Tobias Kley Hauptsache weg

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Inhaltsangabe zu „Hauptsache weg“ von Tobias Kley

Aktuell strömen Millionen von Menschen nach Europa. Auf der Flucht vor Armut, Terror und Gewalt
werden sie angetrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben. Viele Deutsche stehen dem hilflos
gegenüber. Überforderung, Angst und Fassungslosigkeit über die Zustände in den Herkunftsländern
lähmen uns. Doch wie fühlen sich Menschen, die ihre Familien und ihre Heimat zurück lassen? Die
alles aufgeben mussten, weil ihre Häuser zerstört sind? Weil ihre Familien niedergeschossen,
vergewaltigt und ermordet wurden? Denen alles genommen wurde, was sie besitzen? Und die in ein
fremdes Land ziehen müssen - nur mit der Kleidung, die sie am Leib tragen? Tobias Kley, Initiator
von GetAwayDays, hat ihre Geschichten gesammelt. Geschichten von Männern und Frauen aus
unterschiedlichsten Ländern, die ihre Flucht schildern. Sie erzählen von ihren Ängsten, grausamer
Zerstörung, von Schlepperbanden, zerrissenen Familien. Tief bewegend und dennoch voller Hoffnung.

Auf der Flucht erlebtes und hilfreiche, weiterführende Gedanken

— strickleserl

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    Hauptsache weg

    strickleserl

    15. October 2017 um 15:50

    In der ersten Hälfte dieses Buchs kommen neun Flüchtlinge selbst zu Wort. Sie kommen aus verschiedenen Ländern, und leben jetzt in Deutschland oder Österreich. Ihre Flucht liegt teilweise schon länger zurück, andere sind erst vor kurzem geflohen. Die schockierenden Erlebnisse klingen fast sachlich, so als gäbe es nicht die richtigen Worte um das Entsetzen auszudrücken, das diese Menschen in ihren Heimatländern und auf der Flucht erlebt haben.In einem zweiten Teil, das fast die Hälfte des Buchs ausmacht, beschäftigt sich der Autor mit grundsätzlichen Fragen rund um das Thema Flucht. Was bedeutet es für unsere Gesellschaft, dass jetzt viele Menschen mit anderen Werten unter uns leben? Sollen wir ihnen helfen, und wie kann diese Hilfe aussehen?Tobias Kley ist ein begabter Erzähler. Nicht nur die Geschichten in der ersten Hälfte des Buchs sind fesselnd geschrieben, auch im „theoretischen“ Teil erzählt er viel von seinen eigenen Erfahrungen mit jungen Menschen, die geflohen sind. Er spricht Bedenken gegen den Zustrom so vieler Menschen aus einer anderen Kultur an, und lässt den Leser an seinen eigenen Schwierigkeiten und Vorurteilen teilhaben. Kulturelle Unterschiede werden sehr einleuchtend erklärt, und er macht dem Leser Mut die „Fremden“ unter uns kennenzulernen, damit Ängste abgebaut werden. Besonders beeindruckend finde ich sein Beispiel einer Fußballmannschaft. Wenn Menschen, die eine andere Sportart gewohnt sind, Teil dieser Gemeinschaft werden wollen, heißt das nicht, dass die Fußballer nun umschwenken und ein anderes Spiel spielen. Sie bleiben bei ihren Regeln, auch wenn sie sich bei ihrem Spiel den neuen Spielern anpassen und ihnen helfen die Regeln ihres Spieles kennenzulernen und danach zu spielen. Das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Integration aussehen soll.„Hauptsache weg!“ – Nach dem Lesen dieses Buchs versteht der Leser besser warum Menschen in Strömen in unser Land kommen. Die Kosten der Flucht – finanziell, vor allem aber auch körperlich und emotional - werden dem Leser vor Augen geführt. Man sieht wie schwer die Trennung von Heimat und Familie ist, und welche Schwierigkeiten mit dem Neuanfang verbunden sind. Der Leser erfährt aber auch wie er helfen kann, damit diese Menschen sich in der neuen Heimat willkommen fühlen und sich eingliedern können.

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  • Tolles Buch zu einem aktuellen Thema

    Hauptsache weg

    Sonnenblume1988

    08. June 2016 um 10:44

    Die vielen Flüchtlinge, die Deutschland bzw. Europa erreichen, beschäftigen nicht nur Politik und Medien, sondern auch den einzelnen Menschen. Die Meinungen reichen von Ablehnung bis hin zu Optimismus und Offenheit. Autor Tobias Kley greift das aktuelle Thema auf: Im ersten Teil des Buches erzählen neun geflüchtete Menschen aus unterschiedlichen Ländern ihre Geschichten. Einige sind schon sehr lange in Deutschland, andere erst sehr kurz. Durch die Berichte erfährt der Leser ansatzweise, was Flucht für die Menschen wirklich bedeutet. Auch kulturelle Hintergründe und Fluchtursachen sind ein Thema. Vor jedem Erlebnisbericht gibt es einen Steckbrief des jeweiligen Landes, so dass man einen guten Überblick über die wesentlichen Details bekommt. Mir persönlich hätte noch eine Landkarte, auf der das Land markiert ist sehr gut gefallen. Hinten im Buch gibt es einige Fremdworterklärungen, wo Wörter wie "Al Quaida", "Burka" oder "Kafir"erklärt sind. Die Religion spielt in den meisten Erzählungen eine Rolle. Manche der Flüchtlinge haben in Deutschland oder Österreich Kontakt zu Christen bekommen und sind nun selber Christen, andere sind Muslime geblieben. Tobias Kley, der Herausgeber des Buches, ist ebenfalls Christ. Er leitet die Arbeit der GetAwayDays, um die es in dem Buch jedoch nur am Rande geht. So geht der Gewinn des Buches auch an die GetAwayDays bzw. an Flüchtlingseinrichtungen in Deutschland und Österreich. Der Autor versucht dem Leser deutlich zu machen, dass sich hinter der Masse an Flüchtlingen einzelne Personen verbergen. Er ermutigt die Leser im zweiten Teil des Buches, Verständnis zu haben und den geflüchteten Menschen direkt in die Augen zu schauen. Außerdem greift er weitere Themen auf, wie z.B. die Traumatisierung von Flüchtlingen. Zuletzt gibt er Hinweise, wie man den Menschen begegnen kann, und ermutigt, selber mitzuhelfen. Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, auch wenn ich einiges bereits wusste. Ich denke, dass das Buch eine gute Einführung in das Thema Flucht bietet. Die Zielgruppe des Buches sind deshalb meiner Meinung nach die Menschen, die keinen persönlichen Kontakt zu geflüchteten Menschen haben, so dass das Buch sich nicht unbedingt an Menschen richtet, die bereits ehrenamtlich oder hauptamtlich mit Flüchtlingen arbeiten. Das Buch lässt sich schnell lesen und einfach verstehen, auch wenn es emotional durch die Erlebnisberichte bedrückend ist. Anfangs wusste ich beim zweiten Teil des Buches nicht so ganz, worauf der Autor hinaus möchte, doch ich denke, dass dieser weiterführende Teil wichtig ist, um die Leser nicht einfach mit den Erlebnisberichten alleine zu lassen, sondern zum Nachdenken anzuregen. Insgesamt ein sehr informatives und wichtiges Buch, dass Mut macht, sich auf die einzelnen Flüchtlinge einzulassen, selber mitzuhelfen und Toleranz zu zeigen.

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