After Work

von Tobi Rosswog 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
After Work
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Inhaltsangabe zu "After Work"

Jede Woche über 40 Stunden im Büro und montags schon dem Wochenende entgegenfiebern – ein erfülltes Leben sieht anders aus. Doch warum liefern wir uns einem System aus, das uns immer öfter krank macht, unsere Beziehungen belastet und darüber hinaus einen verheerenden Einfluss auf die Umwelt hat?

Nach dem Motto 'Sinnvoll tätig sein statt sinnlos schuften' zeigt Tobi Rosswog Wege aus dem Arbeitsblues. Ausgehend von Fragen wie 'Was brauche ich wirklich?' und 'Was ist mir wichtig?' stellt er Alternativen vor, vom Jobsharing bis zur Karriereverweigerung, vom Arbeiten im Kollektiv ohne Chef bis zum Grundeinkommen. Die Alternativen für eine Post-Work-Gesellschaft sind da, man muss sie nur wagen!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783962380564
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:144 Seiten
Verlag:oekom verlag
Erscheinungsdatum:01.10.2018

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    michael_lehmann-papevor 5 Tagen
    Ein Blick auf die Arbeitswelt aus interessanter Perspektive

    Ein Blick auf die Arbeitswelt aus interessanter Perspektive

    Neben dem soeben erschienen „Bullshit-Jobs“ finden sich natürlich, Zeichen der Zeit, vielfache andere, kritische Betrachtungen der modernen Arbeitswelt. In denen es, wie im vorliegenden Werk, nun deutlich weniger um eine „innere Sicht“ der Arbeit geht (wie kann man diese effektiver machen, wie kann man selbst sich im Rahmen seiner Arbeit erfüllend Verhalten und Einbringen, etc.), sondern um eine grundlegende, kritische Betrachtung der Struktur der Arbeit und der Formen der Arbeit in der Gegenwart selbst.

    Wobei Tobi Rosweg in seinem schmalen Band keineswegs zu kurz greift oder die Dinge nur komprimiert darstellt, sondern in sehr erfrischender, am Ende aber sehr nachdenklich zurücklassender Weise, viele „Mythen der Arbeit“ hinterfragt und mit überaus einfach nachzuvollziehenden Gedanken neue Wege nicht nur anregt, sondern nachgerade heftig anstößt.

    Denn eines ist sicherlich offenkundig: Die (ehemalige) Prognose, dass durch die Technisierung der produzierenden Abläufe die Netto-Arbeitszeit des Menschen in der Arbeitswelt stetig sinken müsste, ist so nicht eingetreten. Obwohl, wie auch Rosswog und viele andere aufweisen, die Voraussetzungen durch Rationalisierungen durchaus so eingetreten sind, wie etwa ab der Mitte des 20. Jahrhunderts auch propagiert wurde.

    Dennoch tritt eher das Gegenteil ein. Wer sich noch in „Lohn und Brot“ befindet, weiß eher von immensen „Arbeitszeitverdichtungen“ zu berichten, statt von Lockerungen, weniger Wochenstunden bei vollem Lohausgleich und deutlich mehr selbstbestimmter „Frei-Zeit“.

    „Doch darum geht es hier nicht. Vielmehr geht es mir um eine Welt, in der wir nicht mehr arbeiten müssen und stattdessen endlich tätig sein dürfen – eine Gesellschaft nach der Ära der (Lohn-) Arbeit“.

    So das erklärte Ziel Rosswogs, dass er spielerisch, aber mit guten Argumenten und interessanten Gedanken-Wendungen zumindest soweit im Buch erreicht, den Leser hochgradig interessiert und nachdenklich zurückzulassen.

    Könnte es sein, wie auch in „Bullshit-Jobs“ erläutert, dass die Zeitverdichtung und die ständige Notwendigkeit zur Lohn-Arbeit in der Gegenwart strategisch gewollt ist und nicht mehr sachlich unbedingt nötig wäre? Wenn die „Maschinen-Besitzer“ die Effektivität der Herstellung teilen würden, statt die sich erhöhende Rendite „für sich zu behalten“?

    Wenn doch jetzt bereits ein hoher Teil der Arbeitskräfte, und in Zukunft bis zur Hälfte der aktuell Beschäftigten, durch „Computer und Algorithmen“ ersetzt werden könnte?

    Und warum ist es ein so „händeringendes“, scheinbar alleiniges Anliegen der Politik, „neue Arbeitsfelder zu erschließen“? (was Rosswog mit einem simplen „Warum (tun die das) eigentlich?“ kommentiert).

    Was im Gesamten übrigens fast zwangsläufig, nicht nur bei Rosswog, zu zumindest einem ernsthafteren Bedenken als aktuelle sichtbar im Sinne eines bedingungslosen Grundeinkommens führt. Finanzkraft wäre zumindest genügend und reichlich auf dem Planeten vorhanden. Mit dem Ausblick auf eine „intrinsische Motivation“, die Menschen durchaus ja tätig werden lassen, auch außerhalb einer „Lohn-Arbeit“ Struktur.

    Wie wäre es denn, wenn man sich dem System „nicht mehr beugen muss, um ein gutes Leben führen zu können“, sondern Systeme denkt und erschafft (was Zeit brauchen wird und ein radikales Umdenken), die dem Zwecke eines „guten Lebens“ a priori dienen, statt einer Rendite für wenige nachzujagen?

    Ganz praktische Vorschläge legt Rosswog dem Leser bereits jetzt im Buch an die Hand, um dann durchaus auch „große Visionen“ einer Gesellschaft „jenseits der Arbeit“ fundiert vor Augen zu legen.

    „Viele mögen das als Science-Fiction abtun“. Aber tatsächlich wären die technischen Voraussetzungen schon vorhanden. Wenn man diese nutzen wollte. Was sich durchaus als Frage stellt, wenn Rosswog sachlich und nüchtern aufzeigt, dass bei Weitem nicht jede Arbeit auch „förderlich“ für den Menschen ist, sondern gar auf psychischer und physischer Ebene für eine Vielzahl von Krankheiten sorgt.

    Eine anregende Lektüre, selbst wenn man Rosswog nicht in jeder Weise zustimmt.

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