Tiphaine Rivière Studierst du noch oder lebst du schon?

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Inhaltsangabe zu „Studierst du noch oder lebst du schon?“ von Tiphaine Rivière

"So wahr, dass es weh tut" (Télérama) - Das perfekte Geschenk für Studenten mit "Sinnkrise"
Jeanne Dargan wurde gerade als Doktorandin akzeptiert. Zunächst enthusiastisch, dann stoisch, später verzweifelt taumelt sie zwischen ihrem charismatischen, aber wenig hilfreichen Doktorvater, der tiefenentspannten Institutssekretärin und diversen Jobs hin und her. Die Monate vergehen, und weder ihr Freund noch ihre Familie verstehen, warum diese verdammte Abschlussarbeit einfach nicht fertig wird. Noch schlimmer, permanent ist Jeanne mit der Frage konfrontiert: Und was macht man dann damit?„Studierst Du noch oder lebst Du schon?“ wurde in Frankreich als Entdeckung des Jahres gefeiert. Diese Graphic Novel steht einem Bildungsroman in nichts nach: „Unerbittlich und komisch.“ L‘Obs

Fantastischer Humor :D

— Mareia

Ich konnte mich bei vielen Dingen und Gedanken wiederfinden! Super unterhaltsam und für alle Abschlussarbeitschreibenden sehr zu empfehlen.

— LimitLess

Alle Seiten des Doktorantendaseins in Comicform - lustig aber sehr wahr

— TamarasBookDreams

Eine witzige Hommage an das Studentenleben.

— akoya

Ehrlich bis zum Schluss, die Überlebenshilfe für jeden Studenten!

— sweetpiglet

Genau so isses! Das Hochschulgrauen in Comicform - bitter und leider allzu wahr.

— lex-books

Sehr lustig! Ich habe wegen des Titel aber mehr "Studium" erwartet!

— sternenbrise

Ein kleiner Wegweiser durch den kunterbunten Dschungel des Doktorantenlebens.

— ShalimaMoon

Schöne und lustige Lektüre für zwischendurch

— sternenbrise

Ein Must-read für Geisteswissenschaftler, denn ich bin mir sicher, dass sich jeder in dieser Geschichte wiederfindet.

— Tallianna

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    Studierst du noch oder lebst du schon?

    Mareia

    17. July 2017 um 22:24

    Studierst du noch oder lebst du schon ist die erste Graphic Novel, die ich gelesen habe. Ich hatte lange Zeit das Gefühl, dass es in diesem Genre nichts so richtig gibt, was mich interessieren würde. Doch dann erzählte mir Sandra von diesem Buch und da ich selbst gerade erst mein Studium angefangen hatte, klang es für mich doch sehr vielversprechend! (Hier kommt ihr zu Sandras Rezension.)Ohne mir groß den Klappentext oder andere Meinungen durchzulesen stürzte ich mich in diese neue Erfahrung und war damit ungefähr so vorbereitet, wie Jeanne selbst. Doch von Anfang an konnten mich ihre Geschichte und nicht zuletzt auch die Aufmachung überzeugen. Sehr humorvoll in Bild und Sprache wird die Geschichte einer Doktorandin erzählt, sodass man sich am Liebsten gleich an die eigene Promotion setzen möchte… nicht. Ein Leben zwischen Uni und Alltag und das gerade für eine junge Frau, die selbst bereits mitten im Leben stand. Keine einfache Aufgabe, sowohl für die Protagonisten, als auch für die Autorin. Doch gerade letztere meistert es wunderbar die eine oder andere Hürde zu überspringen und so selbst vermeintlich langweilige Themen, wie"Das labyrinthische Motiv in der Türhüterparabel in Kafkas Prozess"unterhaltsam und künstlerisch darzustellen. Hin und wieder, als kleiner Kritikpunkt, hätte ich mir allerdings ein wenig mehr Abwechslung gewünscht, was die Handlung betrifft, denn auch wenn es nie langweilig war, gab es hier und da leichte Tiefpunkte (Betonung liegt auf leicht.).Zur Protagonistin lässt sich viel sagen, da sie eine ziemliche Entwicklung innerhalb der Graphic Novel durchmacht. Es hat mich wirklich überrascht, wie stark sie diese Veränderungen durchlebt. Teilweise war sie mir wirklich sehr sympathisch, aber gerade in ihren tiefsten Motivationstiefs empfand ich sie auch schon mal als sehr nervig. Nicht, dass man ihre Beweggründe nicht nachvollziehen konnte, das war durchaus der Fall und natürlich war dies auch beabsichtigt, denn ungefähr so, wie der Leser sie empfindet, empfindet sie auch das jeweilige Umfeld zu dem Zeitpunkt. So wird dieser scheinbare Kritikpunkt in meinen Augen schon wieder zu einem Plus, denn anders als sonst so oft ist es hier tatsächlich gewollt die Art der Protagonistin auch einmal nicht zu mögen. Allgemein also eine wirklich innovative und erfischend andersartige Geschichte!Auch, wenn dieses Buch also nicht unbedingt das perfekte Geschenk für alle ist, die gerade mit ihrer Doktorarbeit beginnen, hat es durchaus seinen Charme und regt mich nicht zuletzt dazu an in Zukunft öfter mal einen Blick in die Graphic Novel Abteilung zu werfen.

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  • Herrliche Zeichnungen

    Studierst du noch oder lebst du schon?

    Gwhynwhyfar

    15. February 2017 um 17:05

    »Stimmt es, dass du an der Schule aufgehört hast, weil du Angst hast erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen?« (fragt die kleine Nichte Jeanne) Jeanne ist Lehrerin, stellt aber bei einem Ausflug fest: Kinder sind Monster. Irgendwie hatte sie sich den Beruf anders vorgestellt. Darum entschließt sie sich, eine Hochschullaufbahn einzuschlagen. Zuerst muss sie eine Dissertation schreiben, ein Thema fällt ihr ein: die Erzählung des Wächters, Kafkas Torhüterparabel. Um ein Stipendium zu ergattern, muss sie sich aber verpflichten, selbst eine Lehrveranstaltungen abzuhalten. Was sind schon vier Wochenstunden Unterricht?, denkt sie. Jeanne bekommt das Stipendium und hat nun drei Jahre Zeit, ihre Arbeit zu verfassen, schreibt sich an der Pariser Sorbonne ein, um zu promovieren. Und dann erhält sie das Thema ihrer Lehrveranstaltung: Mittelalterliche Literaturgeschichte. Keine Ahnung. Mit den Seminarvorbereitungen ist die halbe Woche abgedeckt. Irgendwie wird sie es schaffen, zu ihrem eigenen Thema zu recherchieren ... Sie macht sich einen Stundenplan von 7 - 23 Uhr, 7 Tage. Geht doch. Das Gehalt ist nicht großartig, also zieht Jeanne mit ihrem Freund zusammen, der Konflikt ist vorprogrammiert. Gutes Gehalt für eine zeitraubende Arbeit? Wer denkt denn sowas? Erfahrung, so sagt man Jeanne, sei viel wertvoller. Immerhin, die kann einem keiner klauen, insofern muss was dran sein, oder? »Und was macht man dann damit?« - die ewige Frage Wer studiert ist faul, hat keine Lust zu arbeiten, so flüstert die Familie hinter vorgehaltener Hand, will keine Verantwortung übernehmen ... Die Eltern, der Freund, alle setzen Jeanne unter Druck: Wie weit bist du?, wann bist du endlich fertig?, was macht die Doktorarbeit? Ja überhaupt, was schreibst du da? Wie erklärt man seiner Verwandtschaft, dass man eine Doktorarbeit über ein einziges beklopptes Buch schreibt? Welchen Nutzen hat das für diese Welt? Wie gern wäre man in diesem Augenblick Ingenieur! Jeanne denkt an Melanie, die seit sieben Jahren an ihrer Doktorarbeit schreibt. Das könnte ihr nie passieren! Hier geht es um das Schreiben einer Doktorarbeit. Letztendlich ist das Thema austauschbar mit Diplomarbeit oder Masterarbeit. Jeder der die Tortur hinter sich hat, wird mitfühlen können. Jeanne bastelt an ihrem Inhaltsverzeichnis, tauscht Unterkapitel gegen Unterkapitel aus 3.3.1 gegen 3.2.2 Bevor man beginnt, schnell mal Schopenhauer lesen, um danach festzustellen, dass man die Gliederung völlig falsch anging. 2.7.3 gegen 4.5.2 tauschen. Auch der Titel bedarf Bearbeitung, Worte werden umgestellt, leicht verändert, es gibt 1000 Möglichkeiten, diese Wörter zu drehen und zu wenden, denn Worte sagen viel aus. Jeane liest und liest, bringt aber selbst nicht einen einzigen Satz zustande, ich vergaß, Überschrift und Inhaltsverzeichnis ... Ihre Dozententätigkeit frisst sie auf. Was sind schon 4 Unterrichtsstunden? 4 Stunden Unterricht, 50 Stunden Vorbereitung. Jeanne verändert sich, innerlich, wie äußerlich, sie verwahrlost ein wenig, aber nicht nur sie. Amüsant sind die »Fotos« der Doktoranden, vor der Arbeit, nach der Arbeit: Jünglinge wurden zu Greisen. Jeanne, müde, kränklich wirkend, miesepetrig, gealtert, schlampig, innerlich wie äußerlich. Meine Lieblingsfigur ist die Sekretärin, das Zentrum der Macht. Am Anfang dachte ich, hier erwartet mich viel Ironie, leicht tragender Sarkasmus, pointierter Witz. Nein, der Comic ist eine Abrechnung. Sie zahlt des ihrer UNI heim, Tiphaine Rivière schreibt sich den Frust aus der Seele, sie, die ihre Dissertation in Literatur im dritten Jahr abbrach. Jeanne beißt sich allerdings verbissen durch, so klingt auch der Text ein wenig verbohrt. Die Zeichnungen sind fantastisch. Rivière schafft Atmosphäre, lässt ihre Figuren leben, lässt sie leiden, lästern, genervt sein, arrogant, bittend, müde, wir verstehen sie auch ohne Text. Die Farben halten sich gedeckt, wie durch einen »Transfer-« oder »Blass-Filter« wahrgenommen. Die Farbwahl unterstreicht die Tristes, Verbitterung, Griesgrämigkeit, Verbissenheit. Alles in allem ein toller Comic, eine Graphic Novel. Ich hatte das Buch als Geschenk geholt und kann es empfehlen. Früher habe ich oft gute Comics gelesen. Warum hatte ich das eigentlich vernachlässigt? Gezeichnet ist dieser Comic in der Spitzenklasse anzusiedeln. Inhaltlich hätte mir Satire ein wenig besser gefallen, als dieser depressive Negativklotz.

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  • Humorvolle Geschichte übers Studentenleben

    Studierst du noch oder lebst du schon?

    Nadja_13

    11. February 2017 um 21:36

    Studierst du noch oder lebst du schon von Tiphaine Rivière Zum Inhalt: Jeanne ist nicht wirklich zufrieden mit ihrer Arbeit als Lehrerin, daher ist sie anfangs absolut begeistert, als sie als Doktorandin akzeptiert wird, auch wenn sie das erhoffte Stipendium nicht bekommt. Doch die anfängliche Begeisterung schwindet bald als Jeanne erkennt, dass neben der Recherche für ihre Arbeit und den schlecht bezahlten Jobs an der Universität kaum mehr Zeit für etwas Anderes bleibt. Als die Monate vergehen, Jeanne ihre Arbeit immer neu plant und das Ende nicht näher zu kommen scheint, stellt sich immer wieder die Frage: Was passiert eigentlich danach? Meine Meinung: Da ich selbst Studentin bin, hat mich der Titel "Studierst du noch oder lebst du schon?" sofort neugierig gemacht. Im Gegensatz zu Jeanne schreibe ich zwar keine Doktorarbeit, dennoch kamen mir bereits bei der Kurzbeschreibung gewisse eigene Erlebnisse aus dem Studienalltag in den Sinn. Daher war ich sehr gespannt wie die Autorin das Studentenleben in dieser Graphic Novel darstellen würde. Man merkt beim Lesen schnell, dass Tiphaine Rivière (zumindest teilweise) aus Erfahrung schreibt, wenn sie humorvoll gewisse Szenen aus Jeannes Leben beschreibt. Die Geschichte erzählt wirklich authentisch aus Jeannes Alltag als Doktorierende, von ihrem anfänglichen Enthusiasmus mit dem sie sich mit dem Thema ihrer Arbeit auseinandersetzt, bis zu ihrer wachsenden Verzweiflung als die Monate vergehen und sie einfach nicht vom Fleck zu kommen scheint. Besonders die Szenen mit Jeannes Verwandtschaft, die nicht besonders viel Verständnis für ihr Studium hat, fand ich super lustig und treffend dargestellt, ich denke solche Situationen kennt wohl fast jeder der studiert.  Ich würde daher die Graphic Novel auch ganz besonders derzeitigen, ehemaligen oder zukünftigen Studierenden empfehlen. Auch wenn Jeanne bereits Doktorandin ist und daher nicht genau mit denselben Problemen zu kämpfen hat, wie jemand der beispielsweise gerade angefangen hat zu studieren, gibt es doch Situationen, die jedem Studierenden bekannt vorkommen dürften. Auch wenn der Ton, besonders anfangs, ziemlich humorvoll ist, zeigt die Geschichte doch auch die "Schattenseiten", beispielsweise, wenn Jeanne sich immer mehr in ihrer Arbeit vergräbt und alles andere zu vernachlässigen beginnt.  Das Zeichnungsstil der Autorin hat mir gut gefallen. Der Hintergrund ist meistens eher einfach gehalten, während die Figuren im Vordergrund stehen und sehr ausdrucksstark gezeichnet sind. Man kann alle Figuren gut auseinanderhalten und mir hat besonders gefallen, dass man Jeannes Entwicklung auch sehr gut an ihrem Aussehen erkennen kann. Was mir leider nicht so gut gefallen hat war, dass es in der Geschichte immer wieder relativ grosse Zeitsprünge gab und ich dadurch irgendwann das Gefühl hatte wichtige Dinge zu verpassen und es die Handlung teilweise etwas verwirrend machte. Zudem wirkte es dadurch teilweise eher wie eine Ansammlung von einzelnen Episoden, als eine Geschichte mit einem richtigen Handlungsbogen.  Auch hatte ich das Gefühl dadurch ein bisschen die Verbindung zu Jeanne zu verlieren, da man ihre Veränderung dadurch nur lückenhaft mitbekommt. Die Graphic Novel deckt die gesamte Zeitspanne in der Jeanne an ihrer Arbeit schreibt ab und parallel dazu wie sich Jeanne verändert, hatte ich auch etwas das Gefühl, dass die Geschichte etwas an Humor verlor und besonders das Ende hat mir dann nicht mehr so gut gefallen, da es auch recht abrupt war.  Fazit: "Studierst du noch oder lebst du schon?" erzählt humorvoll aus dem Alltag einer Doktorandin und man merkt, dass die Autorin Tiphaine Rivière dabei viel aus eigener Erfahrung berichtet. Ich würde die Graphic Novel ganz besonders Studierenden empfehlen, da diese sicher die eine oder andere Situation, die Jeanne erlebt, wiedererkennen werden. 3,5/5*

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  • Alle Seiten des Doktorantendaseins in Comicform - lustig aber sehr wahr

    Studierst du noch oder lebst du schon?

    TamarasBookDreams

    28. January 2017 um 20:43

    Das Cover finde ich richtig lustig. Während die Protagonistin am Tisch sitzt und verzweifelt inter ihren Büchern klemmt, haben alle anderen um sie herum Spaß, was sie ordentlich zu frustrierend scheint.Im großen und Ganzen gleicht das Cover eine Wimmelbild, auf dem man auch noch nach mehreren Minuten ein paar neue Dinge entdecken kann, auch die Farben sind sehr schön.Das komplette Schema zieht sich durch das komplette Buch.Der Zeichenstil an sich ist jetzt nicht so mein Fall, aber dennoch sich diese wirklich sehr gut gemacht. Jedes einzelne Bild ist liebevoll colouriert worden und mit zahlreichen Details versehen. Während ich diesen Comic gelesen habe, konnte ich einfach nicht anders, als auch den Hintergrund jedes Bildes zu betrachten. Immer wieder verstecken sich dort lustige Szenen. Besonders, wenn irgendwo ein Flyer aushängt oder ein Poster an der Wand klebt: darauf sind witzige Sprüche, griesgrämige Gesichter oder andere bemerkenswerte Dinge.Die Farben passen alle sehr schön zusammen, das Ganze wirkt bunt, aber auf keinen Fall überladen. Ich finde, das ist eine schöne Abwechslung gegenüber der schwarz-weißen Mangas, die ich sonst so lese. Auch wenn es sich hier nicht um einen Manga handelt und ich bei Comics an diese Superhelden denken muss, und eigentlich eher weniger nach solchen greife, hat mir dieser hier wirklich sehr gut gefallen.Die Story ist wirklich interessant - neben viele lustigen Szenen gibt es auch Vieles, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Ich bin kurz davor, mein erstes Semester als Literaturstudentin hinter mich zu bringen und muss sagen, dass all diese Situationen, die die Protagonistin im Comic durchlebt, in abgeschwächter Form auch auf Hausarbeiten vollkommen zutreffen, gerade dann, wenn es sich um die ersten handelt. All die Euphorie am Anfang, dass es endlich los geht, die ganzen Zweifel, Rückschläge, noch mehr Zweifel, Verzweiflung, wenn man dann merkt, dass es doch viel komplizierter wird, als eigentlich gedacht...Die Geschichte ist verdammt lustig, süß gemacht aber verdammt wahr. Ich werde niemals eine Doktorarbeit schreiben, aber das war mir auch schon vor diesem Comic klar. Ich denke, diese Graphik Novel ist auch eich richtig lustiges Geschenk für jemanden, der darüber nachdenkt, eine Doktorarbeit zu schreiben. Oder für einen Studienanfänger. Dann weiß er oder sie direkt, wie kompliziert so etwas doch werden kann. BewertungDer Zeichenstil ist vollkommen in Ordnung, ich hab schon viel schlimmeres gesehen. Die Bilder sind alle bunt, aber nicht überladen und liebevolle, kleine Details sind überall versteckt.Die Story an sich ist erschreckend wahr und regt einen - neben all dem vielen Lachen - auch zum Nachdenken an. Wer darüber nachdenkt, eine Doktorarbeit zu schreiben oder einfach neugierig ist wie eine solche Aussieht und wie eine geschrieben wird, der macht mit diesem humorvollen Comic alles richtig.Da ich nichts auszusetzen habe, vergebe ich 5 von 5 Sternen.So, und jetzt setzte ich mich wieder an meine Hausarbeiten ;)

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  • Eine witzige Hommage an das Studentenleben.

    Studierst du noch oder lebst du schon?

    akoya

    29. November 2016 um 10:38

    Seit langem habe ich keine Graphic Novel mehr gelesen. Dies habe ich aber mit „Studierst du noch oder lebst du schon?“ geändert. Ich selbst bin keine Studentin oder habe jemals studiert, dennoch fand ich das Thema sehr interessant und habe mit großer Freude gelesen und gelacht. Die Charaktere die einem im Laufe der Geschichte begegnen sind zum schreien charakteristisch gezeichnet. Besonders reizend fand ich die Institutssekretärin, die ist einfach der Oberknaller. Jeanne selbst war mir gar nicht so besonders sympathisch, aber trotzdem lebt die Novel von ihr. Am witzigsten fand ich ihre Erklärungen in der Uni oder ihrer Familie gegenüber. Die Zeichnungen waren sehr unterstützend gestaltet. Die Hintergründe sind nicht zu detailreich gewesen und das Gesamtbild hat sich sehr gut an den Humor angepasst. Der ganze Zeichenstil ist etwas Besonderes. Er ist meiner Meinung nach nicht besonders schön, aber die Geschichte wirkt dadurch sehr authentisch und realitätsnah. Das zeichnet diese Graphic Novel auch besonders aus. Das wahre Leben auf 184 Seiten. Das Ende kam auf einmal überraschend schnell, das fand ich etwas schade, dennoch hat mich der gesamte Ablauf überzeugen können. Die jeweiligen Stimmungen wurden immer gefühlvoll rübergebracht und ich denke jedes Mädchen und jede Frau kann sich teilweise mit Jeanne identifizieren. Auch die Entwicklung der Charaktere war bezaubernd komisch und zugleich sehr ehrlich. Im Freundeskreis habe ich einige Studenten, daher werde ich denen diese Graphic Novel wärmstens empfehlen. Ich denke, wenn man selbst Student ist oder war, ist das Buch noch eine Ecke witziger. Nichtsdestotrotz konnte auch ich eine Menge schmunzeln. Sollten noch mehr Geschichten der Autorin veröffentlicht werden, werde ich diese auf jeden Fall verfolgen, um stets eine Portion Humor abzubekommen. Fazit: Eine witzige Hommage an das Studentenleben.

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  • Das Studium als Tragödie

    Studierst du noch oder lebst du schon?

    lex-books

    27. November 2016 um 20:44

    Zu den schönsten Tagen im Leben von Tiphaine Rivière zählt vermutlich der, an dem sie ihren drei Jahre währenden Versuch eine Doktorarbeit zu schreiben abgebrochen hat! Zumindest legt das ihre erste Graphic Novel "Studierst du noch oder lebst du schon?" nahe. Darin rechnet die junge Französin kompromisslos ehrlich mit dem Hochschulwesen ab. Die Graphic Novel erzählt von Jeanne Dargan, die beschließt ihren Job als Lehrerin an den Nagel zu hängen, um während eines Sabbaticals an der Pariser Sorbonne zu promovieren. Der Titel "Studierst du noch oder lebst du schon?" ist daher etwas irreführend, doch die Geschichte weist viele Parallelen zum normalen Studienwahnsinn auf, weshalb nicht nur Doktoranden, sondern auch der gemeine Student an vielen Stellen Déjà-vu erleben wird. Jeanne beginnt ihre Dissertation über Kafkas Torhüterparabel hoch motiviert und grenzenlos enthusiastisch. Sie träumt von intellektueller Selbstverwirklichung, kreativen Höhenflügen, der Anerkennung durch die Professoren, dem Aufstreben in die Bildungselite. Mit vorausschauender Schadenfreude darf der Leser Jeanne bei ihren ersten Schritten auf dem Weg zur Dissertation begleiten, um schließlich dabei zu sein, wenn eintritt, was eintreten muss: das desaströse Aufeinandertreffen von Anspruch und hehren Zielen mit entmutigender Realität und dem inneren Schweinehund. Dass Jeanne sich an einem Inhaltsverzeichnis abmüht, Punkt 1.3.2.1. mit großer Ernsthaftigkeit gegen Kapitel 4.9.2.1.8.3.3.2.3.5. austauscht (haha, genau so isses!), mehrfach den Titel der Arbeit in Nuancen abändert, Unmengen an Literatur liest, aber keine einzige Seite zustande bringt, den unüberwindbar scheinenden Berg an Arbeit vor sich her schiebt, dabei mehr und mehr verwahrlost, kommt dem Hochschulabsolventen erschreckend bekannt vor. Auch die bürokratischen Hindernisse sind nicht allzu weit hergeholt: Die Sekretärin, die die Studenten gelangweilt abwimmelt, der Doktorvater auf Bildungsreise, der nicht erreichbar ist. Und natürlich immer wieder die lieben Freunde und Verwandten, die Anteil nehmend aber immer drängender fragen: ‚Wann isses denn soweit? Wann bist du fertig?’, um den Studierenden/Doktoranden damit in die vollständige Sinnkrise zu treiben. In Jeannes Fall spitzt sich die Lage sogar noch etwas heftiger zu. Denn ohne Stipendium muss sie nebenher ihren Unterhalt verdienen, wird dabei als Aushilfsdozentin aber von vorne bis hinten ausgebeutet, unterbezahlt und mit Vorlesungen bedacht, in die sie sich erst einmal mit großem Aufwand einarbeiten muss. Wundert es da, dass Jeanne immer griesgrämiger wird? In mehreren (teils etwas plötzlichen und unüberschaubaren) Zeitsprüngen erlebt der Leser/Betrachter, wie Jeanne zunehmend nervöser und gereizter wird, sich auch äußerlich zu ihrem Nachteil verändert und sich ihre Dissertation wie eine dunkle Wolke über allen Bereichen ihres Lebens ausbreitet, bis sie schließlich ihre Schatten über Jeannes Beziehung zu dem lange Zeit gelassenen Loic wirft. Witzig ist das alles durchaus. Allerdings mehr aus dem Wiedererkennungseffekt heraus. Echten, augenzwinkernden Humor sucht man in dem Comic nämlich vergeblich. Tiphaine Rivière macht ihrem Ärger über den Wissenschaftsmarathon rigoros Luft. Und so verliert die Geschichte parallel zu Jeannes terrierhafter Verbissenheit in ihr Vorhaben mit jeder Seite an Leichtigkeit. Allerdings wirkt der gelungene Zeichenstil der Schwere häufig entgegen. In thematisch stimmigen, gedeckten Tönen aus grau, grün, braun und blau setzt Tiphaine Rivière ihren Figuren unzählige treffende Gesichter auf; fröhliche, verzweifelte, missgünstige, gelangweilte, verärgerte und viele mehr, sodass man in der Betrachtung dieser hervorragend umgesetzten Beobachtungsgabe schwelgen und schmunzeln kann. Hoffnung macht dieser Comic dennoch nicht. Wer mit dem Studieren fertig ist, kann ihn am Ende allenfalls zuklappen und denken: ‚Gott sei Dank, habe ich das hinter mir.’ Wer noch mittendrin steckt, im Universitätshamsterrad, dürfte hingegen ein paarmal heftig schlucken müssen. Trotzdem empfehle ich diese liebevoll gestaltete, aber bittere Graphic Novel allen, die von einer wissenschaftlichen Arbeit in den Wahnsinn getrieben werden oder wurden. (Oder aber den lieben Freunden und Verwandten, die mit diesem Comic als Geschenk zu Weihnachten ihre Anteilnahme besser zeigen können als mit nadelstichartigen Nachfragen nach dem Abgabetermin;-))

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  • Ehrlich ohne Ende

    Studierst du noch oder lebst du schon?

    sweetpiglet

    25. November 2016 um 20:46

    Meine Meinung: Dieses Buch gehört schon allein wegen des Buchtitels in die Kategorie "Titel die mein Leben beschreiben". Obwohl dann natürlich der Inhalt eine andere Richtung einschlägt und interessante Fragen aufwirft, mit denen sich die Studenten auseinandersetzen. Zunächst möchte ich auf den besonderen Zeichenstil der Autorin eingehen. Panels die die gesamte Seite füllen waren mit viel Detailliebe erfüllt und man musste einfach länger das Bild betrachten und alles erforschen. Auf der anderen Seite gab es auch kurze knaicke Panels die innerhalb einer Seite einen Augenblick mit jeder Sekunden beleuchteten, dabei setzte die Zeichnerin vor allem auf Humor und Sarkasmus, der dann die Abfolge wunderbar untermauert. Natürlich beschäftigt sich die Geschichte auch mit den ernsten Seitne des Studierens und der Suche nach einem Weg oder dem Ende. Diese Wechsel zwischen Humor und Ernst, zwischen Sarkasmus und Verzweiflung bringt Tiphaine Rivière nicht nur durch ihre Texte sondenr eben auch durch ihre Zeichnungen unglaublich gut rüber. Der Text gewinnt vor allem durch seine knackige Kürze viel an Gewicht und Wahrheit. Innerhalb der Geschichte verfolgt Jeanne das Ziel ihre Doktorarbeit zu schreiben und abzugeben, wir begleiten sie auf diesem Weg und erleben so immer wieder ihre Fortschritte, aber auch Rückschritte die sie durchlaufen muss auf dem Weg zum Doktor. Ich verrate an dieser Stelle nicht, ob es ein Happy End gibt oder nicht, aber ich kann euch sagen, dass selbst ich als "Teilzeit-Student" mich selbst immer mal wieder in Jeanne entdeckt habe. Fazit: Ich empfehle diese Graphic Novel jedem Studenten, der grade erst anfängt, der vielleicht auch mal eine Durststrecke auf seinem Weg hat und der vielleicht auch sich selbst ab und an die Frage stellt: "Wieso mache ich das alles?". Mit der richtigen Menge an Humor, Sarkasmus und Ernst schafft es Tiphaine Rivière uns in den Bann zu ziehen und eine Graphic Novel zu zeichnen, die jedem Studenten aus dem Herzen spricht.

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  • eine solide Graphic Novel

    Studierst du noch oder lebst du schon?

    fraencisdaencis

    30. October 2016 um 11:30

    Die Graphic Novel kam montags bei mir an und ich überlegte nicht lange, sondern machte es mir direkt mit dem Buch gemütlich und fing an zu lesen. Die Protagonistin Jeanne wird nach einiger Wartezeit endlich als Doktorandin angenommen und stellt sich gleich zu Beginn einen Plan auf, damit sie – nicht wie andere Doktorand*innen – innerhalb der drei Jahre auch wirklich fertig wird. Doch obwohl sie es sich ganz wunderbar vorgestellt hat und einen tollen Plan hat, muss sie immer wieder neu aufkommende Hürden überwinden und sich auch noch den Fragen ihrer Familie stellen.Der Zeichenstil war nichts Besonders, aber ich mochte ihn. Was ich hingegen leider nicht so mochte, war die Tatsache, dass die Sprechblasen manches Mal in einer mir nicht logischen Reihenfolge standen. Dadurch passierte es mir mehr als einmal, dass ich sie in der falschen Folge las. Somit ergaben manche Dialoge erst keinen Sinn und ich musste die Sprechblasen erneut lesen. Hinzu kam, dass es innerhalb der Graphic Novel einige zeitliche Sprünge gab, die nicht immer ersichtlich waren. Das verwirrte mich beim Lesen.Fazit und EmpfehlungDie Graphic Novel ist nett gezeichnet und die Handlung einigermaßen interessant. Der Aufbau hingegen erschwerte mir das Lesen von Zeit zu Zeit. Alles in allem ein solides Buch.

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  • Die Doktorandenkrise

    Studierst du noch oder lebst du schon?

    sternenbrise

    25. October 2016 um 12:02

    Titel: Studierst du noch oder lebst du schon?Autor: Tiphaine RivièreVerlag: KnausSeitenanzahl: 180Genre: Graphic NovelPreis: € 19,99 [D], € 20,60 [A]Vor dem Buch Ich habe noch nie einen Graphic Novel gelesen. Als ich dieses Buch entdeckt habe, dachte ich mir, dass das doch zu mir passen könnte. Ich bin auch Studentin und kenne den Wahnsinn. Ich hatte richtig Lust auf dieses Buch und habe es dann während der Busfahrt zur Buchmesse gelesen.KlappentextStudierst du noch oder lebst du schon von Tiphaine RiviereKnausEndlich geht ihr großer Traum in Erfüllung : Jeanne wird als Doktorandin angenommen. Voller Enthusiasmus – und völlig ahnungslos – stürzt sie sich in die Arbeit. Doch schon bald wird klar: Das Leben als Wissenschaftlerin ist der reine Wahnsinn.Meine Meinung Jeanne wird als Doktorandin angenommen und darf wieder an die Uni! Nun muss die Doktorarbeit geschrieben werden. Nichts leichter als das, denkt Jeanne sich… aber tja, so einfach ist das nicht. Denn Nebenjob, Beziehung und der Studienalltag muss auch geregelt werden.Da ich noch nie einen Graphic Novel gelesen habe, kann ich ihn nicht mit anderen vergleichen. An sich hatte ich Spaß beim Lesen. Ich selbst habe bisher nur Hausarbeiten geschrieben und diese sind natürlich Pipifax gegen eine Doktorarbeit. Aber auch ich hatte dabei schon Krisen, saß vor dem Computer und konnte einfach nicht los schreiben. Stattdessen wird geputzt, vor dem TV gesessen und die Ausrede ist: Ich muss erstmal nachdenken. Und tja, das wahre Leben stellt sich dann auch oft in den Weg. Und die Familie fragt jede Woche: Und wie weit bist du? Wie läuft das Studium?Und so geht es auch Jeanne, nur ein wenig schlimmer. Sie studiert aber nicht, sondern schreibt eine Doktorarbeit und besucht keine Seminare, sondern gibt sie. Das muss ich hier jetzt mal deutlich sagen. Denn ich denke, dass der Titel nicht passend ist.Ihre Krise und die ihre Gedanken kommen durch die Zeichnungen gut herüber. Oft dramatisiert und mit lustigen Metaphern wird der Leser in ihre Gedankenwelt entführt. Ich musste sehr oft lachen. Denn die Sekretärin an der Uni, die irgendwie keine Lust hat, kenne ich auch. Das Buch gibt gut die Alltagsprobleme von Studierenden oder Promovierenden wieder.Die Geschichte beinhaltet mehrere Jahre, die im Buch sehr kurz gehalten oder sogar übersprungen werden. Es gibt dadurch viele Zeitsprünge, die meiner Meinung nach deutlicher gekennzeichnet werden könnten. Das Ende kam mir dann viel zu abrupt und hätte ausgedehnter sein können.Die Zeichnungen an sich haben mir gut gefallen und ich habe sie mir gerne angeschaut.Die Farben hätten aber etwas greller sein können. Die Zeichnungen lassen gut Jeannes Gefühle erkennen. Die Metaphern haben mir wirklich sehr gut gefallen! Der Text ist gut lesbar. Hier könnt ihr euch in der Leseprobe die ersten Seiten anschauen und euch ein Bild davon machen.Während der Busfahrt hatte ich Spaß und ich denke, das Buch eignet sich für Studenten, aber wohl am ehesten für die, die gerade eine Abschlussarbeit schreiben. So wirklich konnte ich mich mit Jeanne nicht identifizieren. Für Zwischendurch war das Buch aber sehr unterhaltsam.FazitStudierst du noch oder lebst du schon ist ein schöner Graphic Novel, um ein zwei unterhaltsame Stunden damit zu verbringen. Leider habe ich wegen des Titels etwas anderes erwartet.ICH DANKE DEM KNAUS VERLAG UND DEM BLOGGERPORTAL FÜR DAS REZENSIONSEXEMPLAR!https://sternenbrise.wordpress.com/2016/10/25/rezension-studierst-du-noch-oder-lebst-du-schon-tiphaine-riviere/

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  • Studierst du noch oder lebst du schon // shalimasfilmweltenkritik.wordpress.com

    Studierst du noch oder lebst du schon?

    ShalimaMoon

    24. October 2016 um 16:40

    Meine Tage als Studentin waren kurz und sind auch schon wieder ein paar Jährchen her. Trotzdem fühlte ich mich von dem Buch „Studierst du noch oder lebst du schon?“ direkt angesprochen. Jeanne möchte ihr Sabbatjahr nutzen, um eine Doktorarbeit zu schreiben. So ist sie außer sich vor Freude, als ihr dieses genehmigt wird. Allerdings erhält sie kein Stipendium. Kein Problem, denkt Jeanne, dann arbeite ich halt nebenbei an der Uni. Doch der Alltag als Doktorantin ist ganz anders, als man ihn sich vorstellt. Tiphaine Rivière war einst selbst Doktorantin, gab dieses jedoch zu Gunsten einer Karriere als Comic-Zeichnerin auf und berichtet nun von ihren Erfahrungen, die sie während ihres dreijährigen Versuches gemacht hat eine Doktorarbeit zu schreiben. Jeanne ist von ihren Beruf als Lehrerin total genervt, denn ihre Schüler haben keinen Respekt und sind überhaupt nicht zu bändigen. Also beschließt sie ein dreijähriges Sabbatjahr einzulegen (in Frankreich laut Buch ohne Probleme möglich) und in diesen drei Jahren ihre Doktorarbeit zu schreiben. Schnell wird sie auch als Doktorantin angenommen, leider ohne Stipendium. Also will sie nebenbei an der Uni dozieren. Doch das Schreiben einer Doktorarbeit ist trotzdem kein Zuckerschlecken. Die verschiedensten Probleme werden in dieser Graphic Novel ausführlich dargestellt. Durch viele innere Monologe wird die Nähe zur Protagonistin sehr stark, man fühlt durchgängig mit ihr. Durch viele Schilderungen von Alltagssituationen findet man sein eigenes Studentenleben in einigen wieder, was die Nähe noch mehr verstärkt. Gleichzeitig schildert die Graphic Novel jedoch einen Zeitraum von ca. 5 Jahren auf 179 Seiten. Dadurch gibt es viele Zeitsprünge, die nur leider nur selten gekennzeichnet werden, wodurch man zwischendurch doch den Überblick verliert. Doch der Leser kann den Faden schnell wiederfinden, so dass man das Buch gut in ein paar Stunden durchgelesen hat. Die Bilder sind im ganz eigenen Stil gezeichnet und haben dadurch einen ganz persönlichen Charme. Die Handlungen und Emotionen sind alle passend dargestellt, so dass man zu den Denk- und Sprechblasen gleich die richtige Betonung erkennt. Das Bild/Text-Verhältnis ist passend. Der Text ist gut lesbar und überdeckt das Bild dabei nicht. Wenn einmal mehr Text nötig ist, so wurde das Bildmaterial verringert, aber trotzdem passend um den Text drapiert. Der einzige Haken am Buch ist der Titel. Denn dieser gibt dem Leser das Gefühl, es handele sich um eine Graphic Novel, die wirklich das Leben eines Studenten unter die Lupe nimmt. Denn zwischen Student und Doktorant ist noch einmal ein himmelweiter Unterschied. Aber vielleicht überrascht uns Autorin Rivière mit einer Fortsetzung. Alles in allem ist „Studierst du noch oder lebst du schon?“ ein kurzweiliges, aber realistisches Abenteuer in die Abgründe eines Doktorantenlebens. „Studierst du noch oder lebst du schon?“ wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür!

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  • Erzähl mal! Wie weit bist du mit deiner Doktorarbeit?

    Studierst du noch oder lebst du schon?

    Tallianna

    17. October 2016 um 15:22

    Jeannes großer Traum geht in Erfüllung: Sie wird als Doktorandin der Literaturwissenschaften akzeptiert. Enthusiastisch macht sie sich auf, in den nächsten drei Jahren ihre Doktorarbeit zu schreiben. Schnell holt sie jedoch das wahre Leben ein, zwischen schlecht bezahlten Nebenjobs, den Klüngeleien an der Uni und dieser verdammten Arbeit, die einfach nicht fertig werden will.Als ich die Anzeige für diesen Graphic Novel sah, musste ich ihn sofort lesen. Der Titel passt wie die Faust aufs Auge. Ich habe zwar „nur“ eine Magisterarbeit hinter mir, aber ich kenne das Gefühl, nie fertig zu werden, über der Zeit zu sein und schlussendlich vereinsamt vor dem blinkenden Cursor im Textfeld zu sitzen.Jeannes Charakter kommt unglaublich gut in den Zeichnungen rüber und entwickelt sehr viel Tiefe. Bei der allweihnachtlichen Inquisition ihrer Familie empfinde ich sehr viel Mitleid mit ihr. Vermutlich jeder, der eine Geisteswissenschaft studiert hat, kennt dieses Gefühl.Das Ende hat mich ein wenig gestört, besser gesagt, es hat mir zu abrupt aufgehört. Natürlich hat sie ihr Ziel dort erreicht, aber ein wenig mehr hätte den Graphic Novel runder gemacht. Vermutlich wollte die Autorin die Geschichte mit einem Happy End enden lassen. Ich frage mich jedoch, wie es für Jeanne weitergeht (Anstellung, Habilitation etc.). Vielleicht kommt hier zu sehr der Akademiker in mir durch.Zum Zeichenstil: Eigentlich präferiere ich schöne Zeichenstile, weich und rund. Das ist hier nicht der Fall. Die Zeichnungen sind teils übertrieben, leicht karikiert. Dafür wirkt die Geschichte aber umso authentischer. Bilder und Worte sprechen eine Sprache und übermitteln Jeannes Botschaft.Ein Must-read für Geisteswissenschaftler, denn ich bin mir sicher, dass sich jeder in dieser Geschichte wiederfindet.Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Bloggerportal zur Rezension zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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  • Studierst du noch oder lebst du schon? Tiphaine Rivière

    Studierst du noch oder lebst du schon?

    buecherkompass

    11. October 2016 um 09:46

    Jeanne Dargan hat die Nase gestrichen voll. Ihre Schüler gleichen einem Haufen wildgewordener Zoo-Affen, sie sind einfach nicht zu bändigen. Doch Jeanne hat einen Plan. Um dem Wahnsinn zu entkommen wird sie eine Doktoarbeit schreiben und so zu einer angesehenen Wissenschaftlerin avancieren. Als die junge Frau die lang ersehnte Zusage für ihre Doktorandenstelle erhält, ist sie sicher: von nun an geht es nurnoch aufwärts. Doch die Welt der Wissenschaft steckt voller Tücken und so lassen die ersten Hürden nicht lange auf sich warten. Während ihre Eltern noch über das seltsame Verhalten ihrer Tochter rätseln, mutiert Jeanne langsam aber sicher zum Stereotypen eines verzweifelten Doktoranden. Wird sie ihre Doktorarbeit trotzdem meistern? Selten hat mich ein Buch so zum Lachen gebracht wie dieser Graphic Novel. Da ich selbst Studentin bin, sind mir die im Buch geschilderten Situationen nur allzu bekannt. Und so blieb es nicht aus, dass ich mich bereits auf den ersten Seiten vollkommen mit der Protagonistin identifizierte. Schnell wird offensichtlich, dass auch die Autorin so ihre Erfahrungen mit dem Schreiben einer Doktorarbeit machen durfte. Die Momente sind aus dem Leben gegriffen und versprühen gerade deshalb ihren ganz eigenen Charme. Alltägliches wird so liebevoll und eingängig skizziert, dass man einfach weiterlesen muss. Auf Jeannes ersten Triumph folgt prompt die erste einschlagende Erkenntnis: das Doktorandenleben ist nicht so glanzvoll wie es scheinen mag. Die Doktorarbeit fordert einen hohen Tribut. Während Jeanne Organisationstalent und einen eisernen Willen beweisen muss, sorgt auch ihre Familie für Momente am Rande des Nervenzusammenbruchs. Der Leser ist natürlich immer hautnah dabei und darf mit Jeanne mitfühlen, mithoffen und mitlachen. Die Zeichnungen sind ganz und gar authentisch und mit einer solchen Detailverliebtheit gezeichnet, dass ich zeitweise das Lesen unterbrochen habe, um den Bildern mehr Aufmerksamkeit widmen zu können. Und das obwohl ich eigentlich zu den Menschen zähle, die sonst einfach zu neugierig sind um im Lesen kurz innehalten zu können. Mit ihren liebevollen Details verschönern die Bilder den Lesefluss nicht nur, sondern unterstreichen zudem tatkräftig die Aussagen des Graphic Novels. Und so wird die Geschichte um Jeanne die Doktorandin zu dem was sie ist: ein wunderbares und einzigartiges Lesevergnügen. Von mir gibt es eindeutige fünf Sterne und eine Empfehlung für alle Studenten und die, die es gerne werden wollen.

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