Tobias O. Meißner Klingenfieber

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Inhaltsangabe zu „Klingenfieber“ von Tobias O. Meißner

Tobias O. Meißner ist Deutschlands modernster Fantasy-Autor. Sein schriftstellerisches Talent und seine bemerkenswerte Originalität begeistern seit Jahren Fans wie Kritiker. Nun begibt er sich mit "Klingenfieber" in die ebenso faszinierende wie kaltblütige Welt der Amazonen. Erenis ist eine Amazone, eine wunderschöne und mächtige Meisterschülerin der Kriegskunst. Getrieben von einer rastlosen Raserei, fordert sie die stärksten Männer heraus – doch kämpft sie nicht, um zu siegen, sondern um zu töten. Gnadenlos. Fanatisch. Ohne einen einzigen Fehler zu machen. Dann erfährt Erenis, dass die Feinde ihrer Kindheit noch immer am Leben sind, und zieht los, um sie endgültig im Kampf zu besiegen. Doch ahnt die Amazone nicht, welch monströse Gegner sie damit zum Duell fordern wird ...

"Konsequenter Handlungsstrang, wenig Abschweifung. Knackig, mitunter langatmig, aber leider mit vielen Stereotypen."

— OlafBlumberg

Hat mir wirklich sehr gut gefallen! Sehr außergewöhnlich, spannend und stimmt nachdenklich.

— Nova7

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    Klingenfieber

    OlafBlumberg

    08. August 2014 um 11:09

    Tobias Meißner war mir nur von seinen "Die Dämonen" noch ein Begriff und im Nebel der Vergangenheit sah ich den Roman nur noch halb vor mir, sonderlich gefallen hatte er mir, glaub ich nicht. Aber hier geht es ja auch um "Klingenfieber". Der Roman ist anfänglich wirklich interessant geschrieben, da die Hauptfigur die ganze Zeit aus der Sicht eines Groupies erzählt wird, oder sagen wir, eines halbstarken Jünglings, der sich in die starke Kriegerin Eneris verknallt und ihr folgt, wie ein treuer Hund. Diese Perspektive ist gut, die Motivation des Jungen, der dörflichen Spießbürgerlichkeit zu entkommen nachvollziehbar, und trotzdem hat man es hier schon mit knallharten Stereotypen zu tun. Dorf: Langweilig, perspektivlos, alles nur öde Zeitgenossen. Die Kriegerin: kalt, professionell, gnadenlos im Kampf...UND männerfeindlich bis zum Abwinken. Der Jüngling Stenrei: Treudoof, unerfahren, wächst aber später über sich hinaus. Die Handlung bleibt ohne weitschweifige Nebenstränge bei der Sache, das Ende ist etwas abrupt und ich finde, man erfährt, außer über Eneris Ausbildung mal überhaupt nichts über die Beweggründe der anderen Charaktere bzw. dem, dem sie das alles zu verdanken hat. Schade. Eine Sache hingegen stößt mir (als Mann) sauer auf: Das Bild, das hier gezeichnet wird, der Mann der Angeber, Frauenvergewaltiger, Bespanner, Gr0ßmaul, Unterdrücker und Sadist, gerade in Form des Richtrichters, ist zu krass und nervt mich ungemein. Hier wäre weniger mehr gewesen oder zumindest eine kritische Auseinandersetzung von Seiten der Hauptcharaktere wünschenswert. Fazit: Lesenswert und unterhaltsam, aber auch schnell wieder vergessen. Durchschnitt!

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  • Nicht wie erwartet aber sehr detailverliebt - toll :)

    Klingenfieber

    reading-books

    01. March 2014 um 14:11

    Ich habe bisher keines der anderen Bücher von Tobias O. Meißner gelesen und auch auf dieses wurde ich zunächst allein durch das Cover aufmerksam. Ich finde es einfach gradios und es ist einfach ein super Hingucker - wirklich mehr als gelungen. Mit dem Klappentext stand dann auch fest, dass ich dieses Buch lesen wollte. Er macht einfach nur neugierig und klingt in meinen Augen ungemein spannend. Der Einstieg in die Handlung hat mir gleich gefallen. Man wird als Leser nicht gleich erschlagen und durch den ruhigen Schreibstil ist es auch entspannt zu lesen. Im weiteren Verlauf fällt zudem die große Detailverliebtheit auf. Insbesondere im Hinblick auf die Protagonisten finde ich das sehr gut, da ich es immer etwas schade finde, wenn man in Büchern fadenscheinige Figuren gefühlt hingeworfen bekommt. Das ist bei Meißner definitiv nicht so. Allerdings finde ich es etwas schade, dass er das Spannungspotenzial des Handlungsansatzes irgendwie nicht ganz ausgenutzt hat. Der Klappentext klang nach Abendteuer und Spannung. Ich bin mit dieser Erwartung an das Buch herangegangen und wurde letztlich enttäuscht. Der ruhige Stil zieht sich durch das Buch und wird nur von einigen aufregenderen Momenten unterbrochen. Dafür würde ich eigentlich 3 Sterne geben, doch die Genauigkeit und Tiefe der Figuren sowie der Ausarbeitung der Gesellschaft und Hintergründe in diesem Buch, lassen mir die 4 Sterne deutlich passender erscheinen.

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  • Prickelnder Soul zum Lesen

    Klingenfieber

    Wortspieler

    14. February 2014 um 16:58

    „Klingenfieber“ ist kein platter Fantasyreißer, in dem einem permanent Blut und Eingeweide um die Ohren fliegen, weil sich zum x-ten Mal Divisionen abgenudelter Monstren und Mutationen tolkienscher Prägung abmurksen. Zwar werden auch mal die Klingen gekreuzt, doch ist das eher fein ziseliertes Beiwerk. Vielmehr entwirft Tobias O. Meißner ein brillantes Psychogramm verschiedenartigster Charaktere auf dem Weg zu ihrer ureigenen Selbstfindung, deren Schicksale sich in einem Geflecht unterschwelliger Sinnlichkeit kreuzen. Sie alle haben ihre tiefen, teilweise bizarren Abgründe und Obsessionen, die Meißner in seiner geschmeidigen und packenden Formulierungskunst den Leser im Verlauf des Buches sich mehr und mehr erschließen lässt und ihm damit wohlige, manchmal lüsterne, manchmal aber auch erschrockene Schauer über den Rücken jagt. De Sade meets Fantasy. Geradezu unerhört! Unbedingt lesen!

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  • Leider eine Fantasy-Enttäuschung...

    Klingenfieber

    D-Rogue

    14. February 2014 um 10:55

    Ich habe schon sehr lange keine richtige Fantasy mehr gelesen und ich muss schon sagen -- man, hat mir der Stil gefehlt! Allerdings hat es mich nach so 100 Seiten auch daran erinnert, warum ich so lange keine Fantasy mehr gelesen habe -- es wird leider schnell mal zäh. Der Anfang war durchaus interessant, bis wir Erenis Geschichte lernen, die übrigens als Hintergrund sehr gut war!, aber danach stagniert es. Ich bin mir ziemlich sicher, die detaillierten Gedanken Steinreis während des Wartens, das Abwägen, sollte ein großer Spannungsbogen sein, aber dafür ist der Stil einfach nicht ausgelegt. Da das normale schon nach großen Taten klingt, liest sich eine so lange Szene wie Weißbrot in Milch -- aufgedunsen und schlabberig. In Fantasy, muss die Action scharf und schnell sein -- ein Klingentanz, wie er am Ende im Kampf Erenis gegen Neeva zu lesen ist -- als Abwechslung zum Rest. Vom Stil mal abgesehen, waren die Charaktere sehr, sehr simpel gestrickt. Erenis die Kraft, die Erfahrung, die Schöne sowie das Biest, die Wut, allein und einzelgängerisch, harte Schale und relativ weicher Kern. Steinrei war dagegen ein blasser Niemand, unerfahren, zunächst hilflos, übertritt seine Grenzen, schwach, leicht aufzureiben, aber mit starkem Charakter, außerdem neugierig und strebsam. Die beiden waren wirklich komplett unterschiedlich und obwohl sie zu Weggefährten wurden und sich relativ gut kennenlernten, habe ich noch nie zwei Hauptcharaktere getroffen, die so gar nicht miteinander Klick gemacht haben. Obwohl die beiden nicht direkt Fremde blieben, war es doch eher eine sehr lose Freundschaft, bei der ganz am Ende sehr offen bleibt, ob sie überhaupt länger als diesen Moment überdauern wird. Ich bezweifle es auf jeden Fall sehr. Jetzt hätte ich doch Glatt den Rittrichter, Erenis zweites unerhörtes Anhängsel beinahe vergessen. Er war ein richtiger Widerling, nach Strich und Faden, sehr passend zur Geschichte, aber als Charakter an sich nicht sonderlich originell. Ich habe mir am Ende auch gewünscht, Erenis hätte ihm einfach schon vorher den Gar aus gemacht, das hätte einiges an Blutvergießen und Trauer erspart. Was Charakterentwicklung angeht, haben sowohl Erenis als auch Stenrei einiges durchgemacht, um sich zu verändern, und das haben sie zum Ende hin auch, das sagen uns die letzten Seiten. Aber diese Veränderung ist erst der Anfang einer neuen Reise, auch das sagen uns die letzten Seiten. Also ist für 400 Seiten vielleicht doch nicht wirklich was passiert? Das wird wohl jeder etwas anders sehen. Aber die Geschichte an sich hat einen gleichmäßig ansteigenden Verlauf genommen. Im Sinne von steter Tropfen höhlt den Stein, geht es bis zu dem Punkt, an dem Erenis zielloses Umherstreifen endet und sie endlich einen Anhaltspunkt, ein klares Ziel vor Augen hat. Ein sehr guter Wendepunkt! Ab da gewann auch die vorher etwas nachgelassene Spannung wieder an Fahrt und hielt sich bis zum Ende stetig. Insgesamt muss ich also leider sagen, von Fieber hab ich überhaupt nichts gespürt, vom sehr fiebrig-irren Rittrichter mal abgesehen, obwohl die Vorlage einer Kriegerinnen-Schule so unglaublich viel Potential hatte. Schade, schade.

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  • Kein Fantasy, aber spannende Unterhaltung!

    Klingenfieber

    Spatzi79

    07. February 2014 um 19:27

    Stenrei ist in seinem kleinen Heimatdorf aufgewachsen und hat in seinen 16 Lebensjahren noch nicht viel von der Welt außerhalb der Dorfgrenzen gesehen, doch er träumt von Abenteuern und der großen weiten Welt. Eines Tages kommt die Schwertkämpferin Erenis in sein Dorf. Sie fordert den stärksten Kämpfer heraus und bietet ihm einen Beutel voll Goldmünzen, wenn er sie im Kampf besiegt. Eine Gegenleistung, falls sie gewinnt, fordert sie nicht, es scheint ihr nur um den Kampf selbst zu gehen. Stenrei ist fasziniert von der fremden Frau und will sich ihr anschließen. Doch Erenis weist ihn zurück, sie hat keinen Bedarf an einem Jüngling, der sie nur aufhalten und behindern würde. Stenrei allerdings ist fest entschlossen, ihr zu beweisen, dass er ihr nützlich sein kann und heftet sich an ihre Fersen, um ihr Vertrauen zu erwerben und hinter ihre Geheimnisse zu kommen. Inbesondere die Frage nach den Gründen für ihre Kämpfe von Dorf zu Dorf brennt ihm hierbei auf der Seele! Ich muss gestehen, ich bin mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen. Von Tobias O. Meißner hatte ich einen Fantasy-Roman erwartet, auch das Cover deutete für mich in diese Richtung. Die Handlung ist dann aber eine ganz andere, spielt zwar in einer fiktiven Welt, weist aber ansonsten keine phantastische Elemente auf. Dennoch fand ich das Buch durchaus spannend. Stenrei und Erenis sind zwei völlig unterschiedliche Figuren und die Entwicklung ihres Zusammenspiels wurde nach einem langsamen, ausführlichen Beginn immer interessanter, je mehr Stenrei und der Leser über Erenis erfahren. Später kommt mit dem Rittrichter Vardrenken noch eine weitere Figur ins Spiel, der sich als unerbittlicher Verfolger von Erenis entpuppt und so ebenfalls eine große Rolle für den weiteren Verlauf spielt. Ich kenne noch nicht viele Bücher des Autors, so fehlt mir der Vergleich zu anderen Werken, Klingenfieber hat mich aber trotz des eher ruhigen Handlungsverlaufs gut unterhalten und mir spannende Leserunden beschert.

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  • Die Geschichte einer Klingentänzerin

    Klingenfieber

    odenwaldcollies

    07. February 2014 um 14:32

    Als der 16-jährige Stenrei mal wieder durch die Wälder stromert, beobachtet er zufällig eine Frau bei einem Bad im Fluss. Er ist nicht nur von ihrer Schönheit fasziniert, sondern auch von ihrem Schwert, das mit blutroten Ornamenten verziert ist. Er begleitet sie in sein Dorf, um dort Zeuge zu werden, wie sie den mutigsten Mann des Dorfes herausfordert, gegen sie zu kämpfen. Gewinnt er, bekommt er einen Beutel voller Geldmünzen. Aber Erenis hat nicht die Absicht, die Männer gewinnen zu lasen, sie haben keine Chance gegen sie – sie kämpft nicht, um zu siegen, sondern um zu töten. Nach dem Kampf zieht sie in das nächste Dorf, um hier ihre Herausforderung erneut auszusprechen. Stenrei, der von dem engen Dorfleben angeödet ist, folgt ihr fasziniert, obwohl sie keinen Wert auf seine Anwesenheit legt. Was treibt Erenis an, daß sie nur Männer tötet? Warum bezeichnete ein Bewohner aus Stenreis Dorf Erenis als Klingentänzerin? Als Büttel die Verfolgung von Erenis aufnehmen, sieht Stenrei seine Chance, Erenis näherzukommen. Bei „Klingenfieber“ handelt es sich um ein eher ruhigeres Buch, das ohne gewaltige Schlachtszenen oder phantastische Geschöpfe auskommt. Seine Stärke liegt vielmehr in der bildhaften Sprache des Autors, der es mühelos schafft, ganze Bilder und Stimmungen in wenigen Worten aufleben zu lassen. Selten habe ich es erlebt, daß die Stimmung eines Ortes, in dem Festspielatmosphäre herrscht, in nur einem Satz derart lebendig beschrieben wird. Das Ende des Buches ist meiner Meinung nach ungewöhnlich für den Autor, damit hatte ich nicht gerechnet, möchte aber nicht weiter darauf eingehen, um nicht zuviel zu verrraten. Die Charaktere haben mir gut gefallen, vorallem Stenrei und Erenis. Stenrei ist ein Jugendlicher, der von einem Leben voller Abenteuer außerhalb seines Dorfes träumt; sein Heimatdorf und seine Eltern kommen ihm langweilig und einengend vor. Kein Wunder, daß er von Erenis' Ausstrahlung und Schönheit, die sich von den Dorfmädchen abhebt, fasziniert ist und angezogen wird, wie die Motte vom Licht. Aber nicht nur Steinrei ist von ihr fasziniert, auch mich als Leserin hat sie direkt eingenommen, auch wenn sie bei ihrer einsamen Wanderung durch die Dörfer eine blutige Spur aus toten Männern hinterlässt. Woher kommt sie, wohin geht sie und woher rührt ihr alles verschlingender Hass auf Männer? Nach und nach erfährt der Leser ihre Geschichte und versteht, von welchem Fieber sie ergriffen ist. Ebenso hat mich ihre Art zu kämpfen fasziniert: es ist kein brachiales Töten, sondern ein kunstvoller Tanz mit dem Schwert, hinter dem eine knallharte Ausbildung steht. Als Erenis von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, hat sie ein neues Ziel. Eine weitere Figur, die den Leser durch das Buch begleitet, ist der Rittrichter Vardrenken, der die Verfolgung von Erenis zu seiner Aufgabe gemacht hat. Ich kann nicht behaupten, daß er mir sehr sympathisch war, im Gegenteil, ihm habe ich ohne mit der Wimper zu zucken, den Tod an den Hals gewünscht. Mir hat „Klingenfieber“ sehr gut gefallen, auch wenn es im Gegensatz zu früheren Büchern des Autors eher ruhiger ausgefallen ist.

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  • Anders als erwartet, aber nicht schlecht :D

    Klingenfieber

    buchverliebt

    02. February 2014 um 23:05

    Klingenfieber weiß nicht nur mit seinem Cover zu imponieren, sondern auch mit seinem Inhalt zu punkten. Dennoch ist es leider wieder einmal enttäuschend zu sehen wie sehr Kurzbeschreibungen im Internet, Klapptext und Text in der Innenseite des Buches den Inhalt verdrehen oder gar überhaupt nicht entsprechen. Es ist lediglich die Rede von Erenis und ihren vermeidlichen Zielen, sie sei eine Amazonde und doch ist es ganz anders: Erenis ist eine Schwertkämpferin. Ausgebildet als eine der besten und angesehen als eine der begehrenswertesten Frauen wo auch immer sie hin kommt. So wird sie von Männern unterschätzt - nicht ernst genommen - und so bringt sie ihnen mehr und mehr den Tod. Ihr Hass gegenüber Männern lässt sie von Dorf zu Dorf ziehen um dort einen herauszufordern, den stärksten. Als die schöne Klingentänzerin im Dorf des jungen Stenrei auftaucht, ist dieser verzaubert und erschrocken zugleich. Dennoch entschließt er auszubrechen aus dem ewigen Dorftrott und stupider Langeweile und zieht aus um ein Mann und Kämpfer zu werden, sich das Vertrauen der kalten Klingentänzerin zu verdienen und seine Erfahrungen zu machen. Hinter Klingenfieber steckt in erster Linie etwas ganz anderes als der Leser zunächst erwartet. Es ist die Sprache von einem Fantasyroman, doch es sind keinerlei Mythen oder Sagen zu finden, keine Fiktion in Form von Magie oder ähnlichem. Es handelt sich schlicht und einfach um einen Roman, in ruhigem Ton erzählt, welcher schätzungsweise im Mittelalter spielt. Einzig fiktiv sind wohl die Dörfer und Charaktere, denn es denn es handelt sich um einen nicht auf Tatsachen beruhender Roman. Des weiteren wirdKlingenfieber ungewohnt ruhig erzählt und obwohl die Geschehen blutig, brutal und die Geschichten der Protagonisten sehr spannend sind, bleibt der Erzählfluss immer der selbe - ganz ohne langweilig zu werden. Ganz im Gegenteil wird die Aufmerksamkeit des Lesers weiter gebannt.  Die Protagonisten Stenrei und Erenis sind vor allem unglaublich unterschiedlich. So ist Stenrei der nette Dorfjunge, welcher seine Lebenserfahrung noch sammeln muss und ungewollt mit dem Schrecken des Lebens konfrontiert wird. Der Leser erlebt zunächst die Geschichte aus seiner Sichtweise, befindet sich in seinem Kopf und sieht und empfindet was Stenrei erlebt. Erst viel später werden Erenis Gedanken offener und greifbarer. Die kalte Kämpferin hat in ihren noch recht jungen Jahren eine Menge erlebt. Ausgebildet zu einer hervorragenden Kämpferin meistert sie jede Herausforderung mit Bravur. Und doch schwelen Hass und Schuld in ihr, welche hervorbrechen als die beiden auf ihrer Reise eine überraschende und zugleich - für Erenis - schockierende Entdeckung machen. Etwas enttäuschend ist hier nur das ein wenig schnell abgehandelte Ende. Die Ereignisse kommen Schlag auf Schlag ohne, dass das Tempo der Erzählweise sich verändert. Und doch wirkt alles vollgestopft mit unnötigen Details, so dass die Seiten zwischen Geschehen A und B einfach unnötig lang wirken. Ein Widerspruch in sich und deshalb umso verwirrender, ärgerlicher. Klingenfieber ist eine Reise durch das Land, eine Reise zu sich selbst und in die Freiheit. Mit ungewohntem ruhigen Tempo führt Tobias O. Meißner den Leser durch die Geschichte der Klingentänzerinnen und öffnet somit eine neue, blutige Welt.

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  • 4,5 Sterne - hat mir sehr gut gefallen!

    Klingenfieber

    Nova7

    13. January 2014 um 19:46

    Erster Satz "Wie ein Schwarm goldener Schmetterlinge tanzte das Licht über dem Fluss, und in diesem Licht sah Stenrei sie zum ersten Mal." aus "Klingenfieber" von Tobias O. Meißner, Piper Verlag, S. 7 Meinung Die erste Hälfte des Buches wird aus der Sicht eines Jungen namens Senrei erzählt. Schon immer hat er sich unwohl gefühlt im Dorf und hat Lust auf Abenteuer. Eines Tages trifft er auf die Klingentänzerin Erenis, die ihn sofort in ihren Bann zieht. Obwohl sie ihn ständig abweist, folgt er ihr und so erlebt er einige Abenteuer. Später in "Klingenfieber" wird dann zwischen den Perspektiven gewechselt. Insgesamt sind es drei Perspektiven. Dadurch, dass es keine Einteilung irgendwelcher Kapitel gibt, fällt einem manchmal der Perspektivenwechsel etwas schwer. So ist man als Leser manchmal kurz verwirrt, was sich dann aber schnell wieder legt. Tobias O. Meißner hat einen beeindruckenden Schreibstil. Er schafft es beschreibend, spannungsfördernd und flüssig zugleich zu schreiben. Die Erzählung hat genau das richtige Maß an erklärenden und bildlichen Passagen, wie auch an spannenden und schnellen Abschnitten. Diese schmale Gratwanderung hat der Autor definitiv gemeistert. Auch die Protagonisten sind mir sehr sympathisch. Während der eine sich wie ein typischer Junge verhält, naiv und vorhersehbar handelt, ist die andere, Erenis, ein einziges Rätsel. Stück für Stück kommt man ihren Geheimnissen auf die Schliche und lernt ihre Beweggründe für ihre grausamen Taten kennen. Aber auch die Perspektive eines Bösewichts wird aufgegriffen. Man merkt es sofort, wenn er "an der Reihe" ist, denn seine Gedanken sind durch und durch düster und böse. Diese Abwechslung sorgt dafür, dass die Spannung nicht gemindert wird. Ich hatte eigentlich nicht erwartet, dass ich so schnell mit dem Buch durch bin. Aber irgendwie hat es mich so in den Bann gezogen, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Als Leser möchte man unbedingt mehr über die Klingentänzerin wissen, genau wie Senrei. Deshalb ist es so schwer aufzuhören, weil man als Leser wie der Junge anfangs in der Rolle eines extrem neugierigen Kindes steckt, das noch nichts weiß. Der letzte große Abschnitt ist dann actionreicher und abenteuerlustiger, vielleicht auch sehr brutal. Es passiert in diesem Einzelroman trotzdem nicht außerordentlich viel an Handlungssträngen. Das ist aber keineswegs schlimm, denn ich denke, es geht hier viel mehr um Selbstfindung und darum zu lernen, den Frieden mit sich selbst und seiner Vergangenheit zu erlangen. Dieser tiefgründige Aspekt der Geschichte hat mich beeindruckt. Fazit 4,5/5 Eulen Dieser Fantasy-Einzelband ist wirklich beeindruckend und hat mir sehr gut gefallen. Es gibt zwar einige Kämpfe, aber nur einen gleichbleibenden Handlungsstrang. Das ist eine schöne Abwechslung, vor allem, da es viel um Selbstfindung und den Frieden mit sich selbst geht.

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  • Außergewöhnliche Fantasy

    Klingenfieber

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. December 2013 um 10:07

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele "Klingenfieber" ist ein wirklich außergewöhnliches Buch wie ich finde. Tobias O. Meißner, von dem ich, auch wenn er offenbar ein hochgelobter Fantasyautor ist, bislang noch nie etwas gelesen habe, webt hier die faszinierende Geschichte einer Kriegerin, die auf ihrer Reise quer durchs Land eine Spur tote Männer zurücklässt - denn Erenis ist eine Amazone. Ich muss sagen, mir hat dieser Roman wirklich erstaunlich gut gefallen. Während ich den Anfang noch als recht zäh empfunden habe, hat mich Meißner schnell durch seinen prosaischen Stil und das dicht gewobene Erzählgeflecht schnell in den Bann seiner ungewöhnlichen Heldin und ihres ungleichen Weggefährtens gezogen. Dazu kommt, dass sich "Klingenfieber" wirklich sehr flüssig lesen lässt, nicht nur dank des großartigen Schreibstils des Autors, sondern auch dank der recht ungewöhnlichen Tatsache, dass es hier überhaupt keine Kapitelunterteilung gibt, daher auch keinerlei Unterbrechungen im Schreib- und Lesefluss. Und auch sonst ist die Erzählung erstaunlich "rund", denn dieser Roman ist erstaunlicher- und erfreulicherweise tatsächlich ganz und gar in sich abgeschlossen, Ende und Anfang der Geschichte gehen gelungen in einander über. Neben all den vielen Serien, die man sonst, gerade im Fantasybereich, so findet, ist das eine wirklich willkommene Abwechslung. Alles in allem hat mir Tobias O. Meißners Roman "Klingenfieber" wirklich ausgesprochen gut gefallen, es ist zwar manchmal etwas blutig und am Anfang etwas zäh, aber es ist gleichzeitig auch ein wirklich außergewöhnliches Buch, das mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Für Fans deutscher High Fantasy definitiv sehr empfehlenswert.

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  • Spannende Fantasy auch für Leser der "alten Schule"

    Klingenfieber

    Wolfspeaker

    19. December 2013 um 12:05

    Das Cover von “Klingenfieber” zeigt die in blutroten und schwarzen Tönen dargestellte Silhouette einer Schwertkämpferin, umgeben von weißem Rauch. Ich finde das Cover ziemlich gut getroffen, bringt die Kriegerin dieser Geschichte doch nichts als Blut und Tod – und ist dabei fast so unangreifbar wie weißer Rauch. Mit dem ersten Blick, den der junge Stenrei auf die Schwerttänzerin Erenis wirft, ist er ihr verfallen. An seiner Seite betritt sie sein Heimatdorf und als sie geht, liegt einer der Dorfbewohner blutend im Staub. Von Dorf zu Dorf führt sie ihre Reise und nicht selten ist das Dorf nach ihrer Abreise um einen Mann ärmer. Wohin sie ihre Reise führen wird, ist für Stenrei allerdings ebenso ungewiss wie für Erenis selbst. In “Klingenfieber” sind es zunächst die Augen eines anderen, die den Leser die “Heldin” der Geschichte erblicken lassen. Der junge Stenrei beobachtet die Schwertkämpferin bei ihrem Bad in einem Bach. Nur sein junges Alter rettet ihn vor dem unweigerlichen Tod. Diesen bringt er durch sie dann in sein Dorf, um dann nicht jedoch zu verzweifeln, sondern ihr zu folgen. Sowohl ihre Schwertkunst als auch ihr Körper haben den Jungen in ihren Bann geschlagen. Und während Stenrei Erenis Spuren folgt, webt der Autor den Leser immer dichter in sein Erzählgespinnst. Von keiner Kapiteltrennung oder Überschrift gebremst verliert sich der Leser langsam aber sicher in Eneris Geschichte. Und während sie sich langsam an den anfangs noch lästigen Jungen gewöhnt und Vertrauen fasst, bekommen er und der Leser einen Einblick in die Vergangenheit der Klingentänzerin und dem, was sie zu der Frau machte, die sie heute ist. Und auch wenn dem Leser ebenso wie Stenrei Zweifel ob der Rechtmäßigkeit ihres Handelns kommen, kann man sich wie auch Stenrei ihrem Bann nicht entziehen. Allein diese zwei Protagonisten und ihr Zusammenspiel würden ausreichen, die Seiten des Buches zu füllen und die Aufmerksamkeit des Lesers zu halten. Mit der steigenden Anzahl toter Männer kommt jedoch eine weitere Figur ins Spiel: Der Rittrichter Vardrenken. Emsig verfolgt er die Spur der Klingentänzerin – es ist jedoch nicht die Suche nach Gerechtigkeit, die ihn antreibt. Und auch, wenn es die Klingentänzerin ist, die Blut und Tod Über die Dörfer bringt, ist es der Rittrichter, den man in dieser Geschichte als Bösewicht erkennt. Emsig folgt Vardrenken Eneris und Stenrei erst durch die Dörfer, dann auf den Spuren von Eneris Vergangenheit. Denn auch wenn der Beginn anderes vermuten lässt, ist ihre Vergangenheit längst nicht abgeschlossen. Für sie bleibt mehr als nur der tödliche Kampf Frau gegen Mann, auch wenn der Tod ihr unmittelbar folgt. Das Ende ist ebenso vorhersehbar wie ungewöhnlich. Mit dem letzten Tod wird ein Neuanfang eingeläutet – nicht nur für Eneris. Und spätestens mit dem Prolog, der die Geschichte beendet und dabei gleichzeitig den Bogen zum Anfang schließt, ist die Geschichte der Klingentänzerin Eneris beendet. Mir hat sie gefallen. “Klingenfieber” ist vor allem eine ungewöhnliche Geschichte, auch wenn sie auf den ersten Blick (und nur dann) an die in der Widmung erwähnten “alten” Heldinnen wie die Rote Sonja oder gar an Conan den Barbar erinnert. Schon mit den ersten Seiten wird man eines besseren belehrt, Tobias O. Meißner hat eine neue Geschichte geschrieben, die allerdings auch Leser der “alten Schule” überzeugen dürfte: Spannende (und blutige) Duelle und eine Queste, die sich erst im Laufe der Geschichte offenbart, dürften so manchen Leser in den Bann schlagen. Und spätestens mit dem Ende, das die Geschichte gekonnt abrundet ohne ihr das Geringste von ihrem Charme zu nehmen, sollte jeder Leser von ihr überzeugt sein. Ich jedenfalls bin es.

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