines Sohnes. Besonders gelungen fand ich dabei, dass man beim Hören das Gefühl bekommt, Cave gerade persönlich kennengelernt, mit ihm zusammengesessen, mit ihm geplaudert zu haben.

Hier erhält man viele Informationen über Cave und wird perfekt unterhalten. Wunderbar!

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Rezension zu "So was von da" von Tino Hanekamp

Eine Silvesternacht mit Freunden - nur extremer
Das_Lisbethvor einem Jahr


Ich liebe dieses Buch. „So was von da“ von Tino Hanekamp wirkt wie eine extreme Version einer Silvester-Nacht mit Freunden. Alles fühlt sich wie ein langer Rausch an. Die Charaktere sind seltsam vertraut. So als könnte ich selbst Teil der Story sein. Kein Wunder also, dass ich es einer Empfehlung von Freunden verdanke, dass ich dieses Buch gelesen habe.

Zur Handlung muss man gar nicht viel sagen: Es geht um den jungen Hamburger Clubbesitzer Oskar Wrobel, der zu Silvester eine letzte große Party schmeißt, bevor das Gebäude abgerissen werden soll. Erzählte Zeit: Keine 24 Stunden. 

Dabei ist die Geschichte voller interessanter Charaktere, unerwarteter Begebenheiten und popkultureller Bezüge. Obendrein gibt es viele Weisheiten zum Sinn des Lebens im Allgemeinen, zu Recht und Unrecht, zu den Herausforderungen eines Clubbesitzers, dem Leiden von Künstlern, der Rolle von linken Freiräumen in der Gesellschaft und ein sehr schönes und eingängiges Schema zum klassischen Ablauf einer Party. 

Manchmal wollte ich auf jeder zweiten Seite eine Passage unterstreichen. Und wenn ich den Roman nicht als E–Book gelesen hätte, hätte ich wohl zusätzlich ganz oft „JAAAA!“ daneben geschrieben. So gut bringt der Autor für mich in einigen Beschreibungen und Dialogen das Wesen von bestimmten Menschen und ihren Einstellungen auf den Punkt. 

Ich bin keine 23 mehr. Das führt aber nicht dazu, dass ich mit dem Buch weniger anfangen kann. Vielleicht sehe ich nur früher den Selbstbetrug und die überzogenen Erwarten, die sich hinter der Fassade, wie toll es doch ist, sowas von da zu sein, verbirgt. 

Es wurde schon von vielen Autoren behauptet, dass sie den Roman einer ganzen Generation geschrieben hätten. Das hier ist der meiner.

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Rezension zu "So was von da" von Tino Hanekamp

So was von da - so was von gut!
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Jetzt gerade geht’s mir richtig gut. Und jetzt schon nicht mehr. Kaum denkt man daran, dass es einem gut geht, fallen einem die Gründe ein, die dagegensprechen, und das war’s dann.

Tino Hanekamps Debütroman "So was von da" war der kurzweiligste und tragikomischste deutsche Roman, den ich seit langem gelesen habe. Wenn man von einigen klitzekleinen Hängern im letzten Drittel mal absieht, ist es dem Autor grandios gelungen, den Leser ganz gefangen zu nehmen: Die letzte Nacht eines Hamburger Musikclubs wird zur Nacht der Nächte für die Protagonisten und als Leser lacht, leidet und fiebert man mit. Was besonders hervorsticht, ist die Sprache und der Witz (mein Buch hat zahlreiche Knicke, weil ich mir alle paar Seiten wunderbare Sätze mit Eselsohren markieren musste) – Hanekamp gehört zu den Autoren, die die Gabe besitzen, die kleinen Dinge des Alltags wahrzunehmen und diese Beobachtungen überaus lakonisch und unprätentiös auf den Punkt zu bringen. Jeder, dem zeitgenössische deutsche Literatur ein Graus ist, könnte mit diesem Buch bekehrt werden. Sicherlich trifft es thematisch nicht jeden Geschmack, aber es dürfte auch denen gefallen, die nicht zur drogenkonsumierenden Partycrowd gehören. Kaufen und lesen!

 

„Was geht, ihr Pfeifen!“

„Einiges.“

„Vermutlich alles den Bach runter.“

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