Tobias Hauser , Robert Fischer Kuba

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Inhaltsangabe zu „Kuba“ von Tobias Hauser

Die Magie der Gelassenheit und unbändigen Lebensfreude – in den Kuba-Bildern von Tobias Hauser wird sie lebendig. Diese Magie ist es, die viele Kubaner auch in ungewissen Zeiten des Wandels fröhlich und zuversichtlich, stark und hoffnungsvoll bleiben lässt. Hausers eindringliche Aufnahmen gewähren seltene Einblicke. Mit großer Intensität bildet er die Lebensrealität der Kubaner ab. Seit 13 Jahren lässt sich der Fotograf immer wieder aufs Neue von seinem Gespür für gute Geschichten und spannende Begegnungen über die Karibikinsel treiben. Er spricht mit alten Revolutionären über die globalisierte Welt, mit alleinerziehenden Müttern über den Wandel der Familienstrukturen und mit Jugendlichen über ihre Träume. Auch Kubas Natur fängt Hauser mit all ihren Reizen ein, wie die atemberaubende Gebirgsregion Sierra Maestra. Ein umfassendes Porträt eines Landes zwischen Traum und Wirklichkeit.
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  • Faszinierende Eindrücke der Vielfalt Kubas

    Kuba

    michael_lehmann-pape

    21. November 2013 um 13:45

      Das es in Kuba nicht nur einen „Muttertag“ und einen „Vatertag“ gibt, sondern auch einen „Tag des Kindes“ und dass Kinder gerade im Westen Kubas relativ unbehelligt von Propaganda und großformatigen Parteiplakaten aufwachsen können, nicht nur davon kündet dieser umfassende, in Text und Bild ganz hervorragend  umgesetzte Bildband aus dem Hause National Geographic.   Wettrennen mit Flip-Flops und im Hintergrund ein antiquiert wirkendes Motorrad. Lebensfreude und Erfindungsreichtum, den Alltag bewältigen und dennoch mit Rhythmus und Träumen versehen, all dies fangen die vielfachen Fotografien von Tobais Hauser ganz selbstverständlich und natürlich ein, korrespondiert von vielen grundsätzlichen textlichen Informationen und präzisen Erläuterungen durch Robert Fischer.   Ein Bildband, der in seltener Weise bereits in seinem Titelbild die treffende Atmosphäre des gesamten Bandes in sich fasst. Verschmitzt, Hager, Zigarre, kecker Hut und das auf dem Hintergrund des Wissens von Armut, schwieriger Versorgungslage und täglicher Mühe, das Leben zu bewältigen.   „Zwischen Traum und Wirklichkeit“, besser als der Untertitel kann man kaum ausdrücken, was dieses Land in seiner ganz speziellen Situation ausmacht.   Scharfkantige Dunkelheit aufgrund mangelhafter Beleuchtung, im Lichtstrahl zwei amerikanische Oldtimer und skatende Kinder bei Nacht, scharf  ist der Schnitt zwischen Lebensgefühl, der Kraft, die Dinge immer wieder anzugehen und der Realität, die wenig Möglichkeiten auf den ersten Blick zulässt und bietet. Eine Polarität des Lebens, die in den Bildern von vielen Seiten her fassbar im Raum steht.   Zigarrenrollen unter dem überlebensgroßen Poster von Che, innen wunderbar und prächtig erhaltene Häuser der Kolonialzeit, von altem Glanz des Lebens der „oberen 10.000“ noch kündend.   Eine Unterschiedlichkeit und Vielfalt, die Fischer in seiner geschichtlichen Exkursion in den Hintergründen erläutert, eine Vielfalt, die sich auch in den verschiedenen Regionen Kubas mit ihrem unterschiedlichen Lebensgefühl niederschlägt. So ist es folgerichtig, dass die Autoren ihre „Spurensuche“ geographisch strukturieren.   „Salsa, Sonne und Strand“ im Gegensatz zur „Großstadt“ Havanna. Strände wie aus dem Paradies, Musiker und Salseros in praller Lust am Rhythmus. Eine Natur in seltener Unberührtheit und farbenprächtige Häuser und Straßenzüge wechseln ab mit fast Ghettos und fühlbarer Armut.   Was ist das „Kubanische“, fragt der Regisseur Fernando Perez im Vorwort. Die Vielfalt im Gegensatz, wie er gleich darauf an sich selber feststellt.   „Ich fühle mich zu hundert Prozent kubanisch, obwohl ich weder Tanzen kann noch Rhythmusgefühl habe; ich bin introvertiert und trinke lieber schottischen Whiskey als Rum“.   Kuba, das ist eine Haltung, ein inneres Gefühl, welches sich in vielfältigen Formen in vielfach unglaublich landschaftlicher Schönheit seine differenzierten Wege sucht. Eine Vielfalt, die in diesem Buch bestens in Szene gesetzt und bestens beschrieben wird.

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