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Tectum_Verlag

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Liebe Leserinnen und Leser,

als zweite Leserunde möchten wir Euch "A wie Asozial" unserer Autoren Tobias Prüwer und Franziska Reif vorstellen.  Wir verlosen 5 Exemplare und wünschen uns nach Abschluss der Leserunde jeweils eine Rezension.

Eine Leseprobe findet Ihr unter: http://www.tectum-verlag.de/a-wie-asozial.html

Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!

Zum Inhalt:
Die Hartz-IV-Reform markiert eine sozialpolitische Zeitenwende. An die Stelle staatlicher Fürsorge traten Suppenküchenstaat und Sanktionsregime. Menschen wurden angewiesen auf Almosen und gezwungen, für Dumpinglöhne zu arbeiten. Tobias Prüwer und Franziska Reif berichten von unfassbaren und unwürdigen Vorkommnissen, die das radikale Regierungsprogramm Hartz IV als Komplex mit eigener Logik sichtbar machen. Zusammen mit dem Autorenteam schreiten wir durch schmucklose Schalterhallen und ein bürokratisches Absurdistan. Zu lesen ist von 100 Dingen, die gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen, aber trotzdem Teil von Hartz IV sind. Es ist die Rede von Controlling, Überwachung und Ressentiments ums angebliche Schmarotzertum der Arbeitslosen. Reif und Prüwer zeigen: Es ist nicht die Gruppe der Arbeitlosen, sondern der Hartz-IV-Komplex, der die Bezeichnung asozial verdient.

Die Autoren:
Franziska Reif ist freiberufliche Autorin, Lektorin und Übersetzerin und hat sich intensiv mit den Auswirkungen von prekären Beschäftigungsverhältnissen befasst. Tobias Prüwer arbeitet als freier Journalist vor allem zu den Themen Kultur und Alltag.

Autor: Tobias Prüwer
Buch: A wie Asozial

Floh

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

na das klingt doch nach reichlich Diskussionsstoff, gerne bewerbe ich mich für diese Leserunde!

jackdeck

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ich schließe mich Floh gleich mal an das Thema wird auch bei mir im Freundes/Arbeitskreis heftig diskutiert. Gerne bewerbe ich mich für diese Leserunde.

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Anchesenamun

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte. Hier ist meine Rezension:

LB
http://www.lovelybooks.de/autor/Tobias-Pr%C3%BCwer/A-wie-Asozial-1069051084-t/rezension/1099083887/

Was liest du?
http://wasliestdu.de/rezension/informativ-aufklaerend-wachruettelnd-schockierend

Auf meinem Blog (http://schatzichwilleinbuchvondir.blogspot.de) wird sie Ende der Woche online gestellt.

Tectum_Verlag

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

Von uns schon einmal vielen Dank für eure Rezensionen. Wir freuen uns, dass das Buch so positiv bewertet wurde. Die Kritikpunkte in der Diskussion (z.B. die kleine Schrift) wurden natürlich auch beachtet. Bald gibt es noch mehr von uns hier auf lovelybooks.

irismaria

vor 3 Jahren

Leserunde IV: Kapitel VII - IX (S. 109-210)
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Anchesenamun schreibt:
So, jetzt bin ich mit diesem LA durch. Noch ein paar Anmerkungen, auch wenn hier irgendwie in der LR eine ziemliche Kommentierflaute herrscht und ich so ins Nirvana schreibe. ;-) (Lesen eigentlich Verlag oder gar Autoren auch mal ab und zu mit oder sind die LovelyBooker unter sich?) Erstmal Wahnsinn, was für Sprüche hier von Menschen der Öffentlichkeit herausgehauen werden! Allein der Vorschlag, dass "Hartzer" ihre Organe verkaufen können sollten - ganz ehrlich, im 1. Moment hab ich erstmal aufgelacht! Dann wurde mir klar, dass dieser Herr Wissenschaftler, der ja eigentlich als Akademiker mehr als 5 müde Gehirnzellen im Oberstübchen haben wollte, dass auch noch ernst meinte, war mir eher zum Heulen zumute... Gut, dass nochmal genau vorgerechnet wurde, wie hoch die Leistungen sind. Die Berechnungen, wieviel ein Haushalt normalerweise bräuchte, sind ja allesamt irgendwie haltlos und verwirrend. Da wird richtig tief in die Trickkiste gegriffen, bis die Zahlen stimmen. Ein Glück, dass die Regelsätze bei Hartz IV genau passen, wooow! Und 1,50 € im Monat für Kultur ist schon üppig, davon ist immerhin ein Pixi-Büchlein drin, und Lesen bildet ja bekanntermaßen. Natürlich hat jeder andere Ansprüche. Es gibt Leute, denen Kultur am Allerwertesten vorbeigeht. Wobei... ist ja auch egal, wofür die Sätze gedacht sind, da wir ja wissen, dass Hartz IV-Empfänger das Geld sowieso nur für Kippen, Alkohol und High-Tech ausgeben. *ironie* Stutzig wurde ich allerdings bei dem Absatz zu den Bewerbungskosten. Angeblich werden diese nicht immer erstattet. Mein Kenntnisstand dazu war bisher, dass Aufwendungen für Bewerbungen und Anfahrtskosten zu Gesprächen immer gezahlt werden. (Zwar muss man manchmal auf das Geld warten, aber es kommt.) Da hätten mir ein paar Referenzen weitergeholfen.

Ich wollte mich schon eher zu Wort melden, konnte aber weder antworten noch zitieren. Seltsam...

Über diesen Abschnitt denke ich unterschiedlich. Bei manchen Beispielen würde ich den Autoren unbedingt zustimmen. so denke ich auch, dass Hartz IV-Empfänger in den Medien oder von Politikern oft negativ dargestellt werden und als faul oder Betrüger beschimpft. Dabei ist der Missbrauch ja sehr gering und sicher für den Staat viel weniger schädlich als das, was Steuerbetrüger oder -vermeider verursachen.

Bei anderen Punkten kann ich aber auch die Argumentation der Arge gut verstehen. Z.B. wenn sie kontrollieren, ob ein Jugendlicher noch die Schule besucht. Dass sie nach dem Abitur darauf drängen, eine Lehre oder Studium zu beginnen, ebenfalls. Dass eine Mutter dem Sohn nach "12 anstrengenden Schuljahren" ein Jahr Pause gönnt (und das von der Allgemeinheit bezahlt haben möchte), finde ich nicht o.k.

Anchesenamun

vor 3 Jahren

Leserunde IV: Kapitel VII - IX (S. 109-210)
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irismaria schreibt:
Bei anderen Punkten kann ich aber auch die Argumentation der Arge gut verstehen. Z.B. wenn sie kontrollieren, ob ein Jugendlicher noch die Schule besucht. Dass sie nach dem Abitur darauf drängen, eine Lehre oder Studium zu beginnen, ebenfalls. Dass eine Mutter dem Sohn nach "12 anstrengenden Schuljahren" ein Jahr Pause gönnt (und das von der Allgemeinheit bezahlt haben möchte), finde ich nicht o.k.

Ich finde generell angebrachte Kontrollen auch in Ordnung. Die Leute sollen ja nicht dazu eingeladen werden, das System auszunutzen.

Bei dem Beispiel, das mich empört hat, wollte der Sachbearbeiter, dass die Schülerin VOR dem Abitur von der Schule abgeht und lieber eine Ausbildung anfängt als noch unnötig das Abi zu machen. (Und Studium ist vermutlich auch nicht gern gesehen, weil Studenten auch nix verdienen.) Dass man mit Abi (und oft Studium) bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat und besser entlohnte Stellen kriegt und sich diese 3 oder was weiß ich wie viele Jahre mehr normalerweise auch rechnen, war da wohl egal, Hauptsache, man muss weniger Leistungen auszahlen oder kann gleich jemanden aus der Statistik streichen.

Das hab ich übrigens auch manchmal, dass sich kein Feld öffnet, wenn ich kommentieren will. Geht normalerweise bei mir weg, sobald ich die Seite neu lade.

irismaria

vor 3 Jahren

Leserunde V: Kapitel XI (S. 221-237)
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den letzten Abschnitt mit der Überlegung, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, in der Arbeit einen anderen Stellenwert hat, fand ich sehr interessant. Alledings ist die Vorstellung von Leuten, die sich aus Spaß künstlerisch betätigen oder etwas für andere tun, meiner Meinung nach zu idealisiert.

Das Buch hat ja den Untertitel "So demontiert H. IV den Sozialstaat". Außer dem Umgang mit Arbeitslosen wurde aber nichts angesprochen, was zum Sozialstaat gehört (das Gesundheitssystem, die Rente etc.).

Anchesenamun

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen
@Tectum_Verlag

Ich hatte erst überlegt, das mit der kleinen Schrift in der Rezension zu erwähnen, aber eigentlich gehören für mich die "optischen" Dinge nicht dazu, ich bewerte immer nur den Inhalt. Bei Fachbüchern ist die Schrift ja oft etwas kleiner, finde ich. Aber wenn man das in einer Neuauflage ein bisschen anpasst, wäre das natürlich klasse.

irismaria

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

hier ist nun auch meine Rezension. Vielen Dank für Buch und Leserunde!

http://www.lovelybooks.de/autor/Tobias-Pr%C3%BCwer/A-wie-Asozial-1099121570-w/rezension/1100702756/

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