Tobias Künkler , Tobias Faix Zwischen Furcht und Freiheit: Das Dilemma der christlichen Erziehung

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Inhaltsangabe zu „Zwischen Furcht und Freiheit: Das Dilemma der christlichen Erziehung“ von Tobias Künkler

Erstaunliche Erkenntnisse

— Yannah36
Yannah36
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  • Was ist eigentlich "christliche Erziehung"?

    Zwischen Furcht und Freiheit: Das Dilemma der christlichen Erziehung
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    25. July 2017 um 21:51

    Wer in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen ist, wurde oft „christlich erzogen“. Doch was ist christliche Erziehung überhaupt? Wie wird der Glaube an Kinder vermittelt? Und was ist den Eltern dabei wichtig? Dieses Buch präsentiert eine empirische Studie zur christlich-familiären Erziehung, die von den beiden Autoren (Erziehungswissenschaftler und  Theologe) und einem Forschungsinstitut von 2014 bis 2016 durchgeführt wurde. Dafür wurden die Fragebögen von 1752 Teilnehmern ausgewertet, analysiert und interpretiert, die sich selber als Christ verstehen und in deren Haushalt mindestens ein Kind zwischen 4 und 18 Jahren lebt. Dazu wurden zwölf detaillierte Interviews mit Elternteilen geführt, die als kurze Portraits am Ende der Kapitel vorgestellt werden. Das Buch ist anschaulich aufgebaut:  Kapitel  1 und 2 umfassen eine Einführung, während ab Kapitel 3 Ergebnisse präsentiert werden. Diese sind in verschiedene Schwerpunkte gegliedert, z.B. welche Rolle die Gemeinde in der Glaubenserziehung hat, wie der Glaube im Alltag vermittelt wird und wie sich die Unterschiede der Geschlechter bei der Glaubenserziehung auswirken. Dabei geht es um viele praktische Fragen, z.B. um den Gottesdienstbesuch, die Abendrituale oder das gemeinsame Gebet. Die Gestaltung des Buches ist sehr ansprechend. Immer wieder werden Zitate aus Interviews eingebaut und wichtige Fakten sind größer und farbig abgedruckt. Es gibt farbige Überschriften und viele Diagramme, die das Verständnis erleichtern und die Übersicht wahren. Soweit ich weiß, ist es das erste Buch, was es zu diesem sehr wichtigen Thema gibt. Ich konnte schnell durch eigene Beobachtungen im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis einen persönlichen Bezug zum Buch herstellen und habe es mit viel Interesse gelesen. Mit einem Link zum kostenlosen Erziehungstest konnte ich herausfinden, welcher Erziehungstyp ich wäre und so das Buch direkt unter dem Gesichtspunkt lesen. Ziel der Autoren war es unter anderem, zum Nachdenken beim Einzelnen, aber auch bei Gemeinden anzuregen und zur lebhaften Diskussion anzustoßen. Durch die ausführliche, aber für den Laien sehr verständliche Studie ist den beiden das meiner Meinung nach gelungen. Ein interessantes Buch für erwachsene Kinder und Eltern, um die (selbst genossene) Erziehung zu reflektieren, neue Anregungen zu bekommen und zu sehen, wie komplex und unterschiedlich auch die „christliche Erziehung“ sein kann.

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  • Buch zur Studie über christliche Erziehung

    Zwischen Furcht und Freiheit: Das Dilemma der christlichen Erziehung
    orfe1975

    orfe1975

    05. May 2017 um 23:09

    Cover und Gestaltung: Das Titelbild wirkt etwas Retro im 60er/70er Jahre Stil. Die Familie symbolisiert mit ihren unterschiedlichen Gesichtsausdrücken gut die unterschiedlichen Sichtweisen und die teilweise Ratlosigkeit der Erziehenden sehr gut. Der "Stempel" zeigt klar auf, dass das Buch die Erklärung zu einer Studie ist.Das Buch ist eine beidseitige Klappenbroschur, die Seiten stabil und farblich-glänzend bedruckt. Für ein Taschenbuch macht es einen hochwertigen Eindruck. Inhalt: Die Autoren haben 2 Jahre geforscht und Eltern befragt, was die christliche Familie heutzutage ausmacht: Welche Werte vermittelt sie, welche Probleme stellen sich bei der Erziehung, welche Rituale werden gelebt und welche Unterschiede gibt es dabei zwischen den unterschiedlichen, christlichen Glaubensausprägungen. Dieses Buch bietet eine Erläuterung zu dieser Studie, die im Internet nachgelesen werden kann. Dazu werden Erläuterungen zu den einzelnen Statistiken, zu den hierzu erfolgten Datenerhebungen sowie den Schlussfolgerungen gemacht. Am Ende jeden Kapitels erfolgen Auszüge aus Interviews, durch die man wörtliche Eindrücke der befragten Eltern miterleben kann. Mein Eindruck: Seit der Geburt meiner Tochter setze ich mich selbst oft mit der Frage auseinander, wie ich ihr am besten christliche Werte vermitteln kann. Oft habe ich das Gefühl, alleine auf verlorenen Posten zu stehen, das Gefühl, das anderen dies nicht so wichtig ist. Darum war ich sehr gespannt auf das Buch. Ich erhoffte mir, Tipps zur christlichen Erziehung zu bekommen und auch am Ende das Gefühl zu haben, dass andere ähnliche Probleme haben. Mir hat dabei sehr gut gefallen, wie umfassend dieses Thema beleuchtet wurde. Zu Beginn wurde auf die Datenerhebung eingegangen, später wurden die einzelnen Fragefelder der Studie betrachtetet. Es ging dabei um die eigene Glaubenserziehung, die Unterschiede zwischen den Generationen, die Einflüsse von anderen Seiten als den Eltern (Freunde, Kita, Schule, Gemeinde) und auch um die Unterschiede zwischen verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen. Die einzelnen Erläuterungen waren so gestaltet, dass man sie auch als Laie im Bereich Statistik gut nachvollziehen konnte. Die wichtigsten Sachen waren in Merkkästen hervorgehoben und die Grafiken anschaulich und verständlich. Interessant fand ich dabei die Unterschiede zwischen den christlichen Glaubensströmen, hier kamen für mich einige sehr spannende Differenzen zutage, mit denen ich nie so gerechnet hätte. Dennoch wiederholten sich viele Aussagen im Laufe des Buches auf gewisse Art und Weise immer wieder und mit Fortschreiten des Buches wurde das Lesen dadurch langweiliger. Am hilfreichsten waren für  mich die Elterninterviews, die der Studie Praxisnähe gaben und das Ganze sprachlich auflockerten. Hiervon hätte ich mir mehr gewünscht. Bei der Untersuchung sind die Autoren auch auf unterschiedliche Erziehungsstile eingegangen. Es empfiehlt sich, vor der Lektüre den hierzu entwickelten Test im Internet zu machen, um herauszufinden, welchen Stil man selber (bewusst oder unbewusst) verfolgt und welche Eigenschaften diesem zugeordnet werden. Zumindest liest sich das Buch dann ganz anders. Hierbei fand ich einige Aspekte sehr interessant und auch erkennbare Tendenzen, dass bestimmte Gemeindearten bestimmte Erziehungsstile eher verfolgen. Gerade in diesem Teil empfand ich die Schlussfolgerungen der Autoren dennoch als sehr pauschalisierend und in eine Richtung gehend, mit der ich nicht immer meinungskonform ging. Im Ganzen gibt das Buch Hoffnung, die christliche Erziehung betreffend, man sollte den Ergebnissen trotzdem skeptisch gegenüberstehen. Insgesamt hätte ich mir noch mehr Interviews und dadurch Tipps bei der Umsetzung christlicher Werte in der Erziehung gewünscht. Fazit: Interessanten Studie bezüglich christlicher Erziehung mit leider etwas voreingenommenen Ergebnissen; mehr Interviews wären schön gewesen

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  • Erstaunliche Erkenntnisse

    Zwischen Furcht und Freiheit: Das Dilemma der christlichen Erziehung
    Yannah36

    Yannah36

    04. April 2017 um 17:12

    Lässt sich eine Auswertung über eine Studie zur christlichen Erziehung gut lesen? Etwas skeptisch ging ich an das Buch “ Zwischen Furcht und Freiheit: das Dilemma der christlichen Erziehung“, welches ich als Rezensionsexempalr zur Verfügung gestellt bekommen habe. Das Thema fand ich zwar interesannt, doch konnte ich mir die Umsetzung nicht so ganz vorstellen. ich muss sagen die Autoren haben mich eines besseren belehrt. Ihre Auswertung lässt sich flott lesen und wirft einige Themen auf, die sicherlich mehr Diskurs brauchen.Sehr gut gefällt mir, dass das wissenschaftliche Vorgehen beschreiben wird, so zum Beispiel die Auswahl der Probandengruppe oder den Aufbau der Studie. So konnte ich als Leser nachvollziehen wie die Autoren zu ihren Ergebnissen gekommen sind. Dabei hat mir auch die Diskussion einiger Aussagen in Hinblick auf eine Verzerrung, weil zum Beispiel weniger katholische Menschen teilgenommen haben, geholfen. das Buch gliedert sich in verschiedenen Kapitel, wie zum Beispiel Erziehung im Wandel, der Glaubensvermittlung im Alltag, der Umgang mit Konflikten oder auch mit Sexualität. Zwischen den Kapitel befinden sich Portrait von Interviewteilnehmern der Studie. Diese geben meiner Meinung nach dem Buch eine gewisse Lebendigkeit, da man so zusagen in andere Familie hineinblicken kann. In den einzelnen Kapitel wird am Anfang immer der Sachverhalt dargelegt und gegebenenfalls Daten aus anderen Studien betrachtet, ehe die eigenen Ergebnisse vorgestellt werden. Die Vorstellung der Daten erfolgt meist mittels Diagrammen die erläutert und erklärt werden. Am Ende eines jeden Kapitels ziehen die Autoren ein Fazit. Die Aufarbeitung der Daten finde ich gut gelungen, als Leser erfährt man viele erstaunliche Dinge, besonders interessant fand ich die Aussagen zum Umgang mit Homosexualität und der These „Mein Kind soll keinen Sex vor der Ehe haben“. Der Grundton des Buches ist, dass sich christliche Erziehung im Wandel befindet von einer dogmatischen Erziehung hin zu einer demokratischen. Dabei unterscheiden die Autoren zwischen den einzelnen Konfessionen, wobei es auffallend ist, das die beiden Volkskirchen einen weitaus liberaleren Erziehungsstil verfolgen als Freikirchen oder z.B. Pfingskirchen.Am Ende des Buches, fasst die Autoren ihre Ergebnisse in fünf Typen der christliche Erziehung zusammen und stellen Konsequenzen für Christen und Gemeinden auf. Bei der Aufstellung der Typen hätte ich mir gewünscht, dass es deutlicher wird, dass nicht jeder Freikirchler oder Baptist einem betsimmten Erziehungsstil verfolgt. 7Alles in allem finde ich dass, das Buch einen guten Überblick über die christlichen Erziehungspraxen gibt und dabei sowohl Positives, wie zum Beispiel eine Veränderung der Geschlechterrollen oder die Hinwendung zu einem liebenden statt strafenden Gott, als auch Negatives, wie die Verbreitung von Gewalt, darlegt. Meiner Meinung nach werden im diesem Buch wichtige Themen angesprochen denen weitaus mehr Bedeutung beigemessen werden sollte

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  • Interessante Studie mit etwas voreingenommener Interpretation

    Zwischen Furcht und Freiheit: Das Dilemma der christlichen Erziehung
    Maerchentraum

    Maerchentraum

    10. March 2017 um 22:39

    Cover:Das Cover gefällt mir gut. Die Farben sind gut gewählt und die Figuren finden sich auch im Buch selber wieder.Inhalt:Das Buch hat angenehme dicke Seiten und es gibt einige anschauliche Grafiken.Der Aufbau der Kapitel ist gut und passend gewählt. Am Ende jeder Kapitel befindet sich dabei ein Kurzportrait einer der Teilnehmer. Deren Ansichten konnte ich zwar nicht immer teilen, aber es geht ja auch mehr darum aufzuzeigen, dass es viele verschiedene Meinungen gibt.Die Ergebnisse der Studie fand ich ganz interessant und im Großen und Ganzen zeigen sie, dass es eine positive Entwicklung und eine positive Beziehung in christlichen Familien gibt.Schön war auch, dass es am Anfang der Kapitel und zwischendurch im Text immer mal wieder Zitate gab.Was mir nicht so gut gefallen hat war, dass die Ergebnisse der Studie nicht immer ganz neutral wiedergegeben wurden, sondern auch mal die Meinung der Autoren rauskam. Das hat mich insbesondere im letzten Teil stark gestört. Dort hatte man zum einen das Gefühl, dass man sich etwas auf evangelikale Christen eingeschossen hat und diese dabei doch negativ dargestellt wurden. Dabei kann man nicht alle in einen Topf werfen. Es gibt immer Menschen, die übertreiben und über das Ziel hinausschießen. In allen Bereichen, nicht nur bei Christen. Im weiteren Verlauf wurden dann (durch Interpretation der Autoren!) verschiedenen Erziehungstypen aufgezeigt, dabei haben die Autoren subtil verdeutlicht, welchen Erziehungstyp sie als einzig richtigen ansehen. Im Fazit wird das nochmal konkretisiert, indem alle anderen Erziehungstypen als negativ dargestellt werden. So wird vorgeworfen, dass durch die anderen Erziehungsstile zum Glauben Kinder Schuldgefühle und einen inneren Druck entwickeln und noch schlimmer, man  hat diese Erziehungsstile mit psychischer Gewalt (!) in Verbindung gebracht. Das war erschreckend, übertrieben und sehr pauschalisiert! Natürlich sind nicht alle Erziehungsstile geeignet, aber das war dann doch stark übertrieben. Vor allem, da davon auch liebende Erziehungstypen betroffen waren. Der einzig nicht betroffene Erziehungsstil war dabei derjenige, der vorher auch schon subtil von den Autoren befürwortet wurde. In den letzten Statements kam das natürlich auch noch einmal leicht heraus, wobei der Großteil hier aber doch positiver Natur war.Fazit:Eine interessante Studie mit leider sehr voreingenommener (und etwas übertriebener) Interpretation am Schluss. Dennoch war es interessant zu sehen, was für Ergebnisse vorzufinden waren und was für Unterschiede es da in unterschiedlichen Gemeinden gab. 

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