Tobias Daniel Wabbel Der Templerschatz

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Inhaltsangabe zu „Der Templerschatz“ von Tobias Daniel Wabbel

Dan Brown ist Fiktion, der Templerschatz ist Fakt - Ein wissenschaftlich fundiertes Sachbuch - Eine exzellente Darstellung, opulent ausgestattet mit zahlreichen Karten und Fotos Nicht erst seit Dan Browns Weltbestseller 'Sakrileg' sind der Orden der Tempelritter und sein sagenumwobener Schatz fester Bestandteil der Populärkultur. Und auch nicht erst seit Umberto Ecos 'Das Foucaultsche Pendel' ist bekannt, dass die Templer immer 'ihre Finger im Spiel' haben, wenn es um verstaubte mittelalterliche Geheimnisse und vatikanische Verschwörungen geht. Bis heute hat eine Flut von Thrillern, in denen es um mysteriöse Templergeheimnisse geht, den Buchmarkt überschwemmt, ohne dass ein Ende abzusehen ist. Ein ernsthaftes, wissenschaftlich fundiertes Buch zum Thema sucht man jedoch vergeblich. Mit hervorragender Sachkenntnis legt Tobias Daniel Wabbel in seinem Werk erstmals plausible Antworten auf eine der großen Fragen der Geschichtsschreibung vor. Auf spannende Weise lässt er die geheimnisvolle Welt der Templer lebendig werden.

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  • Rezension zu "Der Templerschatz" von Tobias Daniel Wabbel

    Der Templerschatz

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. November 2011 um 23:33

    Vorab: Wer denkt, im Rahmen der unzähligen Veröffentlichungen rund um den Templerorden und seine Geschichte hier nur eine weitere, inhaltlich fragwürdige Publikation in den Händen zu halten, sollte hier weiterlesen bzw. einen Vorabblick in „Der Templerschatz: Eine Spurensuche“ (unter http://tinyurl.com/37f75cl) risikieren. Der Autor, im Jahr 1973 geboren, Schriftsteller und Publizist, Journalismusstudent und Mitglied des Deutschen Fachjournalistenverbandes fasst das sprichwörtlich „heisse Eisen“ gezielt an und schien in den vergangenen Jahren weder Kosten noch Mühen gescheut zu haben, um diesem Buch den dringend benötigten Faktor der Glaubwürdigkeit verliehen zu haben, den eine solche Recherche dringendst benötigt. Das Ergebnis ist ein Sachbuch (und kein weiterer Science Fiction-Roman!), welches ältere Theorien kritisch betrachtet, hinterfragt und auch widerlegt. Zehn Jahre hat Tobias Daniel Wabbel für dieses Werk recherchiert, grösstenteils vor Ort im Norden Frankreichs – eine lange Zeit für einen Menschen, eine lange Zeit für ein Buch, das es zu schreiben gilt. Ausgangspunkt für fast alle Überlegungen ist das Vermächtnis des letzten Templergrossmeisters Jacques de Molay, der an der Kerkerwand der Burg Gisors Spuren des Zeichens einer Jungfrau und eines Drachen hinterlassen hat. Der Leser darf sich dann ab Seite 58 fragen, ob de Molay am Ende seiner geistigen und körperlichen Kräfte war oder ob er in Anbetracht des nahenden Todes der Menschheit noch ein womöglich elementares Vermächtnis hinterlassen wollte. Auf dieser Frage bauen die Überlegungen des Autors auf und nehmen den Leser mit auf eine Reise der sachlichen Aufarbeitung von Themen, die bereits durch die Herren Baignent, Lincoln und Leigh begonnen, aber im Zuge des pseudo-journalistischen Sensationshypes in einer Sackgasse endete. Der Autor greift Themen und Thesen der Geschichte auf, die das Turiner Grabtuch, die Gralslegende, „Baphomet“, den ominösen mumifizierten Kopf, die Rolle von Bernhard von Clairvaux, Abt Suger de Saint-Denis, die Bundeslade oder auch den wahren Grund für die Wahl des ersten „Templerhauptquartiers“ behandeln. Auch sprachliche Deutungen und Rückschlüsse sind Teil von Wabbels (und hier wiederhole ich mich: Stets belegten!) Überlegungen ebenso wie die literarischen Brückenschläge in Richtung der Parzival-Saga. Belegt und untermauert durch entsprechende Quellenangaben und aufgelockert durch viele persönliche Fotografien des Autors hat der (längst in seinen Bann gezogene) Leser quasi das Gefühl, im Nacken von Tobias Daniel Wabbel leibhaftig an der Suche nach dem einen, wahren Schatz der Templer teilhaben zu dürfen. Am Ende des Buches ist Gänsehaut Programm (und mehr verrate ich an dieser Stelle nicht, denn den Weg dahin muss jeder selbst erlesen!) – ein Geheimnis, welche die Jahrhunderte überdauert hat, scheint gelüftet und die Atmosphäre, die dieses Wissen beim geneigten Leser verursacht, lässt den Leser quasi vor Ehrfurcht erstarren. Sicher ist: Tobias Daniel Wabbel trägt belegbare Fakten zusammen, die viele Mythen, die sich um den Orden der Templer gerankt haben, logisch miteinander verbindet und belegt und wir erkennen letztendlich : Die wahre Lösung des Geheimnisses war schon immer vor unseren Augen, nur nie wissenschaftlich- und recherchetechnisch zu belegen. Tobias Daniel Wabbel ist dies – in den Augen eines Hobby-Historikers- & Theologen wie mir – eindrucksvoll gelungen (kleine recherchetechnische Ausnahme: Geoffroy de Charnay war nie der Grossmeister des Templerordens, sondern zur Zeit seines Todes Präzeptor der Normandie) und der Schleier über eins der grössten Mysterien der Geschichte scheint zumindest logisch gelüftet. Ob die Menschheit für das letzte Mosaikteilchen – den Schatz selbst – jemals reif sein wird, wage ich dennoch zu bezweifeln. Und wie die im Nachwort zitierte Kunsthistorikerin Dr. Waltraud Resch schreibt, ist es Tobias Daniel Wabbel „zumindest gelungen, ein Fenster mehr im elfenbeinernen Turm einschlägiger Theorien zu öffnen.“. Dem Sinn dieser Aussage ist nichts mehr hinzuzufügen! Fazit: Pflichtlektüre für jeden, der hinter den Templern mehr als den Hype sieht, den zuletzt Dan Brown und vor ihm so viele andere Autoren heraufbeschwört haben – und für jeden Interessierten, der sich in dieses hochkomplexte Thema fundiert einlesen möchte! Jetzt sind die Wissenschaften der Archäologie, Kunstgeschichte und Historik gefragt, diese neuen und in meinen Augen eindeutigen Hinweise auch in ihre Betrachtungen miteinzubeziehen – Tobias Daniel Wabbel hat seine Sache mehr als nur „gut“ gemacht und vielleicht den Weg für mehr geebnet, als sich dieser junge Autor heute erträumen mag – denn wer kann sich heute schon dafür verantwortlich zeichnen, Dogmen der Geschichte offensichtlich zu Fall gebracht zu haben?

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