Titus Müller Die Jesuitin von Lissabon

(32)

Lovelybooks Bewertung

  • 41 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 2 Leser
  • 12 Rezensionen
(14)
(10)
(4)
(4)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Jesuitin von Lissabon“ von Titus Müller

"Jede Seite atmet Geschichte." Wolf Serno

Antero Moreira de Mendonça hasst die Jesuiten. Als ein Erdbeben von biblischer Wucht Lissabon 1755 zerstört und die Jesuiten den Zorn Gottes predigen, sieht der junge Naturwissenschaftler die Gelegenheit gekommen, sich am Orden zu rächen. Doch Gabriel Malagrida, der als Prophet verehrte Jesuitenführer, ist ihm ein machtvoller Gegner. Mit Hilfe der deutschen Kaufmannstochter Leonor gelingt es Antero, dem Kerker und der Hinrichtung zu entgehen. Was Antero nicht weiß: Leonor gehört zur Gefolgschaft der Jesuiten. Für wen schlägt Leonors Herz - für Antero oder ihre grausamen Glaubensbrüder?

"Das prächtige Lissabon hieß lange schön und groß; doch eine halbe Viertelstunde verwüstet solches bis zum Grunde. O grässliches Schauspiel! Welch ein Entsetzen!"
Leipziger Zeitung, 6. Dezember 1755

Mit 24 Seiten Zusatzmaterial

Titus Müller schafft einen lebendigen Hintergrund für eine Reise nach Portugal, belebt diese faszinierende Stadt

— drachensegler

Stöbern in Historische Romane

Möge die Stunde kommen

Der bis jetzt schlechteste Band der Reihe, schade. Null Spannung, viele Wiederholungen.

Marlon300

Das Fundament der Ewigkeit

Ein Stück Mittelaltergeschichte als Roman - packend, spannend und brutal. Das Buch lebt mitunter von den harten Schicksalsschlägen.

stzemp

Troubadour

Zu viel Sex verdirbt das beste Buch.

Arbutus

Die Rivalin der Königin

"Die Rivalin der Königin" ist ein spannender und fesselnder historischer Roman voller Verrat und Intrigen am englischen Königshof.

MarensBuecherwelt

Das Gold des Lombarden

wahnsinnig interessanter historischer Roman

Vampir989

Das Haus der Granatäpfel

Ich wurde in ein Paradies zur Familie Delachloche entführt, habe mit ihnen gefeiert, gelebt und gelitten.

Buecherwurm1973

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein opulentes Mittelalterepos in neuem Gewand ...

    Der Kalligraph des Bischofs

    Bellis-Perennis

    Historischer Hintergrund: Wir befinden uns im 9. Jahrhundert nach Christus. Karl der Große, der römisch-deutsche Kaiser, ist 814 gestorben. Sein Nachfolger ist Sohn Lothar. Auf dem Papstthron sitzt Paschalis I., der mehr Einfluss in den deutschen Landen will. Die Kirche und die Fürstentümer rittern um ihre Macht. Wenn sie nicht gemeinsam gegen die Sarazenen, die ihre Pfründe bedrohen kämpfen, bekriegen sie sich gegenseitig. Die Klöster stehen in ihrer Hochblüte. Die Kunst des Schreibens wird hochgehalten. In den Skriptorien mancher Klöster finden wahre Künstler im Ausfertigen von Urkunden ihr Lebensziel. Unter Karl dem Großen wird auch die als „karolingische Bildungsreform“ begonnen und die Schrift der „karolingischen Minuskel“ als Schreibschrift eingeführt Inhalt: Germunt, ein Dieb und Mörder flieht vor seinen Bluträchern über die Alpen nach Turin. In eben jene Stadt, in die auch Claudius, ein gelehrter Westgote als Bischof entsandt wurde. Claudius ist zwar Bischof, vertritt aber die Lehre nach dem Bilderverbot in der Kirche. Zu dieser Zeit (700 Jahre vor Martin Luther) eine ketzerische These. Doch nicht nur die innerkirchlichen Dispute machen Claudius das Leben schwer, nein auch der aufsässige Graf Godeoch will ihn aus dem Weg räumen. Claudius nimmt Germunt in seine Dienste und lässt ihn in den „sieben schönen Künsten“ ausbilden. Der ehemalige Dieb findet Gefallen daran Schreiben zu lernen und entpuppt sich als wahrer Künstler. Noch weiß Germunt nicht, dass seine Gabe sowohl Claudius als auch ihm das Leben retten wird. Die Schicksale der beiden sind enger verknüpft als sie beide dies erwarten. Erzählstil/Spannung: Titus Müller präsentiert einen opulenten und farbenprächtigen Mittelalteroman. Gespickt mit echten historischen und fiktiven Personen und Persönlichkeiten. Der Leser ist förmlich dabei, wenn die Salzverkäufer ihre Ware auf dem Markt loswerden wollen. Man kann die inneren Kämpfe des Bischofs miterleben, ist hautnah an den Intrigen dabei und lernt einiges aus der Geschichte. Das jedoch völlig unaufgeregt und unterschwellig. Sehr anschaulich ist das Leben der einfachen Leute geschildert, der Gestank im sommerlich heißen Turin, Manchmal könnte die eine oder andere Passage ein wenig gestrafft werden. Als Leser kommt man manchmal in Versuchung „schnell“ weiterzulesen, so dass einem das eine oder andere wichtige Detail entgeht. Spannende Situationen entstehen immer dann, wenn einerseits Germunt in sein altes Leben als Dieb zurückfällt und andererseits Claudius an sich und Gott zweifelt. Hochspannung kommt auf, als das Geheimnis um Germunt von einem Spielmann gelüftet wird. Charaktere: Germunt, ein schlauer Bursch, gewitzt nimmt seine quasi letzte Chance in Form des Schreiberlings bei Claudius wahr. Seine „Karriere“ als Dieb ist nun beendet. Er setzt seinen Verstand nun für andere Dinge ein. Claudius, der Zweifler, sein täglicher Kampf mit sich und Gott ist anschaulich dargestellt und mündet in der Zerstörung der Heiligenbilder und Statuen. Er erkennt kritisch, dass der Reliquienhandel ausgemachter Schwindel ist. Es ist allerdings auch ein absoluter Machtmensch. Stilla, die Blinde erscheint mir ein wenig zu emanzipiert. Das macht aber gar nichts, bietet sie ja Germunt, dem Grafen und auch dem Bischof die Stirn. Fazit: Ich habe das Buch schon im Jahr 2002 bei seinem erstmaligen Erscheinen gelesen. Es hat in der Zwischenzeit nichts an seiner Faszination eingebüßt. Für die, die sich im Mittelalter abseits von „König Artus und seiner Tafelrunde“ nicht so gut auskennen, wäre ein Glossar recht hilfreich. Wer mittelalterliche Farbenpracht liebt, ist hier richtig und gut bedient.

    Mehr
    • 10
  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. January 2012 um 13:09

    Inhalt: (...hatte hier gerade so viel geschrieben, nun alles futsch - ich habe keine Lust mehr zu schreiben...) ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Keine Besonderheiten. ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Eine ziemliche Liebesschnulze. Und wenn man viel weniger als das erwartet, was einem auf dem Klappentext versprochen wird, dann ist es ein Buch zum überfliegen. Ach so: Die ersten 100 Seiten waren eine ziemlich Qual: Dauernd sich ändernde Schauplätze und Figuren und somit für mich ein ziemlich langweiliges Chaos... ** ** ** ** ** ** ***

    Mehr
  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    muecker

    06. February 2011 um 19:56

    Eigentlich bin ich nicht so der große Fan von Historischen Romanen, aber "Die Jesuitin" hat mir sehr gut gefallen. Ich könnte das Buch leicht lesen und es war voller Informationen. Allgemein ist das Thema vom Erdbeben in Lissabon sehr interessant in meinen Augen.

  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    AxelSMeyer

    04. February 2011 um 23:47

    Eine packende Geschichte und ein historischer Roman, der den Titel verdient: Die Jesuitin ist prall gefüllt mit interessanten Details und gut geschrieben.

  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    Cibo95

    06. October 2010 um 09:25

    Historie vor dem 19. Jahrhundert ist irgendwie nicht mein Ding. Von begeisterten Lesern verleitet, habe ich "Die Jesuitin von Lissabon" gelesen, mit wenig Begeisterung, einfach aus Neugierde, was damals bei dem Erdbeben passiert ist. Die Geschichte um Antero und Leonor hat mich gelangweilt, sein Kampf gegen den Jesuitenführer hat mich nicht mitreißen können. Irgendwie plätscherte die Geschichte mit wenigen Höhepunkten vor sich hin ... vielleicht hat mich auch das Getue der Adligen genervt. Ich weiß es nicht genau. Das Buch habe ich gelesen und werde es wohl schnell wieder vergessen. Eine nette Lektüre, mehr war es für mich nicht.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Lissabon 1755. Antero Moreira de Mendonça, einst die rechte Hand des Jesuitenführers Gabriel Malagrida, kehrt nach längerer Abwesenheit in die Stadt am Tejo zurück. Bei den Jesuiten hat er eine naturwissenschaftliche Ausbildung genossen. Seit er sich von dem Orden jedoch abwandte, weil dieser Schuld am Tod seiner geliebten Julie trägt, muss er den Hass des vom Volk als Prophet verehrten Ordenmannes fürchten. So ist er schon seit Jahren auf der Flucht. Unmittelbar nach seiner Rückkehr bemerkt er eigenartige Erscheinungen, so sind z. B. Quellen plötzlich schwefelhaltig, die Tiere reagieren verstört. Für ihn deutet alles auf eine bevorstehende Naturkatastrophe hin. Er will noch warnen, aber es ist zu spät. Ein verheerendes Erdbeben zerstört die Stadt, tausende Menschen kommen ums Leben. Antero sorgt sich um seine Tochter, Samira, die er bei der deutschen Kaufmannsfamilie Oldenburg versteckt hält. Sowohl Leonor, älteste Tochter des deutschen Kaufmannes, als auch seine Tochter haben das Erdbeben überlebt. Gemeinsam mit Leonor versucht er nun zu beweisen, dass ein Erdbeben nicht gottgewollt ist. Aber Leonor ist auch für Anteros ärgsten Widersacher, Malagrida, keine Unbekannte. Der nennt sie freundschaftlich seine Jesuitin. Der Klappentext verspracht eine Liebesgeschichte zwischen Antero und Leonor. Also die bekannte Konstellation in einem der momentan inflationär auf dem Buchmarkt zu findenden „Die …in“-Romane. Ich war dementsprechend auf leichte und wohl auch seichte Unterhaltung eingestellt. Titus Müller war mir als Autor unbekannt. Wohl nur deshalb verfiel ich in diesen Irrglauben. Schon der zu Beginn geschilderte Sturm ließ mich aufhorchen und weckte sofort mein Interesse an diesem Roman. Realitätsnah, kraftvoll und wortgewandt beschrieb der Autor dieses Naturereignis und diesem Stil blieb er bis zum Ende treu. So gab es keine rührseligen Szenen, kein Liebesgeflüster und auch keinen kitschigen Herzschmerz. Dafür zeichnete der Autor auf beeindruckende Weise, das Bild einer von einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes heimgesuchten Stadt. Die Ängste der Menschen wurden nachvollziehbar, deren Reaktionen und Handlungen waren verständlich. Immer wieder gab es Verweise auf die politische Situation und den damaligen Stand der Technik und der Wissenschaft. Das machte den gesamten Roman so authentisch und glaubwürdig. Die im Roman enthaltenen Erklärungen zur politischen Lage, zum Jesuitenorden, zur Erdbebenforschung und die technischen Details wurden so geschickt in die Handlung integriert, dass sie zwar hervorragende Recherche belegten, jedoch nie dozierend wirkten. Titus Müllers Protagonisten waren nicht nur Charaktere, sie besaßen auch Charakter und durchliefen in Handlungsverlauf eine Entwicklung. Zudem wurde von der ersten Seite an kontinuierlich ein Spannungsbogen aufgebaut, der bis zum Ende hin gehalten werden konnte. Das Buch enthielt ein aufschlussreiches und erklärendes Nachwort. Die Gestaltung ist ansprechend. Als einzigen Kritikpunkt sehe ich die Wahl des Titels an, der meines Erachtens aus rein im Marketing verankerten Gründen so gewählt wurde. Für „Die Jesuitin von Lissabon“ war eindeutig zu wenig Jesuitin enthalten. Wer einen Liebesroman vor historischer Kulisse erwartete, wird bitter enttäuscht werden. Liebhaber guter historischer Romane kommen dagegen voll auf ihre Kosten. Mein Fazit: „Die Jesuitin von Lissabon“ ist ein gut durchdachter, logisch aufgebauter historischer Roman, der dem Leser bildhaft eine vergangene Zeit mit einer entsetzlichen Katastrophe vor Augen führt. Dieser verband gekonnt Unterhaltung und Wissenserwerb und entgegen meiner Erwartung nie trivial. Ich empfehle dieses Buch sehr gern weiter.

    Mehr
    • 2
  • Frage zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    DieBuchkolumnistin

    Gestern hatten wir die Livestreamlesung mit Titus Müller und er hat aus seinem historischen Roman gelesen: http://www.lovelybooks.de/lesung/titus-mueller/ (auch nochmal zum Nachsehen). Ich habe bisher nur Diana Gabaldon gelesen und wollte euch fragen, welche historischen Romane ihr so gerne lest (und mir empfehlt) und warum :-)

    • 13
  • Frage zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    Aff11

    21. July 2010 um 10:25

    Hallo, ich habe am Montag die Lesung mit Titus Müller gesehen und mir gleich das Buch bestellt und gelesen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und vor allem auch das Thema, des Erdbebens von Lissabon fand ich spannend. Jetzt wollte ich mal fragen ob ihr da noch andere Bücher mit diesem Thema empfehlen könnt?

  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    Federchen

    13. July 2010 um 23:26

    Wundervolles Kopfkino ----------------------------- Zwei Jahre hat Titus Müller an seinem neuen Roman „Die Jesuitin von Lissabon“ gearbeitet. Zwei Jahre, die sich gelohnt haben. Dieser historische Roman verschlingt sich leider viel zu schnell. ------------------------------ Wir tauchen ein in das Jahr 1755, in dem Jesuiten Lissabon in ihrem Bann halten. Wir wandeln durch den Hafen, begleiten Antero Moreira de Mendonca auf seinem Weg, dem Jesuitenorden das Handwerk zu legen. Ein Handwerk, welches auch er einst erlernte und leider viel zu spät feststellte, was sein Lehrer Gabriel Malagrida ihm wirklich beibringen wollte. Doch bevor Antero auch nur in die Nähe des Jesuitenführers gelangt, riecht das Brunnenwasser nach Schwefel, die Tiere verziehen sich auf Hügel, kein Vogel sitzt mehr zwitschernd im Baum. Ein Erdbeben, biblischen Ausmaßes verwüstet Lissabon. Feuer bricht aus, eine Flutwelle zieht über die Menschen hinweg. Kein Stein bleibt auf dem anderen. Als die Jesuiten das Beben als Zorn Gottes bezeichnen, wecken sie den Wissenschaftler in Antero. Mit Hilfe der Kaufmannstochter Leonor will er den grausamen Orden vernichten und beweisen, dass die Natur allein Schuld am Erdbeben trägt. Doch Antero kennt Leonors geheime Machenschaften nicht. Sie arbeitet als Spionin für Gabriel Malagrida. ------------------------------- Titus Müller hat einen wundervollen historischen Roman mit einer Menge an Hintergrundinformationen geschrieben. Er besitzt einen klaren Schreibstil, spannt raffinierte Spannungsbögen, erzeugt Bilder vor dem geistigen Auge. Er schafft es, Geschichte lebendig werden zu lassen. Das dabei entstehende Kopfkino war so beeindruckend, dass ich mehr wissen wollte. Schnell wurde mir bewusst, welche Arbeit hinter diesem Roman steckt. Welch große Recherche war hier von Nöten. Ich war und bin beeindruckt. Diese faszinierende Geschichte über eine gefährliche Liebe gepaart mit einer der größten Naturkatastrophen bekommt einen besonderen Platz in meiner Bibliothek – bei meinen Lieblingsbüchern.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. May 2010 um 19:33

    Lissabon im Jahre 1755: Jahrelang war der ehemalige Jesuiten-Schüler Antero auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Er glaubte, ihr nach all den Jahren entkommen zu sein. Doch als er die Stadt wieder betritt, tritt auch die Vergangenheit wieder in sein Leben und er flieht erneut vor dem Jesuiten Gabriel Malagrida. Dieser beherrscht den Orden in Lissabon und war früher Anteros Lehrer. Während Antero überlegt, wie er wieder aus der Stadt kommt, mehren sich die Anzeichen und schon bald liegt die einst so glorreiche, reiche Handelsstadt Lissabon in Schutt und Asche... Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch den Klappentext und den Titel. Die beide meiner Meinung nach nicht wirklich halten, was sie versprechen. Der Klappentext lässt vermuten, dass der Schwerpunkt auf einer Liebesgeschichte liegen wird. Daher war ich sehr überrascht, dass genau dies nicht der Fall war. Die mögliche Liebesgeschichte spielt nur eine hintergründige Rolle. Denn was der Autor hier dem Leser bietet ist ein Stück lebendige Geschichte. Mit anschaulichen Worten beschreibt Titus Müller die Katastrophe von 1755, die Lissabon grundlegend veränderte. So beschreibt der Autor anschaulich und lebendig, was alles geschah, als Lissabon dem Erdboden gleich gemacht wurde. Dabei wird alles so genau und anschaulich geschildert, dass man als Leser meint, selbst zu spüren, wie die Erde wackelt und man sieht sich selbst neben den Einwohnern Lissabons durch die Gassen der Stadt rennen. Nach der Katastrophe spielt der Wiederaufbau der Stadt eine wichtige Rolle. Doch nicht nur die Schilderung des Erdbebens liegen dem Autor am Herzen. In all den Wirren spielt die Erforschung eben jenen Naturphänomens eine große Rolle. In dem Zusammenhang erfährt man viel über die damals aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse über Erdbeben. Dabei spürt man mit jedem Wort die Faszination und Leidenschaft des Autors für dieses Thema. Obwohl er einem mit seinem Wissen versorgt, wirkt er nie belehrend dabei, sondern lädt eher ein, sich auf das Thema einzulassen und ebenfalls dafür zu begeistern. Dies trifft in gleichem Maß auch auf die Vermittlung der angespannten politischen Situation der Stadt zu. Ohne Zeigefinger zeigt der Autor, welche Rolle die Societas Jesu in Lissabon spielten. Dabei vergisst er nicht in gleichem Maß ihre Verfehlungen wie ihre positiven Errungenschaften zu erwähnen. All diese historischen Fakten verbindet der Autor gekonnt mit der Fiktion. Und in dieser müssen die Protagonisten Antero und Leonor lernen, mit der neuen Welt zu leben und ihr eigenes zu ordnen und zu verändern. Beide Charaktere sind unglaublich interessant, glaubwürdig und vielschichtig. Vor allem der Schreibstil des Autors hat mich beeindruckt: Titus Müller hat ein unglaubliches Talent sich in die Gedanken anderer hinein zu versetzen und diese in Worte zu kleiden. Auch seine Beschreibungen sind präzise und bildhaft. Es gab viele Sätze und Passagen, die ich hätte anstreichen können. Alles in allem ist "Die Jesuitin von Lissabon" ein fesselnder und facettenreicher Roman und er wird sicherlich nicht mein letzter von Titus Müller gewesen sein. Ihm ist es mühelos gelungen historische Fakten und Fiktion zu einem Ganzen zusammen zu fügen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    Nina2401

    11. May 2010 um 20:18

    Als ich dieses wunderschön gestaltete Buch zur Hand nahm, war ich sehr gespannt, denn ich habe vor einiger Zeit die Todgeweihte von Titus Müller mit Begeisterung gelesen. Dieses Mal entführt uns Titus in das Portugal des 18. Jahrhunderts, die Jesuiten sind sehr mächtig und beherrschen die blühende Stadt. Am 1. November 1755 wird sie durch ein verheerendes Erdbeben völlig zerstört und bis zu 100.000 Menschen verlieren ihr Leben. Die Jesuiten versuchen durch diese Katastrophe ihre Macht zu vergrößern, allen voran Gabriel Malagrida, der charismatische und sehr grausame Anführer des Ordens. Sein Gegenspieler ist sein ehemaliger Schüler und rechte Hand Antero Moreira. Es kommt zu einem erbitterten und spannenden Machtkampf zwischen den Beiden, dessen Ausgang sehr lange ungewiss ist. Schon ganz zu Beginn wird Spannung aufgebaut, denn die einzelnen Charaktere treten nach und nach in Erscheinung und erst nach einiger Zeit wird erkennbar, welche Rolle sie spielen und in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Hier wurde ganz bewusst auf die Auflistung der wichtigsten Personen verzichtet, was ich im Nachhinein sehr gut verstehen kann. Die einzelnen Charaktere werden sehr gut beschrieben, so dass man sofort Bilder von ihnen im Kopf hat. Die beiden Hauptfiguren Antero und Leonor sind mir sehr sympathisch und ich habe die ganze Zeit mitgefiebert und vor allem auch mitgelitten. Mehr als einmal standen mir die Tränen in den Augen. Die Liebesgeschichte, die für mich in keinem Buch fehlen darf, wird sehr behutsam in die Geschichte eingebaut, im Vordergrund stehen die geschichtlichen Ereignisse und die wissenschaftlichen Hintergründe. Man merkt beim Lesen immer wieder, wie gründlich im Vorfeld recherchiert wurde und die Fakten wurden so schön verpackt, dass es auch für mich als Laien nicht langweilig wurde. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl werden die Ängste und die Verzweiflung der Menschen in der damaligen Zeit beschrieben, die Ereignisse nehmen Gestalt vor dem inneren Auge an, die Erzählweise ist so bildhaft, dass man das Schwanken unter den Füßen spürt, der Rauch der brennenden Stadt in der Nase beißt. Die bildhafte und lebendige Sprache, zwischendurch gespickt mit wunderschönen Sätzen, die man sich am liebsten aufschreiben würde, hat mich sehr begeistert. Dieses Buch hebt sich sehr wohltuend von dem sehr verbreiteten historischen Einheitsbrei ab und bietet spannende Unterhaltung vor einem gut recherchierten geschichtlichen Hintergrund, ich kann es jedem Liebhaber von guten historischen Romanen empfehlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    Klusi

    04. May 2010 um 21:59

    Lissabon im Jahr 1755: Antero Moreira de Mendonça kehrt als Schmuggler in die Stadt seiner Kindheit und Jugend zurück. Er wird bereits in Lissabon erwartet. Einst ein Schüler der Jesuiten ist der junge Wissenschaftler heute ihr erbitterter Gegner. Und sein früherer Lehrer und Mentor, der Jesuitenführer Gabriel Malagrida, möchte ihn zurück gewinnen – oder vernichten. Antero ahnt nicht, dass auch Leonor, die Frau seiner Träume, eine Anhängerin der Jesuiten ist und Malagrida regelmäßig wichtige Informationen zuspielt. Es geschehen seltsame Dinge in der Stadt, aber die Bevölkerung achtet nicht darauf. Antero erkennt die Zeichen für eine nahende Katastrophe zu spät. Ehe er die Menschen warnen kann, erschüttert am 1. November ein verheerendes Erdbeben Lissabon. Durch die Erdstöße und eine nachfolgende, gigantische Flutwelle werden große Teile der Stadt zerstört, und tausende Menschen kommen bei dem schrecklichen Ereignis ums Leben. Während Antero, unter dem Schutz des Königs und gefördert vom neuen Premierminister Sebastian de Carvalho, nach dem schrecklichen Naturereignis alles daran setzt, eine vernünftige Erklärung für die Entstehung des Erdbebens zu finden, versetzt im Gegensatz dazu Malagrida die abergläubige Bevölkerung mit seiner Gottesstrafe-Theorie in Angst und Schrecken, um auf diese Weise mehr Autorität und Einfluss auf die Menschen ausüben zu können. Der Premierminister und Antero sind ihm bei seinen Machenschaften im Weg, und es beginnt ein zermürbender Kampf um die Macht. Titus Müller beschreibt die Situation in Lissabon und die Naturgewalten mit ungeheuerer Intensität und vermittelt dem Leser ein lebendiges, sehr authentisches Bild der damaligen Zeit. Sein Schreibstil ist flüssig, kraftvoll und zugleich sensibel, und die schöne, oft bildhafte Sprache zieht von der ersten bis zur letzten Seite des Buches in ihren Bann. Sowohl die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen der Katastrophe, als auch die Anfänge der Erdbeben-Forschung werden zur Sprache gebracht. Für die ausführliche und aufwändige Recherchearbeit, die der Entstehung des Buches vorangegangen sein muss, möchte ich dem Autor ein großes Kompliment aussprechen. Eine schöne Abrundung dieses historischen Romans ist die Liebesgeschichte zwischen Antero und Leonor, die jedoch nicht im Vordergrund steht und etwas anders verläuft, als man das normalerweise aus Romanen kennt. Beide Protagonisten, deren persönliche Entwicklung und ihre Liebe haben Ecken und Kanten und sind alles andere als geradlinig, aber gerade das macht sie so glaubwürdig. Zum Abschluss, wenn man den Ausgang der Geschichte kennt, kann man sich noch gründlich in das ausführliche Zusatzmaterial im Anhang vertiefen. Dort findet man jede Menge interessantes Hintergrundwissen. „Die Jesuitin von Lissabon“ ist ein Buch, das ich mit Sicherheit noch einmal lesen werde. Bis dahin bekommt es mit seinem dekorativen Einband einen Stammplatz in meinem Bücherregal.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    Büchermona

    23. April 2010 um 19:44

    Kurzbeschreibung: Lissabon, 1755: Die Jesuitenhalten Portugal in ihrem Bann. Doch ein apokalyptisches Erdbeben erschüttert ihre Macht. Antero Moreira de Mendoca kann den grausamen Orden vernichten. Er hofft auf die Hilfe der deutschen Kaufmanntochter Leonor. Doch diese ist – die Jesuitin. Ich muss gestehen, dies war mein erstes Buch von Titus Müller. Dazu muss aber auch gesagt werden, es war garantiert nicht das letzte!! Leonor und Dalila sind Zwillinge. Sie sind von Grund auf verschieden, haben nur eine einzige Gemeinsamkeit: Sie lieben den gleichen Mann. Leonor ist sich selbst am nächsten. Sie liebt schöne Kleider, sie liebt das Spiel mit der Verführung und das Spiel mit der Macht. Einmal davon gekostet, kommt sie nicht mehr davon los. Dalila ist besonnen, hilfsbereit und kann die Launen ihrer Schwester nicht verstehen. Dennoch liebt sie Leonor und würde gerne so sein wie sie. Sie würde auch gerne einmal beliebt bei den Männern sein und nimmt es ihrer Schwester übel, dass diese sich auch noch den Mann nehmen kann, den sie so bedingungslos begehrt. Antero ist der Mann zwischen den Fronten. Er hat sein Herz gar nicht an Leonor verschenkt, wie es für Dalila den Anschein hat. Als er von Dalila verführt wird, schlägt sein Herz ab sofort nur noch für sie. Er verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Schmuggel und liebt die Forschung. Vor Jahren hat er sich deswegen den Jesuitin angeschlossen. Nachdem er allerdings die bedingungslose Aufgabe seines Seins bemerkte, machte er sich los und befindet sich seither auf der Flucht vor Malagrida – dem mächtigen Anführer der Jesuiten. Was Antero nicht weiß ist, dass Leonor die heimliche Spionin der Jesuitin ist… Der Jesuitenorden spielt in dieser Geschichte eine Rolle an erster Stelle. Sie sind der Dreh- und Wendepunkt. Auch wenn sich die Jesuiten in jener Zeit nicht sehr mit Rum bekleckert haben, ist die Meinung des Buches neutral. Titus Müller schildert ihre Schwächen, weist aber auch auf die Stärken hin und unterstreicht diese. Er stellt sich auf keine Seite und gibt dem Buch damit eine einschlägige Meinung. Der Autor hat alle Reserven seiner Sprachvielfalt für dieses Buch verwendet. Es ist lebendig und farbenfroh, es ist erschütternd und gewaltig. Das Erdbeben 1755 spielt in dieser Handlung ebenfalls eine große Rolle, aber man ist von der Schilderung so eingenommen und überwältigt, dass man glaubt, man wäre selbst dabei gewesen. Das Buch beschönigt nicht, es zeigt auch die Not und geht darauf ein. Als Dalila bei dem Beben stirbt, tritt auch ein Sinneswandel bei Leonor ein, der endlich die Gunst beim Leser erringt. Sie möchte das Erbe ihrer Schwester fortsetzen, hilft wo sie kann und rette letztendlich auch Antero und gewinnt seine Liebe. Die Wandel ist so authentisch und der Tod von Dalila so rührend, dass man am liebsten Weinen würde. Die Liebe von Antero und Leonor spielt am Rande, man darf also nicht mit leidenschaftlichen Szenen rechnen. Es ist diese kleine Liebe, die man sich erst erarbeiten muss, bevor man sie auskostet. Ein ganz tolles Buch, unbedingt für die historischen Fans zu empfehlen, da im Buch auch auf die Anfänge der Forschung eingegangen wird. Die Fragen der Menschen von damals sind für uns heute ja schon größtenteils geklärt… Und wie schon gesagt, jetzt muss man auch unbedingt noch andere Werke dieses Autor lesen!

    Mehr
  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    beowulf

    28. March 2010 um 23:22

    Das Erdbeben von Lissabon am 01.11.1755 vergleicht Titus Müller mit dem Ereignis des 11.Septemer 2001, was den Eindruck auf die Zeitgenossen angeht. Eine Zeitenwende, eine völlige Zerstörung einer Stadt, einer Lebensart. Von den Folgen dieser Zerstörung hat sich Lissabon bis heute nicht erholt, die Bedeutung, die es vorher als Weltstadt hatte, hat es nie wieder erlangt. Titus Müller ist einer der wenigen Autoren, denen ich einen "Die ...in" Romantitel verzeihe, weil ich weiß in welcher Qualität er seine Bücher abliefert. Dieses hier ist wieder sehr eindringlich, schildert das Leben vor und nach der Katastrophe, die Versuche der Geistlichkeit, zuvörderst eber der Jesuiten Gewinn an Macht aus der Tragödie zu schlagen und den Versuch der Moderne über das Alte zu triumphieren. Naturwissenschaftliche Erklärung kämpft gegen Gottesfurcht. Geburtsadel kämpft gegen Geistes- nd Geldadel. Die historische Geschichte wird dabei in eine spannende Handlung verpackt. Durch den Klappentext darf man sich nicht verwirren lassen, Die Liebe kommt nicht zu kurz in dem Buch, spielt aber keineswegs die herausragende Rolle. Fazit; Für Freunde des historischen Romans ein Highlight dieses Bücherjahres.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. March 2010 um 19:38

    Lissabon 1755. Bei seiner Rückkehr in die Stadt am Tejo holt den ehemaligen Jesuiten-Schüler Antero die Vergangenheit wieder ein, der er glaubte, entkommen zu sein. Sein ehemaliger Mentor, der Jesuiten-Führer Gabriel Malagrida, ist zu seinem ärgsten Feind geworden, weil er sich nicht damit abfinden will, dass Antero dem Orden den Rücken gekehrt hat. Während Malagrida Antero quer durch Lissabon verfolgen lässt, mehren sich in der Stadt die Anzeichen, dass etwas nicht stimmt: Brunnen führen schwefliges Wasser, Tiere werden unruhig, das Meer zieht sich zurück. Niemand außer Antero, der eine naturwissenschaftliche Ausbildung absolviert hat und ahnt, was passieren wird, nimmt diese Zeichen war. Als er den Außenminister von Portugal warnen will, damit dieser die Stadt evakuiert, ist es bereits zu spät. Ein Erdbeben von noch nie gekannten Ausmaßen zerstört binnen 10 Minuten die Stadt am Tejo. Der Klappentext ließ vermuten, dass Titus Müllers neuster Roman vorrangig eine Liebesgeschichte vor historischen Ereignissen erzählt und so war ich beim Lesen wohltuend überrascht als ich feststellte, dass die Liebesgeschichte einen eher kleinen Raum einnimmt und so der eigentlichen Geschichte in diesem Buch Platz macht, sich zu entfalten. Es ist die Geschichte der Zerstörung der Stadt Lissabon, die Geschichte des Aufstiegs des Sebastião José de Carvalho e Mello zum ersten Ministers des Königs und zum Wiederaufbauer der Stadt Lissabon, es ist die Geschichte des Jesuiten-Führers Gabriel Malagridas und es ist die Geschichte des Kampfes zwischen Religion und Naturwissenschaften. Es ist eine Zeit im Umbruch. Auf der einen Seite wächst das Wissen um physikalische, biologische Abläufe auf und unter der Erde, auf der anderen Seite werden Naturphänomene noch immer als Strafe Gottes angesehen. Neben der präzisen Schilderung des genauen Ablaufs der damaligen Katastrophe, die dem Leser nicht vorenthalten wird und bei der auf jeder Seite die die furchtbaren Folgen spür- und erlebbar sind, fließen auch die damals vorherrschenden Theorien und Kenntnisse über Erdbeben und deren Ursache ein. Auch wenn wir heute wissen, wie ein Erdbeben entsteht, ist es spannend, Antero bei seiner Forschung zu begleiten und seinen Gedanken zu folgen. In jeder dieser Szenen spürt man die Freude, die Neugier und die Abenteuerlust des Autors, dem Leser diese Geschichte näher zu bringen, ihn mitzunehmen auf eine Reise in den Wissensstand der damaligen Zeit. Titus Müller macht Geschichte lebendig und wirkt dabei doch nie belehrend. Dies hat mir auch in der Schilderung der politischen Situation sehr zugesagt: Er vermeidet es, mit dem Jesuiten-Orden ein generelles Feindbild zu schaffen. Sie mögen sich in dieser Zeit nicht mit Ruhm bekleckert haben, aber sie haben auch positive Dinge bewirkt und das hebt Titus Müller immer wieder hervor. Bei all den historisch belegten Figuren kommen aber auch die Fiktiven, unsere Protagonisten Leonor und Antero nicht zu kurz. Sie müssen lernen, aus ihren Fehlern zu lernen, als ihre Welt in Trümmern liegt und der Weg zur Selbsterkenntnis ist oft mit Steinen gepflastert. Sie sind nicht immer einfach zu mögen und mancher braucht länger, bis er das Herz des Lesers erreicht. Für mich hätte ihre Geschichte nicht anders erzählt werden dürfen und so stahl sich denn auch ein zufriedenes Lächeln in mein Gesicht, als ich die letzte Seite umschlug. Titus Müller ist ein brillanter Geschichtenerzähler, dem es auf rund 420 Seiten mühelos gelungen ist, historische Fakten und naturwissenschaftliche Theorien mit einer spannenden Geschichte zu verweben und dem Leser auf diese Weise die damaligen Ereignisse deutlich näher zu bringen, als das irgendeiner meiner Geschichtslehrer jemals geschafft hätte. Ich habe definitiv zu lange gewartet, diesen tollen Autor für mich zu entdecken, denn ich muss zugeben, das war der erste Roman, den ich von ihm gelesen habe. Aber es wird garantiert nicht der letzte sein.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks