Titus Müller Stille Nacht

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Inhaltsangabe zu „Stille Nacht“ von Titus Müller

Die letzten Töne des Liedes hallten nach. Dann war es still in der Kirche. Die Leute sahen mit großen Augen zur Krippe hin. Endlich kamen Einzelne und bedankten sich. Es wurden immer mehr, sie wollten unbedingt Josephs Hand schütteln und die von Franz. "Stille Nacht, heilige Nacht" - am Heiligabend 1818 erklang das Lied zum ersten Mal. Heute gilt es als das bekannteste Weihnachtslied der Welt. Eingewoben in eine Erzählung voller Licht und Schatten, Brüche und Versöhnung erzählt Titus Müller, wie es entstand. 'Stille Nacht, heilige Nacht' ist eines der erfolgreichsten Lieder der Welt. Und immer wieder berührt es die Menschen, die es singen. Wo kommt es her? Und wem verdanken wir den Text und die Melodie? Das hat mich interessiert. Titus Müller

Ein großartiges Lesevergnügen einer kleinen Erzählung!

— Monika58097
Monika58097

Sehr kurz abgerissene Geschichte zur Entstehung des Weihnachtsliedes und zur Person Joseph Mohr. Nach den Rezis habe ich mehr erwartet.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine wundervoll erzählte und historisch gut recherchierte Erzählung zur Entstehung eines der bekanntesten Weihnachtslieder.

— orfe1975
orfe1975

Eine sehr berührende wahre Geschichte um eines der bekanntesten Weihnachtslieder.

— Isador
Isador

Die berührende Geschichte des wohl berühmtesten Weihnachtslieds

— Klusi
Klusi

Schöne und berührende Geschichte über die Entstehung eines der bekanntesten Weihnachtslieder.

— Nenatie
Nenatie

Ich fand und finde, dass es das schönste Weihnachtslied ist. Nun aber hat es einen Hintergrund bekommen, wie es entstanden ist und von wem

— vielleser18
vielleser18

Ein kleines, feines Buch über das schönste Weihnachtslied der Welt...

— Miamou
Miamou

Ein wunderbares Buch - eine ganz klare Leseempfehlung!

— peedee
peedee

interessantes literarisches MakingOf des vermutlich bekanntesten Weihnachtsliedes der Welt

— derMichi
derMichi

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  • Ein großartiges Lesevergnügen einer kleinen Erzählung!

    Stille Nacht
    Monika58097

    Monika58097

    13. December 2016 um 15:42

    „Stille Nacht, heilige Nacht“ - ein Weihnachtslied, das längst Weltruhm erreicht hat, doch wer steckt eigentlich dahinter? Wie ist das Lied überhaupt entstanden? Wer hat den Text geschrieben und wer die Musik an sich? Joseph Mohr, ein Hilfspriester, tritt eine Stelle in Österreichisch Laufen an. Nicht alle sind dem jungen Priester wohl gesonnen, wurde er doch unehelich geboren. Ein Fürsprecher hat einst ermöglicht, dass er die nötigen Schulen besuchen konnte. Er lernt seinen Großvater kennen, einen mürischen alten Mann, doch Joseph gibt nicht auf. Er will mehr über den alten Mann und seinen Sohn, Josephs Vater, wissen. Der alte Mann taut auf und beginnt zu erzählen, doch den beiden bleibt nicht mehr viel Zeit füreinander. Das Leben bei den Flussschiffern ist hart. Die Männer sind oft lange unterwegs, die Frauen müssen die Familie durchbringen. Ein hartes Leben voller Entbehrungen und Armut. Joseph Mohr kümmert sich um die Menschen. Seine Predigten sind nicht gewöhnlich. Er liebt zudem die Musik. Zusammen mit seinem Freund Franz Gruber lässt er sich auch schon mal von der Musik verführen. So dauert es auch nicht allzu lang, bis ein Kirchenmann sich über den jungen Priester beschwert, doch Joseph lässt sich unterkriegen. Und eines Tages schreibt er einen Liedtext, das Lied von der „Stillen Nacht“. Franz Gruber schreibt die Musik dazu. Als 1818 am Heiligabend zum ersten Mal das Stück erklingt, sehen die Menschen mit großen Augen zur Krippe. Dieses Lied hat von der Aufführung an die Menschen berührt. Sie kommen zu Joseph und Franz und wollen ihnen die Hände schütteln. Von dort an geht das Lied um die Welt. „Stille Nacht“ von Titus Müller, dieser Mann kann einfach erzählen! Mit großer erzählerischer Kraft bringt er dem Leser den harten Alltag der armen Flussschiffer nahe. Man spürt regelrecht die Anforderungen an die dort lebenden Menschen und man hört die Musik, die einen verzaubert. Mich rührt dieses Lied immer wieder zu Tränen, nicht, weil es so traurig ist, sondern einfach, weil es so unglaublich schön ist. „Stille Nacht“ - ein großartiges Lesevergnügen einer kleinen Erzählung. Eine Geschichte, die verzaubert, eine Geschichte, die glücklich macht.

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  • Eine sehr schöne Geschichte zu der Entstehung des Liedes "Stille Nacht"

    Stille Nacht
    Buchbloggerin

    Buchbloggerin

    19. August 2016 um 17:26

    Es ist zwar noch lange nicht Weihnachten (obwohl – die Zeit verfliegt eigentlich doch immer recht schnell), aber trotzdem hatte ich Lust, dieses weihnachtliche Buch Stille Nacht von Titus Müller zu lesen, in dem man in Romanform erfährt, wie das weltbekannte Lied „Stille Nacht“ denn entstanden ist. Interessant war es auf jeden Fall! Die letzten Töne des Liedes hallten nach. Dann war es still in der Kirche. Die Leute sahen mit großen Augen zur Krippe hin. Endlich kamen Einzelne und bedankten sich. Es wurden immer mehr, sie wollten unbedingt Josephs Hand schütteln und die von Franz. „Stille Nacht, heilige Nacht“ – am Heiligabend 1818 erklang das Lied zum ersten Mal. Heute gilt es als das bekannteste Weihnachtslied der Welt. Eingewoben in eine Erzählung voller Licht und Schatten, Brüche und Versöhnung erzählt Titus Müller, wie es entstand. ‚Stille Nacht, heilige Nacht‘ ist eines der erfolgreichsten Lieder der Welt. Und immer wieder berührt es die Menschen, die es singen. Wo kommt es her? Und wem verdanken wir den Text und die Melodie? Das hat mich interessiert. – Diese Frage war es, die Titus Müller dazu animiert hat, diesen Roman zu schreiben. Es ist jedoch nicht einfach nur ein Roman, sondern ein Werk mit Liebe zum Detail, für das viel Recherche von Nöten war. Der Protagonist Joseph erwacht hier wieder zum Leben (wenn man bedenkt, dass er seit über hundert Jahren schon tot ist) und es ist sehr interessant zu lesen, wie das Leben damals war. Was mich besonders überrascht hat, auch wenn ich es vorher schon gewusst habe, war, dass die Menschen damals so sehr abergläubig waren und verschiedene traditionelle Rituale hatten, um das Böse abzuwenden oder milder zu stimmen. Außerdem war der Unterschied zwischen Arm und Reich viel deutlicher, nach außen hin jedenfalls. Wenn man dem Autor Glauben schenken darf, stellt man bald fest, dass die Menschen früher definitiv öfter und regelmäßiger zur Kirche gingen, ob freiwillig oder nur aus Gewohnheit wird dabei nicht klar. Man kann außerdem sehen, dass das Leben damals viel schwerer war und nicht so angenehm, wie bei uns heute, beklagen tun sich viele von uns heute aber nicht weniger. Vielleicht war das auch ein Grund, warum sie sich so viel mehr nach einem Gott sehnten, der ihnen in ihrem nicht leichten Leben eine Hilfe sein würde. Wenn man das Nachwort des Autors liest, merkt man, dass er viele Fakten aus dem echten Leben des Joseph Mohr mit eingebunden hat, was das Lesen noch interessanter und informativer gemacht hat. Insgesamt hat mir Stille Nacht ganz gut gefallen, es ist ein interessanter historischer Roman mit Tiefgang, den ich auf jeden Fall weiterempfehle! Ich vergebe 4 von 5 Sterne.

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  • Stille Nacht, Heilige Nacht....

    Stille Nacht
    Miamou

    Miamou

    Die letzten Töne des Liedes hallten nach. Dann war es still in der Kirche. Die Leute sahen mit großen Augen zur Krippe hin. Endlich kamen Einzelne und bedankten sich. Es wurden immer mehr, sie wollten unbedingt Josephs Hand schütteln und die von Franz. ***************************************************** Ein kleines und sehr feines Büchlein legt uns Titus Müller mit „Stille Nacht“ vor. Ein Lied, das man in vielen verschieden Sprachen kennt und überall auf der Welt singt. Ein Lied, das einfach nur wunderschön ist und das der Autor wunderbar in seine Geschichte eingewebt hat. Neben den vielen historisch gut recherchierten Fakten, haben mir auch die vielen religiösen Gedanken gut gefallen, da sie den Kern des Weihnachtsfestes treffen und daher das gesamte Buch nichts Oberflächliches an sich hat. Gleich zu Beginn des Buches trifft der Leser auf Joseph Mohr, dem Verfasser des Liedtextes. Und an ihm macht Titus Müller die Entstehungsgeschichte von „Stille Nacht“ fest. Bereits sehr früh in der Handlung schreibt Joseph Mohr den Text des Liedes nieder, „beflügelt“ durch seine eigene Familiengeschichte. Die Handlung an sich wird von drei entscheidenden Personen getragen, die auf ihre Art sehr eigen sind. Sie können keineswegs mit einer Schwarz – Weiß – Malerei beschrieben werden. Jede von ihnen versucht mehr oder weniger sein oder ihr Leben zu ordnen und schlussendlich auch das Richtige zu tun. Die Geschichte endet in der Heiligen Nacht, nachdem Joseph Mohr und Franz Gruber das Lied „Stille Nacht“ beendet haben. Ein Ende, das doch sehr emotional, aber nicht das „perfekte Happy End“ ist. Ich möchte gar nicht mehr schreiben, weil ich das Gefühl habe, dass man im Fall dieses Buches einfach zu viel zerredet. Ich kann einfach nur eine absolute Leseempfehlung geben! Das Buch eignet sich auch perfekt als Weihnachtsgeschenk, weil es nicht nur mit seinem Inneren, sondern auch mit dem Äußeren besticht.

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    • 5
  • Leserunde zu "Stille Nacht" von Titus Müller

    Stille Nacht
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Verlag Gerth Medien stellt fünf Exemplare des Buches "Stille Nacht" von Titus Müller zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Die letzten Töne des Liedes hallten nach. Dann war es still in der Kirche. Die Leute sahen mit großen Augen zur Krippe hin. Endlich kamen Einzelne und bedankten sich. Es wurden immer mehr, sie wollten unbedingt Josephs Hand schütteln und die von Franz. "Stille Nacht, heilige Nacht" – am Heiligabend 1818 erklang das Lied zum ersten Mal. Heute gilt es als das bekannteste Weihnachtslied der Welt. Eingewoben in eine Erzählung voller Licht und Schatten, Brüche und Versöhnung erzählt Titus Müller, wie es entstand. 'Stille Nacht, heilige Nacht' ist eines der erfolgreichsten Lieder der Welt. Und immer wieder berührt es die Menschen, die es singen. Wo kommt es her? Und wem verdanken wir den Text und die Melodie? Das hat mich interessiert. Titus Müller " Bitte bewerbt euch bis zum 30. November hier im Thread und beantwortet, ob ihr das Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" kennt.  Bitte beachtet, dass ihr bei diesem Buch die Portokosten von 1,60 €  selber tragen müsst. Hier könnt ihr eine Leseprobe herunterladen. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter www.gerth.de für 9,99 € (Buchpreis)  bestellen. Dort könnt ihr auch sehr gerne eure Rezension hinterlassen.

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    • 80
    orfe1975

    orfe1975

    08. January 2016 um 10:26
    peedee schreibt Mittlerweile habe ich "Der Schneekristallforscher" gelesen und war ebenfalls begeistert!

    Danke für den Tipp, das habe ich mir auch als nächstes Titus Müller-Buch vorgenommen!

  • Die Entstehung eines Weihnachtsliedes wundervoll erzählt

    Stille Nacht
    orfe1975

    orfe1975

    31. December 2015 um 15:23

    Cover und Aufmachung: Das Buch ist im Hardcover-Format und wirkt richtig edel, vor allem, da der Kreis in der Mitte so leicht silbrig schimmert. Dies zusammen mit den Noten vor dem tiefblauen Hintergrund passt gut zu der Stimmung des Liedes. Eigentlich fehlt nur noch ein blaues Lesebändchen, dann wäre es perfekt für mich. Dass die Noten später als Kapitelzähler wieder aufgegriffen werden, rundet den Gesamteindruck zusätzlich positiv ab. Inhalt: Der Roman ist eine gut recherchierte Erzählung von der Entstehung des mittlerweile weltweit bekannten Weihnachtsliedes Stille Nacht. Der junge österreichische Pfarrer Joseph Mohr ist vaterlos aufgewachsen und nur durch das Glück, einen Förderer gefunden zu haben, Pfarrer geworden. Er lässt sich nach Mariapfarr versetzen, weil er sich erhofft, dort seinen Großvater und so wenigstens einen Teil seiner väterlichen Wurzeln kennenzulernen. Nach dessen Tod lässt sich Joseph Mohr nach Oberndorf versetzen. Die Dorfbevölkerung, überwiegend abergläubische und wortkarge Flussschiffer, haben wenig Vertrauen zu ihm. Doch mit seinem Talent für Musik und seiner selbstverständlichen Art, auf sie zuzugehen, gelingt es ihm, nach und nach die Gemeinde für sich zu gewinnen. Dabei lernt er natürlich auch die Sorgen und Nöte seiner Schäfchen kennen. Diese Erlebnisse inspirieren ihn zum Text des Liedes "Stille Nacht", der schließlich von seinem Freund und Orgelspieler Franz Gruber vertont und mit der Gitarre von beiden zusammen an Weihnachten 1818 uraufgeführt wird. Mein Eindruck: Bereits der Einstieg hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, ich fühlte mich gleich in die Zeit damals zurückversetzt und konnte mich sehr gut in die Gefühlswelt von Pfarrer Mohr und später auch in die der geschilderten anderen Personen versetzen. Die Geschichte ist so flüssig geschrieben, dass ich sie fast in einem Rutsch weg gelesen habe. Besonders schön ist, dass die historischen Gegebenheiten und Ereignisse passend eingebettet sind, man kann sich sehr gut vorstellen, wie die Leute damals gelebt haben und welche Gedanken sie bewegt haben mögen. Man erfährt zum Beispiel viel über den Alltag und die Sorgen der Schiffer und ihrer Familien, das fand ich sehr spannend. Auch fiebert man mit Joseph Mohr mit: wird es ihm gelingen, den Großvater noch näher kennenzulernen, wird er in der Gemeinde bleiben dürfen und schafft er es, die Herzen der Dorfbewohner zu erobern? Durch die Gedankenwelt des Pfarrers lernt man nebenher auch viel über dessen Hintergründe kennen und was es bedeutete, als uneheliches Kind aufzuwachsen. Faszinierend fand ich, dass jeder der Charaktere in seinem Leben irgendwelche schlechten Gedanken oder Fehler hatte, aber dem Autor gelingt es, die Personen so zu schildern und den Leser an deren Gefühlswelt teilhaben zu lassen, dass keine Wertung entsteht. So konnte ich zumindest jede Verhaltensweise in gewisser Weise nachvollziehen, auch wenn das Verhalten an sich nach "normalen" Wertmaßstäben (wie z. B. Fremdgehen) nicht gutzuheißen war. In der Geschichte geht es hintergründig genau um die Botschaft von "Stille Nacht": Die Fehler und Vergehen sollen zumindest in dieser Nacht ruhen und man feiert trotz allem ein gemeinsames, friedliches Weihnachtsfest. Im Anhang gibt der Autor noch einige Erläuterungen zur Historie und seiner Recherchearbeit sowie ein paar Lesetipps zum weiteren Vertiefen. Dies rundet das Buch perfekt für mich ab. Fazit: Eine wundervoll erzählte und historisch gut recherchierte Erzählung zur Entstehung eines der bekanntesten Weihnachtslieder.

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  • Ergreifend

    Stille Nacht
    Isador

    Isador

    30. December 2015 um 15:55

    „Stille Nacht, heilige Nacht“ – wer kennt dieses Lied nicht? Der Text wurde von Priester Joseph Mohr geschrieben und vom Organisten Franz Gruber vertont. Am Heiligabend 1818 wurde dieses Lied in Österreichisch Laufen zum ersten Mal vorgetragen und seit damals viele Millionen Male in unterschiedlichen Varianten und Sprachen gesungen und gespielt. Der Autor erzählt in diesem Buch, wie es zu diesem wohl bekanntesten Weihnachtslied kam. Es gibt sicherlich kaum jemanden, der das Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" nicht kennt. Aber wie kam es zur Entstehung dieses Liedes? Darum geht es in dem Buch "Stille Nacht" von Titus Müller. Das Lied wurde von Joseph Mohr geschrieben. Er wurde 1792 als uneheliches Kind geboren und wurde später Pfarrer. Das war zur damaligen Zeit eigentlich überhaupt nicht möglich war, aber dank seines Gönners, Domvikar Hiernle, der ihm die Dispensation erteilte, konnte er doch diesen Beruf ergreifen. Er findet eine gute Kirchengemeinde in Österreichisch Laufen, in der auch der Organist Franz Gruber wirkt, der schließlich den Text zu dem Lied komponiert. Maßgeblich beteiligt an der ganzen Geschichte ist auch eine Schifferfamilie am Ort... Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen, ich habe mich beim Lesen regelrecht in die damalige Zeit und in das Leben von Joseph Mohr hineinversetzt gefühlt. Die ganze Geschichte hat mich sehr berührt und lässt mich das Weihnachtslied nun ganz anders empfinden. Abgerundet wird das Buch, das schon durch den stilvollen Einband besticht, noch durch den Anhang, in dem noch einmal die wichtigsten Daten und Fakten aufgelistet wurden. Für mich bekommt dieses Buch volle 5 Sterne und ich empfehle es sehr gerne weiter!

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  • Stille Nacht

    Stille Nacht
    Klusi

    Klusi

    27. December 2015 um 17:11

    In „Stille Nacht“ erzählt Titus Müller die Entstehungsgeschichte des wohl weltweit berühmtesten Weihnachtslieds. Joseph Mohr, von dem der Text des Lieds stammt, wuchs unehelich und in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Vater, ein Musketier, hatte kein wirkliches Interesse an seinem Sohn, und er lernte ihn nie kennen. Seine Mutter hatte schwer unter dem Makel zu leiden, als Unverheiratete vier Kinder zu haben. Uneheliche Kinder waren zur damaligen Zeit quasi unmöglich und hatten kaum eine Zukunftschance. Dass Joseph Mohr eine Ausbildung zum Hilfspriester machen kann, hat er wohl nur seiner Musikalität und seiner schönen Stimme zu verdanken. Auf der Suche nach seinen Wurzeln macht Joseph seinen Großvater ausfindig, aber es bleiben ihnen nur wenige gemeinsame Monate, dann stirbt der 86-Jährige. Am Abend nach der Beisetzung des alten Joseph Mohr setzt sich sein Enkel hin und schreibt die Verse von „Stille Nacht“. Aus diesen Zeilen spricht seine ganze Sehnsucht nach familiärer Geborgenheit, die er selbst nie kennengelernt hatte. Als Hilfspriester arbeitet er später in Österreichisch Laufen. Hier erfährt man nicht nur, wie das Lied unter Mitwirkung von Franz Gruber seine Melodie bekam und Weihnachten 1818 uraufgeführt wurde, sondern man lernt auch das karge, beschwerliche Los der Einheimischen kennen, denn die Menschen in Österreichisch Laufen leben weitgehend von der Flussschifferei, einer schweren und mühsamen Arbeit. Die Bevölkerung und der ganze Landstrich leiden unter den damaligen Grenzstreitigkeiten und kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Österreich und Bayern. In dieser Erzählung, die sehr viel Historisches über die damalige Zeit verrät, gibt es aber auch einige fiktive Schicksale, mit denen Joseph Mohr konfrontiert wird. Die Menschen liegen dem jungen Hilfspfarrer am Herzen, und er versucht, eine zerrüttete Ehe zu retten, um dem Sohn des betroffenen Paares die Familie zu erhalten und den Jungen vor einem Schicksal zu bewahren, wie er es selbst erfahren hat. Es ist eine ruhige Geschichte, die Titus Müller hier erzählt. Dabei findet er stets die rechten Worte, um die Situationen realistisch und sehr eindrucksvoll darzustellen. Dass das Buch in erster Linie vom Segen der Musik handelt, wird bereits beim Betrachten des schönen Covers deutlich, denn dieses ist durchgehend mit einem Muster aus Noten bedeckt. Auch das Vorsatzpapier und alle Kapitelanfänge sind mit Noten geschmückt. Der Titel in blau glänzender Schrift auf goldfarbenem Hintergrund unterstreicht den Eindruck, hier ein besonderes Buch in Händen zu haben. Für mich ist dieses Büchlein ein kleiner Schatz, und die Geschichte hat sehr viel zu geben, denn sie berichtet vom Licht der Hoffnung, das die Dunkelheit und Bitterkeit durchbricht, von Versöhnung und Frieden. In diesem Sinn ist es ein etwas anderes, sehr schönes und berührendes Weihnachtsbuch.

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  • Ein ganz besonderes Weihnachtslied

    Stille Nacht
    TochterAlice

    TochterAlice

    23. December 2015 um 09:23

    Das ist "Stille Nacht"! Ohne dieses klare und schlichte, dabei so wunderschöne und jedes Mal aufs Neue bewegende Lied gäbe es für mich kein Weihnachten. Und vielen meiner Freunde geht es ganz genauso! Dieses Buch erzählt die Geschichte ihres Autoren Joseph Mohr - nein falsch: eine mögliche Geschichte dieses Mannes, denn es ist ein Roman und enthält somit auch fiktives. Doch der Historiker Titus Müller orientiert sich - wie wir es aus seinen historischen Roman nicht anders kennen - engstens an der Wahrheit und an historischen Gegebenheiten der jeweiligen Zeit, was in diesem Fall der Salzburger Raum in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist und schenkt seinen Lesern damit tiefste Einblicke in die damaligen Verhältnisse. Der Pfarrer Joseph Mohr hatte es als Bankert, wie man das damals nannte, also als uneheliches Kind, auf die Kanzlei geschafft - das kam schon einem Wunder gleich. Ein zweites Wunder bestand darin, dass er sich nicht - wie viele andere in seiner Situation - von seinesgleichen abwandte, sondern zu seiner Herkunft stand und stets ein Herz für die Armen, Bedürftigen, diejenigen mit Verfehlungen hatte. All dies wird in diesem kleinem Büchlein deutlich, in dem dem Rezipienten ein ganz besonderer Mensch nahegebracht wird und mit ihm sein Lebenswerk, das er gemeinsam mit einem Freund in einer ländlichen Gemeinde geschaffen hat: "Stille Nacht", das Lied, das um die Welt ging und das immer noch tut, das Lied ohne das Weihnachten nicht ist, nicht sein kann. Titus Müller schenkt uns eine besondere, eine kluge und ganz bewegende Geschichte, die ich gerade in der besinnlichen Vorweihnachtszeit sehr genossen habe!

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  • Ein Buch über das schönste Weihnachstlied und seine Enstehung

    Stille Nacht
    vielleser18

    vielleser18

    23. December 2015 um 08:27

    "Stille Nacht, heilige Nacht" ist das bekannteste Weihnachtslied, für mich auch das schönste, es wird nicht nur in Deutschland gesungen, sondern ist weltweit bekannt. Doch wer hat es komponiert, von wem stammt der Text ? Joseph Mohr, Jahrgang 1792, wurde bekam einen Dispenz und konnte daher trotz seiner unehelichen Geburt Priester werden. Die Erzählung von Titus Müller beginnt in Mariapfarr, der Gemeinde, aus dem sein Vater, den er nie kennen gelernt hat, stammte. Er lernt aber noch seinen Großvater kennen. Schon gleich am Anfang gelingt es dem Autor mich mit in diese Welt von vor 200 Jahren mit zu nehmen, mich zu fesseln. Wir erleben mit, wie Joseph Mohr den Text schreibt, wie er dann weiter zieht und in seiner neuen Arbeitsstelle in Österreichisch Laufen (dem heutigen Oberndorf) den Organisten Franz Xaver Gruber kennenlernt, der ihm später die Melodie zu seinem Gedicht komponiert. Und wie es dann zu Uraufführung 1818 kommt. Umrandet wird diese Erzählung von zwei weiteren Protagonisten, dem Ehepaar Sophie und Karl, deren Ehe unglücklich ist. Durch diese Geschiche schafft es Titus Müller, uns das harte Leben in dieser Zeit und an diesem Ort darzustellen. Die Familie lebt wie die meisten im Ort von der Salzschifffahrt, von einer gefährlichen und auch überaus anstrengenden Arbeit, die die Familien oft wochenlang auseinander reißt. Bisher hat mich das Lied Stille Nacht nur berührt, ich fand und finde, dass es das schönste Weihnachtslied ist. Nun aber hat es einen Hintergrund bekommen, wie es entstanden ist, welche Personen dahinter stehen. Titus Müller hat die historischen Fakten zu einer mitreißenden Erzählung verarbeitet, die mich berührt hat und die noch lange nachhallt, besonders natürlich an Weihnachten. Ein ganz besonderes Lied - ein ganz besonderes Buch !

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  • Ein literarisches Kleinod

    Stille Nacht
    Dreamworx

    Dreamworx

    Es gibt Lieder, die einen von der Kindheit an das ganze Leben hindurch begleiten. „Stille Nacht“ des Priesters Joseph Mohr ist so ein Lied und der Autor Titus Müller hat ihm und der Entstehung des Liedes einen kleinen, aber sehr feinen historischen Roman gewidmet. Joseph Mohr war ein katholischer Priester, der in Österreich lebte und wirkte. Zeit seines Lebens trug er die Last mit sich herum, ein uneheliches Kind zu sein und seinen Vater nie kennengelernt zu haben, aber für immer gezeichnet zu sein als Bastardkind. Seine Mutter hatte mehrere Kinder von mehreren Männern, doch brachte sie alle allein als Näherin durch. Joseph Mohr war sehr musikalisch, ein Erbe seines Vaters, so fand er einen Gönner, der ihm die Türen zu einer guten Bildung öffnete, für die Joseph Mohr hart arbeiten musste, um im Priesterseminar zu bestehen. Eines Tages macht sich Joseph auf den Weg, seinen Vater und seine Wurzeln zu suchen, doch er wird zu spät kommen, da der Vater vorher stirbt. So begibt er sich auf die Suche nach Verwandten und findet in einer einsamen Gegend in einer Holzhütte seinen Großvater, der ihm erst unwirtlich und barsch gegenüber tritt, doch je mehr Zeit die beiden Männer miteinander verbringen, umso mehr wachsen sie zusammen bis der Großvater stirbt. Das Einzige was Joseph vom Großvater bleibt, ist die Gitarre seines Vaters, die dieser aufgehoben und ihm vermacht hat. 1818 lebt Joseph Mohr in Österreichisch Laufen und tritt dort seine Stelle als neuer Pfarrer an. Seine Gemeinde besteht hauptsächlich aus ärmlichen Familien, die von der Flussschifffahrt leben. Er muss sie als Pfarrer durch seine Predigten von seinen Qualitäten überzeugen und möchte dies auch durch seine Musik tun, die ihm besonders am Herzen liegt. Die Besucher seines Gottesdienstes pflegen noch einigen Aberglauben an Geister, die sie in ihrem täglichen Leben beschützen sollen und können mit seinen Worten nicht viel anfangen. Joseph Mohr nimmt die Herausforderung an und kümmert sich um seine Gemeindemitglieder, lernt ihre Sorgen kennen und versucht, ihnen den richtigen Rat zu geben. Dabei sucht er in stillen Momenten Hilfe bei der Musik. Als sein Pfarrprovisor sich gegen ihn und seine Musik stellt, will er sich dennoch nicht davon beirren lassen. Gemeinsam mit dem Kirchorganisten Franz Gruber spielt er am 21. Dezember 1818, am Thomastag, sein eigens geschriebenes Lied „Stille Nacht“, für die Gruber die Melodie lieferte, und die Menschen im Gottesdienst hören ihm aufmerksam zu. Mit diesem Lied hat er seine Gemeinde wohl für sich gewonnen, denn am Ende waren die Menschen ergriffen und dankten ihm dafür. Titus Müller hat einmal mehr sein wunderbares Schreibtalent unter Beweis gestellt, indem er eine sehr gut recherchierte Handlung mit poetischen, feinfühligen Worten zu einer wirklich schönen Geschichte verwebt, die den Leser von der ersten bis zur letzten Minute fesseln. Im Anhang bereitet der Autor für den Leser den historischen Hintergrund auf und unterstützt mit Faktenwissen über die Biografie von Joseph Mohr. „Stille Nacht“ mag vielleicht ein Weihnachtslied sein, doch es ist auch ein Lied der Hoffnung und des Glaubens. Man kann das Büchlein somit immer wieder in die Hand nehmen und der Handlung einen Platz im Herzen einräumen. Wenn man es erst einmal gelesen hat, wird man sich dieser wunderschönen Geschichte immer wieder erinnern, besonders, wenn man die wunderbare Melodie von „Stille Nacht“ hört. Absolut empfehlenswert, ein wahrer Lesegenuss von einem Meister der Wortkunst!!!  

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    • 4
  • Ein wunderbares Buch

    Stille Nacht
    peedee

    peedee

    13. December 2015 um 23:33

    „Stille Nacht, heilige Nacht“ – wer kennt dieses Lied nicht? Der Text wurde von Priester Joseph Mohr geschrieben und vom Organisten Franz Gruber vertont. Am Heiligabend 1818 wurde dieses Lied in Österreichisch Laufen zum ersten Mal vorgetragen und seit damals viele Millionen Male in unterschiedlichen Varianten und Sprachen gesungen und gespielt. Der Autor erzählt in diesem Buch, wie es zu diesem wohl bekanntesten Weihnachtslied kam. Erster Eindruck: Das Cover wirkt sehr edel, mit dieser dunkelblauen, glänzenden Schrift. Die Noten auf dem Hintergrund gefallen mir. Die Noten wiederholen sich dann als Kapitelnummerierung. Das Buch wirkt sehr hochwertig; on top wäre ein Lesebändchen schön gewesen. Joseph Mohr ist 1792 als uneheliches Kind geboren. Als er 1816 als Hilfspriester nach Mariapfarr kommt, will er seinen Grossvater, dessen Namen er trägt, kennenlernen. Dieser reagiert jedoch vorerst ruppig und ablehnend, da sein Sohn tot sei und er von keinem Enkel wisse. Doch dann öffnet er sich und die beiden können sich kennenlernen. Als der Grossvater stirbt, erbt Joseph eine Gitarre, die einst seinem Vater gehörte. In dieser Zeit schreibt er die Zeilen zu „Stille Nacht“. Joseph ist als „uneheliches Kind aus der Gosse“ aufgewachsen – das scheint ihn immer noch zu beschäftigen. Er brauchte sogar eine Dispensation vom Erzbischof, damit er das Priesterseminar besuchen konnte! Ohne seinen Gönner und Ersatzvater, Domvikar Hiernle, wäre das nicht möglich gewesen. Unvorstellbar, denn was kann ein Kind schon dafür, wie es entstanden ist? Joseph ist ein gewissenhafter Mensch, der aber auch an seinen Fähigkeiten zweifelt: „Erwarte nicht zu viel von mir, Gott. Ich bin selbst schwach und hilflos.“ Der Autor beschreibt auch andere Dorfbewohner, insbesondere Familie Jüttner, wo der häufig betrunkene Vater Karl eine aussereheliche Beziehung hatte und so zu einem zweiten, verheimlichten Kind kam. Sophie würde am liebsten mit Sohn Jackl weggehen, hat aber Angst, was die Nachbarn sagen würden. Franz Gruber, der Organist, wird Josephs bester Freund. Die beiden gehen grosse Risiken ein, als sie in der Kirche musizieren und improvisieren, da Pfarrprovisor Nöstler dies als Lärm abtut und sie dem Konsistorium melden will. Das Buch endet mit der Erstaufführung des Liedes im Anschluss an die Messe am Heiligabend 1818. Für mich ist es das erste Buch des Autors, aber es wird sicher nicht das letzte gewesen sein. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich hatte das Gefühl, die Protagonisten und Örtlichkeiten vor mir zu sehen. Der Autor liess mich in die Geschichte eintauchen und auch viele Emotionen erleben, z.B. der bewegende Moment, als sich Grossvater und Enkel das erste Mal sehen oder sie gemeinsam beten. Im Schlusskapitel „Historische Hintergründe“ werden noch einmal wichtige Fakten und Daten aus dem Leben von Joseph Mohr festgehalten – das hat mir sehr gefallen. Eine absolute Leseempfehlung – 5 Sterne. Vielen Dank für dieses wundervolle Buch.

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  • Ich glaube, es gibt dort Menschen, denen ich etwas geben kann.

    Stille Nacht
    LEXI

    LEXI

    08. December 2015 um 19:29

    „Ich glaube, es gibt dort Menschen, denen ich etwas geben kann.“ Diese Worte richtet der Musiker, Theologe, Dichter und Hilfspriester Joseph Mohr bei einem Besuch an seine an Lungentuberkulose erkrankte Mutter. Der ausgeglichene, freundliche Mann mit der wunderschönen Stimme hat seine Liebe zur Musik von seinem Vater Franz geerbt, den er niemals kennenlernen durfte. Joseph Mohrs zwangloser Umgang mit der Bevölkerung ist vor allem seinem direkten Vorgesetzten ein Dorn im Auge, und dieser begegnet ihm mit starkem Argwohn und Ablehnung. Doch Mohrs Predigten vermögen es, die Menschen für ihn zu begeistern… „Vielleicht ist das Leben mit Gott wilder und abenteuerlicher, als wir denken. ER verspricht keine Sicherheit und keinen behäbigen Komfort. Der Großteil unserer Gebete drehte sich darum, aber Jesus sagt: Es bringt nichts, wenn ihr euch den ganzen Tag Sorgen über das Morgen macht. Euch entgeht dabei der Blick auf das Größere auf dieser Erde, der Blick auf Gott.“ Auf der Suche nach seiner Vergangenheit ist Joseph Mohr das große Glück beschert, seinen gleichnamigen Großvater Joseph zu finden, den er in Folge so oft wie möglich in seiner kleinen Keusche in den Bergen besucht. Während sein Enkel ihm zur Hand geht, legt der schweigsame Greis seine ruppige Art nach und nach ab und lässt diesen an den Erinnerungen teilhaben, erzählt von seinem Sohn Franz und dessen große Verbundenheit mit der Musik. Den beiden Männern waren einige wenige kostbare Wochen des Kennenlernens und der Gemeinsamkeit vergönnt, bevor der alte Mann starb. Nach dessen Tod entsteht in einer stillen, einsamen Stunde im Pfarrhaus und in Gedanken an Weihnachten der Text zu einem Lied, das in Folge überall in der Welt von Millionen Menschen gesungen wird. Im Buch wird dem Leser auch der Musiker und Organist Franz Gruber vorgestellt, der zum einzigen und besten Freund Joseph Mohrs werden sollte. Er war es auch, der diesem weltberühmten Text eine Melodie schenkte, und gemeinsam tragen sie das Lied im Anschluss an einen Weihnachtsgottesdienst zum ersten Mal der Bevölkerung vor. Titus Müller bringt in diese Erzählung auch die Geschichte einer zerrütteten Ehe ein, in der Joseph Mohr in seiner Funktion als Priester versucht, die beiden Eheleute Sophie und Karl Jüttner zur Versöhnung zu bewegen. Durch diesen Erzählstrang erfährt man viel vom harten, entbehrungsreichen Leben der Bevölkerung, insbesondere vom Leben der Schiffer, zu denen auch Karl zählt. „Stille Nacht“ nimmt nicht nur durch seine Geschichte über die Entstehung des berühmtesten Weihnachtsliedes, sondern auch durch seinen wunderschönen Schreibstil für sich ein. Am Ende des dünnen Büchleins berichtet der Autor über die historischen Hintergründe und gibt einige Fakten preis. Hier erfährt der Leser biografische Details, die Titus Müllers Geschichte perfekt abrunden. Ich kann diese Erzählung, die noch dazu mit einem ansprechenden und edel wirkenden Buchcover aufwartet, jedem weiter empfehlen, der sich für die Entstehungsgeschichte dieses Liedes sowie dessen „Geburtshelfer“ interessiert. „Stille Nacht“ war eine eindrucksvolle und sehr informative Lektüre, die zudem auch das Herz berührt.

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  • literarisches MakingOf

    Stille Nacht
    derMichi

    derMichi

    28. November 2015 um 12:06

    Ein bekannteres Weihnachtslied gibt es kaum. Zumindest wenn man unter diesem Begriff ein Lied versteht, in dem es tatsächlich um das Fest und seinen Anlass geht. Die Geschichte dahinter ist weniger bekannt. Titus Müller, der einem breiten Publikum vor allem durch seine Historienromane bekannt wurde, erzählt in diesem Buch, welche Schicksale mit der Entstehung von Stille Nacht verknüpft sind. Hauptfigur ist der Priester Joseph Mohr, der Anfang des neunzehnten Jahrhunderts im zwischen Deutschland und Österreich aufgeteilten Ort Oberndorf wirkte. Der Pastor ist bei seinen Vorgesetzten nicht allzu beliebt. Er hält Kontakt zu den Einheimischen, spielt die Gitarre (ein "Wirtshausinstrument") und erlaubt seinem Organisten allzu fröhliche Improvisationen auf der Orgel. Aber das ist nicht das einzige Problem. Als uneheliches Kind schleppt er stets die Bürde der fehlenden Anerkennung durch den Vater und sein Umfeld mit sich herum. Sophie, eine Frau aus seiner Gemeinde, deren Ehe in die Brüche zu gehen droht, macht es ihm nicht gerade einfacher. Mitten in der Unsicherheit, Not und Armut seiner Zeit schreibt Mohr schließlich jene Zeilen, die ihn noch lange überleben sollten. Deren Uraufführung in der Kirche hinterlässt bereits ihre Spuren. Auch wenn es sich laut Cover und Umfang des Büchleins eher um eine Erzählung als um einen Roman handelt, so hat hat man hier doch ohne Zweifel einen "echten Müller" in der Hand. Die Welt, in der sich seine Charaktere bewegen, wirkt einmal mehr ausführlich mit Liebe zum Detail recherchiert und wird plastisch beschrieben. Auch Dinge, zu denen nicht jeder Leser sofort eine Beziehung aufbauen kann, wie beispielsweise der Ablauf einer katholischen Messe vor zweihundert Jahren, flicht der Autor geschickt in die Handlung ein. Und dann sind da ja noch die Figuren. Ein Pfarrer muss als "Held" der Geschichte keinesfalls langweilig sein. Joseph Mohrs Seelenleben verträgt noch deutlich mehr als die Pflichten und Rituale seines Berufes. Er ist von Musik begeistert, will für seine Gemeinde dasein, stößt damit aber nicht nur auf Gegenliebe. Sein Konflikt mit den Vorgesetzten gerät dann aber deutlich demütiger, als man es vielleicht erwartet. Da wird nicht der trotzige Rebell herausgekehrt und leidenschaftlich gegen die Obrigkeit gewettert. Ansätze dafür gibt es eher in der Mohr gegenüber gestellten Schiffersgattin Sophie, die dank ihres nicht immer treuen Mannes am Ende ihrer Kräfte ist. Auch dieser Konflikt wird, wenn überhaupt, eher untypisch gelöst. Als Bonusmaterial zeichnet Titus Müller im zwölf Seiten umfassenden Nachwort die historischen Hintergründe seiner Geschichte nach. Da gibt es noch einmal einen ganzen Schwung an Informationen, die gerade die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse zu Joseph Mohrs Zeiten hilfreich erklären. Was soll man da noch kritisieren? Das Buch ist definitiv zu kurz. Hat man sich erst einmal in die Handlung eingelesen und die ersten einhundert Seiten verschlungen, dann naht schon das Ende. Obwohl es sich eben "nur" um eine Erzählung handelt, ist diese doch mindestens eben so gut geschrieben wie die übrigen Müller-Romane, so dass der Leser insgeheim auf eine Fortsetzung hofft. Aber Joseph Mohrs Geschichte ist erzählt und vielleicht ist das auch gut so. Dieses literarische MakingOf bietet jedenfalls guten Lesestoff für alle, die den Ursprüngen des Liedes nachgehen wollen und Weihnachten nicht nur aus Gewohnheit begehen. Seitenzahl: 160 Format: 13,4 x 19,3 cm, gebunden Verlag: Adeo / GerthMedien

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  • Eine kleine Perle

    Stille Nacht
    Smilla507

    Smilla507

    17. September 2015 um 10:44

    Das Lied „Stille Nacht“ ist in eines der bekanntesten Weihnachtslieder, es wird in vielen Ländern und Sprachen gesungen. Aber wer hat es geschrieben und wie ist es entstanden? Titus Müller hat einen kleinen, historischen Roman mit biografischen Hintergründen zu Joseph Mohr geschrieben – einem katholischen Priester, der in Österreich lebte. Unehelich geboren befindet er sich zunächst auf der Suche nach seinen familiären Wurzeln. 1818 tritt er eine Stelle in Österreichisch Laufen an. Viele Menschen lebten dort damals von der Flussschifffahrt, die Familien waren lange Zeit voneinander getrennt, weil die Männer auf den Schiffen unterwegs waren. Joseph bekommt hautnah mit, welche Zerreißprobe dies für manche Familien werden kann. Joseph ist ein leidenschaftlicher Musiker, was nicht überall auf Gegenliebe stößt. Einer seiner Vorgesetzten schreibt sogar einen Beschwerdebrief nach Salzburg. Doch der Musiker in ihm lässt sich nicht unterkriegen. Stattdessen musiziert er weiter und letztendlich kommt es an Weihnachten 1818 zur „Uraufführung“ des weltbekannten Weihnachtsliedes... Wie man es von Titus Müller nicht anders kennt fließen sehr viele historische Feinheiten und Wissen über das damalige Leben in die Handlung ein. So erfährt man einiges über die Flussschifffahrt, über einen kriegsgebeutelten Landstrich, verarmte Bürger und den Aberglauben, der damals zum Alltag dazu gehörte. Manches ließ mich sogar auflachen, weil es aus heutiger Sicht ziemlich komisch klingt. Auch wenn dieses Büchlein als Weihnachtsbuch vermarktet wird ist es nach meinem Empfinden gar nicht sooo weihnachtlich. Natürlich geht es um ein Weihnachtslied, aber dadurch, dass die Handlung nicht nur in der Weihnachtszeit stattfindett, geht wahrscheinlich ein wenig „Weihnachtsfeeling“ verloren. Aber das störte mich nicht. Optisch ist „Stille Nacht“ ein kleines Highlight, mit den Noten und der leicht glänzenden, glitzernden Oberfläche. Auch innen zieren Noten die Kapitelanfänge. Hinten gibt es eine kleine Zusammenfassung über Joseph Mohrs Biografie. Schon während des Lesens kam in mir der Wunsch auf zu wissen was Fakt ist und was nicht. Dem kam der Autor erfreulicherweise nach. Fazit: Es gibt dicke Wälzer, über die ich manchmal nichts zu schreiben weiß. Und dann gibt es so kleine Perlen, wie „Stille Nacht“, in die man hineintaucht und so viel Input hat (positiv gemeint), dass ich seitenweise darüber schreiben könnte. Ich kann nur sagen: Einfach lesen – egal zu welcher Jahreszeit! 

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