Tobias Conrad , Carola Timmel Ängsten gelassen begegnen

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Inhaltsangabe zu „Ängsten gelassen begegnen“ von Tobias Conrad

Als Quelle von Kraft und Zuversicht werden Bilder oft unterschätzt. Dabei sind genau sie es, die uns letztlich aus unseren Verstrickungen und Ängsten heraushelfen: Sie geben Mut, beflügeln und zaubern eine neue Welt. Tobias Conrad und Carola Timmel zeigen anhand ganz einfacher Beispiele, wie es gelingt, aus Visualisierungen eine reale, erlebbare, positive Zukunft entstehen zu lassen. Ein einleitender und erklärender Teil bildet die Basis für Themen wie Entspannung, stärkende Impulse, Atmung, Kraft der Sprache, in die jeweils Meditationsübungen zum Thema eingeflochten werden. Dieser Aufbau ermöglicht es dem Leser, je nach Interesse überall im Buch einzusteigen. Dabei ist die Sprache durchgängig bildhaft und anregend. Die wichtigste Botschaft ist die: Der Raum zwischen Imagination und Wirklichkeit ist nicht riesengroß und unüberbrückbar, im Gegenteil: In dem Moment, wo wir anfangen, ein positives Bild von unserer Zukunft zu zeichnen, sind wir bereits ein Teil von ihr.

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  • Rezension zu "Ängsten gelassen begegnen" von Tobias Conrad

    Ängsten gelassen begegnen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    11. February 2013 um 14:05

    Viele Übungen zur Selbsthilfe „Angst ist ein Wegweiser für neue Pfade“. Angst taucht, so die Autoren, oft dann auf, wenn eigentlich im Leben neue Wege anstehen würden, alte Lebensmuster nicht mehr befriedigen und mehr und mehr jenes „magenverknotende“ Gefühl auftritt, dass zum einen die Sorge ausdrückt, zu verlieren, was ist und zum anderen, „weil wir vor dem, was wir nicht kennen, unendlich viel Bauchweh haben“. Ob der „Sprung ins Ungewisse“ das Leben verbessert, das macht Kopf und Gefühl unruhig. Gut beschrieben liegt es also vor im Buch, das Gefühl der Angst. Ein Aggregatzustand der Persönlichkeit, der lähmt, sich winden lässt, der dutzende von Ausflüchten und Schönredereien kreiert, den man gerne so schnell wie möglich verlassen möchte. Andererseits, und auch das kommt im Buch hervorragend zum Ausdruck, Angst setzt tatsächlich wichtige Impulse und will, letztlich, die Person so lange nicht in Ruhe lassen, bevor nicht tatsächlich faktische Veränderungen eintreten. So verbleibt die Entscheidung zwischen einem „Wer weiß, was kommt“ in ängstlicher Manier oder der Wahrnehmung des Lebens in vielen Hinsichten als eine Summe von Möglichkeiten. Und das hört sich doch gleich viel positiver an, als drohende Verluste. „Die Angst ist ein Funke, der jenes Feuer entfacht, das unseren neuen Lebensweg beleuchtet und erhellt“. Das sagen die Autoren im Übrigen nicht einfach so daher, wohl wissend, dass Menschen viel eher von ihren Ängsten bestimmt und „regiert“ werden als vom mutigen Ergreifen neuer Möglichkeiten. Im Aufbau des Buches und der gesamten dahinterliegenden Philosophie der „Achtsamkeit“, bereiten die Autoren den Weg „in die Möglichkeiten“ hinein. Sorgfältig, jederzeit verständlich und mit vielfachen Übungen und praktischen Beispielen versehen. Im Verlauf der Lektüre gelingt es tatsächlich, zumindest eine Ahnung zu haben von jenem „Bogen, der sich in eine sonnige Zukunft spannt“ (spannen kann) und es gelingt, vielfache Hilfestellungen für sich zu entdecken, sich diesem Bogen achtsam, seiner selbst gemäß und in Ruhe zu nähern. Hilfestellungen, die in der Regel mit der Methode der „Imagination“ und der „Visualisierung“ vorgelegt werden. Allein aber schon die Beruhigung, die von der ersten bis zur letzten Seite aus dem Buch hervorgeht, das Nehmen von Zwang, das Durchatmen in emotional bedrängenden Situationen wirkt da schon wahre Wunder und ist Inhalt und Methode zugleich. Sei es in den einführenden Kapiteln zur näheren Beleuchtung dessen, was Angst genau ist, sei es im Blick auf „(innere) Verhinderer“ im Leben, sei es in der Darlegung von Wichtigkeit und Erlangung einer Resilienz, der Fähigkeit, auch schwierige Zeiten und Aufgaben „ohne größere Beeinträchtigungen“ durchzustehen. Entspannungsübungen, spielerische Methoden zur Vertreibung der Angst und, zu Recht zum Abschluss, ein intensiver Blick auf „Befreier“, auf jene inneren Haltungen, die den Kopf frei machen und das Gefühl achtsam „umformen“ von der ohmmächtigen Angst zum konstruktiven Abwägen und Angehen der Möglichkeiten, Schritt für Schritt erleichtert die Lektüre und folgt man den Autoren gern in ihrer sachlichen und ruhigen Art der Darstellung. Viele praktische Beispiele, Kernsätze und viele, viele Instrumente zur ruhigen Reflektion und Stärkung seiner selbst führen zu einer spürbaren Motivation, die auch nach der Lektüre anhält. Ein sehr empfehlenswerter Begleiter und Ratgeber zu Fragen der Angst und ein kluges Brevier, die Emotion positiv zu nutzen, indem eine zu hohe Identifikation mit dem Gefühl gelöst wird und Ursache und Wirkung gelassener und objektiver betrachtet werden können.

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  • Rezension zu "Ängsten gelassen begegnen" von Tobias Conrad

    Ängsten gelassen begegnen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    21. November 2012 um 08:48

    Die beiden Autoren des vorliegenden Buches sind angesichts der zunehmenden Ängste und Angststörungen, unter denen immer mehr Menschen leiden, fest davon überzeugt, dass man, in welcher Form und wie stark auch immer die Angst unser Leben beeinträchtigt, es selbst in der Hand hat, sich selbst von diesen Ängsten wegzubewegen. Sie sind der Meinung, dass dies unter anderem gut möglich ist durch das Kreieren von Bildern: „Denn Bilder haben – sofern wir wirklich mit ihnen arbeiten – eine enorme Kraft. Sie geben Mut, beflügeln und zaubern eine neue Welt.“ In einem einleitenden Teil erklären sie das Basiswissen dafür, indem sie über Themen wie Entspannung, stärkende Impulse, Atmung und die Kraft der Sprache schreiben, Jeweils passende Meditationsübungen leiten zur eigenen Angst bewältigenden Übungspraxis ein. Man kann das Buch zur Hand nehmen, es durchblättern und gut an der Stelle einsteigen mit dem Lesen und Üben, die einen am stärksten zunächst anzieht. Eine bildhafte Sprache regt die eigene Fantasie und Kreativität des Lesers und Nutzers an. Die wichtigste Botschaft dieses für alle Menschen empfehlenswerten Buches, die wie stark auch immer, dann und wann oder permanent unter bestimmten oder unbestimmten Ängsten leiden: „Der Raum zwischen Imagination und Wirklichkeit ist nicht riesengroß und unüberbrückbar. Im Gegenteil: In dem Moment, wo wir anfangen, ein positives Bild von unserer Zukunft zu zeichnen, sind wir bereits Teil dieser Zukunft.“ Eine Bemerkung des Rezensenten, der lange als ev. Pfarrer gearbeitet hat auch in der Seelsorge: dieses Buch und diese Übungen decken ein Phänomen ab, das gläubige Menschen über lange Zeit im innigen und ernsthaften Gebet erleben konnten. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen, das nicht mehr für sich erleben können, sind solche säkularen Formen der Angstbewältigung sehr wichtig.

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