Toby Barlow Baba Jaga

(30)

Lovelybooks Bewertung

  • 42 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 4 Leser
  • 14 Rezensionen
(4)
(8)
(10)
(4)
(4)

Inhaltsangabe zu „Baba Jaga“ von Toby Barlow

Eine schöne russische Hexe und ein Werbetexter, der eigentlich CIA-Agent ist - eine abenteurliche Liebe im Paris der fünfziger Jahre
Will, ein liebenswürdiger junger Amerikaner, unterhält für die CIA eine Werbeagentur als Briefkastenfirma - doch leider ist er mit wichtigen Informationen allzu sorglos umgegangen und muss nun seinen ehemals so freundlichen Kollegen aus dem Weg gehen. Zoja, die seit Jahrhunderten kaum einen Tag gealtert ist, verdient ihren Lebensunterhalt damit, reichen Männern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Leider hat sie ihren letzten Liebhaber auf reichlich ungeschickte Weise umgebracht, und Charles Vidot, ein hart arbeitender Polizist mit Intuition, schöpft Verdacht - und wird kurzerhand in einen Floh verwandelt. Doch dann begegnet Zoja Will und ist von seinem Charme und seiner Naivität bezaubert. Zum ersten Mal in ihrem langen Leben verliebt sie sich. Aber die CIA kommt ihnen in die Quere, sie werden in wilde Abenteuer verstrickt, während die Polizei sich mit rätselhaften Verbrechen konfrontiert sieht - bis ganz Paris kopfsteht.

Verrückt, aber gut!

— AlisaIllmer

Ein magischer Spionagekrimi mit dem Charme des Paris der 50er Jahre

— maggiterrine

2 alte Hexen, Sex und Mord, ein Kommissar als Floh, Geheimdienst, Mord, Magie und Liebe. Das Buch fordert Geduld vom Leser.

— Cappukeks

opus pistorum und harry potter in einem..... wers mag....

— Pashtun Valley Leader Commander

Eines der besten Bücher 2014, jedenfalls für mich. Viel wilde Fantasie, gepaart mit stilistischer Abwechslung und ordentlicher Spannung!

— derlorenz

Sehr Individuelle Charaktere & ein interessanter Schreibstil. Leider bin ich nicht richtig in das Buch rein gekommen.

— Sharleen

Ich verstehe nicht, wie jemand dieses Buch für lustig halten könnte.

— TessaB

etwas konfus und durcheinander zu Beginn - irgendwie wie Zirkus im Buch

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Baba Jaga ist wie einer dieser Träume, aus denen man aufwacht mit dem Gefühl, etwas Grosses gesehen zu haben, etwas, das einem der Weisheit näher bringt, das einem aber kurz nach dem Aufwachen entschlüpft. Am Ende der Geschichte erwacht man und findet keine Worte, um das Gelesene eingermassen nachvollziehbar wiederzugeben. Dem Autor hingegen ist das mühelos gelungen. Stringent und flüssig erzählt er seine Geschichte, beinahe nachlässig beschreibt er die Ungeheurlichkeiten, denen sich die Protagonisten auf über 500 Seiten gegenüberstehen. Nichts scheint dem Leser während der Lektüre logischer, als dass Kommissare in Flöhe verzaubert werden, wenn sie sich mit Hexen einlassen.

— Ka

Stöbern in Romane

Kleine große Schritte

Nachdem ich vom letzten Picoult Buch sehr enttäuscht war, finde ich, dass dieses ihr bestes geworden ist. Spannend, ergreifend, bewegend.

troegsi

Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere

Eine Geschichte wie aus einer untergegangenen Welt und doch gegenwärtig.

jamal_tuschick

Claude allein zu Haus

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte mit Herz. Genau das Richtige für Tierliebhaber.

Sissy0302

Die Außerirdischen

"Die Ausserirdischen" ist ein spitzes Portrait unserer heutigen Gesellschaft.

Jari

Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

Witzig, chaotisch einfach unwiderstehlich!

Chriiku

Rocket Boys. Roman einer Jugend.

Eine unterhaltende und gut erzählte, spannende Geschichte einer Jugend im Zeichen von Sputnik und den Anfängen der Weltraumforschung.

misery3103

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Interessantes Buch zum Schmunzeln

    Baba Jaga

    AlisaIllmer

    01. August 2016 um 14:55

    Gekauft habe ich es mir aufgrund des ansprechenden Covers. Zu Ende gelesen habe ich es, weil ich immer darauf gewartet habe, dass noch etwas Entscheidendes passiert. Man kann es so und so sehen, mir hat das Entscheidende gefehlt. Als ich das Buch schließlich zuklappte, war ich begeistert. So unrealistisch und so nah am Geschehen: Zwei russische Hexen in Paris, ein Marder, ein Pastor, zwei Flöhe, ein Verrückter und ein Unschuldiger. Und die Geschichte wird einfach erzählt, nüchtern, ohne Umschweife, ohne Begründung und ohne Rechtfertigung.

    Mehr
  • Paris in bulgakowscher Manier erobert

    Baba Jaga

    Farbwirbel

    Toby Barlow gelingt mit diesem Werk eine fulminante Abenteuergeschichte rund um Paris, die CIA und Hexen. Dabei handelt es sich ganz bestimmt um Erwachsenenliteratur, denn die Phantastik des Werks ist so sanft in die Seiten einmassiert, wie man es nur selten von diesem Genre gewohnt ist. Ein Vergleichswerk wäre wohl Der Meister und Margarita von Michail Bulgakow. Doch ich komme erst einmal zum Inhalt: Zoja und Elga sind zwei Baba Jagas, die bereits eine halbe Ewigkeit auf der Welt sind, wobei Elga die deutlich ältere ist. Die zwei waren einst mit drei anderen Hexen aus Russland nach Paris geflohen. Diese drei anderen Hexen verloren sie auf dem gefährlichen, entbehrlichen Weg nach Paris. Beide haben ein gebrochenes Verhältnis zu Männern und folgen der Maxime, sich nicht zu binden und somit auch unentdeckt zu bleiben. Paris weiß nichts von der Existenz des Magischen in der Welt. Elga wird langsam kirre im Kopf, da sie schon zu lange auf der Welt lebt. Ein manischer Hass gegen Zoja hat sich in ihr aufgestaut, weshalb sie die Jüngere unbedingt töten will. Zusammen mit ihrem Ratz Max plant sie ihren Feldzug. Will ist ein Werbeberater aus Amerika, der sich in die Stadt der Liebe verliebt hat, doch mittlerweile kaum noch Kunden hat, die er beraten könnte. Einzig sein Kunde Brandon, dem er immer wieder Informationen unter der Hand zu spielt, ist ihm treu. Will lernt Oliver kennen, ein Hallodrian vor dem Herrn. Bei Oliver entsteht der Eindruck, will würde auch bei der Firma (CIA) arbeiten und aus diesem Missverständnis entwickelt sich eine lange Kette von Ereignissen. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses Gewürz Elga etwas nützen könnte, aber sein Gehirn war von der Anstrengung, so viele irrationale Ereignisse begreifen zu müssen, schon über Gebühr beansprucht. Er entschied, dass es an der Zeit ist, nicht mehr gegen den Strom all dieser unsinnigen Begebenheiten zu schwimmen und sich einfach dieser wilden, phantastischen Flut zu überlassen. - S. 300 Der Kommissar Vidot untersteht seit kurzem dem Hauptkommissar Maroc, der ihm leider gar nicht gefallen will. Dieser teilt ihm und einem Kollegen einen mysteriösen Todesfall zu, dessen Aufklärung alles von Vidot abverlangen wird... Er gerät nämlich in die Fänge Elgas und auf einmal berichtet Vidot aus einer ganz neuen Perspektive über seine Erlebnisse. Er gluckste alkoholisiert, und seine Lider flackerten, während, eine nach der anderen, eine Kette von imaginären gelben Entchen flink über die See seines inneren Sinns schwammen, ein jedes von ihnen flüchtige Rauchwölkchen hervorküssend. - S. 49 Der Roman ist in fünf Bücher eingeteilt, dessen Beginn mit einem netten Zitat eines Zeitgenossen der 50er Jahre eröffnet wird. Die einzelnen Bücher sind im Durchschnitt 100 Seiten lang. Innerhalb der Bücher gibt es wiederum einzelne Kapitel, die mit römischen Ziffern durchnummeriert sind. Diese Kapitel sind aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, dabei aber nicht aus der Ich-Perspektive, was ich als angenehm empfand. Zudem werden 'Hexenlieder' zwischen geschoben. Diese Lieder sind stark poetisiert und verwirren zu Beginn. Sie werden von den drei verstorbenen Hexen gesungen, die auf der Flucht verloren gingen, denn Hexen können nach ihrem Tod weiterwirken. Barlow schafft es - neben der beeindruckenden Verkettung der Ereignisse – problematische Themen zu behandeln. So geht er z.B. auf den Feminismus ein, bzw. auf die Macht des Patriarchats und wie lange und stark Frauen von Männern unterjocht wurden. Die Hexen sind erdverbundene Frauen, die sich vom Mann losgesagt haben, ihn als Lustobjekt wahrnehmen. Gleichwohl wird die Unabhängigkeit auch kritisiert, denn fernab von Matriarchat und Patriarchat gibt es immer noch die Liebe und die Leidenschaft... Und diese stellt Barlow ganz wunderbar da. Es war ein unbestimmtes Gefühl, eine ungreifbare Macht, die da am Werk war. Sie spürte, wie diese seltsame Kraft ihre Seele unentrinnbar fest umklammerte. Es fühlte sich wie ein Zauber an – sie kannte sämtliche Symptome, aber sie wusste auch, dass sie nicht verhext war, es war ihre eigene Entscheidung, geboren aus einer Zuneigung, die alle ihre alten Muster und Gewohnheiten außer Kraft setzte. Anstatt sich also in die dornigen Sträucher zu schlagen, blieb sie. - S. 399 Außerdem spricht er den Kalten Krieg deutlich an. Paris in den 50ern ist bunt, aber eben auch überwacht. Sowjetische und amerikanische Spione infiltrieren die Pariser Firmen und Veranstaltungen, wollen alles wissen und genau nachvollziehen, was die Franzosen als nächstes vor haben. Spannend! Vor allem die Kritik am CIA ist deutlich zu spüren. Ebenso fand ich es schön, wie Barlow auf den Verlust der Beziehung zur Natur eingeht. Gerade Elga und Zoja erinnern sich an Zeiten, die freier und naturverbundener waren. Auch ihre Magie funktioniert nur über Kräuter, durch das Lesen von Eulengewöllen und ähnlichem... Eine Rückbesinnung wird zwar nicht verlangt, doch die Melancholie und Sehnsucht danach wird sehr deutlich. Vergangenes bedauern frisst nur die Zukunft auf. - S. 495 Ganz besonders habe ich mich in Zoja (und ihren Namen) verliebt. Sie ist wohl meine Lieblingsfigur. Gleich danach folgt wohl Vidot... Er hat solch schöne Formulierungen genutzt und so schöne Dinge gedacht. Eigentlich kann man sich mit jedem Charakter anfreunden. Barlow macht es dem Leser leicht, eine Herzensfigur zu finden, da jede Figur in seiner charakterlichen Komplexität beschrieben wird und von den anderen Figuren reflektiert. Eine Frau verführen konnte jeder Idiot, doch seine Gefährtin zu kennen und zu lieben erforderte wahre Intelligenz. - S. 52 Es handelt sich wirklich um einen komplexen Roman, der einiges vom Leser abverlangt, dabei aber viel schenkt. Wer Lust auf ein verrücktes Vexierspiel hat, ist hier genau richtig. Zu Beginn brauchte ich etwas, um mit den Personen hinterher zu kommen, doch mein Durchhaltevermögen wurde belohnt!

    Mehr
    • 8
  • Genau was es verspricht

    Baba Jaga

    maggiterrine

    12. May 2016 um 11:16

    Hexen, CIA-Agenten und ein pfiffiger Kriminalbeamter......Damit wirbt der Buchrücken bei "Baba Jaga" von Tony Barlow und das ist auch genau, was der Leser bekommt. Das Buch ist weder ein Fantasyroman, noch ein klassischer Krimi oder ein Thriller. Es ist ein schöner  Spionageroman mit Magie, Liebe und Paris.Der Buchrücken vergleicht das Buch außerdem mit Bulgakows "Der Meister und Margarita" und auch da kann ich nur beipflichten. Allerdings fand ich, dass Baba Jaga fast eine bessere Version dieses Klassikers darstellt, da es wesentlich spannender ist und trotz der turbulenten Ereignisse einen eindeutigen roten Faden aufweist.Insgesamt fand ich den Stil und die Story ziemlich gut und habe nicht so richtig was an dem Buch auszusetzen.

    Mehr
  • Traumhaftes Sprachgefühl

    Baba Jaga

    Naike

    05. January 2016 um 18:50

    Zwei russische Hexen im alten Paris, ein Werbetexter, der eigentlich Agent ist, und ein Polizist, der in einen Floh verwandelt wird - das klingt doch sehr turbulent, und das ist es auch! Stories über mit Phantasie verwobener Realität lese ich besonders gern. Dazu hat Toby Barlow einen exzellenten bildhaften Sprachstil, der einen gleich von Anfang an in das Geschehen reinzieht, das abwechselnd aus der Sicht der vier eben erwähnten Personen erzählt wird. Vor der Beschreibung derber Brutalitäten sollte man nicht zurückschrecken, wenn man den Stoff genießen möchte, diese sind aber stets passend in den Hergang der Geschichte eingebettet und wirken nie deplatziert. Die Charaktere sind ausführlich in ihrem Tun und Sein beschrieben, so dass ich sie als lebendig empfunden habe, wobei mir Will besonders gefallen hat. Ab der zweiten Buchhälfte zieht sich der Roman etwas in die Länge, das Buch ist mit 5 cm Dicke auch unheimlich klobig und schwer. Ich liebe gebundene Bücher, aber dieses ist von der Machart her jedoch etwas übertrieben fett. Den Namen Toby Barlow werde ich mir auf jeden Fall merken und auf weitere Veröffentlichungen achten, endlich mal ein echtes Schreibtalent mit eigenem Stil und nicht bloß viel Hype um nichts.

    Mehr
  • Von Agenten und anderen Hexen

    Baba Jaga

    walli007

    Im Paris Ende der 1950er Jahre lebt der junge Will van Wyck, vordergründig arbeitet er bei einer Werbeagentur. Allerdings wird er bald seinen Job verlieren, denn sein wahrer Arbeitgeber (die CIA) hat seine Interessen nach Asien verlegt und die Informationen, die Will bringen kann, sind trotz des kalten Krieges nicht mehr von so großem Interesse. Welche Entwicklung er lostritt als er mit Oliver um die Häuser zieht, ahnt Will nicht.  Etwa zur gleichen Zeit wird ein Toter aufgespießt auf einem Zaun gefunden und Kommissar Vidot macht sich auf die Suche nach dem Täter. Seine Spürnase führt ihn zu einer alten Frau, die zunächst freundlich Auskunft gibt. Als sich der Kommissar jedoch nicht abwimmeln lässt, finden er und sein Kollege Bemm sich plötzlich in der Gestalt von Flöhen wieder. Russische Hexen und amerikanische Geheimagenten bilden eine Mischung wie die Lesewelt sie bisher wohl kaum gesehen hat. Der sympathische Will tappt wohl von einem geheimdienstlichen Fettnäpfchen ins andere. Oft merkt er zu spät, worauf oder mit wem er sich da eingelassen hat. Ein Trost ist da die junge Zoya, die er in der Metro kennenlernt. Er ahnt jedoch nicht, wem er da ins Netz gegangen ist. Bei Zoya handelt es sich um eine der letzten russischen Hexen, die so garnicht dem Bild der Baba Jaga entspricht. Alterslos und schön hat sie Will umgarnt. Eine Baba Jaga ist schon eher die Schöpferin von Zoya, die alte Elga, die alte Frau, von der schon die Rede war.  Einige Handlungsstränge werden zunächst eher nebeneinander geführt und wachsen doch langsam zusammen, wobei man gut die Übersicht behalten kann. Informativ ist gerade der Teil über die Spionagetätigkeit im Paris dieser Zeit. Auch wie die Fassade der Werbeagentur aufrecht gehalten wird, wird unterhaltsam geschildert. Je weiter die Story voranschreitet, desto turbulenter wird die Geschichte, wobei es manchmal allerdings etwas viel wird. Die Ermittlungen des Polizisten Vidot als Floh sind witzig, gerade wie er sich in seiner neuen Gestalt zurechtfindet und diese sogar nutzt, um an Informationen zu kommen, öffnet den Blick zu ganz neuen Perspektiven. Sogar die Hexengeschichten sind interessant, gerade auch wenn es darum geht, dem Leser nahezubringen, wie es zu ihrer Wandlung kam. Insgesamt allerdings wirkt die große Diversität der Handlungsstränge etwas sehr zusammengewürfelt. 3,5 Sterne

    Mehr
    • 2

    Sabine17

    31. December 2014 um 16:08
  • Interessantes & Individuelles Buch, leider etwas schwer zu lesen

    Baba Jaga

    Sharleen

    17. December 2014 um 18:35

    Die Leiche Léon Vallets wird eines Abends, höchst unelegant auf einem Torbogen aufgespießt,  gefunden. Verantwortlich dafür ist seine aus Russland stammende Geliebte. Die Hexe Zoja. Diese flüchtet nach ihrer, ehr unglücklich gelungenen Tat, zu der uralten nicht sehr liebenswürdigen Elga. Ebenfalls eine Hexe aus früherer Bekanntschaft. Nach einer sehr kurzen Zeit des Ausruhens bei Elga, geht Zoja in das nächst beste heruntergekommene Hotel um sich auf die Suche nach einem neuen, finanziell bodenständigen Liebhaber zu machen. Wenig später trifft sie unseren lieben Will, nicht ganz so der Typ den man sich unter einem reichen Liebhaber vorstellt. Er unterhält eine Briefkastenfirma für die CIA und steckt momentan in ein paar Schwierigkeiten. Der Tod Léons hat aber auch Vidot einen sehr ehrgeizigen und für seinen Beruf in Feuer & Flamme entbrannten Polizisten auf den Plan gerufen. Wodurch die Sache erst richtig spannend wird...  Die Idee des Buches, so wie sie auf dem Klappentext und in meiner kurzen Beschreibung eben zu lesen ist, finde ich richtig klasse. Denn in der Idee von "Baba Jaga" ist von allem ein bisschen drinn. Vielleicht ist genau dieser Punkt das Verhängnis des Buches, denn ich bin leider nie in einen richtigen Lesefluss gekommen. Es kommt mir so vor, als ob ich beim lesen von "Baba Jaga" immer ein wenig neben dem Buch her schweben würde und mir nur ein kleines Stückchen fehlen würde um vollkommen in die Geschichte hinein zu kommen. Leider ist dieses Stück nicht gekommen obwohl mir das Lesen des Buches am Ende deutlich leichter viel.Den Schreibstil Toby Barlows, empfinde ich als unglaublich interessant aber auch als sehr schwer. Mir fällt eine sehr gekonnte Verwendung der Wörter auf, was mich ziemlich begeistert. Trotz des wirklich sehr einzigartigen Schreibstils, fällt es mir sehr schwer dieses Buch zu lesen. Ich glaube ich lese selten in einer so lahmen Geschwindigkeit wie in dem Buch "Baba Jaga". Eine Schnecke wäre nichts gegen mich...  Dadurch habe ich das Gefühl das "Baba Jaga" ein sehr ruhiges Buch ist, wodurch der Spannungsaufbau aus meiner Sicht ein wenig flöten geht, da ich so damit beschäftigt bin den Schreibstil zu verdauen und zu verstehen. Zum Ende hin wird es aber deutlich spannender und es fällt mir immer leichter das Buch zu lesen. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich wohl einfach eine Eingewöhnugszeit brauche leider hat die aber über die Hälfte des Buches gedauert was mir dann doch einfach zu lang ist.  Die Charaktere wurden von "Toby Barlow" sehr indivduell gestaltet. Keine der Hauptpersonen ähnelt sich in ihren Charakterzügen einer anderen. Wodurch er eine Gruppe von Menschen auf einander treffen lässt die alle grundverschieden sind. Zoja hat für mich etwas unglaublich beeindruckendes aber auch etwas sehr trauriges an sich. Von Elga wollen wir gar nicht erst reden, ich habe kaum eine Ahnung was ich von dieser Frau halten soll, da sie meiner Meinung nach sehr viel Facettenreicher ist als sie sich im Buch eingesteht. Will & Vidot sind stets meine Lieblingspersonen. ich finde die beiden einfach nur zum knuddeln. Obwohl natürlich auch die beiden, ihre tiefer gehenden Gründe haben, in bestimmten Situationen so  zu handeln wie sie es tun. In großem und ganzen haben mir die Charaktere dank ihrer Individualität sehr gut gefallen ! Wer gerne mal ein etwas ruhigeres Buch mit einzigartigen Charakteren und einem sehr interessanten Schreibstil lesen möchte, sollte zu "Baba Jaga" greifen. Leider war es dann doch nicht so mein Buch, da ich nie in einen richtigen Lesefluss gekommen bin, was mich dann doch immer ein bisschen stört. "Baba Jaga" bekommt gute 3 Sterne von mir. 

    Mehr
  • Variete im Buch

    Baba Jaga

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. November 2014 um 16:35

    Mich hat zunächst einmal das Cover angesprochen. Der Pariser Eifelturm als einer -der mir am meisten in Erinnerung gebliebenen Sehenswürdigkeiten- während meiner Schulzeit in Paris. Zusammen mit den Farben Türkis, Weiß und Rot sprach mich das Buch einfach doppelt an und musste gelesen werden. Der Klappentext las sich ähnlich schräg wie der Titel selbst und ich erwartete mit Sicherheit kein Buch aus der Spiegel Bestseller Liste welches den üblichen Einheitsbrei in der x-ten Neuauflage mit der y- Zusammenfassung ähnlicher oder gleicher Geschichten lieferte. So habe ich mich auf das Abenteuer eingelassen. Die ersten 100 Seiten waren auch schon ein Abenteuer für sich. Ich musste mich ehrlicherweise erstmal an den konfusen Schreib- und Gedankenstil des Autors gewöhnen. Ich hatte irgendwie das Gefühl in einer Art Varieté in Buch Form gelandet zu sein. Kaum hatte ich die eine Szene, den einen Gag verstanden war sie oder er schon vorüber und der nächste folgte ohne dass ich wusste ob es Fiktion oder Realität war. Leider musste ich aber auch feststellen, dass das Buch mit zunehmenden Seitenzahlen immer verworrener und für mich schwieriger zu verstehen und zu verfolgen war. Zu viele Stränge wollten verfolgt werden, die Personen mehrten sich und ja ich gebe es zu meine Gehirnkapazität reichte nicht aus und war an vielen Stellen einfach ausgelastet und nicht mehr weiter belastbar. Dazu kamen noch an manchen Stellen schier unendliche Längen die sich aber schön brav mit hanebüchenen Szenen von so unglaublicher Fiktion paarten das sie komplett unglaubwürdig und überzogen wirkten. So tat ich mich Seite um Seite schwerer mit dem Buch oder das Buch hatte es nicht leicht mit mir, obwohl mir einige Charaktere insbesondere der des Will unglaublich gut gefielen und es mir Spaß machte den Charakter zu verfolgen und die Szenen mit ihm zu lesen. FAZIT: Ein Sammelsurium an Gedankengut , Ideen, Fantasien und kleinen Anekdoten die aus dem Kopf des Schriftstellers zu Papier sprangen aber nicht immer so ganz geordnet daher kamen wie es sich ein Leser wie ich vielleicht wünschen würde. Die Idee war sicherlich gut aber in der Umsetzung lauerten ein paar Schwächen so dass das Buch leider nicht mehr als drei Sterne von mir bekommen kann. Eine Kaufempfehlung nur für Leser die wirklich was ganz abseits des Mainstreams suchen und für das schräge Programm ist.

    Mehr
  • Nur für Liebhaber

    Baba Jaga

    LaElla

    22. October 2014 um 23:34

    Léon Vallets Leiche wird aufgespießt an einem Torbogen gefunden. Doch wer ist der Mörder? Seine Geliebte? Dieser Frage geht Kommissar Vidot nach, während er im Appartment, in dem vor wenigen Stunden noch Léon und seine Geliebte Zoja zugange waren, nach Spuren sucht. Währenddessen sucht Zoja, eine schöne russische Hexe und Léons ehemalige Geliebte, schon nach ihrem nächsten Opfer. Denn sie und ihre Gefährtin Elga treiben immer wieder das gleiche Spiel: Reiche Männer verführen und ihnen alles, inklusive ihrem Leben, rauben. Will hat ganz andere Probleme, er arbeitet als verdeckter Agent der CIA in einer Werbeagentur, um an geheime Firmendaten seiner Kunden zu kommen. Doch bald kommt ihm jemand auf die Schliche und auch er muss um sein Leben fürchten. Sein einziger Lichtblick: die schöne Russin, mit der er eines Abends zufällig in der Pariser Metro ins Gespräch kam… “Eine Frau verführen konnte jeder Idiot, doch seine Gefährtin zu kennen und zu lieben erforderte wahre Intelligenz. Frauen waren für Charles Vidot absolute, faszinierende Geheimnisse. Sie bewegten sich durch die Welt, als ob für sie eine andere Schwerkraft gälte, und gehorchten unübersetzbaren Forderungen des Körpers und der Seele.” (S. 53) Das Paris der fünfziger Jahre, zwei russische Hexen, ein Polizist, der in einen Floh verwandelt wird und ein attraktiver Mann, der verdeckt für die CIA arbeitet. Das alles zusammen ergibt „Baba Jaga“, einen Roman, geschrieben von Toby Barlow, der in langer, oftmals ausschweifender Form erzählt, wie all diese Komponenten zusammenpassen. Je nach Person, die gerade erzählt, wechselt der Schreibstil von ausgeschmückten, liebevollen, zu kurzen, sehr vulgären Sätzen. Wem der Wechsel zwischen diesen zwei sehr extremen Erzählweisen nicht zusagt, wird mit Baba Jaga keine Freude haben. Für Liebhaber von verzierten, langen Satzgefügen dürfte es jedoch ein wahrer Schatz sein! Da der Roman abwechselnd aus mehreren Sichten erzählt wird und sich dementsprechend der Schreibstil ändert, fiel mir eine stete Konzentration auf den Roman mehr als schwer. Es war keinesfalls langweilig oder zog sich. Das Problem war eher, dass dieser extreme Wechsel den Roman zu einer schweren Kost machte, die mit Zeit genossen werden wollte. Wie vielleicht auffällt, gebrauche ich im Zusammenhang mit diesem Roman oft das Wort “extrem”. Aber kein anderes Wort kommt der Beschreibung von Baba Jaga näher. Dieser Roman ist in jeder Hinsicht etwas, was einem nicht alltäglich begegnet. Es beginnt schon bei den Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein können, und der jeder für sich etwas Besonderes ist. “Und er erstaunte über die seltsame Parallele, die zwischen Schmerz und Alter besteht, darüber, wie sorglos wir leben, solange wir jung und ohne Beschwerden sind, wie wir ohne den geringsten Gedanken physisch alles auf Spiel setzen, und erst wenn wir älter sind, wenn uns solch Elend in Knochen, Gelenk und Zahn zuteilgeworden ist, wenn unser Geruchs- und Geschmackssinn längst dahin sind und unsere Augen sich umwölkt und unsere Ohren sich zugeschmalzt haben – dass wir uns dann so besessen ans Leben klammern, so sehr darum kämpfen es fortzusetzen, obwohl wir nur noch wenig mehr als eine Kollektion von Qualen sind.” (S. 86) Einen wirklichen Protagonisten gibt es dank der Erzählweise nicht, sodass sich das Meiste zwischen Zoja, Elga, Kommissar Vidot und Will aufteilt. Zoja und Elga sind zwei russische Hexen, die schon seit Jahrhunderten auf der Erde wandeln. Während Zoja, die jüngere der beiden, ein jugendliches Aussehen behalten hat, besitzt Elga die Erscheinung einer sehr alten Frau. Im Gegensatz zu der schönen, freundlichen, aber dennoch kaltblütigen Zoja, wird Elga ihrem Dasein als Hexe mehr als gerecht. Sie ist vulgär, gefühlslos und erbarmungslos, wenn es um das Erreichen ihrer Ziele geht. Da wundert es auch kaum, dass sie den armen Kommissar Vidot inklusive seines Kollegen in Flöhe verwandelt und ihrem Schicksal überlässt. Ab und an tauchen zwischen den Kapiteln Hexenlieder auf. Das sind kurze, sich über ein paar wenige Seiten erstreckende Lieder, die wie ein langer Zauberspruch in Gedichtform wirken. Während ich die Ersten paar noch aufmerksam durchgelesen habe, habe ich die Restlichen einfach nur noch überflogen. Das Gesagte ergibt manchmal überhaupt keinen Sinn und wiederholt Geschehenes unnötigerweise. Fazit „Baba Jaga“ von Toby Barlow ist vieles, nur nicht das, was ich mir von einer guten Unterhaltung versprochen hatte. Es war mir einfach „too much“. Zu extrem. Zu skurril. ZU besonders! Dieser Roman ist keinesfalls schlecht, aber meinen Geschmack hat er leider überhaupt nicht getroffen. Jedoch empfehle ich jedem die Leseprobe zu lesen und zu herauszufinden, ob einem dieser besondere Stil zusagt.

    Mehr
  • Der Zauber hat mich leider nicht erreicht ...

    Baba Jaga

    SharonBaker

    25. September 2014 um 18:33

    Es ist wieder so weit und Zoja muss einen Liebhaber los werden. Nur leider ist sie diesmal dabei so ungeschickt, dass die Polizei auf diesen Fall aufmerksam wird. Bei ihrer Flucht schlüpft sie kurz bei einer Bekannten unter, nur ist auch dieses Zusammentreffen mit schweren Folgen verbunden, denn Elga gerät in die Ermittlungen der Ordnungshüter und sinnt dadurch nach Rache und Mord. Nur dumm das auch die Polizei Opfer bringen muss, denn nach dem Besuch bei Elga findet sich der Kommissar Vidot im Körper eines Flohs wieder. Nebenbei gerät der Werbetexter Will in große Schwierigkeiten, er arbeitet für die CIA und gerät durch seine naive und sorglose Art in große geheimnisvolle Machenschaften und ins Fadenkreuz der eigenen Leute. Auf seinen verwirrten Trip durch die Stadt lernt er Zoja kennen und für beide ist es die Liebe auf den ersten Blick, aber das Abenteuer soll hier erst richtig beginnen. Worin hat sich Will verstrickt? Wird er da durchsteigen und eine Lösung finden? Wird Zoja Will bekommen und wird er es überleben? Was ist mit Elga, kann sie Rache nehmen? Wie wird es Charles Vidot als Floh ergehen? Kann er auch so weiter ermitteln? Und was hat das alles mit Hexerei zutun?  Dieses Buch hat es mir wirklich sehr schwer gemacht und ich bin immer noch am Rätseln, wie ich es finden soll. Denn eigentlich liebe ich verrückte und skurrile Geschichten und kann mich gut in verschiedene Welten rein denken, aber hier hatte ich wirklich meine Probleme. Zum einen muss ich wirklich sagen, das ich froh war den Klapptext gelesen zu haben, denn er verrät wirklich die wichtigsten Eckdaten und diese aus der Geschichte heraus zu lesen, war nämlich gar nicht so einfach. Wir sind also in Paris der fünfziger Jahre, das keiner von den Protagonisten verlassen möchte, aber jeder muss aus verschiedenen Gründen seine Tasche widerwillig packen. Zwei Hexen treiben ihr Unwesen, davon ist die eine sehr hübsch und lebt von dem Geld ihrer Liebhaber und die andere ist älter, verschrobener und kann der Menschen- und Männerwelt nichts abgewinnen. Sie sind sehr unterschiedlich, aber beide haben etwas Böses, Berechnendes an sich. Ich hätte mir hier einfach was Magischeres gewünscht, vielleicht eine gute und eine böse Hexe, oder mehr verzaubert. Ihre Zauberkunst ist nämlich alles andere als märchenhaft, eklige Zutaten, komische Rituale, oder wir bekommen den Hokuspokus nur durch die Augen von Dritten erzählt. Da ich ein Faible für russische Märchen habe, hatte ich mir da irgendwie was anderes versprochen, aber nun gut es gibt ja noch mehr. Allein die Geschichte von Will fand ich so verworren und undurchdringlich, teilweise unverständlich, dass es mir manchmal schwer viel den Faden zuflogen und nicht darüber einzuschlafen. Was ich extrem schade fand, weil er eigentlich die sympathischste Figur im ganzen Roman war. Seine naive Art, und seine Gutgläubigkeit bringen ihn in große Schwierigkeiten, aber seine Entwicklung hatte mir am besten gefallen. Er ist zu Anfang ein junger unentschlossener Spund, der in eine große Spionageaffäre hineingezogen wird, die Liebe seines Lebens findet und um das alles zu bewältigen, einfach wächst, je mehr schlimme Dinge passieren, Will versucht sein Bestes und das hatte mir an ihm gefallen. Aber warum konnte mich diese Geschichte nicht tragen, warum nur nicht fesseln, warum einfach begeistern und mich in diese Zeit in Paris mitziehen. Ich befürchte fasst, das es am überschwänglichen Schreibstil des Autors lag, seine Abschweifungen, seine sprachgewaltigen Worte und seine vielen Figuren, die alle eine Stimme bekommen haben. Tja, aber eigentlich mag ich viele Figuren und viele Sichten und ich mag auch eine schöne bildliche Sprache, aber es war zu viel des Guten für mich. In manchen Kapiteln ist unser Autor mit seinen Figuren so abgeirrt, das wir Tausende Rückblenden und Lebensgeschichten bekommen, das es einen einfach zu viel auf Dauer wird und man beim Lesen denkt „Och, nicht schon wieder“. Außerdem fand ich seine Sätze oft so überladen, von eigentlich tollen Wörtern, dass sie für mich nicht mehr so besonders waren, ich war überfüllt, satt und wollte einfach nicht mehr. Durch dieses Aufbauschen von bildgeladener Sprache und seinen durchweg vielen Rückblenden, seine Verliebtheit in seine Figuren, wurde der Kern der Geschichte oft verloren und einfach zu einen anstrengenden, langweiligen und widerwilligen lesen. Mann hatte durch die ganzen Verschnörkelungen, Probleme zu folgen und überhaupt das geschehende zu verstehen. Also ganz ehrlich ich bin ein wenig enttäuscht, dabei fand ich die Buchgestaltung und den Klapptext so toll. Die Grundidee und die skurrilen Einfälle waren durchweg sehr einfallsreich und ich glaube, wäre die überladene Sprache nicht gewesen, um es einfach flüssiger zu machen, hätte ich auch Lesespaß dabei gehabt, so musste ich mich sehr durchkämpfen. Schade für mich, denn der Mix, aus Spionagethriller, Liebesgeschichte und Fantasie hätte mir sonst richtig gut gefallen. Wer aber genau das mag und skurrile Figuren noch dazu, ist hier genau richtig.

    Mehr
  • Ein Buch wie ein Erdbeben

    Baba Jaga

    Ka

    07. August 2014 um 23:37

    Baba Jaga ist wie einer dieser Träume, aus denen man aufwacht mit dem Gefühl, etwas Grosses gesehen zu haben, etwas, das einem der Weisheit näher bringt, das einem aber kurz nach dem Aufwachen entschlüpft. Am Ende der Geschichte erwacht man und findet keine Worte, um das Gelesene eingermassen nachvollziehbar wiederzugeben. Dem Autor hingegen ist das mühelos gelungen. Stringent und flüssig erzählt er seine Geschichte, beinahe nachlässig beschreibt er die Ungeheurlichkeiten, denen sich die Protagonisten auf über 500 Seiten gegenüberstehen. Nichts scheint dem Leser während der Lektüre logischer, als dass Kommissare in Flöhe verzaubert werden, wenn sie sich mit Hexen einlassen.

    Mehr
  • Schade...

    Baba Jaga

    Jetztkochtsie

    01. May 2014 um 16:56

    Ich war sehr neugierig auf Baba Jaga, die große russische Hexe in der heutigen Zeit in Paris. Nun meine Neugier wurde durch einen sehr ausschweifenden und langatmigen, sowie etwas verworrenen Schreibstil gebremst. Die Idee der beiden Hexen und der Geheimdienstgeschichte drumherum hat mir eigentlich ganz gut gefallen, leider wird sie so schlecht und langweilig umgesetzt, daß es mich nicht mitreißen oder gar fesseln konnte. Die Geschichte hätte ein solch großes Potential gehabt, aber durch die häufigen Sprünge und Szenenwechsel kam bei mir kein wirklicher Erzählfluß zustande und ich zwar einerseits von den Möglichkeiten dieser Geschichte hingerissen, andererseits aber viel zu oft gelangweilt oder verwirrt, weil die Beweggründe für mich nicht klar wurden. Die Charaktere werden ein wenig lieblos beschrieben, gerade Elga und Zoja hätten so viel Potential geboten zu einer wirklich guten Beschreibung, das fand leider nicht statt. Aus dem Grund habe ich auch immer noch kein wirkliches Bild vor Augen, wie die beiden aussehen oder wie man sich überhaupt das alles vorstellen sollte. Ich wurde zwar streckenweise gut unterhalten, am Ende bleibt bei mir aber zu viel offen, zu viele Fragezeichen, die sich nicht einfach so beheben lassen und zu viel Langeweile zwischen den wichtigen Szenen. Auch frage ich mich immer noch, was das nun alles sollte, denn irgendwie wird nichts so richtig klar. Sehr Schade, das hätte ein grandioses Buch werden können, war es aber leider nicht.

    Mehr
  • 'Nur hier, erkannte er, konnte man wie ein Clochard aufwachen und sich so vom Glück gesegnet fühlen.

    Baba Jaga

    sabatayn76

    20. April 2014 um 21:46

    'Nur hier, erkannte er, konnte man wie ein Clochard aufwachen und sich so vom Glück gesegnet fühlen.' Inhalt: Im Paris der 1950er Jahre geschehen merkwürdige Dinge: ein Mann wird von seiner langjährigen Affäre, der ewig jungen Russin Zoja, getötet; der in diesem Fall ermittelnde Kommissar Vidot wird in einen Floh verwandelt; der Werbetexter Will arbeitet eigentlich für die CIA und gerät in Schwierigkeiten, weil er mit wichtigen Informationen zu sorglos umgegangen ist. Dann begegnen sich Will und Zoja in der Metro, und zwischen den beiden entwickelt sich eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Mein Eindruck: Ich bin große Liebhaberin von Bulgakows 'Meister und Margarita', mag Paris sehr und habe schon als Kind eine Vorliebe für die russischen Märchen mit der Hexe Baba Jaga gehabt. Da Barlows Roman all diese Komponenten miteinander verknüpft, war ich sehr gespannt auf 'Baba Jaga'. Leider konnte der Roman nicht ganz meine Erwartungen erfüllen, zwar liest er sich meist flüssig und unterhaltsam, ist unglaublich bizarr und einfallsreich, doch empfand ich ihn insgesamt als zu lang. Ich habe das Buch aus persönlichen Gründen mit längeren Unterbrechungen lesen müssen und bin nach den Pausen stets schlecht in die Geschichte hinein gekommen, musste mich erst wieder einlesen. Die Protagonisten sind mir sonderbar fremd geblieben, für keinen habe ich ein richtiges Gespür bekommen und der Lauf der Geschichte konnte mich nicht recht mitreißen. Auch sprachlich hat mir der Roman nicht durchgängig gefallen, oft war er mir zu übertrieben, zu aufgesetzt und zu bemüht (z.B. auf Seite 193: 'Zoja fragte sich, ob Elga zu guter Letzt verrückt wurde - vielleicht von der schon zu viele Jahrhunderte währenden Mazeration eines Bodensatzes von alten Zaubersprüchen im Moderwasser ihres Gemüts.'). Mein Resümee: Tolle Ideen, spannende Einflüsse von Bulgakow und russischen Märchen, insgesamt aber bisweilen etwas zu langatmig.

    Mehr
  • Phantastisches Paris

    Baba Jaga

    hundertwasser

    14. April 2014 um 15:01

    Mit wunderschönem Cover ausgestattet schickt der neu begründete Atlantik-Verlag mit Toby Barlow gleich einen Hochkaräter an den Start. Das fünfhundertvierundvierzig Seiten starke Buch dürfte vor allem Freunde abseits des literarischen Mainstreams beglücken, die Freude an Experimenten haben. Toby Barlow präsentiert ein Buch, das in vielerlei Hinsicht aus dem Rahmen fällt. Wann hat man seit Kafkas Verwandlung einen Roman gelesen, in dem ein Protagonist in ein Insekt verwandelt wird? Wer hat es zuletzt gewagt, einen Agententhriller mit leibhaftigen Hexen zu kreuzen? Barlow tut dies in „Baba Jaga“ auf höchst ungewöhnliche Weise. Er erzählt von zwei Hexen, die seit Jahrhunderten durch die Gegend geistern und sich nun im Paris der 50er Jahre niedergelassen haben. Als eine der beiden Hexen nun ihren Liebhaber im Affekt tötet, tut sie dies so ungewöhnlich, dass ihnen die Polizei in Form des Kommissars Vidot auf die Spur kommt. Als dieser den Hexen zu nahe kommt, wird er in einen Floh verwandelt. Und dann gibt es auch noch den CIA-Geheimagenten Will, der seine Tarnidentität sorgsam pflegt, sich dann aber ebenfalls in eine der beiden Hexen verliebt. „Baba Jaga“ ist eine bunte Wundertüte, die Erwartungen der Leser immer aufs Neue ins Leere laufen lässt, Haken schlägt, ins Phantastische abdriftet, um als nächstes gleich mit einem Shootdown ums Eck zu biegen. Das ist so reizvoll wie ungewöhnlich. An einigen Stellen hätte ich mir etwas weniger erzählerische Volten gewünscht sowie etwas mehr Stringenz – das Buch fordert dem Leser nämlich schon einiges an Aufmerksamkeit ab, damit die Bezüge und Entwicklungen klar sind. Ansonsten ein Tipp für alle Liebhaber von Ungewöhnlichem!

    Mehr
  • Interessanter plot, misslungene Umsetzung

    Baba Jaga

    Bibliomania

    30. March 2014 um 15:59

    Zwei Hexen, CIA-Spione und Paris in den fünfziger Jahren. Ein toller Rahmen und ein wunderschönes Cover, das es mir gleich angetan hat. Leider ist die Geschichte selbst dann nicht besonders gelungen. Die "junge" Hexe Zoja zieht mit einer alten Hexe, Elga, seit mehreren Jahrhunderten durch die Welt. Elga bleibt lieber für sich allein und hat ihre Ruhe, Zoja sucht sich immer wieder neue Liebhaber, die sie durch Leben bringen, bis auffliegt, dass sie nicht wirklich altert. Dann bringt sie ihre Männer um. Beim letzten Mord geht jedoch etwas schief und die Polizei mischt sich in die Angelegenheiten von Zoja und Elga ein. Beide müssen das Problem beseitigen, doch Zoja verliebt sich dann zum ersten Mal. In einen Amerikaner, der offiziell eine Werbefirma betreibt. Auch er ist hingerissen von ihr und versucht alles, um Zoja zu helfen. Die Geschichte um den Mord, den Zoja begangen hat, artet immer mehr aus und bald sieht eigentlich keiner mehr durch... Die Geschichte klang wirklich spannend und ich habe mich sehr darauf gefreut. Allerdings: konfuse Erlebnisse, Hexenlieder, die nicht wirklich aufgeklärt werden und deren Sinn mir unklar blieb und auch die Sprache war in meinen Augen holprig und unschön. Zu viele Binde- und Gedankenstriche. Sehr eigenartig, ich war froh, dass ich dieses Buch weglegen konnte. Wollte auch schon aufhören, das ist mir lange nicht passiert. Eine herbe Enttäuschung!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks