Tobias Scheidacker Als sich mein Mandant in die Richterin verliebte

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Inhaltsangabe zu „Als sich mein Mandant in die Richterin verliebte“ von Tobias Scheidacker

Anwälte sind als langweilige Paragraphenreiter verschrien, die den ganzen Tag nur Akten wälzen und öde, unverständliche Schreiben aufsetzen. Doch sie müssen sich oft mit wundersamen Fragen und skurrilen Problemen herumschlagen: Wie reist man möglichst teuer nach Dessau? Wie bewahrt man einen Scheck über 180 000 Euro auf, der einem nicht gehört? Kann man ein Honorar verlangen, wenn man einem Pferd gut zuredet, damit es gesund wird? Und was macht man mit einem Mieter, der wiederholt sein großes Geschäft im Garten des Mehrfamilienhauses verrichtet? Dieses Buch gewährt uns jenseits von Aktendeckeln und Paragraphendschungel einen Blick auf die unterhaltsame und kuriose Seite dieses Berufes.

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    Als sich mein Mandant in die Richterin verliebte
    R_Manthey

    R_Manthey

    27. July 2015 um 11:44

    Bei einem Anwalt vermutet man Schweigsamkeit. Ob Anwalt Scheidackers Mandaten fröhlich reagieren, wenn sie sich in seinen Geschichten wiedererkennen, sei einmal dahingestellt. Immerhin kann ein Außenstehender sich wohl keinen Reim auf die Identität der so Bloßgestellten machen. Vielleicht besitzt Tobias Scheidacker aber einfach auch nur einen Hang zum Schreiben, den er beim Verfassen juristischer Schriftsätze nicht befriedigen kann. In seinem Buch lässt er seine Leser an seinem Juristenalltag teilhaben, mal in Anekdoten über skurrile, aber durchaus lehrreiche Fälle, mal in (leider nicht immer prickelnden) Abhandlungen über sein Spezialgebiet (Immobilien und Mietrecht), mal in merkwürdigen Ausflügen ins Persönliche. So erfährt man zum Beispiel, dass der Pfarrerssohn aus nachvollziehbaren Gründen aus der Kirche ausgetreten ist (und dafür in seinem Buch auch noch wirbt), dass er für Greenpeace spendet, in wilder Ehe lebt und drei Kinder hat, die er gelegentlich auch mal auf dem Richtertisch wickelt. Scheidackers Erklärung für seine wilde Ehe wird wahrscheinlich bei einigen seiner Leser Kopfschütteln hervorrufen, denn er begründet sie mit dem Steuerrecht. Er kann seine geliebte Lebensgefährtin nämlich nicht ehelichen, weil er dann einen nicht unerheblichen steuerlichen Vorteil bekäme. Und wegen des Geldes heiratet Herr Scheidacker selbstverständlich nicht. Das geht gar nicht. Lieber wartet er, bis dieses Unrecht aus der Welt ist. Seine an anderen Stellen formulierten Beschwerden, wie viel Makler im Gegensatz zu ihm verdienen würden oder sein Fluchen über kleine Streitwerte, würden Siegmund Freud sicher gut gefallen. Dass ich das Buch nicht schlecht fand und es mir stellenweise auch richtig gefallen hat, liegt an einigen der beschriebenen Fälle, aus denen man durchaus persönliche Schlüsse ziehen kann, an den Einblicken, die Scheidacker aus seinem Anwaltsleben preisgibt, die auch lehrreich sind und an seinem sympathischen und intelligenten Stil, der nicht ohne eine gewisse Selbstironie bleibt. Zum Beispiel bestätigt Scheidacker aus eigener Erfahrung und mit höchstrichterlichen Urteilen, dass man sich besser nicht mit dem Finanzamt anlegt. Oder er macht deutlich, dass Richter schon mal aus dem Bauch gegen das Gesetz entscheiden, wenn sie bei einem geringen Streitwert keine Revision befürchten müssen. Bei Gericht bekommt man nicht Gerechtigkeit, sondern ein Urteil, heißt es irgendwo im Text. Und genau das führt uns Scheidacker an vielen Fällen vor. Bis auf einige wenige Stellen, an denen beim Autor der juristische Gaul durchgeht und er langatmige Berechnungen anführt oder über seinen Schriftverkehr berichtet, liest sich das Buch gut. Es gehört zum Unterhaltungsgenre, das gerne auch einmal über schlechte Erfahrungen anderer berichtet, denen man danach selbst vielleicht besser aus dem Weg geht, weil man sie nun kennt.

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  • Humor?

    Als sich mein Mandant in die Richterin verliebte
    MissRose1989

    MissRose1989

    01. February 2015 um 04:06

    Tobias Scheidacker ist Anwalt in Berlin und hat es teilweise mit wirklich kuriellen Mandanten zu tun, verzweifelt aber auch manchmal an seine eigenen Kollegen.  In seine 38 kurzen Geschichten über sein Leben und sein Leiden als Anwalt erzählt er nicht nur über seinen Alltag als Anwalt, sondern er schreibt auch über Fälle, die er selber so erlebt hat.  Nun sei es mal dahingestellt, ob man als Mandant froh ist, wenn man sich dann in seinem Buch mit seinem Fall wiederfindet, aber er schreibt eben auch viele juristische Sachen, die mal als Nichtjustist nicht so wirklich nachvollziehen kann, die aber auch den Lesefluss etwas stören. Zudem ist sein Stil im Buch auch für den Leser etwas verstörend, weil man im Buch teilweise Brüche in der Erzählung feststellt, die es für den Leser etwas kompliziert machen, allen Aspekten zu folgen.  Insgesamt ist das Buch nicht besonders orginell, aber teilweise recht amüsant. Leider eben nur teilweise und sonst ist das Buch eher eine Sammlung von Juristengeschichten, die vielleicht etwas für Juristen ist, aber für jemanden, der juristisch nicht so wirklich bewandert ist, wird das zu lesen recht schnell uninteressant. Fazit: Anwalt zu sein ist schwer und mit Mandanten hat man auch so sein Leid, aber Tobias Scheidacker versucht witzig zu sein, was ihm aber mit diesem Buch nicht wirklich gelungen ist. Meinen Humor hat das Buch jedenfalls nicht getroffen.

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