Tito R. Mukhopadhyay Der Tag, an dem ich meine Stimme fand

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Inhaltsangabe zu „Der Tag, an dem ich meine Stimme fand“ von Tito R. Mukhopadhyay

Tito ist Autist. Der indische Junge kann kaum sprechen, lernt aber mit Hilfe seiner Mutter zu schreiben. In diesem Buch berichtet Tito eindrucksvoll und in der Sprache eines Kindes, dennoch erstaunlich poetisch, von seiner Lebens- und Gefühlswelt, die er lange Zeit keinem begreiflich machen konnte. Er gibt einen intensiven Einblick in die Welt des Autismus und überrascht durch seine unkonventionelle Art zu denken - die Kategorisierung von Menschen als "normal" und "unnormal" wird einmal mehr ad absurdum geführt.

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  • "Ich war zu allem bereit, was mir zu Akzeptanz verhelfen konnte."

    Der Tag, an dem ich meine Stimme fand
    R_Manthey

    R_Manthey

    26. June 2015 um 10:57

    Wenn man die Geschichte "Die Stimme der Stille" in diesem schmalen Büchlein liest, dann will man nicht glauben, dass sie ein achtjähriger Junge verfasst hat. Zu reif und zu klar sind die Beschreibungen seiner Welt und seiner Sicht auf das Universum der scheinbar Normalen. Titos Geschichte ist eine Art nachträglich geschriebenes Tagebuch, das bis in die frühe Kindheit zurückgeht. Tito kann zu dieser Zeit noch nicht sprechen. Er begreift zunächst nicht, dass die Stimmen, die er hört, etwas mit den Lippenbewegungen der Menschen zu tun haben, die zu ihm sprechen. Tito kann sich nur unkoordiniert bewegen. Er fühlt sich wie ein Geist in seinem Körper, weil die Muskelansteuerung nicht richtig funktioniert. Auf Veränderungen seiner unmittelbaren Umgebung reagiert er mit Panikattacken, Geschrei und wilden Bewegungen. Tito wird wie viele Autisten von den bei ihm in der Regel ungefiltert ankommenden Eindrücken in Angst und Schrecken versetzt, wenn sie überhand nehmen. Er kann offene Räume nicht ausstehen. Seine Sinneswahrnehmungen sind voneinander getrennt, wie überhaupt die Koordination verschiedener Körper- und Geistesfunktionen ihm zunächst große Schwierigkeiten bereitet. Seine Eltern suchen den Rat vieler Ärzte. Es dauert lange, bis endlich einer bemerkt, dass der Junge Autist ist. Eigentlich wäre die Geschichte bereits hier zu Ende, denn das ärztliche Schema besagt Hoffnungslosigkeit. Sie trauen dem Jungen nichts zu. Doch Tito hat zum Glück eine Mutter, die mit derselben Sturheit ausgerüstet ist wie er selbst. Ohne diese Frau hätten wir nie erfahren, dass der Junge einen Intelligenzquotienten besitzt, von dem die meisten von uns nur träumen können. Es waren nicht die stets allwissenden Ärzte, sondern diese Frau, die der staunenden Wissenschaft zeigte, dass in vielen Autisten vielleicht oft mehr steckt, als sich die Medizin je vorstellen konnte. Ich habe mich schon immer gefragt, wie Leute über etwas Bescheid wissen können, was sie selbst nie von innen gesehen haben. Von seiner Mutter lernt Tito Lesen. Danach kann er auf Buchstaben zeigen, auf diese Weise Wörter bilden und kommunizieren. Später bringt ihm seine Mutter auch das Schreiben bei. Eigentlich ist das unvorstellbar, wenn man erfährt, wie unkoordiniert Tito gewöhnlich agiert. Wir erfahren erst aus seinem Text, dass seine Mutter dabei fast Unmenschliches geleistet hat, nie aufgab und auch vor drastischen Methoden nicht zurückschreckte. Wahrscheinlich kann so etwas nur eine unglaublich harnäckige Mutter mit viel Liebe für ihr Kind und einem enormen Einfühlungsvermögen in dessen innere Welt. Fazit. Für interessierte Nichtautisten bringt dieses Buch Licht in die Innenwelt der scheinbar nicht Normalen. Und vielleicht zeigt es auch, dass sich das Leben nicht an willkürlich gezogene Grenzen hält. Für Eltern autistischer Kinder ist es mit Sicherheit eine Offenbarung und eine Quelle von Hoffnung.

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  • Rezension zu "Der Tag, an dem ich meine Stimme fand" von Tito R. Mukhopadhyay

    Der Tag, an dem ich meine Stimme fand
    bienee

    bienee

    23. August 2009 um 11:59

    Dieses ausserorendtlich berührende Buch, welches von einem autistischen Kind selbst verfasst wurde, fesselt einerseits mit der kindlichen aber äusserst poetischen Sprache und andererseits ermöglicht 'der Junge' (wie er sich selbst nennt) einem einen unvergleichlich direkten EInblick in das Leben eines Autisten. Nebst anderer Fachliteratur zum Autismus empfinde ich dieses Buch als echte Bereicherung, weil Tito seltenst genau beschreiben kann wie die Welt um ihn rum und in ihm aus dem Blickwinkel eines autstischen Kindes funktionierte und nicht funktionierte, was ihn blockierte und was ihm geholfen hat. Das Buch macht Mut!

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  • Rezension zu "Der Tag, an dem ich meine Stimme fand" von Tito R. Mukhopadhyay

    Der Tag, an dem ich meine Stimme fand
    aida

    aida

    19. April 2008 um 21:14

    Ganz ganz selten breche ich einBuch mittendrin ab, doch hierbei war es der Fall.Es war mir zu undurchschaubar, reihte sich an wie Kurzgeschichten..