Titus Simon Drei Tote für Benni

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Inhaltsangabe zu „Drei Tote für Benni“ von Titus Simon

Mit einer Leiche am Neustädter See in Magdeburg beginnt eine mysteriöse Mordserie an Skinheads. Zu vieleTatverdächtige geben Hauptkommissar Bertram Rätsel auf; zudem macht die Polizeipräsidentin der Landeshauptstadt Druck. Da schaltet sich der alte Spürhund Gotthilf Bröckle ein …

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  • Rezension zu "Drei Tote für Benni" von Titus Simon

    Drei Tote für Benni

    Federchen

    13. April 2010 um 09:11

    Armes Magdeburg... --------------------------------- Benni wird in Magdeburg brutal von Jugendlichen rechter Orientierung zusammen geschlagen. So sehr, dass er ab da sein Leben in einem Rollstuhl verbringt und geistig behindert ist. Es kommt zum Prozess und die Täter, vier Jungen und ein Mädchen, werden frei gesprochen. Es beginnt ein Hass die Stadt zu durchfluten, der seines Gleichen sucht. Verschiedene Gruppierungen der linken Szene überlegen, diskutieren, versuchen einen Plan zu finden, um sich zu rächen. Dabei steht sowohl der Bruder des Opfers als auch der Lehrer des Bruders im Kreuzfeuer der Debatten. Beide sind selbst nicht zimperlich bei der Vergabe von Schlägen. Es kommt, wie bereits geahnt, drei Täter werden getötet, zwei Jungen und das Mädchen. Die Magdeburger Polizei, allen voran Hauptkommissar Bertram wird mit der Aufklärung betraut. Doch erst ein Freund von Bertram, ein ehemaliger Polizist, jetzt Vorruheständler kann die Ermittlungen vorantreiben. ---------------------------------- Soviel zum Plot, der eigentlich für sich sehr interessant und sagen wir mal, recht gut geschrieben ist. Allerdings stören mich an der Art und Weise so einige Sachen. Nach einigen Seiten gingen mir die immer wieder eingeworfenen verschiedenen Dialekte der Mitwirkenden gehörig gegen den Strich. Ich hatte bereits nach wenigen Seiten verstanden, wer aus welchem Bundesland kam. Das hätte sich der Autor sparen können. Desweiteren fielen mir ständig zwei Worte unangenehm auf, „Ossis“ und „Wessis“. Ich dachte, wir wären eine Nation und die Wiedervereinigung war ja nicht erst gestern. Warum also nicht auch „Südis“ und „Nordis“. Eine Fortführung meines Frustes resultierte auch aus der Feststellung, dass ein pensionierter Schwabe, die drei Morde aufklärt und nicht die „ostdeutsche“ Polizei. Aber nicht genug mit meinem Frust, ich dachte auch immer, dass Magdeburg mehr zu bieten hat als Demonstrationen und Gewalt der Linken gegen die Rechten und andersherum. Nach Beendigung des Krimis war ich da nicht mehr so sicher. Sicherlich soll es vorwiegend um die Aufklärung der Morde gehen, aber muss man deswegen ständig nur von Gewalt schreiben. Ich habe mir das Buch auf der Leipziger Messe gekauft, weil auf dem Klappentext keine Rede von den beiden Szenen war. Das sollte es aber, denn das ist für mich das Hauptthema dieses Buches. Den Täter hatte ich bereits in der Hälfte des Buches ermittelt und der Höhepunkt, bzw. eben die Aufklärung zog sich für mich unendlich weit hin. Für mich ein in vielerlei Hinsicht enttäuschender Krimi.

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