Todd Lockwood

 4.5 Sterne bei 31 Bewertungen

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Der Sommerdrache

Der Sommerdrache

 (31)
Erschienen am 25.04.2018
The Summer Dragon (Evertide, Band 1)

The Summer Dragon (Evertide, Band 1)

 (0)
Erschienen am 01.05.2018

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miahs avatar

Rezension zu "Der Sommerdrache" von Todd Lockwood

Der Sommerdrache
miahvor 20 Tagen

Inhalt:
Maia wächst in einem Drachenhorst auf. Ihr Vater ist der Zuchtmeister. Schon von klein auf ist sie mit den Drachen vertraut und wartet sehnsüchtig auf den Tag, an dem sie ihr eigenes Küken bekommen wird. Doch als es soweit ist, beschlagnahmt das Militär alle Küken für seine Drachenstaffel. Maia streift enttäuscht durch die Wälder. Dort macht sie interessante Entdeckungen.

Meine Meinung:
Ich lese nur noch selten Fantasy-Romane, was vielleicht der Grund ist, warum es mir so schwer fiel, mich in die Handlung einzufinden. Ich habe lange gebraucht, um mich in dieser Welt zurechtzufinden.
Die vom Autor angefertigen Zeichnungen am Anfang und mittendrin fand ich sehr schön und hilfreich.

Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Jeder beginnt mit einem Prolog, der nicht, wie der Rest der Handlung, aus der Sicht von Maia geschrieben wurde. Im Prolog geht es um Graeden, dem Sohn des Zuchtmeisters von Cuuloda. Leider spielt er sonst keine Rolle im ganzen Buch. Ich könnte mir aber vorstellen, dass er in einem der Folgebände mehr in den Fokus rücken wird.
Der Rest der Handlung wird komplett aus der Ich-Perspektive von Maia erzählt.

Maia ist auf den ersten Blick ein ganz normales, junges Mädchen, das in einem Aery aufwächst. Ihr Vater ist der Zuchtmeister, sodass sie und ihr Bruder Darian schon früh in die Aufzucht von Drachen miteinbezogen werden. Maia und Darian lieben Drachen über alles und wünschen sich sehr, in diesem Jahr einen eigenen Drachen zu bekommen.

Als das Gerücht umgeht, dass alle Drachenküken in diesem Jahr vom Militär beschlagnahmt werden, sind Maia und Darian verständlicherweise enttäuscht. Sie machen sich auf den Weg in den Wald, um sich abzulenken. Dort erblicken sie den Sommerdrachen. Ein Drache, der mehr eine Legende als Wirklichkeit ist und immer große Veränderungen ankündigt, wenn er gesichtet wurde. Doch Maia entdeckt noch mehr. Sie findet die Leiche eines Drachenweibchens.

Die weitere Handlung ist durch diese beiden Ereignisse bestimmt, denn Maias Entdeckungen lösen nicht nur eine religiöse und philosophische Diskussion aus. Auch ihre Entscheidung, in die Wälder zurückzukehren, um ein eventuell existierendes Drachenküken zu suchen, führt zu einer weiteren Entdeckung, die politische und militärische Auswirkungen hat.

Die Diskussionen fand ich zwischenzeitlich recht schwierig. In gewisser Weise hat es mir geholfen, diese Welt besser zu verstehen, denn so erfährt man die Grundwerte, die dem Handeln und Denken der Protagonisten zugrunde liegen. Dennoch waren die Passagen zum Teil sehr anstrengend und langatmig. Man hatte das Gefühl, dass die Handlung nicht vorankommt.

Die Spannung selbst war mal da, flachte dann aber wieder stark ab, um schließlich wieder anzusteigen. Dieses Auf und Ab machte es schwer für mich, das Buch gerne zu lesen. In den Tiefs wurde meistens diskutiert und die Geistlichen und Militärführer hinterfragten Maias Entdeckungen. Es nervte schon sehr, dass ihr nie jemand glauben wollte.

Mit Maia hatte ich auch so meine Schwierigkeiten. Häufig wirkte sie sturköpfig und trotzig. Sie widersetzte sich allem, um ihren Willen durchzusetzen, weil sie die Entscheidungen nicht billigte. Das hat nicht nur sie in große Gefahr gebracht. Andererseits bewundere ich ihren Mut, die Dinge immer zu hinterfragen und für ihre eigenen Werte und Wünsche zu kämpfen. Sie ist damit eine Protagonistin, die Ecken und Kanten hat, was mir gut gefällt. So ist sie authentischer.

Gerade, als ich dachte, wie gut ich es finde, dass diese Handlung ohne Liebesgeschichte auskommt, wurde die Liebe doch zum Thema. Da allerdings so viel anderes passiert, kommt es nicht zu romantischen Szenen. Das hätte ich irgendwie unpassend gefunden.

Die Darstellung der Drachen war großartig. Todd Lockwood hat es geschafft, jedem Drachen eine eigene Persönlichkeit zu geben, sodass man sie ebenfalls als eigenständige Protagonisten wahrgenommen hat. Seine Beschreibungen waren detailliert, wodurch ich mir die Drachen sehr gut vorstellen konnte.

Die Zahl der Protagonisten bleibt überschaubar, allerdings sind einige der Namen gewöhnungsbedürftig. Da auch alle Drachen Namen haben und als eigenständige Protagonisten handeln, war es manchmal etwas schwierig für mich, den Überblick zu behalten.

Das Buch lässt mich am Ende zwiegespalten zurück. Ich denke eher nicht, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde.

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MiHa_LoRes avatar

Rezension zu "Der Sommerdrache" von Todd Lockwood

Tolle Drachen und eine mutige Protagonistin
MiHa_LoRevor 25 Tagen

Protagonisten
Ihr Leben lang ist Maia von Drachen umgeben gewesen und dieses Jahr ist sie alt genug und ihr Aery hat mehr Drachenküken als zuvor hervorgebracht. Also hoffen sie und ihr Bruder Darian, ihre eigenen Küken zu bekommen, die sie großziehen dürfen, doch dann läuft es anders als geplant und Maia gleitet ihr Leben aus den Händen, nun muss sie irgendwas tun, um die Katastrophe abzuwenden. Sie geht Risiken ein und überlässt ihr Glück nicht mehr dem Zufall oder der Gnade anderer Leute, denn sie ist zielstrebig, mutig und sie liebt Drachen. Zu ihrem Bruder hat sie eine enge Beziehung, aber dieser ist nicht so entschlossen wie sie, was sie in Krisen manchmal auseinanderbringt, auch wenn sie immer zusammenhalten.

Die Anzahl der Charaktere bleibt für ein Fantasy Abenteuer eigentlich vergleichsweise klein, weil man sich auch geographisch nicht allzu viel auf dem Land bewegt und somit auch nicht viele verschiedene Personen kennenlernt. Dann hatten aber einige noch ihre Drachen, die ebenfalls Namen haben, und dann waren es schon so einige Namen, die nicht so leicht zu merken waren.

Eine besondere Rolle spielten natürlich Maias Vater, aber auch die Geistlichen Bellua und Mabir, die für die Situation zuständig waren und unterschiedlicher Meinung waren als Maia oder ihre Bekannten. Das führte zu Konflikten zwischen den Parteien, zwang zu Geheimniskrämerei und sorgte mit für Spannung.

Handlung und Schreibstil

Die Geschichte befasst sich vor allem mit der Beziehung zwischen Drachen und Menschen, insbesondere Maias Gefühle in dieser Hinsicht. Maia liebt Drachen und sieht sie als würdevolle Wesen, die Respekt verdienen. Die Drachen schaffen es auch, diesen Eindruck beim Leser zu wecken, weil man schon merkt, wie intelligent sie sind, gerade bei einem Drachen, der noch in den Mittelpunkt der Geschichte rückt.

Desweiteren ging es noch um die Bedrohung von Außen durch unheimliche magische Wesen, die Aerys, also Drachen-Brutstätten, überfallen und in der Umgebung ihr Unwesen treiben. Sie sind die Feinde, nah, aber doch in der Ferne. Auch die Uneinigkeit in der Religion stand im Mittelpunkt der Geschichte, und die Streitigkeiten über die Bedeutung des Sommerdrachen waren schon faszinierend, aber durch viele Namen fand ich es schwer, dem zu folgen und fand es daher etwas zu langatmig.

Todd Lockwood ist ein Künstler, der sich darauf versteht, die Drachen wirklich wunderbar darzustellen und auch einige schöne Zeichnungen in die Geschichte einbringt, und die magische Welt hat mir schon gut gefallen, aber ich hätte einfach gern mehr davon gesehen!

Fazit

Zwar fand ich in "Der Sommerdrache" die Drachen wunderbar und auch Maia konnte mich überzeugen, aber die Geschichte fand ich etwas schwächer und ich hätte gerne mehr von der Welt gesehen.

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MonkeyMoons avatar

Rezension zu "Der Sommerdrache" von Todd Lockwood

Interessante Ansätze für einen neuen Drachen Epos
MonkeyMoonvor 2 Monaten

Wieder mal ein Buch, das mich sehr zwiegespalten zurück lässt.

Die Darstellung der Drachen fand ich wunderbar. Wie Menschen mit ihren Drachen verbunden werden; Die Beschreibung der Aerys, der Drachenzuchtstationen, in denen es unglaublich familiär zu geht. Wirklich toll.

Was mir leider nicht gefallen hat, waren zum einen die "bösen" Charaktere. Es wurde für mein Empfinden einfach nicht klar genug heraus gearbeitet warum Bellua sich verhält wie er sich verhält (Irgendwas mit Religion?) oder was nun eigentlich Rov's Ziele sind (Irgendwie keine guten Ziele?). Warum Addai völlig irre ist und was eigentlich die Harodhi (Krieger eines feindlichen Landes?) damit zu tun haben.

Hinzu kam, dass das ich das Konstrukt der Avar und Asha irgendwie nicht stimmig fand. Entweder es wurde schlecht erklärt oder ich war zu doof um es richtig zu verstehen. 

Und letztendlich hat das Ende mich mit einem riesigen Fragezeichen über dem Kopf zurück gelassen. Ich habe weder eine Vorstellung davon, was Maia nun für Ziele verfolgt, noch wo die Geschehnisse als ganzes hingehen sollen. Dabei war das Ende noch nicht mal ein Cliffhanger. Man liest die letzte Seite und denkt sich nur: "Ok, fertig".

Ich bin mir unsicher, ob ich diese Reihe weiter verfolgen werde. Wahrscheinlich werde ich es davon abhängig machen, was andere Leute über den zweiten Teil sagen werden.

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