Tirdad Zolghadr Softcore

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Softcore“ von Tirdad Zolghadr

Schnell, clever, komisch - Teheran revisitedTeheran, ein Vierteljahrhundert nach der Revolution: Ein junger Iraner kommt aus dem Ausland zurück, um das Promessa - in den 70er-Jahren eine glamouröse Cocktailbar - als Galerie wiederzueröffnen. Aber er hat keine Ahnung, worauf er sich einlässt.
Er taucht ein in die Welt der Teheraner Kulturindustrie, in der sich Politik, Drogen und Markenartikel problemlos miteinander verbinden lassen. Auf der Suche nach Geld, Talent und Bildern für das Promessa eilt unser Protagonist durch Teheran und wird dabei verhaftet, verhört, erpresst und von seinen eigenen Gefährten betrogen. Zum Nachdenken bleibt jedoch keine Zeit, denn die Eröffnung rückt immer näher.
Zolghadr schreibt mit Witz und Hintergründigkeit über den Kunstbetrieb, über Pop und Verschwörungstheorien, über Teheran, Hamburg und Beirut. Sein rasanter Roman über die Eröffnung einer Galerie ist zugleich das schillernde Porträt einer Stadt, die so kein Europäer kennt. (Quelle:'Flexibler Einband/16.04.2008')

Stöbern in Romane

Oder Florida

Puh ... das war so gar nicht mein Buch. Die Story ist flach und die "Witze" platt ....

19angelika63

Lied der Weite

Wundervolle und ruhige Geschichte von sieben Menschen die ihren Platz im Leben suchen ...

19angelika63

Ein wilder Schwan

Man muss sich auf diese Art der Märchenerzählung einlassen, aber dann ist es teils doch sehr witzig.

Buchperlenblog

Olga

Läßt mich ratlos zurück... Kein großer Wurf!

Himmelfarb

Die Hauptstadt

Ein flammendes Plädoyer für Europa - mit anrührend authentischen Figuren und einer witzigen Rahmenstory. Je suis Européenne!

alasca

Das Winterbuch

Kühl und düster.

EvyHeart

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Softcore" von Tirdad Zolghadr

    Softcore

    jandrees

    30. March 2011 um 10:28

    Die rauschende Schah-Party wurde 1979 von der islamischen Revolution im Iran gecrashed. Aus dem dekadenten 1001-Nacht-Märchen, das ebenso schillernd wie scho-nungslos agierte, formte sich jenes Staatsgebilde, das 2002 vom US-Präsident George Bush zur "Axis of Evil" - zur Achse des Bösen - gerechnet wurde. 25 Jahre nach besagter Revolution geht das unterbrochene, unter dunklen Schleiern erstickte Fest weiter. In Tirdad Zolghars heißem Debütroman "Softcore" eröffnet ein junger, globalisierter Iraner seine It-Kunstgalerie in der Hauptstadt Teheran. Ungewöhnlich? "Heutzutage findet man Food Courts, West-Coast-Hip-Hop, internationale Filmfestivals, Nike und Puma und Swatch und Longines neben einer Heavy-Metal-Szene, Pizza Burger, Jim-Jarmusch-Retro-spektiven…" – im Iran! Softcore kippt mit popkulturell auf-geladenen Szenen die ermüdenden Terror-, Atomkriegbilder, ohne beschönigend zu wirken. Softcore ist: mutig, re-volutionär, regimekritisch, mittelpunktsfähig, cool. Warum? Die Antwort lautet: Ironie. Tirdad schreibt, beschreibt selbst die ungeheuerlichsten Begebenheiten mit ironisch-en Mitteln. Eine Horde Geheimagenten argwöhnt, dass ei-ne private CD-Sammlung Informationen für Mudschaheddin-Kameraden im Untergrund erhalten, sie "sitzen um den Couchtisch herum und hören nach dem Zufallsprinzip Lieder von Dr. Dre und Vanessa Paradis." Der junge Held muss in Einzelhaft. und er kann sich glücklich schätzen, Journalist zu sein: "Mein eigener Trakt ist picobello und bietet unbegrenzte Mengen an heißem Tee, frischen Früchten und Gerichten wie Hühnchen in Granatapfel-Walnuss-Soße, hat aber keinen Hof, und die grellen Neonlampen sind vierundzwanzig Stunden am Tag einge-schaltet." In diesem Ton werden üblicherweise All-Inclusive-Hotels auf Mallorca rezensiert. Als der Mann später freigelassen ist, kümmert er sich erst einmal um seine Kör-perhygiene: Stirn peelen, Achselhöhlen rasieren, Schläfen massieren, Nägel feilen. Der Terror ist außen vor und ge-rade deshalb omnipräsent. Nach Deo riecht nur der eige-ne Leib, draußen lauert ein stinkender Tod. Man kann nur absurden Visionen frönen, in solchen Zeiten: "Die Amerikaner sollen rüberkommen, ich schwöre a'n jad, sie sollten alles besetzen. Zwei Vorteile. Passt auf. erstens. Wir wer-den alle arabischen Führer los. Zweitens. Sind die Amerikaner erst mal am Boden, können wir sie abknallen." Der 1973 geborene Tirdad Zolghadr lebt als Kurator, Filmemacher und Kritiker in Berlin. Er schreibt für verschiede-ne Tageszeitungen und Kunstmagazine, unter anderem für das renommierte "Frieze Magazine", das 2003 die bekannte Kunstmesse "Frieze Art Fair" im Londoner Regent's Park begründet hat. Tirdads Roman, der bis jetzt nur in Deutschland erhältlich ist, erscheint nicht im Original: "Softcore" wurde von Johann Christoph Maass aus dem Englischen übersetzt. Das komplette Buch erinnert an einen anderen großen, globalisierten, genialischen, auf Deutsch und Englisch schreibenden Schriftsteller. Dieses Buch erinnert an Christian Kracht, der im Herbst endlich, endlich seinen neuen Roman "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten" vorlegen wird. Und eben dieser Christian Kracht bietet sich als fulminanter "Softcore"-Laudator an: "Man möchte wilde Blumen pressen, am Feuer stehen, dem jungen Schriftsteller Tridad Zolghadr immer wieder mechanisch die Hand schütteln für diesen großartigen Roman. Ihn zu lesen, bedeutet die Rituale einer absurden Komödie in einem leeren Theater in Teheran beobachten zu dürfen. Softcore ist kalt, präzise und gerade deshalb unglaublich unterhaltsam."

    Mehr
  • Rezension zu "Softcore" von Tirdad Zolghadr

    Softcore

    asita

    02. August 2008 um 07:50

    »Man möchte wilde Blumen pressen, am Feuer stehen, dem jungen Schriftsteller Tirdad Zolghadr immer wieder mechanisch die Hand schütteln für diesen großartigen Roman. Ihn zu lesen, bedeutet die Rituale einer absurden Komödie in einem leeren Theater in Teheran beobachten zu dürfen. Softcore ist kalt, präzise und gerade deshalb unglaublich unterhaltsam.« Christian Kracht

  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks