Tobias Kisch Fernbeziehung

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 0 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Fernbeziehung“ von Tobias Kisch

„Manchmal witzig, manchmal traurig, aber durchgehend spannend...“ „Ein moderner Liebesroman für Jugendliche und Erwachsene.“ Wie aus einer Urlaubsbekanntschaft eine Beziehung entsteht und die Frage: Kann das gut gehen auf diese Distanz? Anlesekapitel: Aaron ist schon da. Ich drücke ihm meinen Koffer in die Hand. Er findet das witzig. Nachdem mein ganzes Zeug im Auto untergebracht ist, schauen wir uns noch mal nach Straßenverbindungen um. Wir finden im Büro meines Vaters die passende Karte, denn ihr ist leicht zu entnehmen, wo wir welche Autobahnen wechseln müssen. Unser einziges Problem haben wir erst dann, wenn wir nach Köln kommen, denn von der Umgebung ist kaum etwas auf der Karte zu erkennen. Doch das ist jetzt erst mal unwichtig. Ich verabschiede mich von meinen Eltern, und die Reise beginnt. Aaron legt gute Musik auf, ich swinge dazu, wir singen mit, während wir mit Vollgas über die Landstraße fegen. Aaron hat extra Ohrstöpsel aus der Firma mitgebracht, weil wir den tiefen, lauten Bass seines Auspuffs nicht die ganze Zeit ertragen können. Wir werden immerhin drei Stunden unterwegs sein. Dabei wird man ja sonst taub. Auf die Autobahn kommen wir schnell. Aaron fährt, und ich navigiere mit der Karte in der Hand. Wir fahren und unterhalten uns über die Mädchen. Aaron meint, er wolle unbedingt mal wieder mit einer schlafen. Er hat lange Zeit keinen Sex gehabt, hat es wohl mal wieder bitter nötig. Nach anderthalb Stunden machen wir Pause. Wir vertreten uns die Füße und gehen zu Mittag einkehren. Wer weiß, wann wir wieder etwas zu Beißen bekommen. Daraufhin gehts aber gleich wieder weiter. Es ist Nachmittag, und wir sind lange unterwegs gewesen, nun endlich in Nordrhein-Westfalen. Auf der Suche nach dem richtigen Ort gibt es aber die ersten Probleme. Da wir auf der Karte nichts genau erkennen können, wir gehen davon aus, dass die kleinen Örtchen sowieso nicht darauf eingezeichnet sind, müssen wir wohl irgendwo nachfragen. Wir fahren durch Orte wie Düren, Zülpich und Oberzier. Das sind lustige Namen, aber den richtigen Ort finden wir nicht. Ich habe das Gefühl, dass wir schon zehnmal dran vorbeigefahren sind. Wir halten in einem winzigen Dorf an. Ich frage eine alte Frau, die an uns vorbeiläuft. Sie meint, wir müssen in die Richtung, aus der wir kamen. Dann gibt sie uns noch ein paar Tipps und wünscht uns eine gute Reise. Merkwürdigerweise fahren wir in diese Richtung und müssten laut alter Frau genau da sein. Doch wir finden nur Felder und Landstraßen mit vielen Kreuzungen und Schildern, auf denen unser Zielort nie erwähnt wird. So ein Mist! Wir hatten uns das nicht so schwierig vorgestellt, sind jetzt schon seit einer Dreiviertelstunde damit beschäftigt herumzugeigen. Dann schlage ich vor, mal irgendwo zu klingeln und nach dem richtigen Weg zu fragen. Wir halten also an einem Bauernhof. Aaron parkt und ich gehe zur Eingangstür. Er lacht, weil ich etwas unbeholfen aussehe. Es öffnet eine junge Dame. Sie schaut ganz verdutzt, doch ich erkläre ihr, dass wir aus Frankfurt kommen und uns nicht zurecht finden. Die Frau meint, wir seien hier völlig falsch, und holt eine Karte aus dem Haus. Darauf ist das Gebiet dargestellt, und ich kann mir die Lage des Orts gut einprägen. Sie scheint recht nett zu sein, beschreibt mir genau den Weg und zeigt mir dazu die Route auf der Karte. Ich bedanke mich mehrmals und gehe wieder zum Auto. Aaron freut sich, dass ich weiß, wo es langgeht. Wir fahren zehn Minuten, dann sehen wir endlich ein Schild, das uns sagt: Wir sind richtig! Wir biegen auf der Kreuzung ab und sind im so lange gesuchten Ort. Hier wohnt also Karina. Wir fahren die Hauptstraße entlang, bis uns auffällt, dass wir die Straße nicht finden. Ich rufe Karina per Handy an. Sie fragt, wo wir denn seien. Ich versuche mich zu orientieren und meine, dass wir an einem großen, roten Platz vorbeifahren und jetzt an dem Feuerwehrhaus seien. Sie beschreibt mir den Weg, aber in der Zwischenzeit ist Aaron mit mir schon wieder woanders hingefahren, und wir finden nicht mehr zurück. Nach etlichen Erläuterungen finden wir dann endlich die Straße. Wir sehen sogar gleich das Holzhaus mit dem blauen Dach. Es ist schön, besteht zu einem großen Teil aus Glas, so dass im Sommer die Zimmer durch die Sonnenstrahlen sehr hell erleuchtet sind. Wirklich nett. Es gefällt mir. Wir steigen aus und gehen zur Tür, sind etwas aufgeregt, versuchen das aber zu unterdrücken. Muss ja keiner mitkriegen! Aaron klingelt. Wir hören schon die zwei Mädchen. Dann öffnet sich die Tür. Vor uns stehen Alina und Karina. Hallöchen! Wir umarmen uns ganz einfach, betreten das Haus. Es ist sehr gemütlich eingerichtet. Alles ist aus Holz, dazu scheint die Sonne ins große Wohnzimmer. Ich sehe Karinas Eltern und ihre Geschwister. Ich schüttle ihrer Mutter die Hand und begrüße ihren Vater. Er ist cool. Karina hat einen Bruder und zwei Schwestern. Ihr Bruder erinnert mich an mich selbst im Alter von zehn. Die eine Schwester ist ein paar Jahre älter als er. Sie scheint etwas schüchtern zu sein. Die andere ist noch sehr klein, aber sie springt im Haus herum, als wäre sie auf Drogen. Sie ist total niedlich! Aaron und ich bringen unsere Sachen die Treppe nach oben in Karinas Zimmer. Karina und Alina begleiten uns und zeigen uns, wo die Bäder sind. Im Zimmer laden wir den Koffer und die Taschen ab und öffnen erst einmal alles. Wir setzen uns aufs Bett. Nachdem wir ein bisschen von unserer Reise erzählt und ein paar Witze gerissen haben, meint Karina, dass sie uns ja gewarnt habe, dass es hier nicht viel zu unternehmen gäbe, ja, dass es hier sehr langweilig sein könne. Ich frage in die Runde, was wir machen wollen. Alle sitzen wie versteinert da, keiner sagt ein Wort. Dann schlagen uns die Mädels ein paar Dinge vor: Kino, Schwimmbad. Wir einigen uns aufs Schwimmen. Aber Aaron meint, er müsse vorher unbedingt seinen Hunger stillen. Da kann ich mich ihm nur anschließen. Wir haben seit einigen Stunden ja nichts mehr hinter die Kiemen bekommen. Alina will wissen, wo wir hin wollen, aber da wir uns ja überhaupt nicht auskennen, schlägt Karina ein Lokal namens Extrablatt vor. Dort gebe es Pizza. Aaron und ich sind sofort einverstanden. Wir fahren also los. Die Mädchen sitzen hinten, wir stellen Musik an. Da Aaron und ich in letzter Zeit sehr gerne ein altes Album von Wyclef Jean hören, legen wir genau die CD ein und drehen auf. Ich vergewissere mich zunächst noch bei den beiden, ob die Musik nicht zu laut sei. Natürlich nicht! In Düren finden wir schnell einen Parkplatz. Wir steigen aus und laufen auf die Einkaufsstraße. Es sieht hier ungefähr so aus, wie auf der uns so bekannten Zeil in Frankfurt, Geschäft an Geschäft. Man fühlt sich wohl. Wir gehen nebeneinander die Straße entlang, sehen schon von Weitem das Restaurant, in dem wir zu Speisen gedenken. Das Extrablatt. Wir betreten es. Hier gibt es eine Bar, viele kleine Tische, und es führt eine Treppe nach oben zu einer Art Balkon, auf den man sich auch setzen kann. Aaron und ich wollen natürlich gleich nach oben, aber die Mädels meinen, dass dort jetzt nicht serviert werde. Also suchen wir uns unten einen Vierertisch. Wir nehmen Platz. Der Tisch ist sehr klein, glücklicherweise haben Alina und Karina keinen Hunger, so dass wir nur zwei Teller bekommen werden. Die Bedienung kommt und Aaron bestellt eine Pizza, ich nehme einen Chefsalat. Wir unterhalten uns ein wenig über Lokale. Ich erzähle, dass es in unserer Stadt nur schlechte und in unserem Ort kein einziges gebe. Wir reden dann über allgemeine Dinge, weil wir bisher nicht genau wissen, welche Interessen die zwei Kölnerinnen überhaupt haben. Nach einiger Zeit bekommen wir endlich unsere Getränke und das Essen. Es passt gerade so auf den kleinen, runden Tisch. Wir speisen. Ich biete Karina etwas zu Trinken an. Sie nimmt einen Schluck zu sich. Aaron und Alina tun dasselbe. Ich schaue mich um und sehe, wie eine alte Frau im Lokal rumschleicht, sich Aaron von hinten nähert. Ich bin gespannt, was sie tut. Sie ist sehr klein und schrumplig, sieht aus wie eine alte Knusperhexe. Sie steht jetzt hinter ihm. Er hat noch nichts bemerkt. Dann verzieht sie ihr faltiges Gesicht, gibt ein komisches Geräusch von sich und fragt: „Blumen?“. Dabei hält sie Aaron ihre alten, verwelkten Rosen ins Gesicht. Er fährt total erschrocken in sich zusammen. Die Mädels lachen. Ich lehne ab. Dann verkriecht sich die alte Frau wieder. Aaron hat fast einen Nervenzusammenbruch, ich merke, wie ihm beinahe das Herz stehen geblieben ist, kann mir deshalb auch kein fieses Grinsen verkneifen. Nachdem er wieder Farbe bekommen hat, findet er das im Nachhinein auch sehr komisch. Nach dem Essen und diesem merkwürdigen Ereignis bezahlen wir und gehen. Wir laufen wieder die Einkaufsstraße entlang. Plötzlich rennt uns Aaron davon und Alina hinterher. Karina und ich verstehen erst gar nicht, was los ist. Bis wir dann mitbekommen, dass Aaron Alinas Portemonnaie genommen hat und damit jetzt abgehauen ist. Er will natürlich nicht das Geld klauen, sondern möchte nur ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber vielleicht ist das in diesem Moment gar nicht schlecht, es lockert die Situation etwas. Alina rennt ihm also hinterher. Bald sehen wir die zwei nicht mehr. Karina und ich sind unter uns. Nach ein paar Schritten meint sie, wir müssten zuerst zur Bank, um einen Kontoauszug zu holen. Also zeigt sie mir den Weg. An einem großen freien Platz steht ein riesiges Gebäude. Es scheint eine Zentrale der Bank zu sein. Wir gehen hinein. Karina packt ihre Karte aus und dreht sich ein paar Male um ihre eigene Achse. Ich frage, ob ich ihr helfen könne, sie sieht so hilflos aus, wie sie ohne Ziel hin und her läuft. Sie weiß nicht, wo man Kontoauszüge drucken lassen kann. Ich gehe mit ihr zu einem Drucker und erkläre ihr, wie das funktioniert. Karte rein, Karte raus, schon druckt er. Da wir ansonsten kaum ein Wort gewechselt haben, fand ich das ganz gut. Ich mein, immerhin übernachten wir bei ihr zu Hause, und ich kenne sie kaum. Als sie fertig ist, verlassen wir die Bank wieder. Jetzt muss sie für ihre Mutter Nudeln einkaufen. Nudeln? Jetzt? Dazu gehen wir nicht weit entfernt in einen Supermarkt. Er ist wie jeder andere. Wir suchen Nudeln. Ich gehe hinter Karina her und sie erklärt mir, dass es ganz spezielle Nudeln sein sollen. Dabei streift sie mit ihrer Hand über meinen Arm. Ähm, was war das? Ich merke, dass es nicht der reine Zufall war, denn kurz darauf streift sie mich wieder. Es ist nicht so ein Berührtwerden, das abstoßend auf einen wirkt. Nein, es ist schön! Mir wird heiß und kalt. Dann hockt sie sich vor mir hin und meint, dass die Nudeln wohl da unten seien. Ich gehe schräg hinter ihr auch in die Hocke, suche mit ihr nach der Packung und berühre zärtlich ihren Arm. Dann findet sie die richtige. Wir gehen zu den Kassen, um zu bezahlen. Ich weiß nicht, was ich von ihrem Auftritt halten soll, aber ich greife zu einer Packung Kaugummis. Ich habe keine Ahnung, wie es weitergehen wird, aber falls sie mich küssen will, würde ich wenigstens gut schmecken. Es ist so komisch. Ich fühle mich plötzlich so unsicher, obwohl ich normalerweise nie so bin. Die Kasse ist leer. Karina bezahlt ihre Nudeln und ich meine Kaugummis. Dann nehme ich mir gleich mal eines und biete ihr auch eins an. Sie lehnt ab. Also war das mit meinen Gedanken wohl doch nichts, denn, wenn sie kein Kaugummi haben möchte, dann möchte sie mich sicherlich auch nicht küssen. Wir laufen die Einkaufsstraße entlang, auf der Suche nach Aaron und Alina. Wir unterhalten uns darüber, dass Alina und Aaron ja recht blöd seien, einfach so wegzulaufen, ohne, dass wir wissen, wo sie hin sind. Zudem hat dummerweise keiner von uns ein Handy dabei. Nach einigen Minuten sind wir der Ansicht, dass wir sie nicht mehr finden würden und wollen in Richtung Parkplatz gehen. Wir drehen uns um, weil wir dazu in die andere Richtung laufen müssen, da stehen die beiden vor uns. Wir sind verdutzt. Aaron meint, er habe hinter uns ganz laut und lange ein Lied von Wyclef gepfiffen. Ich habe davon nichts mitgekriegt. Doch jetzt gehen wir gemeinsam zum Auto und fahren direkt nach Hause. Auf dem Weg legt Aaron eine CD ein, deren Lieder er selbst aufgenommen hat. Er spielt Gitarre und singt dazu. Seine Musik klingt etwas trist, könnte wohl jeden glücklichen Menschen depressiv machen, aber er will den Mädels unbedingt die Tracks vorspielen, ohne zu erklären, dass er sie aufgenommen hat, und sie dann fragen, wie sie diese finden. Sie halten aber nicht viel davon. Also erwähnt er auch nicht, dass sie von ihm sind. Ich grinse unauffällig. Zu Hause angekommen überlegen wir, was wir nun tun können. Wir entscheiden uns für ein Erlebnisbad. Da wir ja sowieso schwimmen gehen wollten und uns im Schwimmbad kennen gelernt haben, passt das ganz gut. Die Mädchen packen noch schnell ihre Sachen und los gehts. Dort angekommen wird erstmal ein Parkplatz gesucht, der vom Eingang nicht so weit entfernt ist. Dann betreten wir das Gebäude und bezahlen, ziehen uns in den Umkleidekabinen um und packen unsere Anziehsachen in ein Schließfach. Aaron und ich müssen natürlich eine Weile auf die Mädels warten. Doch bald schon können wir zusammen durch die Duschen ins Hallenbad gehen. Es ist ein riesiger Komplex, bestehend aus einem großen Becken, einem Rundgang, einem Lokal, mehreren kleinen Becken und einem Freibad. Wir hängen unsere Handtücher über Stühle, die auf einem Vorsprung über dem Becken stehen. Danach gehen wir zum großen Becken. Aaron zeigt uns erst mal wie toll er kraulen kann, denn er ist ja Rettungsschwimmer. Mich persönlich interessiert das weniger. Ich bin abgelenkt. Und zwar durch Karina. Ich sehe sie lachen, sie sieht wunderschön aus. Sie trägt das Gleiche wie im Schwimmbad am Chiemsee, einen orangebraunen Bikini. Ich bin hin und weg. Sie sieht aus als wäre sie zweiundzwanzig. Dieser Körper! Das kommt ja schon fast an die Traummaße heran. Ich glaube, sie hat gemerkt, dass ich sie gerade viel zu auffällig von oben bis unten gemustert habe. Aber, was soll ich tun, ich bin ein Mann! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele Mädchen gibt, die in dem Alter schon so aussehen. Leider kenne ich sie viel zu wenig, hoffe aber, dass sich dieses Problem in den nächsten Tagen löst. Meistens sind die schönen Mädchen die eingebildeten, die immer nur auf der Suche nach dem ultimativen Kick sind, oder wie wir das ausdrücken: Immer auf der Suche nach dem BFG: besseren, fetteren Geschäft. Hoffentlich muss ich sie nicht bei dieser Gruppe Girls einordnen. Ich bemerke, wie Aaron Alina begafft. Er tut das genauso plump wie ich bei Karina. Auf den Hintern, auf den Busen, und so weiter. Und immer, wenn Alina ihm in die Augen sieht, tut er so, als ob nichts wäre, als ob er überhaupt keinen Blick auf sie geworfen hätte. Wir schwimmen ein wenig, machen Quatsch, und begeben uns jetzt zum hinteren Ende des großen Beckens. Es wird immer tiefer, man verliert aber nicht den Boden unter den Füßen, wenn man nicht gerade schwimmt. Plötzlich kommt eine Riesenwelle, von der wir alle erfasst werden. In jedem Erlebnisbad gibt es andere Tücken. Hier wird das Wasser in Intervallen wellenartig nach oben gedrückt. Immer, wenn solch eine Welle kommt, und man sich einen kleinen Abstoß mit den Füßen gibt, fliegt man einen Meter nach oben. Das macht Spaß. Alina ruft: „Riesenspaaaaß!“. Und es ist wirklich lustig. Wir albern herum. Nach einer halben Stunde wollen die Mädchen nach draußen. Also gehen Aaron und ich mit. Wir folgen einem Kanal, dann geht es durch eine Abtrennwand ins Außenbecken. Hier ist eine runde Dusche, unter der sich einige Kinder verstecken. Das Schwimmbad ist nicht wirklich voll, aber es sind doch recht viele Leute bei dem schönen Wetter vor allem hier draußen. Wir ziehen ein paar Bahnen. Dann setzt sich Karina auf einen Vorsprung im Becken. Dort fließt in einer dünnen Schicht Wasser herunter. Ich setze mich neben sie. Ich glaube selbst nicht was ich vor habe. Ich will sie küssen, jetzt und hier! Aber was, wenn sie es nicht möchte? Dann wären die nächsten Tage bestimmt eine Qual. Ich bin am hin und her Überlegen. Die Gelegenheit wäre schon gut. Wir sind etwas abgegrenzt von den anderen. Aber... jetzt schaut sie mich an. Ich rücke ein Stück näher und streiche ihr über den Arm. Sie schaut mir in die Augen. Wow! Sie hat in dem Moment die schönsten Augen der Welt. Ich streichle über ihren Arm nach oben. Sie wendet sich mir zu. Ich glaube, sie will es auch. Oh Gott! Ich setze meine linke Hand sanft an ihren Hals, hinter ihr Ohr, und ziehe langsam ihren Mund zu meinem. Sie schließt die Augen. Ich schließe meine. Dann spüre ich ihre Lippen auf meinen. Ich habe sie ja schon in Rosenheim kurz gespürt. Doch jetzt fühle ich sie richtig. Sie sind warm und ein wenig feucht. Ich massiere kurz ihre Zunge, sie massiert meine, es ist ein wunderschönes Gefühl. Ich empfinde Lust ohne Ende. Dann umarmt sie mich. Wir liegen verschlungen auf dem Vorsprung, umgeben von Wasser. Die Welt zieht an uns vorbei. Ich spüre nur noch diese weichen Lippen und ihre süße Zunge. Es macht nicht nur Spaß, es ist sehr sinnlich. Nach langem Küssen erwache ich. Ich öffne die Augen. Karina öffnet ihre auch. Wir sehen uns um. Dabei bemerken wir, dass sich plötzlich viele Menschen um uns tummeln. Ich denke, es war ein Fehler das so spontan in einem Freibad getan zu haben, aber auf der anderen Seite bereue ich nichts. Aaron und Alina schauen uns an und lachen uns aus. Wir drehen uns weg und küssen uns noch einmal sehr innig. Es macht mir Spaß. Jedes Mädchen küsst anders. Während sie an meiner Unterlippe saugt, streift sie mir den Rücken hoch und runter. Ich streichle mit meiner Hand ihren Hals, ihre Schulter, dann ihren Rücken und immer weiter runter. Er fühlt sich gut an. Karina schmiegt sich meinen Bewegungen an. Als ich mit meiner Hand da bin, wo ich nicht hin darf, küsst sie etwas härter. Ich ziehe die Hand wieder weg. Karina streicht über meinen Bauch, ich spanne meine Bauchmuskeln ein bisschen an. Ich glaube, ihr gefällt mein Bauch. Ich habe ja auch stark dafür trainiert. Irgendwann hören wir auf. Es gefiel mir sehr gut, aber ich glaube, ich bin zu versaut. Leider habe ich bei der Aktion einen Ständer bekommen. Ich versuche ihn zu verstecken, in dem ich ins Becken gleite. Karina schwimmt ein Ründchen. Ich schaue ihr zu. Dann kommt Aaron und gibt blöde und völlig überflüssige Bemerkungen von sich. Er scheint neidisch zu sein. Vor allem, weil er dachte, dass Karina ihn bevorzugen würde. Da hat er sich wohl geschnitten. Ha! Alina schwimmt grinsend an mir vorbei ins Hallenbad. Aaron wie ein Jäger hinterher. Er ist total spitz auf sie. Karina kommt wieder zu mir und umarmt mich. Wir küssen uns noch eine Weile, dann schwimmen auch wir rein. Wir begeben uns Richtung großes Becken. Dort sehen wir Alina und Aaron. Aaron hält sie fest und küsst sie. Karina dreht sich zu mir um und meint, sie habe es gewusst. Mir ist es aber auch irgendwie klar gewesen, dass Aaron es auf jeden Fall versuchen würde. Wir schwimmen hin und küssen uns neben ihnen. Dann kommen wieder die großen Wellen. Wir machen Quatsch. Kurz darauf müssen wir das Schwimmbad verlassen, weil die Zeit abgelaufen ist. Draußen nimmt Karina meine Hand. Alina und Aaron laufen auch Hand in Hand vor uns her. Wir sind alle etwas still. Nicht, dass es uns peinlich ist etwas zu sagen, aber ich habe das Gefühl, wir wissen nicht, was wir von uns geben sollen. Man will ja keine Fehler machen. Gerade jetzt nicht. Es ist spät geworden. Wir fahren nach Hause zu Karina. Angekommen, packen Aaron und ich unsere Taschen aus. Dann kommt plötzlich ein Kommentar von Alina, den wir nicht erwartet hatten. Sie müsse nach Hause, denn ihre Mutter würde ihr verbieten, bei Karina zu übernachten. Da sind wir enttäuscht, Aaron natürlich am meisten. Alina selbst wirkt eher heiter. Aber vielleicht schätze ich das ja falsch ein. Was sollen wir tun?! Alina meint, sie würde einfach nicht nach Hause kommen. Sie hat wohl etwas Stress mit ihren Eltern, wie das nun mal in dem Al

Ich musste das Buch unbedingt lesen als ich den Titel sah,denn ich führe auche eine Fernbeziehung ich komme aus Mannheim mein Verlobter aus Norderstedt(bei Hamburg) wie ihr seht es funktioniert wir sind Verlobt und im April ziehen wir zusammen :)

— Tatti

Stöbern in Romane

Sonntags fehlst du am meisten

Nachdenkliche Familiengeschichte

Schnuck59

Kleine Fluchten

Wunderschön für zwischendurch

HarleyQuinnQueenofGotham

Kleiner Streuner - große Liebe

Die perfekte Mischung aus Weihnachtszauber, Liebe, Humor und Spannung - selbst für Weihnachtsmuffel und Grinsch!

TanjaJahnke

Wer hier schlief

Anspruchsvolle, Wortstark geprägte Literatur - nicht jedermanns Sache

Engelmel

Ich, Eleanor Oliphant

Ich hab es nach fünf Kapiteln angebrochen. Die Hauptfigur war mir einfach zu freakig.

Linker_Mops

Der Mann, der Verlorenes wiederfindet

Ein Kritiker:Er lässt uns nicht nur Dinge sondern auch Ideen wiederfinden. Für mich war es einfach nur Geschwurbel obwohl ich den Autor mag.

Alanda_Vera

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks