Die Todgeweihte

von Titus Müller 
4,0 Sterne bei52 Bewertungen
Die Todgeweihte
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Ich fand es eigentlich gut und unterhaltsam.

Kritisch (4):
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Oberflächlich und lieblos

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Inhaltsangabe zu "Die Todgeweihte"

Basel 1348: Auf einen Schlag verliert die Jüdin Saphira ihren Beruf, ihre Familie, ihre Heimat. „Bringe dieses Kästchen zum König“, flüstert der Vater ihr vor seinem Tod zu. Doch die junge Frau wird von mächtigen Feinden gejagt. Es sind dunkle Jahre – die Pest wütet in der stolzen Stadt, und deren Bürger richten ihren Zorn gegen die jüdische Minderheit. Aber eines haben Saphiras Verfolger nicht bedacht: Zwei Männer sind unsterblich in sie verliebt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453438279
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:12.10.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.09.2009 bei RADIOROPA Hörbuch erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Doschovor 6 Monaten
    Rezension "Die Todgeweihte"

    Es ist schlimm für einen Menschen, auf einen Schlag alles zu verlieren. Dennoch passiert dies der Baslerin Saphira. Denn sie ist Jüdin und daher ein Dorn im Auge des Bürgermeisters Konrad von Bärenfels. Dieser heckt einen kruden Plan aus, um die Juden für immer aus der Stadt zu vertreiben...

    Ich muss zugeben, dass ich von der Seitenanzahl des Romans überrascht war – nicht mal 400 Seiten scheinen für einen historischen Roman recht wenig zu sein. Wer hier aber auf kurzweilige Lektüre hofft, hat sich gewaltig getäuscht. Denn Titus Müller berichtet hier wohl von den zwei schlimmsten Ereignissen der Stadt Basel im Mittelalter: Der Pestepidemie und dem daraus resultierenden Judenpogrom der Jahre 1348 und 1349 und dem Erdbeben von 1356. Es wird hier also durchaus schwere Kost aufgefahren, fröhliche Momente gibt es hier kaum. Stattdessen ist der Roman von Verfeindungen zweier Ritterbünde, dem Konflikt zwischen Juden und Christen, leichtgläubigen Bürgern und vor allem irrationalem Hass geprägt.

    Dennoch schafft es Titus Müller trotz all der Tristesse Spannung in seinen Roman zu bringen. Man hofft auf ein gutes Ende, fiebert mit den stark gezeichneten Hauptcharakteren mit und kommt ob der Grausamkeit und dem Hass, der hier gegen die Juden geschürt wird, aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus.

    „Die Todgeweihte“ ist also wirklich kein einfaches Buch und die Bezeichnung „Unterhaltungsliteratur“ scheint hier bei weitem nicht angebracht zu sein. Wer sich aber auch mal einem dunklen Kapitel der Geschichte widmen will und bei dem nicht jedes Buch von Friede, Freude und Eierkuchen handeln muss, sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

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    patchworkvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr schöner historische Roman.
    Rezension: Die Todgeweihte von Titus Müller

    Hallo ihr lieben, ich bin wieder zurück aus meinem wunderbaren Urlaub an der Ostsee. Natürlich war ich nicht nur unterwegs, sondern habe auch gelesen. Diesmal habe ich mich für einen Roman von Titus Müller entschieden. Titus Müller war mir bisher unbekannt, umso erfreuter war ich, als ich gelesen habe, dass seine Geburtsstadt, so wie bei mir, Leipzig ist.

    "Titus Müller, geboren 1977 in Leipzig, studierte in Berlin Literatur, Geschichtswissenschaft und Publizistik. 1998 gründete er die Literaturzeitschrift "Federwelt". 2002 veröffentlichte er, 24 Jahre jung, seinen ersten Roman: "Der Kalligraph des Bischofs". Es folgten weitere historische Romane wie "Die Brillenmacherin" (2005). Titus Müller wurde mit dem C. S. Lewis-Preis und dem Sir Walter Scott-Preis ausgezeichnet. 2011 erschien im Blessing Verlag sein Roman über den Untergang der Titanic: "Tanz unter Sternen". Für den Roman "Nachtauge" (Blessing, 2013) wurde Titus Müller 2014 im Rahmen einer Histo-Couch-Umfrage zum Histo-König des Jahres gewählt."

    Um was geht es im Roman:

    "Basel 1348: Auf einen Schlag verliert die Jüdin Saphira ihren Beruf, ihre Familie, ihre Heimat. „Bringe dieses Kästchen zum König“, flüstert der Vater ihr vor seinem Tod zu. Doch die junge Frau wird von mächtigen Feinden gejagt. Es sind dunkle Jahre – die Pest wütet in der stolzen Stadt, und deren Bürger richten ihren Zorn gegen die jüdische Minderheit. Aber eines haben Saphiras Verfolger nicht bedacht: Zwei Männer sind unsterblich in sie verliebt."

    Der Roman erschien bereits im Jahr 2005. Diese Ausgabe wurde nun neu überarbeitet. Ich finde das Cover sehr gelungen und ansprechend.

    Der Schreibstil ist flüssig, verständlich, detailliert und facettenreich. Man kann sich alles gut vorstellen und sich in die Charaktere einfühlen. Ich liebe historische Romane, es ist so faszinierend in die Vergangenheit zu reisen und zu lesen wie es den Menschen erging, wie sie lebten und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten.

    Saphira ist Jüdin. Ich war wirklich erstaunt zu lesen, dass die Judenverfolgung auch zu dieser Zeit, 1348, schon ein großes Thema war. Die Art wie sie vernichtet wurden steht der Grausamkeit des zweiten Weltkrieges in nichts nach. Abgesehen davon, dass nur 300 Juden getötet wurden und nicht Millionen. Es ist derselbe Hass und dieselbe Dummheit.

    Die Geschichte um Saphira, und die zwei Männer, die Saphira lieben ist spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Saphira hat viele Kämpfe auszutragen, den Kampf gegen die Pest und den Kampf gegen die Feinde der Juden.

    Ich habe das Leben in und rund um Basel hautnah erleben können, alles wurde so wundervoll beschrieben, dass ich das Gefühl hatte dabei zu sein.

    Sehr schön fand ich die liebevolle Beschreibung Gottes, und Christians Weg Gott zu finden.
    Ich weiß nicht, ob der Autor selbst Christ ist, aber anhand der gelungenen und liebevollen Beschreibung von Gottes Wesen und seiner Liebe zu uns würde ich es vermuten.

    Ich habe keine Kritikpunkte an diesen Buch, ich kann es nur empfehlen. Das Buch ist gut recherchiert, was auch das Nachwort nochmal bestätigt. Denn diese Geschichte basiert auf wahren Fakten, viele Personen und Gegebenheiten aus diesem Buch sind Realität. Das macht das Buch für mich noch wertvoller.

    Als nächstes werde ich das Buch "Der Kalligraph des Bischofs" von Titus Müller lesen.
    Ich bin sehr gespannt.

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    RobinBookvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein toller Historienschmöker, aber das ist bei Titus Müller ja nicht anders zu erwarten!
    Ein typischer Roman von Titus Müller

    Es ist einige Jahre her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber seit der Priestertochter, dem Kalligraphen des Bischofs und der Brillenmacherin lese ich jeden historischen Roman von Titus Müller. Auch die Geschichte der jungen Jüdin Saphira aus dem Basel der Mitte des 14. Jahrhunderts gefiel mir wieder gut und blieb mir in nachhaltiger Erinnerung. 

    Ich schätze an den Büchern von Titus Müller besonders, dass man immer wieder merkt, was für ein guter Beobachter er ist und wie gut er seine Beobachtungen in Worte zu kleiden vermag.

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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor 3 Jahren
    Die dunkle Seite von Basel

    Ein toller und sehr gut recherchierter historischer Roman über die Judenverfolgung in Basel.

    Die Rahmenhandlung für diesen aus meiner Sicht sehr gelungen historischen Roman bildet eine dramatische Liebesgeschichte zweier Freunde, Tam und Christian, zu einer Jüdin namens Saphira. Im Streit um Saphira bekämpfen sich die beiden Freunde und sehnen sich nach einer Zukunft mit ihrer Liebsten. Gleichzeitig herrscht der Bürgermeister Konrad von Bärenfels, Tams Vater, mit eiserner Hand über Basel. Er ist hochverschuldet und sieht die Chance alle Schulden loszuwerden, indem er die Juden verleumdet, verfolgt und letztendlich tötet. Die bestehenden Schuldscheine sollen allesamt vernichtet werden und so der Bürgermeister vor dem finanziellen Ruin gerettet werden. Geht der Plan des skrupellosen Bürgermeisters auf? Kann Saphira als Jüdin gerettet werden? Steht einer der beiden Freunde vor einer Zukunft mit seiner Angebeteten? Ein großes Abenteuer beruhend auf historischen Fakten nimmt seinen Lauf.

    Der Schreibstil von Titus Müller hat mir sehr gut gefallen. Er skizziert in einer sehr bildreichen und flüssig zu lesenden Sprache die historischen Ereignisse so realitätsnah, dass sie bildlich vor Augen erscheinen. Die Rahmenhandlung um die sehr gut recherchierten historischen Gegebenheiten ist aus meiner Sicht gut gelungen. Die Liebesgeschichte wirkt nicht zu sehr aufgesetzt und ist durchaus nachvollziehbar. Durch den Kampf um Saphira und der dramatischen Bekämpfung der Juden in Basel schafft Titus Müller einen Spannungsbogen, den er über die gesamte Länge der Geschichte aufrechterhalten kann. Die einzelnen Charaktere sind sehr gut beschrieben und die Entwicklung der Protagonisten ist jederzeit spannend zu verfolgen. Auf diese Art und Weise hat der Autor mir eine bis dahin unbekannte schwarze Stunde in der Geschichte von Basel sehr unterhaltsam nähergebracht.

    Wer sich für gut recherchierte historische Fakten interessiert und sich diesen gerne mit einer interessanten und spannenden Rahmenhandlung nähert, sei "Die Todgeweihte" von Titus Müller ans Herz gelegt!!! 

     

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    kingofmusicvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Grundgütiger, was für ein Page-Turner...
    Faszinierende Zeitreise ins 14. Jahrhundert

    Was lange währt wird endlich gut :-) Nach einigen erfolglosen Anläufen über eine Leserunde an ein Buch von Titus Müller heranzukommen (ja, ich weiß, es gibt auch die Möglichkeit einfach in eine Buchhandlung zu latschen und sich ein Buch zu kaufen *g*), hatte die Losfee im Dezember ein Einsehen und ich durfte "Die Todgeweihte" in Empfang nehmen. Nachdem der Weihnachtsstress langsam, aber sicher nachließ und die Gedanken nicht mehr nur bei Geschenken für die Kinder, die Frau, die Freunde usw. weilten, machte ich mich auf den literarischen Weg nach Basel ins Jahr 1348 und war sofort gefesselt von Titus Müller´s locker-leichten Schreibweise sowie den hervorragend recherchierten historischen Fakten. Man merkt sehr schnell, dass hier (was die historische Realität angeht) sehr viel Wert auf Genauigkeit gelegt wurde, was für mich als Archivar unverzichtbar ist.

    Und so lernen wir im Laufe der Geschichte etwas über jüdische Sitten und Gebräuche sowie über die Verleumdungen gegenüber Juden und dem daraus resultierendem Judenpogrom in Basel Anfang 1349. Durch einen Zeitsprung von 7 Jahren werden wir auch Zeuge des schrecklichen Erdbebens, welches Basel 1356 heimgesucht hat und bei dem ein Großteil der Stadt vernichtet wurde.

    Geschickt verbindet Titus Müller eine (erfundene) Dreiecksliebesgeschichte, die aber genauso hätte stattfinden können (ob so etwas zu der damaligen Zeit möglich war, kann ich nicht beurteilen, muss ich aber zum Glück auch nicht) mit historischer Realität und lässt dem Leser das ein oder andere Mal die Kinnlade herunterklappen.

    Die von Titus Müller geschaffenen (fiktiven) Personen wie die Hauptprotagonistin Saphira und die historisch belegbaren Personen wie Konrad von Bärenfels sind dem Leser sofort symphatisch (oder auch nicht) und man wechselt auch mal auf die jeweils andere Seite und hofft, bangt, lacht mit ihnen.

    Alles in allem ein großartiger Blick in die Geschichte und definitiv nicht mein letztes Buch von Titus Müller.

    Zum Abschluss noch ein Zitat für alle Eltern oder die, die es noch werden wollen - manche Dinge ändern sich halt nie *g*.

    "Kinder, räumt dieses Schlachtfeld auf! Wie oft muss ich euch noch sagen, dass ihr die Spielsachen nicht auf dem ganzen Boden verteilen sollt!" (S. 81)

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    jackdeckvor 3 Jahren
    Die Todgeweihte

    Der Roman spielt 1348 in Basel, Schweiz. Saphira ist Jüdin und verliebt sich in etwas schüchternen Thomas, genannt Tam. Ihre Liebe wird zwar erwidert, jedoch weiß Saphira, dass eine Beziehung niemals funktionieren würde, zumal diese zu damaliger Zeit auch nicht gestattet war. Tam hingegen, glaubt fest an diese Liebe und nimmt eine Stolpersteine für eine Beziehung mit ihr in Kauf. Aber da gibt es auch noch Christian. Tams (ehemaliger) bester Freund und ebenfalls in Saphira verliebt. Die Inhaltsangabe ist sehr kurz, aber mehr brauchte es gar nicht, um mein Interesse an diesem historischen Roman zu wecken. Dieses Genre begeistert mich im Moment sehr und ich war sofort nach den ersten Seiten von Titus Müllers Feder und Sprachgewandtheit überzeugt. Im Anhang finden sich "Hintergründe, historische Fakten, Erläuterungen zur aktuellen Situation, Interviews zur Bedrohung durch Erdbeben und andere Katastrophen" unter dem Titel "Basel ist nicht auf Fels gebaut - die Städte des 21. Jahrhunderts sind verletzlich: eine Herausforderung" von Thomas Lachenmaier. Autoren und Illustrator beschränken sich nicht auf unterhaltsame Lektüre sondern stützen sich auf seriöse Recherchen die dem Leser, was sich damals zugetragen hat, anschaulich vor Augen führen. Ein spannender Mittelalterroman, den ich absolut weiterempfehlen würde. Eine Stern ziehe ich ab, gegen Ende war für mich irgendwie die Luft raus und es fehlte der nötige Schwung.

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    Leuchtturmwaerterins avatar
    Leuchtturmwaerterinvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das Leben in Basel in einer harten Zeit! Absolut lesenswert!
    Basel in seiner dunkelsten Zeit

    Inhalt:
    Eine dramatische Liebe in dunkler Zeit. Basel im Jahr 1348: Auf einen Schlag verliert die Jüdin Saphira ihren Beruf, ihre Familie, ihre Heimat. "Bringe dieses Kästchen zum König", flüstert der Vater, bevor er an seinen Wunden stirbt. Doch die junge Frau wird von mächtigen und mitleidslosen Feinden gejagt. Es sind die dunklen Jahre - die Pest wütet in der stolzen Stadt, und deren Bürger richten ihren Zorn gegen die Juden. Was ist das Leben einer Jüdin wert? Eines haben Saphiras Verfolger nicht bedacht: Zwei Männer sind unsterblich in sie verliebt. Ein üppiger historischer Roman nach einer wahren Begebenheit: Packend und berührend erzählt Titus Müller von großer Liebe, wahrer Freundschaft, religiöser Intoleranz und verheerenden Schicksalsschlägen.

    Meine Meinung zum Buch:
    Gelesen habe ich die 4. Auflage vom Aufbau Verlag von 2009. 
    Man lernt Saphira und ihren Vater kennen und ihre Liebe zu Tam, dem Sohn des Bürgermeisters Konrad von Bärenfels. Die Zeiten sind für Juden nicht gerade rosig und es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Die Freundschaft zwischen Tam und Christian steht unter keinem guten Stern. Teilweise war mir Saphira zu naiv, aber sie macht einen Reife-/Lernprozess durch, was ihre Figur erwachsener und sympatischer wirken lässt.
    Die Figuren sind lebendig und man leidet, liebt und hasst mit ihnen.
    Kapiteleinteilung und Abschnitte sind sehr gut eingeteilt. Kein Kapitel wirkt zu lang und der Spannungsbogen bleibt durchgehend bestehen.
    Schmunzeln musste ich über den Gedanken, dass man früher tatsächlich glaubte, durch eine ausgeprägtere Leibesfülle krankhafte Winde abwehren zu können.
    Die geschichtliche Recherchearbeit des Autors macht sich bezahlt. Das Buch wirkt sehr authentisch und man hat das Gefühl mitten unter den Baselern zu sein.
    Auch die damaligen Klischees wurden rausgeholt: "Juden vergiften Brunnen, um die Christen mit der Pest zu infizieren" oder auch "Juden schlachten kleine Christenkinder und opfern sie".
    Die Geschichte um den Schotten Eachann Blackhall brauchte etwas, um in Schwung zu kommen. Doch dann wird alles nach und nach klar.
    Die Wendungen in der Geschichte haben mich immer wieder überrascht und Menschen, die mir unsympatisch waren, wurden mir immer sympatischer, und umgedreht.


    Fazit:
    Dieser historische Roman von Titus Müller lädt ein zum Träumen, Bangen, Weinen und Lachen mit der Baseler Bevölkerung und zeigt das Leid, dass die Juden damals erfahren mussten. Spannung bis zum Schluss! Mich hat dieser Roman tief bewegt und ich kann es wirklich weiterempfehlen. Es wird nicht das letzte Buch des Autors gewesen sein!

    Bewertung: 5 von 5 Sterne

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    robbertas avatar
    robbertavor 3 Jahren
    dramatisch und spannend

    Die Todgeweihte           TitusMueller 


    Basel 1348: Auf einen Schlag verliert die Jüdin Saphira ihren Beruf, ihre Familie, ihre Heimat. „Bringe dieses Kästchen zum König“, flüstert der Vater ihr vor seinem Tod zu. Doch die junge Frau wird von mächtigen Feinden gejagt. Es sind dunkle Jahre – die Pest wütet in der stolzen Stadt, und deren Bürger richten ihren Zorn gegen die jüdische Minderheit. Aber eines haben Saphiras Verfolger nicht bedacht: Zwei Männer sind unsterblich in sie verliebt


    Meine Meinung:


    Die Figuren-Zeichnung und der Schreibstil sind trotz des dramatischen Themas locker zu lesen und man erlebte zusammen mit Saphira die Zeit der Judenverfolgung im Basel um 1348-1356.

    Hass wird geschürt und dazu macht sich Neid, Missgunst und Habgier breit und schon ufert es in der Judenverfolgung aus.

    Der abergläubische Mob überrollt auch viele Andere.

    Man fühlt sich als Leser richtig in die Zeit der Judenverfolgung zurückversetzt und spürt den aussichtslosen Kampf der beiden Liebenden; denn es ist die verbotene Liebe zwischen einem Christen und einer Jüdin; als sei man dabei.

    dramatisch und spannend

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    Huschdegutzelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Nur etwas für unverbesserliche Romantiker, sehr konstruiert und historisch ungenau
    Nur etwas für unverbesserliche Romantiker, sehr konstruiert und historisch ungenau

    Basel 1348: Auf einen Schlag verliert die Jüdin Saphira ihren Beruf, ihre Familie, ihre Heimat. „Bringe dieses Kästchen zum König“, flüstert der Vater ihr vor seinem Tod zu. Doch die junge Frau wird von mächtigen Feinden gejagt. Es sind dunkle Jahre – die Pest wütet in der stolzen Stadt, und deren Bürger richten ihren Zorn gegen die jüdische Minderheit. Aber eines haben Saphiras Verfolger nicht bedacht: Zwei Männer sind unsterblich in sie verliebt...


    So besagt es die Inhaltsangabe und da auf dem Klappentext darauf hingewiesen wird, dass der Roman auf Tatsachen beruht, griff ich gern zu, denn ich schätze historisch fundierte Romane.

    Leider verspricht "Die Todgeweihte" mehr, als sie halten kann.

    Hier stimmt das Grundgerüst: in Basel fand wirklich die Massenvernichtung von Juden statt, die Pest hielt Einzug und die Stadt wurde tatsächlich später durch ein Erdbeben nahezu vernichtet.
    Dieser Teil ist sehr packend geschrieben und lässt an Wortgewalt, Spannung und Kopfkino keine Wünsche offen.

    Allerdings ist gerade dies aber der kleinste Part.
    Der große Rest dreht sich um eine an Unglaubwürdigkeit kaum zu überbietende Dreiecksgeschichte mit einer Jüdin, die das Herz gleich zweier hochangesehener christlicher Ritter gewinnt.
    Und was daraus entsteht ist so konstruiert und nicht zu der damaligen Zeit passend, dass man schon ein unverbesserlicher Romantiker sein muss, der keinen Wert auf historische Genauigkeit legt, um davon gefesselt zu sein oder es gar zu genießen.

    Autor Titus Müller zeigt in dem fundiert recherchierten Rahmen, dass er es wirklich drauf hat, packende Geschichte lebendig werden zu lassen, daher auch zwei Sterne.

    Das, was sich innerhalb dieses Rahmens abspielt, alles was sich um die Protagonisten dreht, ist in meinen Augen nicht lesenswert.


    Schade.

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    aftersunblaus avatar
    aftersunblauvor 3 Jahren
    Unterhaltsamer historischer Roman


    Die stolze Stadt Basel um 1348: Thomas, genannt Tam, Sohn des zukünftigen Bürgermeistern Konrad von Bärenfels, schwärmt für die junge und schöne Saphira, Tochter des jüdischen Geldverleihers. Doch die Beziehung scheint hoffnungslos, da Tams Vater eine gnadenlose Treibjagd auf die Juden anzettelt - in Basel wütet die Pest und der Zorn der Bürger verlangt nach Schuldigen. Saphira schwebt in höchster Gefahr, doch die Liebe zweier Männer - auch Christian, ein Draufgänger und Tams bester Freund, ist in Saphira verliebt - ist stärker als der Hass einer ganzen Stadt.
    Dies war mein erster historischer Roman von Titus Müller und er konnte mich voll überzeugen. Ein schöner, lockerer, bildhafter Schreibstil hat mich an den Seiten kleben lassen und die Handlung ist wie ein Film in meinem Kopf abgelaufen.
    Pest, Intrigen, Judenverfolgung und eine Liebesgeschichte wurden meisterlich dargestellt und man merkt in jeder Zeile die gute Recherche, ohne je belehrend zu wirken.
    Ein toller Roman, der mich bestens unterhalten hat. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    TitusMuellers avatar

    Ihr Lieben,

    darf ich euch in die dramatischen Jahre 1348-1356 in Basel entführen, in denen die Pest in der Stadt wütete und die Bürger ihren Zorn gegen die jüdische Minderheit richteten? In meinem Roman "Die Todgeweihte" geht es um die junge Jüdin Saphira, die diese Jahre erlebt und von mächtigen Feinden gejagt wird. Ich würde gern eine Leserunde dazu  begleiten, eure Fragen beantworten und erfahren, wo ihr steckenbleibt oder wo euch die Geschichte besonders Freude macht.


    Das sagte die Presse über das Buch


    Packend und berührend.

    Buchreport Magazin


    Spannender als jeder Katastrophenfilm. Eine wortmächtige, bisweilen fast lyrisch formulierte Erzählung.

    DeutschlandRadio Kultur


    Mitten hinein in die Zeit der großen Katastrophen. Finster ... Heftig ... Grausam. Und doch fürs Gefühlige noch eine Liebesgeschichte.

    Südwest Presse


    Ein historischer Leckerbissen!

    Bild am Sonntag

     
    Ein spannender Historienthriller mit klugen Gesprächen über Gottes Gerechtigkeit.

    SWR


    Ein dramatischer Liebesroman.

    Schweizer Radio DRS1


    Zum Inhalt

    Basel 1348: Auf einen Schlag verliert die Jüdin Saphira ihren Beruf, ihre Familie, ihre Heimat. "Bringe dieses Kästchen zum König", flüstert der Vater ihr vor seinem Tod zu. Doch die junge Frau wird von mächtigen Feinden gejagt. Es sind dunkle Jahre – die Pest wütet in der stolzen Stadt, und deren Bürger richten ihren Zorn gegen die jüdische Minderheit. Aber eines haben Saphiras Verfolger nicht bedacht: Zwei Männer sind unsterblich in sie verliebt.


    Zum Autor

    Ich bin 1977 in Leipzig geboren und habe in Berlin Literatur, Geschichtswissenschaft und Publizistik studiert. Für meine Romane wurde ich u.a. mit dem C. S. Lewis-Preis und dem Sir Walter Scott-Preis ausgezeichnet und für "Nachtauge" 2014 im Rahmen einer Histo-Couch-Umfrage zum Histo-König des Jahres gewählt.


    Hier geht es zur Leseprobe.

    Der Heyne Verlag verlost freundlicherweise 10 Freiexemplare unter allen Teilnehmern der Leserunde.

    Solltet ihr gewinnen, wäre es schön, wenn ihr aktiv an der Diskussion teilnehmt. Auch über Rezensionen zum Schluss freue ich mich, ob nun positiv oder negativ, Hauptsache, ich lerne daraus für die nächsten Romane!

    Herzliche Grüße, ich bin gespannt auf den Austausch mit euch,

    Titus
    Zur Leserunde

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