Titus Dittmann

 4.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Lernen muss nicht scheiße sein, Brett für die Welt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Titus Dittmann

Titus Dittmann, geboren 1948 in Kirchen an der Sieg, studierte in Münster Pädagogik, Sport und Geografie. Das Thema seiner Examensarbeit: »Skateboarding im Schulsportunterricht?« Seinen Beamtendienst als Lehrer quittierte er 1984 und begann den Aufbau seines Unternehmens TITUS, dem er einen Skatepark anschloss. Heute ist TITUS Europas größter Anbieter von Skateboards und Streetwear. Mittlerweile führt die Geschäfte Sohn Julius. Titus selbst kehrte zu seinen Wurzeln zurück: Er lehrt an der Universität Münster und nutzt die Kraft des Skateboardens, um weltweit mit »skate-aid« die Situation von Jugendlichen in Krisen-, Kriegs- und Entwicklungsgebieten zu verbessern. Titus Dittmann was born in Kirchen on the river Sieg in 1948. He studied pedagogics, physical education and geography in Münster. The topic of his thesis was »Skateboarding in Physical Education?«. In 1984, he quit civil service and began laying the groundwork for his company TITUS, including building a skate park. Today, TITUS is Europe’s biggest vendor of skateboards and street wear. Titus’ son Julius now manages the business. Titus himself has returned to his roots: he teaches at the University of Münster and utilizes the power of the skateboard with his skate-aid foundation to improve the situation of teenagers in crisis areas and developing countries worldwide.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Titus Dittmann

Cover des Buches Lernen muss nicht scheiße sein (ISBN: 9783710900686)

Lernen muss nicht scheiße sein

 (3)
Erschienen am 18.04.2019
Cover des Buches Brett für die Welt (ISBN: 9783869950372)

Brett für die Welt

 (1)
Erschienen am 21.09.2012
Cover des Buches Open and Above Board (ISBN: 9783830935100)

Open and Above Board

 (0)
Erschienen am 13.06.2016

Neue Rezensionen zu Titus Dittmann

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Rezension zu "Brett für die Welt" von Titus Dittmann

Heaven is a Halfpipe
gemuesebuergerinvor 2 Monaten

Titus Dittmann ist all das:

Größenwahnsinniges Großmaul, gerissener Geschäftsmann und grundehrlich-großherziger Glücksritter.

Voller Selbstvertrauen, aber auch Selbstkritik, schlägt er einen großen Bogen vom brikettstapelnden Steppke über die ersten Rollversuche auf einfachen Brettern, über den waghalsigen Alles-Ausprobierer, den erfolgsverwöhnten Businessonkel bis zum humanitär Tätigen. Das ist staubig, ehrlich, mitunter roh, manchmal selbstverliebt, aber von so einer mitreißenden Energie, dass er es tatsächlich geschafft hat, den Eindruck, den man 'live' von ihm gewinnen kann, zwischen zwei Buchdeckel zu bringen.

Das liest sich wahnsinnig spannend, und wer noch die Skaterszene der 1990er Jahre vor Augen und Punkrock im Herzen hat, wird seine helle Freude daran haben.

Mir vermittelte er mehr Lebensweisheit und war mir ein größerer Motivator, als es jedes pastellfarben-berkringeltes, handgelettertes Selbstfindungsbuch vermitteln könnte.

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Rezension zu "Lernen muss nicht scheiße sein" von Titus Dittmann

Ein Skateboard gegen die Fremdbestimmung
annluvor 2 Jahren

*Furchtlosigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebensglücks. Wer beim Skateboarden alleine, ohne fremde Hilfe, die unglaublichsten Tricks erlernt, der fühlt sich auch ganz anderen Herausforderungen gewachsen.*


Kindheit heute ist geprägt von Anforderungen, Druck von außen und festgelegten Regeln und Rollen. Sei es die Schule als auch die Freizeit – alles ist durchgeplant und wird nicht selten von Erwachsenen kontrolliert und überwacht. Titus Dittmann stellt seine Leidenschaft – das Skateboarden – vor und reflektiert über die Erziehung und das Bildungswesen von heute, in dem er aus seinen Erfahrungen aber auch seinem eigenen Leben berichtet.



Der Leser muss sich bei der Lektüre dieses Buches auf einige Kritik gefasst machen. So wird die Kindheit von früher mit der von heute verglichen und dabei auf die Elemente eingegangen, die dem Autor wichtig waren. Für ihn steht die moderne Erziehung nicht grundsätzlich unter einem dunklen Stern – er hat aber auch einige Entwicklungen im Visier, die Negatives zeigen. Dabei geht er nicht vom eigenen Empfinden aus, sondern von Feststellungen aus Studien und der Wirtschaft. Jungen Erwachsenen fehlt es an Risikobereitschaft und immer öfter auch Selbstständigkeit.


Da seine Leidenschaft dem Skateboard gehört erklärt er immer wieder am Beispiel dieses Hobbys die positiven Auswirkungen von Freiräumen, intrinsischem Lernen und Kameradschaft dar. Dass solche auch bei anderen Aktivitäten gewonnen werden können, schließt er nicht aus, betrachtet aber manch andere Sportart als weniger effektiv.


Auch wenn das Skateboarden für ihn und damit im Buch eine große Rolle spielt, geht es in erster Linie nicht darum. Wichtiger ist dem Autor die Frage, was gerade falsch läuft in Bezug auf die Erziehung, Entwicklung und Bildung deutscher Jugendlicher/Kinder. Kritisch betrachtet er die Fremdbestimmung und ständige Überwachung durch Erwachsene. Allerdings bleibt es nicht nur bei Kritik. Er maßt sich zwar nicht an, alleine und als Laie das Bildungssystem reformieren zu können, äußert aber seine Meinung zum Thema.


Angesprochen werden besonders auch Eltern, die unmittelbarer und weniger vom System beeinflusst Verhaltensänderungen bewirken können. In Bezug auf sie und die Erziehung übt er mitunter auch heftige Kritik. Wer seine eigene Erziehungsmethode über alles stellt, ist hier mit vielem sicher nicht einverstanden. Wer aber zugeben kann, dass eine Verbesserung immer möglich ist, kann sich hier so manche Tipps holen und die moderne Situation in Bezug auf die Erziehung aus Sicht der Kinder reflektieren.


Der Sportler und Unternehmer Dittmann hat mich besonders durch seine weltweiten Projekte in Zusammenarbeit mit SOS – Kinderdorf beeindruckt. Das Verhalten der Kinder in den unterschiedlichsten Ländern aber auch die Wirkung der Skateparks dort war interessant. Davon hätte ich gerne mehr gehört.


Fazit: Ein kritischer Blick auf die moderne Erziehung und Bildung, dem es aber nicht an Lösungsvorschlägen mangelt.

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W

Rezension zu "Lernen muss nicht scheiße sein" von Titus Dittmann

All das kann natürlich auch ohne Skateboard funktionieren
WinfriedStanzickvor 2 Jahren


 

Immer mehr Eltern müssen beide vollzeit berufstätig sein. Entweder ist sonst das Leben in einer Familie nicht zu finanzieren, oder aber beide wollen nach einer langen Ausbildung arbeiten und sich weiterentwickeln. Außerdem drängen ein leergefegter Arbeitsmarkt und ein immenser Fachkräftemangel die Politik zu Maßnahmen, die es insbesondere Frauen erleichtern, schon bald nach der Geburt ihres Kindes wieder ganz oder teilweise berufstätig zu sein.

Das hat zu veränderten Nachfragen nach der Betreuung der Kinder im Kindergarten oder in der Schule geführt. Durch verlängerte Öffnungszeiten in den Kindertagesstätten, durch Ganztagsschule, Förderunterricht und Ferienbetreuung hat sich der Alltag unserer Kinder so entwickelt, dass er oft einem strengen Stundenplan folgt. Raum für jugendlichen Übermut, für kindliche Neugier, für ein zielloses Sich-treiben-Lassen bleibt kaum. Gleichzeitig werden Selbstbestimmung und persönliche Freiheit in der Erwachsenenwelt noch nie so großgeschrieben wie heute. Doch unsere Kinder haben nichts davon.

 

Durch den Stress der Arbeit und die lange Zeit, die Kinder in Kindergarten und Schule verbringen wird auch eine Tendenz bei vielen Eltern unterstützt, ihre Kinder in der restlichen Zeit  vom Sandkasten bis zum Abitur zu kontrollieren zu korrigieren und zu zensieren. Bekannt geworden als Helikopterphänomen.

 

Der Autor des vorliegenden Buches, Titus Dittmann,  tritt dafür ein, dass wir generell unseren Kindern wieder mehr Freiräume im Alltag zugestehen und ermöglichen.  Denn, davon ist er überzeugt:  zu viel Eltern ist für die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes genauso katastrophal wie zu viel Schule.

 

Unsere Kinder brauchen, bei aller notwendiger elterlichen Fürsorge viel mehr Freiraum, Kreativität und schon früh geübte Eigenverantwortung.

 

In diesem locker geschriebenen Buch können Eltern unter anderem erfahren


- wie Lernen auch ohne den negativen Beigeschmack von Langeweile und Zwang funktioniert
- wie Skateboarden Eigenverantwortung fördert und Orientierung gibt
- warum Kinder erwachsenenfreie Räume brauchen, um stark und selbstbewusst zu werden


Eine Bemerkung des Rezensenten: all das kann natürlich auch ohne Skateboard funktionieren. Es gibt Kinder, wie etwa meinen Sohn, die mit so einem Brett nie etwas anfangen konnten, aber dennoch zu sportlichen, bewegungsfreudigen, selbstbewussten und kritischen jungen Menschen herangewachsen sind.

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