Tod null

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Mein Leben als Tod
Mein Leben als Tod
 (21)
Erschienen am 24.04.2014

Neue Rezensionen zu Tod null

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annlus avatar

Rezension zu "Mein Leben als Tod" von Tod null

Achtung - Todi kommt!
annluvor 8 Monaten

*Achtung, dieser Exitus kann Spuren von Vanille enthalten!*


Der Tod ist von so vielen Klischees umgeben – Zeit, sein Image aufzubessern. Das Buch begleitet den kleinen Tod (Sohn vom Gevatter Tod) durch seine Anfänge in der Firma Tod GmbH, seine rebellische Phase, in der er von zu Hause auszieht und Teil einer WG wird über......... - mit einem Ziel – den Menschen die Angst vor dem Sterben zu nehmen und all die schönen Angebote aufzuzeigen, die der Tod in Petto hat.



Durch Szenen aus seiner Existenz (gegen das Wort Leben hat der Tod so manches), Einträge aus seinem Tagebuch und so mancher Legende aus dem Unterreich macht das Buch mit dem kleinen Tod vertraut. Neben – eher wenigen – Aufträgen, bei dem der Leser dem Tod über die Schulter schauen kann, sind es eher andere Dinge, die den Tod beschäftigen. So kommt es dazu, dass mit viel (auch schwarzem) Humor der Tod einen Blick auf das Leben der Menschen wirft und dabei immer mal wieder ironisch kritisch wird.


Der Schreibstil war wirklich interessant. Hier werden Redewendungen (rund um den Tod, das Leben und Sterben) eingeflochten, vom naiven jungen Tod wortwörtlich genommen und so hinterfragt und mit Wortspielen jongliert, die das Ganze zu einem echten Genuss gemacht haben.


Mein highlight war eindeutig das Endspiel zwischen Gevatter Tod und dem kleinen Tod: ein Fußballmatch der besonderen Klasse, in dem der FC Gevatter Alles-bleibt-so-wie-es-ist gegen den Borussia Vanille Neustart antritt. Einfach herrlich!


Fazit: Lesen, lachen und so richtig genießen!

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katha_dbnos avatar

Rezension zu "Mein Leben als Tod" von Tod null

Mit dem Tod ist doch zu Spaßen
katha_dbnovor 4 Jahren

Rezension auf Svenjas BookChallenge 

Bevor man das Buch liest, sollte man sich über eins im Klaren sein: weder handelt es sich dabei um die Verschriftlichung des Tourprogramms, noch um eine Erzählung mit einer durchgängigen Handlung. Vielmehr ist es eine Aneinanderreihung von Anekdoten, Bildern, Tagebucheinträgen und fingierten Social Network-Kommentaren, Interviews und dergleichen. Das unterbricht natürlichen den Textfluss und lässt dementsprechend auch kein Roman-Feeling aufkommen. Allerdings kann man das bei einer 'Death Comedy' auch nicht erwarten. Der Vorteil besteht darin, dass man das Buch 'häppchenweise' genießen oder es auch für längere Zeit weglegen kann, ohne dass man später Schwierigkeiten hat, sich in die Story wieder reinzufitzen.

An sich hat mir der spritzige und ironische Grundton sehr gut gefallen. Die diversen Ideen zur Verbesserung des Images z.B. bei der Begrüßung im Jenseits mit Eis, Konfetti und Lieblingsmusik aufzuwarten, fand ich durchaus nicht verkehrt (ich persönlich hätte da zumindest nichts dagegen) und auch der Gedanke, dass man ja später die ganzen verstorbenen Berühmtheiten kennen lernen kann, hat durchaus seinen Reiz.

Allerdings flaute mein anfänglicher Lesespaß gegen Ende hin etwas ab. Manche Dinge haben sich zu oft wiederholt, seine 'Katze' Mautzi (a.k.a. seine mit Styroporkugeln besetzte Hand) war mit dann doch ein wenig suspekt und ich bin auch kein Fan von dialektalem Schreiben, welches in einigen Passagen auftritt. Abge- sehen davon ist das Buch nicht schlecht und ich denke, dass bei der Liveperformanz der Humor noch besser ankommt.

Wer nun aber glaubt, dass es sich schlicht um ein Unterhaltungsbuch handelt, der irrt. Dem Programm liegt nämlich eine eingehende Recherche zugrunde. Tatsächlich lernt man sogar etwas dabei, beispielsweise über die verschiedenen Redewendungen, die es in anderen Ländern für's "Ins-Gras-beißen" gibt oder über den Mythos der Prinzessin Tzacopontziza. An der ein oder anderen Stelle klingt sogar eine gewisse (aber eher harmlose) Sozialkritik heraus und zumindest bei mir hat er damit ins Schwarze getroffen.

Pluspunkte gibt es außerdem für den Anhang, in dem man ein Formular persönlicher Präferenzen bei dem Übergang ins Jenseits und eine To-Do-Liste ausfüllen kann. 

Fazit:

Das Buch eignet sich besonders für Gelegeneheitsleser, die ein bisschen leichte Kost zur Unterhaltung zwischendurch suchen. Die anvisierte Imageaufpolierung hat in meinen Augen funktioniert. Natürlich ist Sterben an sich immer noch deprimierend, aber das Buch zeigt zumindest, dass man dieses Thema nicht immer allzu ernst betrachten sollte.

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Taluzis avatar

Rezension zu "Mein Leben als Tod" von Tod null

Der Tod mitten im Leben
Taluzivor 4 Jahren

„Mein Leben als Tod“ schon dieser Titel macht neugierig. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen durch den chronologischen Aufbau, die Ich-Erzählweise und das Weglassen von komplizierten Fachwörtern.

Der Tod erzählt in drei Abschnitten von „seinen jungen Jahren“, „auf eigenen Beinen“ und „endlich richtig Tod“. Zwischen den Abschnitten gibt es Fotos vom Tod zu sehen.

In seinen jungen Jahren hat es der Tod nicht leicht sich gegen seinen Gevatter durchzusetzen, Freunde zu gewinnen und seine neuen Ideen in der Tod GmbH einzubringen. Lustig wird erzählt wie er Frau Friedrichs kennenlernt. Sein erster Auftrag! Nach einem netten Abend bei der alten Frau geht der Tod nach Hause: „Das nächste Mal hol ich die gute Frau dann aber wirklich, versichere ich mir selbst, während ich vergnügt die Treppen nach unten springe.“ Seite 47

Im zweiten Leseabschnitt waren seinen WG-Erfahrungen im Vordergrund. Besonders gut gefallen hat mir in diesem Leseabschnitt „Internationale Synonyme für das Sterben“, z. B.: Estirar las piernas = Die Beine ausstrecken, Seite 135.

Im letzten Abschnitt erzählt der Tod, wie er die Tod GmbH übernimmt, seinen Gevatter nach Mexico schickt und zwei Obdachlose kennenlernt. Dieser Abschnitt hat mir am besten Gefallen, da er sowohl viel Wortwitz hatte, aber auch sehr ernst war.

Auf seiner Image-Kampanien will der Tod, dass die Menschen, die Angst vor ihm verlieren und ihn mit anderen Augen sehen. Aber auch der Tod fängt auf seiner Image - Tour an, das Leben mit anderen Augen zu sehen. Und ich als Leser habe mir über Leben und Tod Gedanken gemacht. Dieses Buch voller schwarzer Humor hat viele nachdenkliche Seiten.

Ich hatte beim Lesen das Gefühl, der Tod ist mit im Raum. Ganz wichtig ist da noch zu erwähnen, dass der Tod nicht mordet, sondern nur abholt.

Ein amüsantes, schräges und nachdenkliches Buch!

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