Tishani Doshi Die Glückssucher

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Inhaltsangabe zu „Die Glückssucher“ von Tishani Doshi

Prem Kumar Patel ist entsetzt. Zum Studium hat er seinen Sohn Babo nach London geschickt - sicher nicht, damit er sich dort verliebt, und erst recht nicht in eine Engländerin! Jetzt ist Entschiedenheit gefragt. Prem Kumar zwingt Babo zur sofortigen Rückkehr, nimmt ihm den Pass ab und stellt ein Ultimatum: Sollten sechs Monate Trennung das Paar nicht zur Vernunft bringen, kann die Hochzeit stattfinden - allerdings in Indien. Und selbstverständlich werden Babo Patel und Siân Jones die folgenden zwei Jahre im Haus der Familie Patel verbringen. Doch Babo und Siân kann das nicht erschüttern, und so beginnt die Geschichte der Familie Patel-Jones. Eine Geschichte vom Zusammenwachsen und Zusammengehören, vom Einander- Fremdwerden und Sich-Wiederfinden.

Der Erstling der indischen Lyrikerin Tishani Doshi ist eine berührende Liebesgeschichte und eine Geschichte der Annäherung fremder Kulturen.

— Barbara62

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  • Kein Alkohol, kein Fleisch, keine Frauen

    Die Glückssucher

    Barbara62

    27. August 2015 um 09:09

    Als die indische Familie Patel in den 1960er-Jahren ihren ältesten Sohn Babo stolz zum Studium nach London schickt, bekommt er drei Warnungen mit auf den Weg: kein Alkohol, kein Fleisch, keine Frauen. An keines der Verbote hält sich der fleißige Student und als der Vater davon erfährt, dass Babo sich in eine Waliserin verliebt hat, lockt er ihn mit einer List zurück und nimmt ihm den Pass ab. Denn so stark die durch die Geschichte geprägte Nähe zu England ist, so stark misstraut man doch den Engländern. Aber Babo und Siân kämpfen um ihre Liebe und so kann Siân ein halbes Jahr später in eine für sie völlig fremde Welt aufbrechen. Der Erstling der indischen Lyrikerin Tishani Doshi ist eine berührende Liebesgeschichte und eine Geschichte der Annäherung fremder Kulturen.

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  • Frage zu "Der Namensvetter" von Jhumpa Lahiri

    Der Namensvetter

    Bella5

    Hallo, ich suche Romane, die in und um Indien handeln. Historisch oder zeitgenössisch. Kann jemand etw. empfehlen?

    • 14

    serendipity3012

    19. November 2011 um 12:53
  • Rezension zu "Die Glückssucher" von Tishani Doshi

    Die Glückssucher

    michael_lehmann-pape

    12. October 2010 um 13:34

    Glück gibt es nicht geschenkt In den 1960er Jahren war die Welt anders. Sehr viel getrennter und auf keinen Fall globalisiert. Eine Enge, die sich damals noch viel mehr als heute auch in der Abneigung gegen das und die Fremde(n) niederschlug. Vor allem die Geschichte Indiens legte hierzu ein beredtes Beispiel ab. Das englische Protektorat, 1947 durch die Wirkung Gandhis beendet, reichte innerlich noch weit hinein in diese 60er Jahre. So bildet die einerseits geprägte Nähe zu England und die andererseits mit Abneigung betrachteten Engländer eine dynamische Blaupause für Tishiani Doshis Erstlingsroman. Der Geschichte vom Suchen, Finden und Kämpfen um das persönliche Glück zwischen Fremden unter belasteten, äußeren Voraussetzungen. Dem Inder Babo Patel ermöglicht sein Vater, durchaus unter Opfern, ein Studium in London. Allerdings hat der Vater bei seinen Plänen eines bestens ausgebildeten Sohnes die Rechnung ohne des Sohnes Suche nach Glück und ebenfalls ohne die wunderbare Sian Jones gemacht. In diese nämlich verliebt sich der Student in London. Ein stolzer Inder, dessen Volk das große Weltreich England in die Knie gezwungen hat, nachdem es Jahrzehnte unter der britischen Ausbeutung gelitten hat, will eine Engländerin heiraten? Umgehend greift der Vater zur List, um den Sohn zurück zu locken, konfisziert dessen Pass und hält ihn für ein halbes Jahr von allem fern, was mit dieser englischen Frau zu tun haben könnte. Gnädig eröffnet er dem Sohn eine kleine Chance. Sollte nach diesen 6 Monaten die Liebe noch erhalten sein, dann darf er Sian Jones heiraten. Natürlich in Indien, nach indischen Bräuchen und, wie es sich gehört, soll das junge Ehepaar dann für eine geraume Weile im Haus der Eltern leben. Doch nichts kann Babo und Sian voneinander trennen, schon gar nicht randalierende Väter. So gehen beide den Weg der Annäherung aneinander als Fremde aus verschiedenen Kulturen und überzeugen Schritt für Schritt die von Ressentiments geprägte Verwandtschaft (nicht nur die indische!) von der Möglichkeit einer Annäherung auch untereinander. Tishani Doschi merkt man beim Lesen an, dass ihre Wurzeln in der Lyrik liegen. In bildhafter Sprache (allein schon die Beschreibung der inneren Vorgänge in Babo, als er Sian das erste Mal sieht, ist wunderbar sinnlich geschildert) führt sie ihre Geschichte stringent an ihrem roten Faden entlang und lässt Raum einerseits für genügend Humor, der entsteht, wenn geprägte Welten mit ihren kulturellen Eigenarten in einer Familie aufeinander prallen, andererseits lässt sie an der eigentlichen Geschichte des Fremdseins und sich im Leben mehr und mehr finden nie los. Berührende Momente der Kraft der Liebe, auch Konflikte zu überwinden, finden sich ebenfalls bestens erzählt im Buch. Deutlich wird im Verlauf der Geschichte, wie sehr sich immer wieder der Kreis des Lebens schließt und es eine ständige Aufgabe bleibt, den eigenen Weg auch in der Fremde und auf befremdliche Weise finden zu müssen. Einen Weg, der von inneren und, vor allem, äußeren Katastrophen nicht verschont bleibt bis hin zum poetischen Ende. Empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Die Glückssucher" von Tishani Doshi

    Die Glückssucher

    bücherelfe

    28. September 2010 um 22:26

    Die Glückssucher ist eines dieser Bücher, deren Cover mich magisch angezogen hat. Auch der Buchtitel ist ein Treffer ins Schwarze. Denn genau darum geht es in dieser Geschichte. Um das Suchen und vor allem das Finden des Glücks. „“Mit der Suche geht es los“, sagte Ba. „Versuche nicht, davor davonzulaufen, zweifle nicht an deiner Fähigkeit, selbst Glanz zu verbreiten“.“ Die Geschichte beginnt im indischen Madras der 1960er Jahre. Als Babo, ältester Sohn der Familie, sich aufmacht, um im fernen London zu studieren, ist sein Vater Prem Kumar Patel sehr stolz. Dass Babo dort aber nicht nur akademische Ehren sondern in der Waliserin, Siân Jones die Liebe seines Lebens findet, lässt dem in Traditionen verhafteten Prem Kumar die Haare zu Berge stehen. So etwas hätte er sich in seinen schlimmsten Alpträumen nicht ausmalen können. Als Familienoberhaupt muss er entschieden handeln. Mit einer List lockt er Babo zur sofortigen Rückkehr, nimmt ihm den Pass ab und stellt ein Ultimaum: Wenn sechs Monate Trennung das Paar nicht zur Vernunft bringt, darf geheiratet werden. Notabene in Indien; und die folgenden zwei Jahre wird das junge Paar selbstverständlich im Haus der Familie Patel leben. Wer Babo und Siân kennt, weiss, dass nichts und niemand ihre Liebe erschüttern kann und so halten sie sich das halbe Jahr mit Briefen über Wasser. Einzig Babo’s Grossmutter, Ba, freut sich vom ersten Moment über das Glück ihres geliebten Enkels. "Sie wollte, dass sich seine Liebe zu dem Waliser Mädchen wie eine Lotusblüte entfaltete und leuchtete. Es würde so kommen. Das Mädchen würde kommen. Aber bis sie das tat, musste Babo warten, und sie, Ba, wollte mit ihm warten. Aufrecht, atmend und mit klopfendem Herzen." Wir erleben hautnah die Sehnsucht der beiden und die Gänsehaut, als sie sich nach diesem halben Jahr der Trennung endlich wieder als Ganzes fühlen dürfen. Wir sind bei Siâns ersten Schritten in diese für sie so fremde indische Welt dabei und staunen, mit welcher Hingabe und auch Zähigkeit sie Babo’s Heimat und all die damit verbundenen Menschen erobert. Und plötzlich ist nicht mehr so klar, ob sie nach zwei Jahren das geschaffene Nest wieder verlassen wollen. Fazit: Eine ganz grosse Liebesgeschichte und ein Tauchgang mitten ins Leben in einer indischen Familie. Absolut bezaubernd!

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