Tobias Habenicht

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Tobias HabenichtDas Schiff, das nie hätte gebaut werden dürfen
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Das Schiff, das nie hätte gebaut werden dürfen

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Rezension zu "Das Schiff, das nie hätte gebaut werden dürfen" von Tobias Habenicht

Eine Anthologie zum Hineinschnuppern in Science Fiction
Katharina_Hohenfelsvor 2 Monaten

Das Schiff das nie hätte gebaut werden dürfen" ist eine Anthologie von Science Fiction Storys und besonders geeignet zum Hineinschnuppern in dieses Genre.
Die Geschichte von einem Weltraumflug, der völlig schiefgeht. Von einer Alien-Kommandantin, die im Mittelalter auf der Erde Schiffbruch leidet. Von dem extraterrestrischen Artefakt, dass sich als überaus nützlich entpuppt. Von einem Gentechnik-Experiment, das nicht wie geplant verläuft und von dem Raumschiff, das nie hätte gebaut werden dürfen.
Hier trifft jeder auf seinen Geschmack. Eine gute Auswahl unterschiedlicher Kurzgeschichten in Anlehnung an Märchen.

Ich persönlich habe ja bisher noch nicht sonderlich positive Erfahrungen mit Science Fiction gemacht, obwohl ich der Thematik an sich nicht abgeneigt bin, deswegen wollte ich es noch einmal versuchen. Dazu hat sich dieses Buch sehr angeboten, da es aus 5 kleinen Geschichten besteht. Hätte mir also die eine nicht gefallen, hätte ich sie nicht allzu lange ertragen müssen und eine andere hätte es mir vielleicht eher angetan, so war mein Gedanke.

Aber zu diesem Missfallen kam es hier erst gar nicht. Wirklich jede Geschichte ohne Ausnahme konnte mich für sich gewinnen. Die eine vielleicht ein bisschen mehr als die andere, aber Tatsache ist: Von jeder war ich hellauf begeistert!
Während die eine einen sprachlos zurücklässt, schafft es die nächste, einem eine Erkenntnis zu bescheren. Der nächsten gelingt es, dass man eine solch nahe Beziehung zu einer Maschine (ja, wohlgemerkt zu einer Maschine und keinem Lebewesen!) aufbaut, dass man es fast nicht übers Herz bringt, die Geschichte ruhen zu lassen.
Die vierte spricht die Gentechnik an und weist einem deren Konsequenzen auf: was alles passieren kann, wenn man sich mit derartigen Experimenten gar an einem Menschen versucht. Dabei werden längst nicht alle Probleme, die mit Gentechnik auftauchen, in dieser Geschichte auch umgesetzt. Dafür schafft es diese Geschichte, einen für diese Thematik zu sensibilisieren und die Folgen selbst weiterzuspinnen.
Und die letzte Geschichte, Namensgeber des gesamten Werkes, dazu braucht man gar nicht viel zu sagen:
Genial geschrieben, genial beschrieben und genialer Inhalt.
Passend finde ich, dass man diese Geschichte erst ganz am Ende angeordnet hat, denn: Wenn man die letzte Geschichte liest, hat man tatsächlich das Gefühl, man sei durch die ersten paar zunächst vorsichtig in das Genre Science Fiction eingeleitet worden, damit es nun richtig losgehen kann.

Am Schreibstil habe ich bei allen Geschichten nichts auszusetzen. Auch wurden nicht allzu viele Fachbegriffe verwendet, sodass einem das Lesen recht leicht fiel.

Deshalb mein Fazit:
Dieses Buch hat mich in keiner Hinsicht enttäuscht, im Gegenteil: Es hat für mich die Ehre des Science-Fiction-Genres gerettet!
Empfehlenswert für alle, die erst in dieses Gerne hineinschuppern wollen. Für die, die zum Leidwesen dieses wunderbaren Genres schon schlechte Science-Fictions lesen mussten, ein wunderbarer Neustart, um sich wieder mit diesem Genre auszusöhnen.
Und ein thematisch abwechslungsreiches und inspirierendes Buch für all diejenigen, die bereits mit „harter Science-Fiction" vertraut sind.

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Rezension zu "Das Schiff, das nie hätte gebaut werden dürfen" von Tobias Habenicht

Zu wenige Highlights
Originaldibblervor 3 Monaten

DAS SCHIFF, DAS NIE HÄTTE GEBAUT WERDEN DÜRFEN ist eine Anthologie, die fünf SciFi-Märchenadaptionen vereint. Die längste trägt denselben Titel wie das Buch und nimmt auch den meisten Raum, etwa die Hälfte des Buches ein. Die anderen vier Geschichten (DAS GEISTERSCHIFF, DAS FEUERZEUG RELOADED, SPACE DSCHINN und DAS DÄUMELINCHEN-EXPERIMENT) sind entsprechend kürzer.


Eine Anthologie zu bewerten ist immer relativ schwierig, da es (fast) immer Geschichten gibt, die einem gefallen und welche, bei denen dies nicht gegeben ist.


Mein Highlight in dieser Anthologie ist eindeutig DAS FEUERZEUG RELOADED. Ein mittelalterlicher Mensch wird mit einem Raumschiff konfrontiert und der Leser bekommt auf unterhaltsame Weise präsentiert, wie dieses auf den weniger technologisierten Menschen wirkt. Darüber hinaus ist dies auch die märchenhafteste Geschichte.


Ebenfalls gut gefallen hat mir DAS DÄUMELINCHEN-EXERIMENT. Hier wird das Märchen vom Däumelinchen durch skrupellose Gentechnik Realität und nimmt dann einen überraschenden Verlauf.


Die übrigen Geschichten leiden aus meiner Sicht daran, dass sie zu geradlinig verlaufen und dadurch entsprechend langweilig sind. Dabei sind die Titelgeschichte und SPACE DSCHINN aber trotzdem gut lesbar, während DAS GEISTERSCHIFF aus meiner Sicht ein Totalausfall ist.

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M

Rezension zu "Das Schiff, das nie hätte gebaut werden dürfen" von Tobias Habenicht

Grandiose deutsche SF-Anthologie mit vier Kurzgeschichten und einer Novelle
Mattdervor 3 Monaten

Die vorliegende Anthologie ist zweifellos eine der besten SF-Storysammlungen der letzten Jahre, obwohl die fünf hier enthaltenen Geschichten von Autoren stammen, deren Namen kaum bekannt sein dürfte.
Aber die Herausgeberin Cahrlotte Erpenbeck hat es geschafft, hier vier Kurzgeschichten und eine Novelle zu vereinen, die sowohl inhaltlich überzeugen als auch sehr gut zu lesen sind.
Thematischer Aufhänger der Anthologie scheinen berühmte Märchen gewesen zu sein, welche den Autoren als Inspiration für ihre Erzählungen gedient haben.
So verwenden sowohl Detlef Schirrow als auch Tobias Habenicht das berühmte Märchen "Die Geschichte von dem Gespensterschiff" von Wilhelm Hauff als Ideenquelle und beiden (vor allem jedoch Habenicht) gelingen dadurch wunderbar gruselige Sujets und extrem spannende Geschichten, die sich auch noch deutlich voneinander unterscheiden. Während Sylvia Werth schon im Titel bekennt, dass sie sich Hans Christian Andersens Märchen "Das Feuerzeug" zur Grundlage genommen hat, dient das Märchen "Däumelinchen" des gleichen Dichters auch Roselinde Dombach als titelgebende Quelle. Gerd Münscher bedient sich wiederum bei den "Märchen aus 1001 Nacht" und holt sich Anleihen bei "Aladin und die Wunderlampe".
Wie grandios man diese Grundideen umsetzen kann, zeigen vor allem Habenicht mit seiner überragenden Novelle, die der Anthologie auch den Titel gab, und Gerd Münscher mit der Kurzgeschichte „Space-Dschin“.
Doch nun zu den einzelnen Erzählungen:
1) In „Das Geisterraumschiff“ von Detlef Schirrow müssen sich zwei schiffbrüchige Raumfahrer auf ein längst verschollenes Raumschiff retten. Nach der Rückkehr des einen Raumfahrers zur Erde wird dieser von Mitarbeitern der Weltraumbehörde sehr kritisch befragt, ihm und seinem Mitüberlebenden werden unlautere Machenschaften vorgeworfen, denn eigentlich hätten die beiden die lange Wartezeit bis zu ihrer Rettung gar nicht überleben können. Doch die zwei hatten da was ausbaldowert…
Schirrow verwendet hier eine alte Idee des Genres noch einmal in einem neuen Gewand und überzeugt so schon mit der ersten Geschichte auch skeptische SF-Leser, die sich gut im Genre gut auskennen.
2) Danach stürzt eine Außerirdische auf einer Erde zur Zeit des Mittelalters ab. Dank ihrer modernen Technik kann sie einen Hiesigen für sich instrumentalisieren, bis dieser rebelliert und die ganze Beute für sich will. Da hat er sich aber geschnitten…
Sylvia Werth hat für „Das Feuerzeug reloaded“ noch mal ganz intensiv bei Andersen nachgelesen und doch einiges wohltuend verändert. Keine überragende Geschichte, oft zu unkonkret, aber insgesamt doch amüsant zu lesen.
3) Gerd Münscher schafft es, eine durch und durch positive Geschichte zu erzählen, welche durch den Kontakt eines Menschen mit fortschrittlicher Alien-Technik nicht zu Desaster und Katastrophe führt, sondern tatsächlich zu einer vorteilhaften Situation für beide Seiten.
Ein Raumfahrer, weit weg von Zuhause und am Ende seiner Vorräte, trifft im All auf eine Art golden schimmerndes Ei, welches sich als hochintelligente und sehr komplexe Alien-Technologie entpuppt, die nicht feindselig ist, sondern stattdessen nach einer Aufgabe für sich in der Einsamkeit sucht. Diesem „Es“ kann geholfen werden…
4) “Das Däumelinchen-Experiment“ von Roselinde Dombach berichtet von einem begnadeten Biowissenschaftler, der für seine verwöhnte und gebärunwillige Frau eine künstliches Kind im Alter zwischen Kind und Teenie erschafft. Doch leider will die freche Kleine nicht so wie ihre wenig empathischen Eltern…
Keine Neuerfindung des Genres, aber in ihrer Erzählweise sehr gelungen, unterhaltsam und stringent, eine süffisante Kurzgeschichte.
5) Die titelgebende Novelle von Tobias Habenicht ist mit knapp 80 Seiten nicht nur der Hecht im Karpfenteich, sondern auch inhaltlich ein echtes Schmankerl und literarisches Highlight.
Nach der Havarie und der völligen Zerstörung ihres eigenen Raumschiffes gelingt es zwei Überlebenden in einer Raumkapsel an Bord eines legendären Geisterschiffs zu gehen, welches schon seit Hunderten von Jahren in diesem Asteroidengebiet kreist. Hier an Bord erfahren sie so nach und nach, welches schreckliche Geschehen sich hier dereinst abspielte. Und da das Schiff mit Holoprojektoren ausgestattet ist, werden sie auch der gruseligen Vorkommnisse ansichtig und können durch die gespeicherten Dialoge hören, wie sich alles ereignete. Ihnen erschließt sich bald ein ebenso phantastisches wie erschreckendes Szenario einer wahrhaft grauenhaften Katastrophe…
Wer den Spielfilm "Event Horizon" mochte, der wird auch hier voll auf seine Kosten kommen, denn die Geschichte ist nicht nur durchgängig hochspannend und genial konstruiert, sie kann auch atmosphärisch mit den besten Werken des SF-Horror-Genres mithalten. Schon alleine für diese Novelle lohnt sich der Kauf dieser Anthologie, egal ob man sich für die günstigere Taschenbuchversion für 7.90 Euro oder die Hardcoverversion für 14,90 Euro entscheidet.
Eine bestrickende Zusammenstellung, für die man Fr. Erpenbeck gratulieren muss.
Dazu kommen noch diverse, mal mehr mal weniger gelungene Illustrationen in beiden Publikationen (so enthält auch das Taschenbuch Illustrationen).
Nur der manchmal etwas verschobene Satz des Taschenbuchs und die nicht mehr stimmenden Seitenzahlen der einzelnen Geschichten im Inhaltsverzeichnis trüben den ansonsten hervorragenden Eindruck des Taschenbuchs etwas.
Für jeden SF-Fan eine absolut empfehlenswerte Lektüre und definitiv eine fulminante Sammlung von deutschen SF-Erzählungen; eine der besten der letzten Jahre!

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Gespräche aus der Community

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Nominiert für den Deutschen Science Fiction Preis 2018!

Wilhelm Hauff meets „Event Horizon“.

So könnte man die Novelle „Das Schiff, das nie hätte gebaut werden dürfen“, die ich 2017 veröffentlicht habe, knapp und treffend beschreiben. Die bekannte „Geschichte von dem Gespensterschiff“ des Großmeisters der Märchenerzählungen wird verlagert in die Kälte des interstellaren Raums. Hier laufen die Dinge etwas anders ab – aber gepflegter (Weltraum-) Grusel ist garantiert.

Der Machandel-Verlag hat diese Novelle unlängst im gleichnamigen Buch mit vier weiteren Science-Fiction-Kurzgeschichten zusammengefasst. Dieses Buch gibt es nun fünfmal als Softcover und fünfmal als eBook zu gewinnen. Die Leserunde wird vom Autor Tobias Habenicht (mir) initiiert und begleitet, unterstützt vom Machandel-Verlag in Form von Rezensionsexemplaren für die Verlosung. Die Mitautorin Sylvia Werth wird die Leserunde ebenfalls begleiten. Die Autoren der anderen Geschichten sind informiert und sind herzlich eingeladen, sich an der Leserunde zu beteiligen.

Die titelgebende Novelle „Das Schiff, das nie hätte gebaut werden dürfen“ wurde kürzlich in der Kategorie „Kurzgeschichte“ für den Deutschen Phantastik Preis 2018 nominiert. Im September wird sich zeigen, ob sie ihn auch gewinnt. Im Buch macht die Novelle 90 von 173 Seiten aus.

Zum Inhalt der Novelle:

Als das letzte Handelsraumschiff eines wenig geschäftstüchtigen Kaufmanns in einem Asteroidenschwarm verloren geht, bleibt nur ein letzter Ausweg: Auf dem berüchtigten Geisterschiff „Cassandra“ Zuflucht zu suchen – dem Schiff, das vor hundert Jahren verloren ging und seither wie ein Schemen durch die Leere des Alls irrt. Das Totenschiff aber ist nicht so leblos, wie es scheint. Allmählich enthüllt sich den Schiffbrüchigen das Schicksal der Männer und Frauen der „Casandra“ – und weshalb dieses Schiff niemals hätte gebaut werden dürfen.

 

Weiterhin enthält das Buch:

  • Die Geschichte von einem Weltraumflug, der völlig schiefgeht (Detlef Schirrow)
  • Die Geschichte von einer AlienKommandantin, die im Mittelalter auf der Erde Schiffbruch erleidet (Sylvia Werth)
  • Die Geschichte von dem extraterrestrischen Artefakt, das sich als überaus nützlich entpuppt (Gerd Münscher)

·        Die Geschichte von einem GentechnikExperiment, das nicht wie geplant verläuft (Rosalinde Dombach)

 

Zur Teilnahme:

Verlost werden:

5 Printexemplare (Softcover) und

5 eBooks (epub, mobi oder pdf)

Teilnehmer werden gebeten, zum Abschluss der Leserunde eine Rezension zu verfassen!

Anmelden kann sich jeder bis zum 30. Juni mit der Antwort auf folgende Fragen:

Wie seid Ihr auf die Verlosung gestoßen und was war der erste Berührungspunkt mit Science Fiction, den Ihr je hattet (Buch, Film, Computerspiel). Oder gab es noch gar keinen?

Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am Tag darauf und der Versand der Bücher durch den Machandel-Verlag gleich danach.

Ich freue mich auf eine spannende gemeinsame Zeit,

Tobias Habenicht

 

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Letzter Beitrag von  Originaldibblervor 3 Monaten
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Zusätzliche Informationen

Tobias Habenicht wurde am 22. Oktober 1975 in Mainz (Deutschland) geboren.

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