Sieben Heere - Revolution

von Tobias O. Meißner 
4,6 Sterne bei5 Bewertungen
Sieben Heere - Revolution
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Inhaltsangabe zu "Sieben Heere - Revolution"

Das Land Akitanien wurde von einer gewaltigen Armee überrollt. Doch während die meisten Gemeinden nur hilflos mit ansehen, wie sich die in allen Belangen übermächtigen Gegner in ihrer Heimat niederlassen, ist es dem kleinen Dorf Hagetmau überraschend gelungen, sich gegen die Invasoren zur Wehr zu setzen. 140 Soldaren wurden durch kluges Vorgehen vernichtend geschlagen und in den Sümpfen verscharrt. Ohne es beabsichtigt zu haben, ist die kleine Ortschaft nun das Zentrum einer Revolution geworden. Ehemalige Außenseiter werden zu Symbolfiguren, besonnene Bürger zu Kämpfern. Doch die Zeit des Triumphes ist noch lange nicht gekommen. Mehrere Tausend Soldaren machen sich auf, um ihre Kameraden zu rächen, in ihren Reihen gefürchtete Gryphenreiter. Um diesen Kampf zu gewinnen, braucht Hagetmau weitaus mehr als nur eine List ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492704045
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:03.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Isbels avatar
    Isbelvor 4 Monaten
    Spannend und eindrücklich geht es weiter

    Hagetmau hatte es geschafft. Der Ansturm von 140 feindlichen Soldaten wurde nicht nur überlebt, sondern bis auf einen Fliehenden sind alle Nafarroaner dabei umgekommen. Doch schon bald wird deutlich, dass der Krieg damit seinen Anfang genommen hat. Die Revolution hat begonnen. Das dritte Heer richtet sein Auge auf das 500 Seelendorf und die dortigen Anführer müssen Strategien entwickeln, wie sie 7000 feindlichen Soldaren begegnen sollen. 

    Und dabei begleitet sie der Leser. Haupthandlungsort ist wie schon im ersten Band Hagemaut und seine nähere Umgebung. Es wird viel diskutiert, Strategien entworfen und Schlachtpläne entwickelt. Dabei wird nicht nur deutlich, was das Töten und Morden und das ständige Gefühl von Unsicherheit und Gefahr mit den Leuten macht, sondern auch, dass es im Krieg nicht "die Bösen" und "die Guten" gibt. Und das ist, wie ich finde, die Stärke der ganzen Buchreihe. Wir begleiten keine Helden. Wir begleiten eine Handvoll Menschen, die sich irgendwie zurecht finden und Entscheidungen treffen müssen, die hunderten von Menschen das Leben kosten werden. Entweder auf ihrer Seite oder der der Feinde. Und dabei wird nichts beschönigt. 

    Die Geschehnisse, das was unsere "Helden" sehen und erleben, verändert sie. Prägt sie. Beschert ihnen Alpträume und immer wieder stellt sich die Frage, ob das was sie tun, überhaupt richtig ist. Ob es im Krieg überhaupt noch das Richtige gibt. Letztendlich versuchen sie zu überleben und irgendwann stellen sie für sich fest, dass es keinen Weg mehr zurück gibt. Ich fand das alles sehr eindrücklich beschrieben und habe mich selber überfordert mit all den Ereignissen gefühlt. Ich beneide Beresin, Sinion, Varlie und alle anderen nicht um ihre Aufgaben und bin froh als Leser auf der sicheren Seite zu sein und nicht mit in die Schlacht ziehen zu müssen. Nur Nendléce beneide ich etwas. Ich würde auch sehr gerne auf einem Gryphen reiten und mit ihm fliegen.

    Anschaulich sind nicht nur die Gefühle und Gedankengänge der einzelnen Personen beschrieben, sondern auch alle Geschehnisse. Ich sah vor meinem geistigen Auge richtig, wie sich Gryphen in die Luft erhoben, wie sich die Befreiungstruppe in die einzelnen Dörfer schlich, wie sich Pfeile in Leiber bohrten und Gedärme aus den Körpern quollen, nachdem sie von Streithämmern getroffen wurden. Überall Blut und dazwischen wütende Kämpfer und fassungslose Dörfler. Als Leser dieser Buchreihe sollte man daher nicht vor genau detaillierten Grausamkeiten zurückschrecken. Abgemildert wird dies alles nur durch die Tatsache, dass alle bis auf Tautun und wenigen anderen, die wir aber nur aus der Ferne begleiten, ebenso wie ich als Leser erschrocken sind von der Gewalt und diese nicht verherrlichend dargestellt wird.

    Klare Leseempfehlung von meiner Seite. 

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    derMichis avatar
    derMichivor einem Jahr
    Chronik eines Aufstands

    Der zweite Band vervollständigt das Bild. Während sich der Vorgänger noch fast ausschließlich auf die Geschehnisse im Dorf konzentrierte, erweitert Tobias O. Meissner den Blickwinkel und bezieht sowohl die Besatzer als auch die übrigen Dörfer und Städte rund um Hagetmau in die Handlung ein. Eine Karte von Akitanien gibt es zwar immer noch nicht, es macht aber fast mehr Spaß, das Land nach und nach zu entdecken, anstatt vor der Lektüre alle möglichen Fakten zu kennen.

    Die im ersten Band noch erdrückend scheinende Übermacht der Gegner wird hier ein wenig relativiert, da den Besatzern mitunter Fehleinschätzungen zum Verhängnis werden. Wir erfahren außerdem mehr über den Grund des Einmarschs ins Nachbarland, sonderlich viel Verständnis für das Vorgehen dürfte man trotzdem nicht entwickeln.

    Wie gewohnt beschreibt der Autor seine Szenen lebendig und ausführlich, besonders die Beratungen, Schlachtpläne und Überlegungen der Charaktere nehmen viel Raum ein. Das ergibt leider ein paar vermeidbare Längen, wer das übersteht wird aber mit einem packenden Finale und einigen sehr schönen Szenen, wie einer Flugstunde mit einem Gryphen, belohnt. Wann immer es mit der Ausdifferenzierung der einzelnen Charaktere ein wenig hapert, dann macht es durchaus Sinn daran zu denken, dass das Dorf selbst hier die Hauptfigur ist. Und das erfährt eine durchaus ausführliche Betrachtung, zumal nicht jeder der Bewohner mit der Situation glücklich ist, die Schlacht ihre Spuren hinterlässt und viel sich verändert.

    Im Prinzip hätte es noch sehr viel mehr Potenzial für Twists, Überraschungen, Missgeschicke und tragische Zwischenfälle gegeben, letztendlich verläuft aber das meiste genauso wie es geplant wurde. Die Sorgen der meisten Figuren erweisen sich als unbegründet, auch wenn das Motiv der verlorenen Unschuld nach wie vor erkennbar ist, insbesondere in dem Konflikt zwischen der Byrgherin Rauthne und ihrem Sohn Baresin. Ein paar neue Einblicke in die Kunst der Semanen geben der Zauberei etwas mehr Raum, es bleibt jedoch bei kleineren Episoden.

    Allen Schwächen zum Trotz ist der zweite Teil ein meist sehr elegant verfasster und spannender Fantasyroman, der die Klischees des Genres einmal mehr geschickt umschifft und doch viele grundlegende Erwartungen erfüllt. Es ist Kunst, so zu schreiben und eine Bereicherung für das Regal aller Liebhaber gut erzählter Geschichten.

    Seitenzahl: 416
    Format: 13,6 x 21,3 cm, Klappenbroschur
    Verlag: Piper

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    Heimfinderins avatar
    Heimfinderinvor einem Jahr
    Das kleine Dorf führt seinen Kampf weiter ...

    Inhalt
    Der Kampf der Hagetmauer gegen die naffaroanischen Besatzer wurde erfolgreich beendet, 140 feindliche Soldaren getötet und damit das Dorf befreit. Doch dabei wollen und können es die Dörfler nicht belassen, denn die Gefahr ist damit natürlich nicht gebannt. Es steht ihnen ein 7000 Mann starkes Heer gegenüber, welches die gerade erst erkämpfte Freiheit wieder zunichtemachen kann. Um ihr Dorf zu stärken und weitere Verbündete gegen den Kampf der Besatzer zu gewinnen, müssen die umliegenden Dörfer befreit und deren Bewohner für den Kampf mobilisiert werden. Wird es gelingen, eine Revolution in Gang zu bringen, die die Feinde wieder aus dem Land Akitanien vertreibt?

    Meine Meinung
    Gleich zu Beginn der Geschichte war ich sehr erstaunt, wie einfach ich wieder in die Handlung hineingefunden habe, obwohl der erste Teil schon eine Weile zurückliegt. Vielleicht liegt es gerade an den ungewöhnlichen Namen und Bezeichnungen der Charaktere, die mir anfangs eher Schwierigkeiten gemacht hatten, dass sie sich nun gerade erst recht so schnell vertraut anfühlten? Ich weiß es nicht, aber die Figuren mit ihren Eigenarten und die Geschehnisse insgesamt waren mir erstaunlich präsent, hier hat der Autor einen starken Eindruck im ersten Buch hinterlassen.

    Stark ging es auch hier gleich weiter. Schlag auf Schlag wird den umliegenden Dörfern ein Besuch abgestattet, die Zahl der Toten steigt und die Euphorie der Hagetmauer wächst. Das war wieder irgendwie gruselig zu lesen, mit welcher Begeisterung und mit wie wenig Empathie den feindlichen Soldaren gegenübergetreten wurde. Ich ertappte mich daher auch immer wieder dabei, dass ich auf der Seite des „Feindes“ stand und nur mit Grauen die Entwicklung der Geschichte verfolgte, deren grausamer Höhepunkt mir dann wieder eine Gänsehaut bescherte. Es ist schon merkwürdig: es wird ein Dorf besetzt und man sollte auf der Seite der Besetzten stehen, aber dies wird einem hier nicht leicht gemacbt. Mein Mitleid gehörte oftmals dem sogenannten Feind.

    Das ist wohl auch der Grund, warum ich auch weiterhin nur zu wenigen Figuren eine emotionale Bindung herstelle und sie auch nicht besonders sympathisch finde. Einzig die junge Nedlèces kam mir nahe, die das Ganze mit Grauen betrachtete und die sich in die Beschäftigung mit den eroberten Gryphen stürzte, zumindest kam es mir wie eine Flucht vor, wenn sie sich mit den Flugwesen zurückzog und die ersten Flugversuche unternahm. Dort wirkte sie befreit und mit ihr konnte ich sehr gut mitfühlen.

    Aber auch, wenn ich keinen emotionalen Bezug zu den Personen herstelle, interessieren sie mich sehr und ich verfolge gespannt ihre Entwicklung. Und diese Entwicklungen sind sehr spannend. Baresin, der Byrgher des Dorfes, z. B. war mir anfangs besonders unsympathisch, da er sich sehr in den Vordergrund stellte und Erfolge gerne für sich verbuchte, die anderen zu verdanken waren, dabei Gefahren aber immer gerne geschickt aus dem Weg ging. Hier wirken die brutalen Ereignisse auf seine Entwicklung ein und verändern ihn. Sinion, der Stotterer, der durch sein strategisches Geschick aus dem Schatten des Dorfes herausstieg, sonnt sich in seinem neuen Ansehen und wird doch immer unzufriedener. So geht der Krieg eben doch nicht spurlos an allen vorbei und der ein oder andere muss erkennen, dass es eben doch kein Spiel ist, bei dem man bisher das Gefühl von Unbesiegbarkeit hatte.

    Neu ins „Spiel“ kommen nun auch ein paar weitere Charaktere, da der Kampf ja aus dem Dorf Hagetmau herausgeführt wird. Das bewirkte bei mir beim Lesen mit der Zeit ein seltsames Gefühl von Verschiebung, nachdem man die ganze Zeit nur auf einen Ort fixiert war. Auch die Hagetmauer spüren, dass sie nicht mehr alleine im Mittelpunkt stehen. Neue Charaktere bringen auch neue Spannungen und auch das war hier schon gut zu spüren und könnte im dritten Buch dann noch verstärkt werden. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, wie es sich anfühlen wird, wenn die Hagetmauer ihren anfangs persönlichen Krieg noch weiter hinaus in die Welt tragen werden. Was wird am Ende aus ihnen werden? 4,5 Sterne

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    odenwaldcolliess avatar
    odenwaldcolliesvor einem Jahr
    Der Widerstand breitet sich aus

    Dem kleinen Dorf Hagetmau des von Nafarroa besetzten Akitanien gelingt das Unglaubliche: durch eine List vernichten die Dörfler 140 gegnerische Soldaren und bleiben weiterhin als einzige Gemeinde unbesetzt. Jedoch fordern sie damit einen mächtigen Gegner heraus, der mit seinen sieben mal siebentausend Soldaren gegen das kleine Hagetmau steht und die Rebellion im Keim ersticken will. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, in der die Dorfbewohner so viele besetzte Dörfer wie möglich befreien müssen, um genügend Verbündete im Kampf gegen die nafarroanische Übermacht zu gewinnen. Wird die Revolution gelingen?

    Da die Lektüre von Band 1 einige Monate zurückliegt, hatte ich die Befürchtung, dass ich mich womöglich an viele Details nicht mehr erinnern könnte, aber das war unbegründet: bereits nach den ersten Seiten und der Nennung der relevanten Namen kamen die Erinnerungen an die Handlung und Eigenarten der Charaktere zurück. Gab es in Band 1 doch genügend Stoff zum Nachdenken und Spekulieren, der sich in meinen Erinnerungen tief eingeprägt hat.

    Hagetmau gelingt am Ende von Band 1 ein überwältigender Befreiungsschlag, allerdings können sie sich auf ihrem Erfolg nicht ausruhen, sind sie doch von besetzten Dörfern umgeben und müssen mit einem Gegenschlag der übermächtigen Besatzer rechnen. Sie sind darauf angewiesen, einen Schutzgürtel von weiteren befreiten Dörfern um sich zu ziehen, bevor Nafarroa die Gelegenheit hat, zum Gegenschlag auszuholen.

    Während Hagetmau bisher seinen eigenen Kampf gefochten hat, tragen sie nun die Revolution in die Nachbardörfer, deren Reaktion auf die Befreiung jedoch unterschiedlich ausfällt, je nachdem, wie sich die Besatzer den Dorfbewohnern gegenüber verhalten haben. Außerdem werden die bisherigen führenden Hagetmauer Köpfe mit den Problemen konfrontiert, welche eine wachsende Revolutionsarmee und deren Befehligung mit sich bringen. Auch haben die neuen Verbündeten oftmals eigene Vorstellungen, wie die Revolution aussehen soll. Damit droht die Revolution immer mehr den Händen der Hagetmauer zu entgleiten.

    Die neuen Herausforderungen führen bei den führenden Köpfen der Revolution von Hagetmau nach dem Siegesrausch der ersten Erfolge zu einer allmählichen Ernüchterung und ja, auch zu einer gewissen Kriegsmüdigkeit. Gerade bei Sinion, Baresin und Varlie sind die Auswirkungen am deutlichsten spürbar.

    Sinion, der früher der unsichere Stotterer des Dorfes war, hat sich durch seine brillanten Strategien seinen Platz und Respekt im Kriegsrat verschafft, sein Stottern ist kaum noch vorhanden. Die bisherige Befehligung des Aufstands hat ihn beflügelt und selbstsicherer gemacht – wie wird er sich aber weiterentwickeln, wenn er über immer größere Truppen befehligen soll? Er, der lieber die Fäden zieht, als zu den Kämpfern zu sprechen? Sinion entwickelt zudem erste Unzufriedenheiten, mit denen ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gerechnet hatte und die für die weitere Entwicklung der Revolution ausschlaggebend sein können.

    Baresins Stärken liegen weniger in den strategischen Planungen, sondern vielmehr in seinen rhetorischen Fähigkeiten, die Dorfbewohner auf eine Linie einzuschwören. Dabei hat er nichts dagegen, wenn er sich geschickt aus den Kampfhandlungen heraushalten kann, sein Name jedoch immer wieder bei den Erfolgen heraussticht. Mit den befreiten Nachbardörfern rückt Hagetmau immer mehr als Organisationszentrum des weiteren Aufstands in den Mittelpunkt – wie wird Baresin diese Aufgaben lösen? Wird er, der sein bisheriges Leben lieber mit Müßiggang verbracht hat, sich dieser Verantwortung stellen? Und was wird er tun, falls es erste Misserfolge geben sollte, mit denen bei einer Ausweitung der Aufstände zu rechnen ist.

    Neben der Entwicklung des Aufstands war ich am meisten auf die Reaktionen der wichtigsten Charaktere auf die neue Situation gespannt. Wie bereits im ersten Band bietet auch dieses Buch wieder viel Raum für Spekulationen und Überlegungen. Das, was Hagetmau bisher ausgelöst hat, lässt sich meiner Meinung nach nicht mehr rückgängig machen und alles, was nun folgt, ist wie eine Lawine, die sich nicht mehr aufhalten lässt. Wen die Lawine schlussendlich mit sich reissen wird und ob es am Ende überhaupt einen Gewinner geben kann, wird sich im Laufe des dritten Bandes herausstellen müssen. Bei der schieren nafarroanischen Übermacht, denen sich die aufständischen Aktitanier gegenüber sehen, wird es mir ganz anders, andererseits hat Hagetmau mich inzwischen schon mehrmals in Situationen überrascht, die ich als aussichtslos eingestuft hätte.

    Während mich das Töten der Gegner im ersten Band noch ziemlich schockiert hat, konnte ich in diesem Buch eine gewisse Distanz dazu einnehmen, was sicherlich auch daran liegt, dass mit der wachsenden Zahl der Gegner auch ihre Individualität schrumpft und sie in der Masse untergehen.

    Die Aufständischen müssen sich allmählich der Frage stellen, wie sie mit den gegnerischen Soldaren umgehen wollen. Bisher haben sie auf totale Vernichtung gezielt, aber wollen sie tatsächlich 49.000 nafarroanische Soldaren töten, nur um das Problem der Versorgung und Bewachung von Gefangenen zu umgehen? Rauthne, die Byrgherin von Hagetmau, möchte statt auf bedingungslosen Kampf auf die Diplomatie setzen – ist das naiv oder vorausschauend? Und wird der übermächtige Gegner überhaupt bereit sein, diplomatische Wege einzuschlagen oder auf seine zahlenmäßige Übermacht setzen? Welche Strömungen werden sich unter den Aufständischen durchsetzen: die besonnenen Kräfte wie Rauthne oder diejenigen Kämpfer wie Tautun, für den nur tote nafarroanische Soldaren als Lösung in Frage kommen? Ich hätte nichts dagegen, wenn das kompromisslose Töten bald ein Ende hätte, aber kann man es überhaupt noch aufhalten?

    Wie auch Band 1 endet das zweite Buch mit einem Paukenschlag, der aber auch eine ganz neue Entwicklung für den dritten Band einläutet, auf die ich sehr gespannt bin. Mich konnte dieser Band wieder auf der ganzen Linie überzeugen, zumal er viel Raum für eigene Überlegungen und Reflexionen lässt.

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    Lilyfieldss avatar
    Lilyfieldsvor einem Jahr
    Spannende Fortsetzung

    Ich habe bereits den ersten Teil gelesen und war schon sehr gespannt auf den 2. Band. Der erste Teil von Sieben Heere war schon sehr spannend und hat mich richtig gefesselt.

    Auch der zweite Teil "Revolution" konnte mich nach kurzer Zeit wieder in den Bann ziehen. Das Buch bietet teilweise eine solche Spannung, dass man es kaum noch aus der Hand legen möchte. Tobias O. Meissner hat dazu einen tollen Schreibstil, der sich sehr angenehm lesen lässt.

    Für alle die Fantasybücher mögen, sollten sich unbedingt diese Buchreihe näher anschauen!

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