Tom Avery

 4.3 Sterne bei 34 Bewertungen

Alle Bücher von Tom Avery

Der Schatten meines Bruders

Der Schatten meines Bruders

 (30)
Erschienen am 13.07.2015
Wenn der Sturm kommt: Roman

Wenn der Sturm kommt: Roman

 (2)
Erschienen am 26.02.2016
Wenn der Sturm kommt

Wenn der Sturm kommt

 (1)
Erschienen am 01.02.2016
My Brother's Shadow

My Brother's Shadow

 (1)
Erschienen am 28.11.2014
Not as We Know It

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 (0)
Erschienen am 23.08.2016

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Rezension zu "Der Schatten meines Bruders" von Tom Avery

Rezension zu "Der Schatten meines Bruders" von Tom Avery
Kathleen1974vor einem Jahr

Titel: „Der Schatten meines Bruders“
Autor: Tom Avery
Verlag: Beltz & Gelberg 2017
Seitenzahl: 143 Seiten

Klappentext:
„Nach dem Tod ihres Bruders steht für Kaia die Welt still. Nichts ist mehr wie vorher. Bis der wilde, stumme Junge auftaucht. Ohne ein einziges Wort zu sprechen, wird er Kaias Freund.
Eine zutiefst berührende Geschichte über Freundschaft und den Tag, an dem sich das Leben wieder lebendig anfühlt.“

Zum Cover:
Das Cover ist wunderschön. Ich liebe Abbildungen von Bäumen, die für mich stets Kraft und Natur pur ausstrahlen. Auch die Gestaltung der Einbandinnenseiten find ich sehr gelungen. Alles passend und harmonierend mit dem Buchinhalt!

Schreibstil:
Der Autor schreibt für meinen Geschmack sehr gefühlvoll, verständlich und flüssig. Ich hatte alles Beschriebene sehr gut vor Augen. Es waren schöne und nachdenklich stimmende Textstellen dabei, was ich immer sehr schön finde, weil diese der Geschichte etwas Tiefgründiges geben.

Lieblingszitate:
„Ich bin festgefroren in der Vergangenheit. Festgefroren seit einem Tag, den ich niemals vergessen werde. Erstarrt. Erstarrt. Erstarrt. Wie kommt man raus aus etwas, das man nicht mal sehen kann? Wie kann man ändern, was schon passiert ist?“ (Seite 11)
„Ich nicke. Tief in mir drin schreie ich. Ich sage nichts.“ (Seite 47)
„Ich sehne mich nach dem Frühling, nach dem Ende des Frosts, dem Ende des bisher zehnmonatigen Winters.“ (Seite 54)
„Langsam, ganz langsam dringen warme Strahlen zu mir durch und glückliche Momente brechen das Eis.“ (Seite 94)

Meine Meinung zum Buch:
Das Jugendbuch wurde aus Sicht von Kaia in der „Ich-Form“ geschrieben. Dadurch konnte ich mich gut in sie hineinversetzen. Sie wirkte auf mich authentisch und den Umständen, denen sie leider ausgesetzt war, entsprechend echt. In manchen Situationen hätte ich mir allerdings noch etwas mehr von ihren Gedanken/Gefühlen gewünscht. Sie wirkte in diesen etwas zu verschlossen, was wiederrum aber zu ihrem Zustand, in dem sie sich befand, passte.

Kaia muss mit einem schrecklichen Erlebnis und dem damit verbundenen Verlust ihres geliebten Bruders zurechtkommen. Und das zunächst ganz auf sich allein gestellt, da ihre Mutter – selbst von diesem Verlust umgeworfen – keine Kraft hat bzw. sich mit einem zusätzlichen Problem behaftet, in dem sie selbst gefangen ist. Zudem wird Kaia, die sich selbst als „gefroren/erstarrt“ empfindet, von einigen Klassenkameraden gemobbt und „der Freak“ genannt, was sie natürlich zusätzlich belastet.

Und ständig wird Kaia begleitet vom „Schatten ihres Bruders“, was sie einerseits tröstet, andererseits aber verunsichert und die Verlustgefühle immer wieder neu aufwühlt…
Ob es ihr gelingt, aus ihrer Erstarrung wieder herauszufinden, um unbeschwert am Leben teilhaben zu können, und was es mit „Bäumen“ und dem stummen Jungen in dieser Geschichte auf sich hat, das verrate ich natürlich nicht.

Das Ende dieses Buches habe ich mir etwas anders vorgestellt. Ich empfand dieses zu schnelllebig und abrupt. Ein längeres Ausklingen dieser schönen Geschichte hätte mir besser gefallen.

Dennoch eine nachdenklich stimmende und berührende Geschichte eines Mädchens, das so einiges ganz allein bewältigen muss. Ihr innerer Kampf zurück in die Unbeschwertheit wirkte authentisch und nachvollziehbar. Es zeigt uns auf, wie viel Zeit es braucht, Verluste zu verarbeiten, zu überwinden, und wie wichtig es dabei ist, eine intakte Familie und Freunde an seiner Seite zu haben.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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rainybookss avatar

Rezension zu "Der Schatten meines Bruders" von Tom Avery

Der Schatten meines Bruders
rainybooksvor 2 Jahren

Dieses Buch hat mich von der Aufmachung ( habe ein anders und schöneres Cover) und dem Klappentext sehr angesprochen. Ich habe auf eine berührende Geschichte gehofft und wurde nicht enttäuscht.

Worum geht es:

Nach dem Tod ihres Bruders steht für Kaia die Welt still und sie und ihr Herz sind zu Eis erstarrt. Sie dir ihren großen Bruder so unendlich geliebt hat. Bis eines Tages ein Junge auftaucht, der ohne ein Wort zu sprechen ihr einziger und bester Freund wird und ihr hilft wieder ins Leben zurückzufinden.

Zur Geschichte:

Der Schreibstil ist hier recht einfach aber sehr gefühlvoll. Von der ersten Seite und vom ersten Wort her konnte es mich fesseln und berühren. Ich hatte Herzschmerz während des ganzen Buches und das ist für ein Jugendbuch schon eine große Leistung. Der Autor konnte mich auf diesen knapp 150 Seiten komplett von der Geschichte überzeugen. Die Geschichte wird von Kaias Sicht aus erzählt und ist teilweise in Tagebuchform geschrieben. Man begleitet sie durch ihren Alltag in der Schule und zu Hause und wie sie diesen nach den Verlust ihres Bruders meistert. Auch ihre Mutter leidet und vernachlässigt ihre Tochter durch ihre Trauer. Die Mutter stürzt langsam ab und Kaia muss alleine mit ihren Gefühlen und ihrer Trauer zurecht kommen. Nach dem Tod haben sich alle von ihr abgewendet. Denn wie so oft wissen die Menschen nicht mit jemanden umzugehen der einen solchen Verlust erlitten hat und trauert.

Die Beziehung zwischen dem Jungen, der in ihr Leben tritt, der stumm und verwildert ist und sich ausserhalb der Norm bewegt war sehr faszinierend. Er spricht kein Wort und hört Kaia nur zu, aber gibt ihr durch sein Verhalten und seiner Mimik mehr als alle anderen. Dadurch bringt er sie langsam und unbewusst Stück für Stück ins Leben zurück.

Fazit: Ich kann dieses Buch allen empfehlen die eine berührende Geschichte suchen über Freundschaft, Verlust eines geliebten Menschen und den Umgang damit, handeln. Mich hat dieses Buch zu Tränen gerührt und nach dem Lesen ein bittersüßes Gefühl hinterlassen.

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W

Rezension zu "Wenn der Sturm kommt: Roman" von Tom Avery

Ein beeindruckendes, stellenweise fremdes und widerspenstiges Jugendbuch
WinfriedStanzickvor 2 Jahren


„Alles wird anders, nichts bleibt wie es ist.“
Diese Einsicht und Lebensphilosophie kann als Grundlage gelten für die Jugendbücher von Tom Avery. Schon in seinem erfolgreichen Buch „Der Schatten meines Bruders“ hat er in seiner Hauptfigur Kaia davon erzählt. Er verband von Anfang bis Ende realistische und fantastische Elemente, sodass man als Leser nie genau wusste, was seine Hauptfigur nun tatsächlich erlebte oder was sie lediglich träumte. Real und damit wirksam für das Leben ist für Avery immer beides. In der Sprache zwischen weichen und harten Tönen wechselnd, gelang es ihm, verschiedene Seelenzustände zu beschreiben und einen seelischen Heilungsprozess eines Jugendlichen eindrucksvoll zu schildern.

Ich erwähne das noch einmal ausdrücklich, weil fast alles auch für den hier vorliegenden leider bisher nicht so stark rezipierten zweiten Roman von Tom Avery gilt. Es geht um die beiden Zwillinge Jamie und Ned. Schon bald erfahren wir von Jamie, dass Ned seit der Geburt an Mukoviszidose leidet, einer unheilbare Krankheit, die seine Lebenserwartung wahrscheinlich stark begrenzt. Seit die beiden Brüder zurückdenken können, erzählt der Großvater ihnen fantastische Geschichten übers Meer, Geschichten voller Meerfrauen und Meermännern, die Wunder vollbringen.

Als sie eines Tages am Strand ein seltsames Meerwesen finden (Realität oder Fantasie?) erhofft sich Jamie die Rettung für seinen Bruder. Sie nennen das Wesen Leonard und insbesondere Ned entwickelt bald eine ganz besondere Beziehung zu ihm. Jamie beschreibt das ganz genau, weil er spürt, dass sein geliebter Bruder sich von ihm entfernt.  Doch am Ende wird ihm deutlich warum, und auch warum das Wesen Ned tatsächlich gerettet hat. Nur nicht so, wie Jamie sich das erhoffte…

Nach „Der Schatten meines Bruder“ wieder ein beeindruckendes, stellenweise fremdes und widerspenstiges Jugendbuch von Tom Avery.



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