Tobias O. Meißner Sieben Heere

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Inhaltsangabe zu „Sieben Heere“ von Tobias O. Meißner

Mit seinen Bestsellern um 'Die Dämonen' schrieb sich Tobias O. Meißner ins Herz der Fantasyleser. Nun beginnt sein neues Epos um eine von Krieg und dunkler Magie geprägte Welt: Nach einer übermächtigen Invasion besetzt eine gewaltige Armee das Land. Sieben Heere, gebildet aus den skrupellosesten, kaltblütigsten Kriegern, unterwerfen Städte und Dörfer. Die Bewohner beugen sich der erdrückenden Macht der Eroberer - doch dann gelingt es einer Gruppe Aufständischer überraschend, einem der Heere empfindliche Verluste zuzufügen. Es ist der Beginn einer Revolution - und eines gewaltigen Krieges, der alles in den Abgrund reißen wird.

Interessante Idee, aber die Veränderung der Dorfbewohner ging mir etwas zu schnell. Mal auf die Fortsetzung warten.

— shavachan
shavachan

Meissner - lesenswert wie immer!

— Fantasie_und_Träumerei
Fantasie_und_Träumerei

knapp und gut!

— derMichi
derMichi

Der Auftakt zu einem spannenden Epos über Krieg und Frieden.

— Originaldibbler
Originaldibbler

"Der letzte aller Kriege hat begonnen. Es ist die dunkelste Stunde Akitaniens. Sieben Heere, gebildet aus den skrupellosesten Kriegern......

— Lilyfields
Lilyfields

Sehr gute Idee, der auktoriale Erzählstil und die endlosen Planungen/Überlegungen sagen mir aber nicht so zu.

— Buchbeisser
Buchbeisser

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  • Ein Dorf als Protagonist

    Sieben Heere
    Cailyn

    Cailyn

    11. July 2017 um 11:58

    Der Schreibstil ist klar, aber poetisch und die Kapitel sind kurz und erzählen die Geschichte ganz ohne große Länge oder Rückblenden."Sieben Heere" ist aber trotzdem kein einfaches Buch, das man schnell runterliest und wieder vergisst. Denn es verzichtet vollständig auf Kategorien wie Gut und Böse: Die Soldaten, die das Dorf besetzen, sind teilweise freundliche Familienväter, und Dörfler, die sich gegen ihre Besetzung wehren, egoistische Idioten. Dadurch ist man beim Lesen immer wieder hin- und hergerissen, auf welcher Seite man denn stehen soll, da natürlich eine Besetzung durch eine feindliche Armee etwas Schlechtes ist, aber die Soldaten als Individuen eben nicht deshalb gleich den Tod verdienen.Auch die Erzählperspektive ist ungewöhnlich, da es hier einen allwissenden Erzähler gibt, der auch mitten in Szenen von Kopf zu Kopf der interessanten Akteure springt. Dadurch kommt das Gefühl auf, dass das Dorf selbst zum Protagonisten wird.Alles in allem ist "Sieben Heere" ein gutes Buch für all jene, die gerne (moralisch) düstere Fantasy lesen und auch gern einmal über ein paar Kapitel nachdenken und nach Interpretationsansätzen suchen, statt sich von der Story einfach "nur" unterhalten zu fühlen. Denn wer einen Unterhaltungsroman für den Strandurlaub sucht, ist hier definitiv falsch.

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  • Sieben Heere

    Sieben Heere
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    25. January 2016 um 21:25

    30 Soldaren marschieren in Hagetmau ein. Einem jener Örtchen des Reichs Akitanien, das demnächst fest in die Hand der König von Nafarroa übergehen soll. Es ist nur eins der sieben Heere, die in die sieben Ortschaften Akitaniens einziehen, um – jedes auf seine Art – Volk und Land einzunehmen. Die Hagetmauer haben es eigentlich noch ganz gut getroffen, denn der Capitar der Soldaren versucht auf friedlichem Wege und mit viel Geschick in Kommunikation und Kriegsführung das Volk dazu zu bringen, sich der noch jungen nafarroanischen Königin zu unterwerfen. Doch da hat er seine Rechnung ohne die hagetmauer Bevölkerung und einen maßgeblichen Wink des Schicksals gemacht. Tobias O. Meissner ist für mich einer der ganz Großen am Fantasy Himmel. Meine Meinung bilde ich mir aus seiner literarisch hochwertigen Sprache und Geschichten, die zum Teil sehr kritisch Zeitgeschehen bzw. Entwicklungen aus der realen Welt decken. Die Anziehungskraft seiner Bücher entsteht nicht aus rasanter Action, sondern einem gut durchdachten Konzept, dem er einen ganzen Roman durch treu bleibt, ohne sich ablenken zu lassen. „Sieben Heere“ ist von allen Büchern, die ich von ihm bereits gelesen habe, der Roman, der am schlichtesten gehalten wird. Was keinesfalls negativ zu sehen ist, denn dies geschieht über klare Sprache und Struktur, der Leser kann sich auf das Wesentliche konzentrieren, ohne sich mit dem – was steckt dahinter? - zu beschäftigen und wird geistig doch stark gefordert. Hagetmau gerät eigentlich durch einen dummen Zufall in die Situation sich entscheiden zu müssen, den Nafarroanern den Kampf anzusagen oder sich zu fügen. Einige der Dorfbewohner sind sehr renitent, andere ängstlich und um ihr eigenes Wohl besorgt. Keiner von ihnen ist in Kampfkunst oder Kriegsführung ausgebildet, keiner kann einschätzen, welche Kreise es zieht, wenn sie beginnen sich zu wehren. Können sie die Königin von Naffaroa einschüchtern oder bringen sie sich in viel größere Schwierigkeiten, als ihnen lieb ist. Der schildbürgerliche Eindruck, den sie zu Beginn machen, beginnt sich zu wenden und schon bald entwickeln die Ereignisse ein Eigenleben. Tobias O. Meissner gelingt es eine fesselnde Atmosphäre aufzubauen, die sich vor allem dadurch trägt, dass der Leser sich immer wieder damit konfrontiert sieht, dass er selbst darüber nachdenkt, wie er entscheiden würde, welchen Schritt er als nächstes gehen würde und wie wenig einsehbar ist, welche Folgen damit einhergehen. Ein Ende, das alles und nichts möglich macht, hat bei mir den Wunsch geweckt, möglichst bald die Fortsetzung des Epos lesen zu können.  

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  • Der Aufstand der Dörf(l)er

    Sieben Heere
    derMichi

    derMichi

    18. January 2016 um 14:47

    Der Titel ist episch, der Autor verlässlich. Tobias O. Meißners neues Buch und dessen Umfang versprechen ein mindestens anständiges Fantasy-Abenteuer ohne Überlänge. Tatsächlich ist es gleichzeitig vertraut und doch irgendwie anders. Das ganze Land Akitanien ist von den Nafarroanern besetzt. Ganz Akitanien? Ja! Die berüchtigten sieben Heere des Imperiums haben ganze Arbeit geleistet und jede Stadt, jedes Dorf und so gut wie jede Festung mit Truppen gefüllt, die alles und jeden kontrollieren. Auch das Dörfchen Hagetmau hat "seine" Besatzer. Noch geht es friedlich zu. Der befehlshabende Capitar ist einigermaßen vernünftig und es gibt nicht zu viele Einschränkungen, geschweige denn Gewalttaten. Doch dann erschlägt ein betrunkener Dorfbewohner einen der Soldaren. Die Menschen haben die Wahl: soll man die Tat vertuschen oder nach und nach weitere Besatzer verschwinden lassen? Die Zeichen stehen auf Kampf. Eine folgenschwere Entscheidung, denn kaum einer der Besetzten hat Erfahrung mit dem Krieg. Ein überschaubarer Plot und eine geradlinige Handlung. Dieser Eindruck täuscht nicht, aber das noch nicht alles. Gerade dann, wenn man meint, das Geschehen halbwegs einschätzen zu können, zaubert der Autor noch ein unerwartetes Ereignis oder sonstige Überraschungen aus dem Ärmel, welche die Erzählung bereichern. Die eigentlich friedlichen Hagetmauer erinnern in ihrer Naivität zuweilen an diverse Hobbits, die am Ende von J.R.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe" ebenfalls ihre Dörfer von Besatzern befreien müssen. Und das, obwohl sie eigentlich viel lieber ihre Ruhe haben. Ganz ähnlich geht es den Menschen hier. Der eine akzeptiert mehr oder weniger widerwillig sein Schicksal oder hofft sogar, dass alles genauso bleibt, wenn man sich nur ruhig verhält und kooperiert. Gedanken, die auch anderen Besetzten im Laufe der Menschheitsgeschichte gekommen sein mögen. Aber "Sieben Heere" ist keine plumpe Parabel sondern ein durchaus eigenständiges Werk mit einem für Fantasyverhältnisse erfreulich reduzierten Thema. Obwohl die Handlung etwas Zeit braucht, bis sie so richtig in Fahrt kommt, wird es mit dem Beginn der sich abzeichnenden Befreiung von der Fremdherrschaft ebenso interessant wie brutal. Dass das Kriegshandwerk keine amüsante Bespaßung ist und nicht jedes Problem einfach mit Magie gelöst werden kann, muss mancher Dorfbewohner erst einmal realisieren. Entsprechend beeindruckend ist der Wandel vieler der Beteiligten, wenn auch die Hintergründe mehrerer Hauptfiguren mehr angedeutet als ausgearbeitet werden und die Identifikation mit den Helden unter anderem deshalb nicht immer selbstverständlich ist. Vielleicht ist der Roman auch deshalb so gelungen, weil man direkt in die Handlung einsteigen kann, ohne von Landkarten, ewig langen Personenlisten oder Vorerklärungen aufgehalten zu werden. Die neue Welt wird dem Leser häppchenweise erklärt, aber auch nur so viel wie eben nötig. Das verringert die Distanz zum Geschehen und macht einen durchaus bemerkenswerten Unterschied. Gerade die spannendsten Kapitel sind, ähnlich wie in manchem Roman von Thrillergenie Stephen King, so kurz gehalten, dass die Geschichte einen Sog entwickelt, dem man sich nur schwer entziehen kann. Auch hinsichtlich mancher Formulierungen scheint sich der Autor von prominenten Kollegen inspiriert haben zu lassen, aber trotz der vertrauten Motive ist dieses Buch ein spannender Genrebeitrag, der hoffentlich bald fortgesetzt wird. Seitenzahl: 416 Format: 13,6 x 21,6 cm, Klappenbroschur Verlag: Piper

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  • Ganz Akitanien ist besetzt - Nein, nicht ganz Akitanien. Ein Dorf reagiert ...

    Sieben Heere
    Heimfinderin

    Heimfinderin

    08. January 2016 um 11:27

    Inhalt Das akitanische Dorf Hagetmau wird eines Tages aus seinem Alltag gerissen, als ein fremder Trupp von 30 nafarroanischen Soldaren ins Dorf einmarschiert und verkündet, dass Hagetmau, wie auch die anderen umliegenden Dörfer, nun dem benachbarten Reich zugesprochen wird. Es soll sich für die Einwohner in ihrem Tagesablauf nichts ändern, man habe nicht vor Gewalt anzuwenden und erwarte nur, dass die „freundliche Übernahme“ akzeptiert werde. Und tatsächlich verhalten sich die Soldaren unauffällig und lassen die Dörfler in Ruhe, plündern nicht und zeigen keine Gewalt. Im Gegenteil, sie sind freundlich und zurückhaltend. Nach der ersten Verblüffung und Unsicherheit beginnen die Dorfbewohner, sich mit der neuen Situation zu arrangieren, immerhin erleiden sie keinen Schaden. Doch nicht alle empfinden die Situation hinnehmbar, einige haben ein ungutes Gefühl damit und fühlen sich hintergangen. Doch wie geht man mit einem Feind um, der einem auf den ersten Blick scheinbar nichts antut? Wie wehrt man sich, wenn einen keiner wirklich angreift und keine Gewalt ausgeübt wird? Wie reagiert man auf einen Feind, der den Frieden und den Alltag im Dorf gar nicht verändert und die Bewohner daher gar keinen Schaden haben? Eines Tages wird den Dorfbewohnern die Entscheidung abgenommen und von nun an heißt es nur noch überleben. Das Dorf und seine Bewohner müssen handeln ... Meine Meinung Diese Geschichte ist wirklich außergewöhnlich und hat mir gut gefallen. Mit epischen Schlachten und finsterer Magie hat sie wenig zu tun, dafür aber bietet sie ein überraschendes Szenario, das die beschauliche Welt einer Gruppe Menschen auf den Kopf stellt, in ihnen etwas verändert und sie zu Handlungen führt, deren Entwicklungen mindestens genauso spannend zu beobachten sind, wie große actionreiche Schlachten. Spannend ist hier besonders die Veränderung der Dorfbewohner und wie sie mit der Situation umgehen. Man begleitet sie als Leser bei ihren Beratungen und ihren Streitereien, welche Strategien die besten sind und wie man sie ausführt. Dabei treffen unterschiedliche Charaktere zusammen, wie eine unerschrockene vorlaute junge Frau, die sich nichts gefallen lassen will, der „böse Junge“ des Dorfes, der für seine Aggressionen bekannt ist, der schüchterne Stotterer, der sich sonst immer im Hintergrund hält, der ambitionierte Sohn der Dorfvorsteherin, der bisher meist nur durch Worte, weniger durch Taten glänzte. Diese und einige andere Dorfbewohner haben nun ihren meist ersten echten Kontakt mit Gewalt und Tod und ich fand es sehr spannend, ihre unterschiedlichen Reaktionen auf die neue Situation zu verfolgen. Nachdem der „erste Stein gefallen ist“ und es kein Zurück mehr gibt müssen sie zu einer eingeschworenen Gruppe werden und viele bisherigen Skrupel und Ansichten verlieren an Bedeutung oder werden verdrängt. Ich habe mich hier sehr oft gefragt, wie ich mich wohl in der Situation der Dorfbewohner verhalten würde. Wie skrupellos kann man werden in einem Krieg? Wie passiert es, dass man eine Grenze überschreitet, die man vorher auch nur in Gedanken nie überschritten hätte? Der Autor macht es dabei nicht nur den Protagonisten schwer, sondern auch dem Leser, denn er gibt beiden Seiten Menschlichkeit, sprich, er lässt die Dörfler einige der Besatzer kennenlernen und lässt auch die Leser in die Köpfe einiger Feinde schauen und was Dörfler und Leser dabei sehen sind Menschen, die zuhause Familie und Kinder haben, nach denen sie sich sehnen oder Soldaren, die anstatt feindlich zu reagieren hilfsbereit ihren Schutz anbieten. Aber es sind die Dörfler, die einfach überrannt wurden und ihre Religion und ihre Freiheit aufgeben sollen für Fremde. So sieht man in die Köpfe beider Seiten und es passierte mir nicht nur einmal, dass sich im Laufe der Geschichte meine Sympathien auch verschoben haben. Gerade das Verhalten der Dörfler, die eigentlich zu Beginn die Opfer waren, hat mich oft sehr entsetzt, auch wenn ich ihre Sorgen und Ängste nachvollziehen konnte. Ich schwankte viel hin und her, ich fand niemanden, zu dem ich eine Bindung aufbauen konnte, aber ich konnte mit jedem mitleiden, der den Tod fand. Es gibt hier kein Schwarz und Weiß, aber es gibt aber viele Entwicklungen und auch unerwartete Wendungen und Menschen, die sich durch die Geschehnisse verändern. Für zarte Gemüter ist der Roman vielleicht mit Vorsicht zu genießen, denn der Tod wird gezeigt, wie er ist: nicht schön. Und er ist oft persönlich, von Angesicht zu Angesicht, was für mich immer schlimmer zu ertragen war, als anonymes Gemetzel. Aber gerade dies gab der Geschichte auch seine besondere Bedeutung und ein Beschönigen hätte nicht gepasst. Die Menschen haben eine Entscheidung getroffen und was diese Entscheidung genau bedeutet, damit müssen sie nun umgehen. Nicht jeder kommt einfach damit klar und bei manch einem zeigte sich im Laufe der Geschichte eine Verhaltensänderung, die mich etwas gruseln lässt und die im nächsten Teil sicherlich noch zu Konflikten führen wird. Es ist also eine nicht so leicht verdauliche Geschichte, die mich zwar aufgrund der entstandenen Ausgangssituation einer feindlichen Besetzung schnell an „Asterix und Obelix“ erinnert hat, aber die trotz des auch vereinzelt mal aufblitzenden Humors natürlich nicht die Komik dieser Helden besitzt. Der Schreibstil des Autors ist dagegen sehr besonders finde ich. Sein Stil, seine Beschreibungen der Umgebung und der Handlungen erzeugen eine besondere, manchmal poetische Stimmung und eindrucksvolle Bildmomente. Insgesamt ist es keine „hektische“ Geschichte, sie wirkt eher düster, vielleicht auch das ein oder andere Mal etwas zu gedehnt, auch wenn ich die strategischen Gespräche der Charaktere interessant fand. Das Buch endet abrupt, aber als erster Teil einer Trilogie ist das in Ordnung. Man könnte es sogar so stehen lassen und sich selbst überlegen, wie es nach der ersten Etappe weitergehen könnte, aber ich bin natürlich nun doch sehr gespannt darauf, wie sich die nun entstandene Situation weiterentwickelt. 

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  • Sieben Heere

    Sieben Heere
    Mine_B

    Mine_B

    05. January 2016 um 14:40

    Das neue Werk aus der Feder von Tobias O. Meißner „Sieben Heere“ ist der Auftakt zu einer fantastischen Reihe über die Bewohner des Dorfes Hagetmau.   Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): Der letzte aller Kriege hat begonnen… Es ist die dunkelste Stunde des Reiches Akitanien. Sieben Heere, gebildet aus den skrupellosesten Kriegern, halten Einzug ins Land undbesetzen Städte und Dörfer. Den Bewohnern bleibt nur eine Wahl zwischen bedingungsloser Unterwerfung oder qualvollem Tod. Doch aus Verzweiflung können ungeahnte Kräfte entstehen. Eine einzelne vom Feind besetzte Siedlung erwacht aus seiner Ohnmacht und entwirft einen Plan, der das Kräfteverhältnis in diesem Krieg für immer verändern könnte.   Der Schreibstil von Tobias O. Meißner ist recht angenehm und klar formuliert. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und auch die kurzen Kapitel, welche oftmals einen Perspektivewechsel mit sich führten, haben zur zusätzlichen Spannung verholfen. Zu Beginn des Buches musste ich mich erst mal an die Wortneuschöpfungen des Autors gewöhnen – wie z.B. Soldaren anstatt Soldaten – dies ging aber relativ schnell und haben dann auch nicht mehr zum Abbruch des Leseflusses geführt. In „Sieben Heere“ wird die feindliche, aber friedliche Übernahme des Dorfes Hagetmau durch Soldaren des Landes Nafarroa beschrieben. Man erhält hierbei einen sehr gut beschriebenen Einblick in die einzelnen Vorgänge – was die Dorfbewohner denken, welche Sorgen sie haben, aber auch die Soldaren werden beleuchtet. Es entsteht ein Konflikt – wie wird das Dorf mit der Belagerung umgehen? Wie reagieren sie auf die feindlichen Soldaren, die ihnen bisher keine Gewalt oder ähnliches angedroht haben. Durch den recht vielseitigen Wechsel der Perspektiven erhält man in beide Parteien einen Einblick, kann dessen Denkweise besser nachvollziehen und erhält Informationen über ihr Handeln. Dies hat zur Folge, dass man mit beiden gegnerischen Parteien bangt, sich um sie fürchtet und man als Leser nicht weiß, auf welcher Seite man eigentlich steht. Das hat mir so ausgezeichnet an diesem Werk gefallen, dass keine typische Schwarz-Weiß- Malerei betrieben wird. Man fühlt mit beiden Seiten mit. Sowohl die Dorfbewohner als auch die Soldaren erhalten ein Gesicht oder eine Vergangenheit. Sie sind keine graue Masse, man leidet mit ihnen und ist gespannt, wie es ihnen auf den nächsten Seiten ergehen wird. Dies hat für mich aber auch zur Folge gehabt, dass ich mich keiner Seite geschweige denn einem einzelnen Charakter richtig zugehörig fühlte. Meine Sympathien waren verstreut, haben sich teilweise auch verschoben – einen richtigen Lieblingscharakter, mit dem ich ganz fest mit gefiebert hatte, hatte ich leider nicht. Ich wusste als Leser nicht, welchen Ausgang ich mir eigentlich für den Ausgang des Buches wünsche, wem ich eher einen Erfolg gegönnt habe. Somit konnte ich keine direkte Beziehung zu den Charakteren aufbauen und das fand ich etwas schade, denn irgendwie hat mir das gefehlt. Die handelnden Personen allgemein sind recht vielseitig und vielschichtig aufgebaut. Besonders hat mir die Entwicklung einiger Charaktere im Verlauf der Belagerung gefallen. So hat sich der ein oder andere Dorfbewohner im Verlauf der Geschichte ganz schön gewandelt. Ist z.B. vom stotternden und scheuen Jungen zu einem selbstsicheren und kühlen Kopf geworden, welcher die Dorfbewohner mit seinen strategischen Überlegungen lenkt. Interessant fand ich auch die ausgeführten Diskussionen unter den Dorfbewohnern, wenn beredet werden musste, wie man sich nun zu verhalten hat – wenn schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden mussten. Das Für und Wider wurde abgewogen und auf beiden Seiten wurden Ideen und Überlegungen angebracht. Somit erhält man als Leser einen Einblick, warum die Dorfbewohner so gehandelt haben und nicht anders. Schließlich kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen und im späteren Verlauf des Buches wird dieses immer blutiger und brutaler. Diese Szenen werden recht detailliert erzählt, es ist also nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Aber andererseits finde ich es gut, dass der Krieg nun mal auch so brutal und blutig dargestellt wird, wie er nun mal ist, dass beschrieben wird, wie die Halswirbel brechen und dass man damit ein Menschenleben auslöscht und somit auch, welche Konsequenzen das mit sich bringt. Die Gewaltszenen werden nicht verharmlost. Oftmals hatte ich bei diesem Werk das Gefühl, dass es stark sozialkritische Tendenzen hat. Oftmals schwingt ein Unterton mit, welcher Gesellschaftskritik ausübt. Und damit hatte ich persönlich so ein bisschen meine Probleme. Das liegt aber daran, dass ich anhand des Klappentextes einfach ein vollkommen anderes Werk erwartet habe. Ich hatte mir ein fantastisches Epos mit Schlachten erhofft. Stattdessen habe ich ein sozialkritisches Werk erhalten, welches eher in einer fantastisch angehauchten Welt spielt. Der Klappentext setzt falsche Hoffnungen in das Werk und hat mir persönlich etwas den Lesespaß genommen. Dieses Buch ist wirklich nicht schlecht, das steht für mich außer Frage – bloß habe ich einen Fantasy- Roman erwartet, welchen ich leider nicht wirklich erhalten habe.   Mit „Sieben Heere“ hat Tobias O. Meißner ein sozialkritisches Werk in einer fantastisch angehauchten Welt erschaffen, welches seinen Schwerpunkt auf die charakterliche Entwicklung legt. Aber auch, was passieren könnte, wenn ein Dorf einer feindlichen Belagerung durch Soldaren des Nachbarlandes ausgesetzt wird. Eine recht interessante Fallstudie, doch aufgrund der falschen Erwartungen an das Buch kann ich leider nur 3,5 Sterne vergeben.

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  • Wenn Unschuldslämmer zu den Waffen greifen..

    Sieben Heere
    Zalira

    Zalira

    29. December 2015 um 14:55

    Hier möchte ich kurz auf den Inhalt eingehen, weil der Klappentext diesbezüglich doch etwas irreführend ist. Im Fokus steht die "friedliche Übernahme" Akitanias durch das Nachbarland Nafarroa. Friedlich heißt in diesem Sinne, dass die Heere einfach in das Land einmarschieren, wobei jedes Dorf von einer kleinen Soldaren-Truppe besetzt wird. Im Rahmen dieses Machtwechsel werden die Begebenheiten und Probleme eines Dorfes beschrieben, das -ob aus Zufall oder Pech- eine Widerstandsbewegung bildet. Meine Meinung: Etwas schwer habe ich mich zu Beginn des Buches mit bestimmten Wortschreibweisen oder -neuschöpfungen getan, wie der Bezeichnung Soldaren (für Soldaten), Capitar (für Capitän) oder Generar (für General). Doch daran gewöhnt man sich mit der Zeit beim Lesen.  Von dem Buch habe ich eine Geschichte erwartet, in der sich eine Gruppe mutiger Krieger findet, die sich gegen die Unterdrückung durch die feindliche Übernahme heldenhaft wehrt. Man merkt jedoch schon bald, dass die "Sieben Heere" in eine ganz andere Richtung gehen, das war für mich zwar etwas überraschend, aber auch sehr spannend. Die kurzen Kapitel und die Spannung, die beim Lesen erzeugt wird, sorgen dafür, dass man sehr zügig liest. Dabei sind die Kapitel immer aus Sicht einer Person beschrieben, die sich jedoch abwechseln. Dadurch rückt eine Gruppe von Personen in den Vordergrund der Erzählung, die auch ausschlaggebend für die Entwicklung der Ereignisse im Dorf Hagetmau sind. Der Konflikt der sich irgendwann anbahnt zwischen den Besetzern und den Hagetmauern ist sehr spannend, aber auch schwierig zu Lesen, weil es hierbei keine Einteilung in "Gut" und "Böse" gibt, dadurch fiebert man einfach mit und ist dem Verlauf der Geschichte hoffnungslos ausgeliefert.  Auch die Charaktere sind allesamt sehr interessant, auch wenn man nicht mit allen Entscheidungen einverstanden ist, werden sie realistisch dargestellt und umfassend beschrieben. Man erhält dadurch einen guten Eindruck von den einzelnen Figuren und taucht dadurch ganz in das Hagetmauer Dorfleben ein. Gerade die Figuren, deren Verhalten und Beziehung zueinander sind das, was das Buch so interessant gestalten.  In diesem Buch geht es auch gar nicht so sehr um den Konflikt zweier Länder, sondern vielmehr um Konflikt innerhalb eines Dorfes. Dadurch erhält das Buch meiner Meinung nach etwas stark gesellschaftskritisch. Die Ereignisse sind dabei sehr tragisch und an einigen Stellen sehr detailliert, was für leicht besaitete Leser etwas verstörend sein könnte. Doch trotz diesem ernsten Grundton kommt es meiner Meinung nach immer wieder zu Dialogen, die extrem komisch waren. Zudem spielen die Ereignisse in einer leicht magisch angehauchten Welt, da es Magier und ein Vogel-Pferd-Mischwesen (Gryph) gibt. Dann vielleicht noch ein interessanter Fact zum Schluss: die Länder (Akitanien, Nafarroa) und das Dorf Hagetmau hat/gibt es tatsächlich, auch wenn die Namen das im ersten Moment nicht vermuten lassen. Fazit: Die Ereignisse konnte ich so nicht vorhersehen, was für mich sehr spannend und schön zu lesen war. Mich hat das Buch oft mehr als überrascht und somit echt richtig gut gefallen. Ich bin auch schon sehr gespannt wie es im nächsten Band der Trilogie weitergeht!

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  • Es lebe das Reich Akitanien

    Sieben Heere
    starone

    starone

    29. December 2015 um 09:17

    Zum Inhalt:  Das  kleines Dorf Hagetmau im Königreich von Akitanien träumt einen Dornröschenschlaf. Alles geht seinen geregelten Gang man hat Rauthne, die als Dorfbyrghe das Dorf führt und leitet  und den Seher und Feuersemanen  Mardein. Dem die Aufgaben der  Heilung von Krankheiten der Dorfbewohner zukommt, seherische Fähigkeiten besitzt und als religiöses Oberhaupt des Apfelgottes Abelion seinen Berufung hat. Einen Taugenichts mit Namen Tautun, seine Freundin Varlie , ihre Schwester Nendlece und es kommen im Laufe der Geschichte noch einige weitere Personen dazu.  Diese schöne Dorfidylle  wird je unterbrochen als Nendlece plötzlich und ohne Vorwarnung ein mit dreißig Mann besetzte Heer aus dem Königinnenreich  Nafarroa auf das Dorf zu kommen sieht. Zu dem besitzt der Führer einen Gryph,  mit dem er fliegt kann. Zur Erklärung ein Gryph ist eine Mischung aus Pferd und Vogel. Von Seiten der Dörfler gibt es erst einmal keine Gegenwehr und so versammelt der Capitar Angaszin die Dorfbewohner auf dem Marktplatz und erklärt ihnen, dass sie jetzt ein Teil des Königinnen Reiches von Nafarroa sind. Und somit wäre das Reich Aktitanien, dem sie bis dato angehörten für sie nun Geschichte. Es kommen keine großen Veränderungen auf sie zu. Alles würde  beim Alten bleiben.  Trotzdem um seinen Worte etwas Nachdruck zu verleihen lässt er die Dorfbyrghe, den Seher und noch einige andere, wahllos genommen Dorfbewohner in der Ratshalle erst einmal festhalten.  Kann man ein Dorf wirklich so einfach unterwerfen ohne Kampf und Blutvergießen.  Interessante Frage oder?  Meine Meinung:  Ein Dorf und seine Bewohner, die durch ein Ereignis plötzlich zum Handeln gezwungen werden. Und somit kommt eine Lawine in Gang, die mal lustig, mal tragisch, mal traurig ihren weiteren Verlauf nimmt. Schön wie der Autor hier seine Personen agieren, schalten und walten lässt.  Bewusst gibt er auch den Soldaten ein Gesicht, Persönlichkeit und Geschichte und lässt sie nicht wie sonst eher üblich als graue, unbekannte Masse den Dörflern gegenübertreten. Bei den Beschreibungen der Taten der Bauern in der Folge wird  es dann sehr genau. Und da musste ich schon desöfteren schlucken. Also kein Roman für Weicheier. Aber es zeigt, wie grausam es in kriegerischen Auseinandersetzung  zu geht kann. Gut finde ich auch,  dass der Autor Tobias O. Meissner hier kein Schubladen denken bei den Lesern des Romans erzeugen möchte. Jeder bekommt seine faire Chance und jeder Leser kann sich sein, eigenes Urteil bilden.  Und so entsteht eine sehr spannende Geschichte, mit vielen Facetten und einer Grundidee, die wirklich zum Nachdenken anregt.  Und einem Ende das noch kein Ende für den Roman darstellt.  Denn der nächste Teil kommt dann im Herbst 2016 auf den Buchmarkt

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  • Der Auftakt zu einem neuen Epos über Krieg und Frieden

    Sieben Heere
    Originaldibbler

    Originaldibbler

    26. December 2015 um 18:16

    Wenn es um intelligente Fantasy aus Deutschland geht, gibt es nur wenige Autoren, die an Tobias O. Meissner heranreichen. In seinem neuesten Buch Sieben Heere führt er die Leser in eine neue Fantasywelt, in der gerade ein Krieg beginnt, der laut Klappentext der letzte aller Kriege ist. Die Geschichte: Die Geschichte spielt im Dorf Hagetmau im "friedliche[n] Land Akitania" (S. 5). Eines Tages marschiert eine gerade einmal 30 Mann starke Abordnung des Nachbarlandes Nafarroa in das Dorf und erklärt, dass Akitania - ganz ohne Krieg - nun eine Provinz Nafarroas sei. Zunächst sieht es so aus als würden sich die Hagetmauer in ihre neue Situation fügen, doch schon nach kurzer Zeit kommt es zu einem gewaltsamen Aufstand. Meine Meinung: Sieben Heere ist ein Fantasyroman, da er eindeutig in einer Fantasywelt spielt. Es gibt zum Beispiel an Greife erinnernde Gryphe und sogenannte Semanen, die mit Hilfe der Götter Magie wirken können. Aber all die Fantasy ist eigentlich nur schmückendes Beiwerk und bietet die Bühne für ein Epos über Krieg und Frieden, Unterordnung und Dissidenz. Leider hat das Buch ein sehr offenes Ende und bricht mitten in der Handlung ab, so dass man sich ohne den, noch nicht erschienenen Nachfolgeband, fast kein Urteil darüber, erlauben möchte, wie gut der Autor seine Aussage herüberbringt. Mir hat der Anfang und das Ende gut gefallen. Der Mittelteil, in dem der erste gewaltsame Aufstand geschildert wird, hat sich für meinen Geschmack zu sehr gezogen und ein wenig zu viel Fokus auf die Action gelegt. Natürlich habe ich verstanden, dass es in diesen Passagen darum geht zu zeigen, wie die verschiedenen Charaktere auf die Gewalt reagieren. Das funktioniert auch grundsätzlich gut, allerdings bleiben die Charaktere dabei ein wenig klischeehaft, was in so einer parabelhaften Erzählung, aber vermutlich gewollt ist. Fazit Alles in allem eine lesenswerte Geschichte über Krieg und Frieden, Unterordnung und Dissidenz. Wertung: 4.5/5 Sternen

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  • Die Besetzung eines kleinen Dorfes und seine Folgen

    Sieben Heere
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    23. December 2015 um 14:44

    In dem kleinen Dorf Hagetmau in Akitania plätschert das Leben friedlich vor sich hin, als eines Tages ein Heer des Nachbarlandes Nafarroa mit 30 Soldaren einmarschiert. Die Übernahme erfolgt friedlich, der Capitar des Heeres setzt eher auf Kooperation und Diplomatie. Außerdem setzt er die Dorfbewohner darüber in Kenntnis, dass insgesamt sieben Heere ebenfalls die benachbarten Dörfer besetzt halten. Zunächst ändert sich im Tagesablauf der Hagetmauer nicht viel, bis eines Abends zwei Soldaren im Suff erschlagen werden. Laut dem Klappentext könnte man erwarten, dass in dem Buch hauptsächlich brutale Schlachten geschlagen werden, aber das wird dem Buch meines Erachtens nicht gerecht. Es werden zwar auch unschöne Kampfszenen (welcher Kampf ist schon schön?) beschrieben, aber sie machen nicht den Hauptteil der Handlung aus. Vielmehr kommt das Buch in großen Teilen eher ruhig daher und der fantastische Anteil ist sehr gering. Dennoch ist das Buch alles andere als langweilig, was nicht zuletzt auch an dem genialen Sprachstil des Autors liegt. Mich erinnert das Buch an ein Strategiespiel, denn die Figuren stehen immer wieder vor der Aufgabe, ihr zukünftiges Schicksal neu durchzuplanen. Ich fand es ungemein spannend, den Bewohnern von Hagetmau bei diesen Planungen zu lauschen, denn sie regten mich zu eigenen Überlegungen und Argumenten an. In einigen Punkten konnte ich den Dorfbewohnern nicht zustimmen und doch kann ich nicht sagen, wie ich mich in der Situation verhalten hätte. Das Leben in dem 500-Seelendorf Hagetmau war bisher sehr friedlich, beschaulich und bewegte sich in den immer gleichen Bahnen. Die Bewohner hatten in diesem Leben ihren festen Platz. Die Krone, der Akitania unterstellt ist, hat vor Jahren ihr Heer aufgelöst, weil es kein Interesse an Kriegshandlungen hatte. Daher sehen sich die feindlichen Besetzer kaum Widerstand gegenüber. Bis der Tod der beiden Soldaren (nein, es handelt sich hier nicht um einen Schreibfehler, der Autor hat manche Bezeichnungen etwas abgewandelt) das friedliche Dorf in seinen Grundfesten erschüttert. Plötzlich werden die Rollen im Dorf neu verteilt. Können die Hagetmauer das Unmögliche schaffen? Das ist ein weiterer spannender Punkt in diesem Roman, wie sich die Charaktere unter der neuen Situation entwickeln: schwache Figuren entdecken plötzlich Talente in sich, die ihnen niemand zugetraut hätte, Führungsfiguren geraten dagegen immer mehr unter Druck. Wie schon oben erwähnt, gibt es auch Kampfszenen, die sogar besonders fies sind, und das nicht, weil sie so blutig sind, sondern eher auf psychologischer Ebene. Mehr möchte ich hier aber nicht verraten. Dieser Band ist der Auftakt zu einer Trilogie und ich bin nun sehr gespannt, wie es mit Hagetmau und seinen Bewohnern weitergehen wird.

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  • Es gibt trotz einiger kleiner Mängel eine Leseempfehlung.

    Sieben Heere
    Brunhildi

    Brunhildi

    12. December 2015 um 08:59

    Meine Meinung: Zum Cover: Das Cover wirkt ansprechend, spiegelt jedoch keine Szene aus dem Buch wieder. Der Mann auf dem Cover erinnert mich irgendwie total an Mats Hummels. Zum Buch: Der Schreibstil war außergewöhnlich und hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Sofort war ich neugierig, wie die Geschichte weitergeht. Das Interesse zog sich fast durch das gesamte Buch, so dass ich es innerhalb von 2-3 Tagen gelesen habe. Trotzdem kam - bis auf wenige Momente - leider keine richtige Spannung auf. Die Kapitel sind meist kurz gehalten und mit ihnen wechselt auch oftmals die Person, welche man begleitet. Von Beginn an geht es sofort los und man ist mitten im Geschehen. Das ganze Buch dreht sich nur um dieses kleine Dorf und somit spielt die Geschichte nur auf einem kleinen Kartenausschnitt. Ich hätte mir trotzdem gern eine kleine Landkarte gewünscht, auf dem auch die umliegenden Dörfer zu sehen sind. Zu den Charakteren kann ich nicht so viel sagen. Sie alle waren für mich irgendwie oberflächlich und ähnelten sich sehr. Mir fehlten die verschiedenen Facetten und auch die Tiefe der Charaktere. Was mir jedoch gut gefallen hat war, dass der Autor auch der Besatzung des Dorfes ein Gesicht verliehen hat. Dadurch fühlte ich zwischendurch sogar mit ihnen mit. Positiv überrascht hat mich auch die riesige Entwicklung des kleinen Dorfes. Es ist interessant und erstaunlich, diese Entwicklung mit anzusehen. Natürlich gibt es auch brutale Szenen in dem Buch. Dies ist meiner Meinung nach auch sehr realistisch geworden. Bis zur Mitte des Buches wäre meine Bewertung auf vier oder fünf Bücherstapel gefallen, dann fehlte mir jedoch immer mehr die Tiefe der Charaktere und es wurden viele und vor allem lange Diskussionen geführt, die meine Euphorie runter zogen. Fazit: Dieses Buch hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Eine tolle Geschichte, dessen Fortsetzung ich auf jeden Fall lesen werde. 3,5/5 Bücherstapel - aufgerundet 4 (Mehr als nur gut!)

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  • Tolles Buch

    Sieben Heere
    Lilyfields

    Lilyfields

    07. December 2015 um 11:07

    Kurze Infos zum Buch Titel: Sieben Heere Autor: Tobias O. Meißner Genre: Fantasy Ausführung: Klappenbroschur, 416 Seiten Verlag: Piper Verlag Erschienen am: 09.11.2015 Preis: 16,99 € Inhalt: Der letzte aller Kriege hat begonnen ... Mit seinen Bestsellern um »Die Dämonen« schrieb sich Tobias O. Meißner ins Herz der Fantasyleser. Nun beginnt sein neues Epos um eine von Krieg und dunkler Magie geprägte Welt: Nach einer übermächtigen Invasion besetzt eine gewaltige Armee das Land. Sieben Heere, gebildet aus den skrupellosesten, kaltblütigsten Kriegern, unterwerfen Städte und Dörfer. Die Bewohner beugen sich der erdrückenden Macht der Eroberer - doch dann gelingt es einer Gruppe Aufständischer überraschend, einem der Heere empfindliche Verluste zuzufügen. Es ist der Beginn einer Revolution - und eines gewaltigen Krieges, der alles in den Abgrund reißen wird ... Persönliche Meinung: "Der letzte aller Kriege hat begonnen. Es ist die dunkelste Stunde Akitaniens. Sieben Heere, gebildet aus den skrupellosesten Kriegern, halten Einzug ins Land und besetzen Städte und Dörfer..." So lauten die ersten Zeilen auf der Buchrückseite. Wer jetzt an ein "Herr der Ringe-artiges" episches Schlachten- und Kriegsgemälde denkt, wird erstmal groß überrascht werden. Beinahe gemächlich und ruhig, teilweise sehr ausführlich, beginnt der Autor seine Geschichte, die dann ab der Hälfte des Buches jedoch unglaublich Fahrt, besser gesagt Spannung, aufnimmt, das man es gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Selten wurde ich von einem Buch mal wieder so gefesselt. Auch wenn die Figuren teilweise etwas blass bleiben, was wohl daran liegt das es um ein ganzes Dorf geht, entwickelt sich doch, wie schon erwähnt, ein starker Spannungsbogen durch die spannende Story. Mein Fazit: Wer Fantasy (oder auch mittelalterliche) Geschichten mag, sollte diesem Buch ruhig eine Chance geben. Mir hat es sehr gut gefallen und ich warte mit Spannung auf die Fortsetzung

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  • Originell und fesselnd

    Sieben Heere
    raven1711

    raven1711

    27. November 2015 um 15:14

    Inhalt aus dem Klappentext: Mit seinen Bestsellern um »Die Dämonen« schrieb sich Tobias O. Meißner ins Herz der Fantasyleser. Nun beginnt sein neues Epos um eine von Krieg und dunkler Magie geprägte Welt: Nach einer übermächtigen Invasion besetzt eine gewaltige Armee das Land. Sieben Heere, gebildet aus den skrupellosesten, kaltblütigsten Kriegern, unterwerfen Städte und Dörfer. Die Bewohner beugen sich der erdrückenden Macht der Eroberer - doch dann gelingt es einer Gruppe Aufständischer überraschend, einem der Heere empfindliche Verluste zuzufügen. Es ist der Beginn einer Revolution - und eines gewaltigen Krieges, der alles in den Abgrund reißen wird ... Meinung: Das Königreich Akitania wird vom Nachbarland Nafarroas übernommen. Nach und nach besetzten die Sieben Heere jede Ortschaft und untergraben so die Autorität des Landes. Auch der Ort Hagetmau wird von 30 Soldaten besetzt. Alles soll friedlich und ohne Blutvergießen vonstattengehen. Doch diesmal haben die Besatzer die Rechnung ohne die Dorfbewohner gemacht. Ein unglücklicher Zwischenfall entwickelt sich zum Flächenbrand und die Bewohner fangen an, sich gegen die Feinde zu wehren. Tobias O. Meissner lässt in diesem Buch viele Charaktere zu Wort kommen und so gibt es keine klaren Hauptfiguren, denn jeder Einzelne trägt zu einem wichtigen Stück in diesem Buch bei. So vielfältig die Figuren, so vielfältig sind auch ihre Motivationen, ihre Charaktereigenschaften und ihre Einstellungen. Da wäre z. B. die Byrgherin Rauthne, eine Art Bürgermeisterin, die als Stellvertreterin des Dorfes agiert und das Wohl der Gemeinschaft im Auge halten sollte. Oder der Nichtsnutz Tautun, der sich nicht einfach mit der neuen Situation abfinden möchte. Insgesamt sind die Figuren gut ausgearbeitet, jeder bleibt seiner Rolle treu und man erhält genügend Informationen, um mit den Protagonisten zurechtzukommen. Die Idee hinter dem Buch hat mir richtig gut gefallen. Was passiert, wenn eine Ansammlung von Menschen sich nicht in ihr vermeintliches Schicksal fügt und gegen sich gegen die Unterdrücker wehrt, auch wenn sie waffen- und kampftechnisch unterlegen sind? Kann eine solche Menge an Menschen ein Geheimnis bewahren? Überleben? All diesen spannenden Fragen geht der Autor hier auf den Grund und hat das Buch fesselnd umgesetzt. Sehr schnell ist man im Geschehen und nur allzu bald scheinen die Ereignisse sich zu überschlagen. Stellenweise schildert Meissner die Ereignisse sehr schonungslos und brutal, aber auch sehr detailliert, so dass man die Vorgehensweisen und Kampfmomente sich gut vorstellen kann. Was mich am Buch aber etwas gestört hat ist, (ACHTUNG SPOILER!) wie kampflos manche der Besatzer reagiert haben. Schließlich handelt es sich um geschulte Soldaten, da hätte ich irgendwie mehr erwartet (SPOILER ENDE!). Der Schreibstil ist klar und eingängig, die Kapitel sind zuweilen sehr kurz und man kommt wirklich zügig durch die Geschichte. Erzählt wird in der dritten Person und die Sichtweise wechselt zwischen den verschiedensten Figuren. Bis zum Schluss hin bleibt der Roman spannend, denn es gibt noch viel zu klären am Ende des Buchs. Fazit: Tobias O. Meissner präsentiert hier eine schöne Idee, die er spannend und fesselnd umgesetzt hat. Bis auf ein paar kleine Schwächen hat dieser Fantasyroman wirklich Potential und besticht durch seine Originalität. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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