Todd Parker Designing with Progressive Enhancement

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Inhaltsangabe zu „Designing with Progressive Enhancement“ von Todd Parker

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  • Rezension zu "Designing with Progressive Enhancement" von Todd Parker

    Designing with Progressive Enhancement
    [sic!]

    [sic!]

    21. May 2010 um 20:43

    Vorab: Dies ist ein ganz hervorragendes Buch, aber nichts für Anfänger - man sollte über solide Kenntnisse in HTML, CSS und Javascript verfügen oder große Bereitschaft mitbringen, diese sich während der Lektüre anzueignen. Das Buch beschreibt eine Vorgehensweise, visuell ansprechende, hochfunktionale Web-User-Interfaces zu schaffen - aber ständig unter Berücksichtigung von maximaler Zugänglichkeit für Screenreader, Tastatur-Unterstützung und Bereitstellung einer funktionsfähigen User-Experience für Browser, die unzureichende Unterstützung für moderne Javascript- und CSS-Techniken aufweisen (Mobilgeräte, ältere Browser, Javascript deaktiviert, ...). Dies wird unter dem Titel "Progressive Enhancement" subsummiert. Zu diesem Zweck wird zunächst nach einer möglichst umfassenden Abbildung der Anforderungen in semantisch sinnvollem HTML gesucht, so dass bereits in dieser sogenannten "Basic experience" die Anwendung voll funktionsfähig ist. Anschließend wird das Zieldesign und -verhalten über fortgeschrittene CSS- und Javascript-Techniken auf das bestehende Markup draufgesetzt bwz. dieses teilweise ersetzt, wobei wie erwähnt großer Wert auf Barrierefreiheit gelegt wird; insbesondere durch Einsatz von WAI-ARIA Attributen und Berücksichtigung von Tastatur-Navigation. Diese "enhanced experience" wird nach einem Test durch eine von den Autoren entwickelte Javascript-Bibliothek zum Abprüfen von Browser-Fähigkeiten nur dann angewandt, wenn dieser Test erfolgreich war. Das Buch gliedert sich in drei Bereiche: 1. Beschreibung der Methode des "progressive enhancement" und der verwendeten Test-Bibliothek. 2. Kurzer Überblick über die verwendeten Technologien (semantisches HTML, CSS und Javascript - hier v.a. JQuery). Dieser Teil bietet auch durchaus dem erfahrenen Frontend-Entwickler noch interessantes Futter; man hat zwar alles schon mal gehört, aber selten in dieser Präzision und Klarheit. 3. Zwölf Beispiele, in denen anhand häufig vorkommender UI-Elemente (gestylte Radiobuttons, Checkboxen, Selects, Buttons, Tree-Widget, Slider,...) beispielhaft die Methode von vorne bis hinten durchgespielt wird. Insbesondere Teil 3 ist meiner Ansicht nach absolut vorbildlich: Jedes Beispiel ist unabhängig von den anderen nachvollziehbar und verständlich, die Beispiele sind nicht langatmig, sondern knapp aber präzise beschrieben, sinnvoll gegliedert und mit dem verwendeten HTML, CSS und Javascript Code anschaulich dokumentiert; dieser ist nicht zu ausführlich (keine Code-Wüsten wie leider viel zu oft in anderen Büchern), aber alles Relevante ist da. Nebenbei bemerkt: Das verwendete Javascript basiert auf JQuery, setzt aber keine tiefgehende Kenntnis dieses Frameworks voraus und sollte sich problemlos auf andere Bibliotheken portieren lassen; dito werden keine Kenntnisse in WAI-ARIA vorausgesetzt - die verwendeten Elemente werden erklärt. Fazit: Man einiges schon mal gehört - aber ich hatte bislang kein Buch in den Fingern, das die Grundidee so strukturiert, nachvollziehbar und vorbildlich umgesetzt präsentiert, wie hier. Unbedingte Empfehlung für jeden, der sich mit Web-Frontends befasst und sich mit der Frage herumschlägt, wie man diese möglichst zugänglich, sauber und wartbar umsetzt.

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