Tobias Wolff In der Armee des Pharaos

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Inhaltsangabe zu „In der Armee des Pharaos“ von Tobias Wolff

Tobias Wolff landet als Achtzehnjähriger bei der Armee, die für ihn Anerkennung, Ehre und Abenteuer verkörpert. Als Offizier wird er Berater eines südvietnamesischen Bataillons. Aber Wolff ist kein Held an der Front. Vielmehr schildert er die grotesken Versuche der Soldaten, in Vietnam den "American way of life" aufrechtzuerhalten, und der Handel mit gefälschten Vietcong-Souvenirs gehören zum Kriegsalltag genauso wie die Heckenschützen und Handgranaten. "In der Armee des Pharaos" ist ein Kriegsbericht der besonderen Art, ohne Pathos und ohne Selbstmitleid. (Quelle:'Flexibler Einband')

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  • Rezension zu "In der Armee des Pharaos" von Tobias Wolff

    In der Armee des Pharaos
    glowinggloom

    glowinggloom

    24. February 2009 um 23:00

    In diesem autobiografischen Roman, arbeitet Tobias Wolff seine Zeit als Soldat im Vietnamkrieg auf. Nachdem er die Schule abgeschlossen hatte, fand er keinen rechten Einstieg ins Berufsleben. Da er hoffte, einmal Schriftsteller zu werden, entschied er sich in die US Army einzutreten um, wie seine Vorbilder Hemingway, Mailer und Remarque, dort Erfahrungen zu sammeln die er irgendwann literarisch verarbeiten könnte. Wolff hält die harte und schikanöse Grundausbildung durch, besteht als Lehrgangsschlechtester die Offiziersschule, wird für ein Jahr auf die Sprachenschule geschickt um Vietnamesisch zu lernen und danach als Berater zu einem Artillerie-Bataillon der südvietnamesischen Streitkräfte versetzt. Er dient ein Jahr in einem Stützpunkt im Mekongdelta. Dort sind er und ein weiterer Soldat, die einzigen Amerikaner in der Einheit. Während seiner Dienstzeit erlebt er die Tet-Offensive der Kommunisten mit, in der sein Bataillon die benachbarte Stadt in einen Trümmerhaufen verwandelte. Als seine Dienstzeit zu Ende geht, geben die vietnamesischen Offiziere eine Abschiedsparty für ihn. Er bekommt Trinksprüche von beißendem Zynismus und ein schmackhaftes Essen serviert, allerdings stellt sich schließlich heraus, daß es sich bei dem Gulasch um seinen eigenen Hund handelt. Als Berater bei der Artillerie, mußte Wolff zwar nicht an vorderster Front kämpfen, ist sich aber dennoch ständig bewußt, daß sei Leben an einem seidenen Faden hängt. Besonders weil er, als Weißer unter seinen vietnamesischen Kameraden, wie eine große Zielscheibe herausragt. Auch leidet er an abstumpfendem Fatalismus, da er alles um sich herum, als von unterschwelligem Hass und bösem Willen getragen empfindet. Man erfährt von den Zweifeln am Soldat sein, der Angst getötet zu werden, der Psyche von Kriegsveteranen und dem problematischen Verhältnis der vietnamesischen Bevölkerung zu den US-Soldaten. Der Ton des Romans ist sehr selbstkritisch und weise. Wie die anderen autobiografischen Romane des Autors, "Alte Schule" und "This boys life", fasziniert das Werk durch seine wunderschön ausbalancierte, angenehm lakonische Sprache. Ein ganz toller Schriftsteller, wie ich finde.

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