Tom Avery Der Schatten meines Bruders

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Inhaltsangabe zu „Der Schatten meines Bruders“ von Tom Avery

Ich bin Kaja, für immer erstarrt.

Kaias Bruder ist tot. Und auf einen Schlag hat sich alles für sie verändert. Nur einer dringt noch zu Kaia durch: der wilde, stumme Junge, der neu an der Schule ist. Wo kommt er her? Existiert er nur in ihrer Vorstellung? Zögernd lässt Kaia sich auf ihn ein und fasst auch wieder Vertrauen zu ihren Freundinnen, die sie davon überzeugen, dass echte Freundschaften tiefe Krisen überwinden.
Ein zutiefst berührender Roman über das Weiterleben, wenn plötzlich nichts mehr ist, wie es einmal war.

ein Buch das trotz der Kürze und des doch recht einfachen Schreibstils mich zu Tränen gerührt hat. Herzschmerz inklusive.

— rainybooks

Ich finde, dass dieses Buch sehr gut geschrieben ist. Die Gefühle der Hauptperson Kaia werden sehr gut und auch detailiert beschrieben.

— Crazy-Girl6789

Ein poetisches und zartes Büchlein, aus dem man unglaublich viel raus mitnehmen kann!

— loveisfriendship

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  • Rezension zu "Der Schatten meines Bruders" von Tom Avery

    Der Schatten meines Bruders

    Kathleen1974

    04. December 2017 um 09:25

    Titel: „Der Schatten meines Bruders“Autor: Tom Avery Verlag: Beltz & Gelberg 2017Seitenzahl: 143 SeitenKlappentext:„Nach dem Tod ihres Bruders steht für Kaia die Welt still. Nichts ist mehr wie vorher. Bis der wilde, stumme Junge auftaucht. Ohne ein einziges Wort zu sprechen, wird er Kaias Freund.Eine zutiefst berührende Geschichte über Freundschaft und den Tag, an dem sich das Leben wieder lebendig anfühlt.“Zum Cover:Das Cover ist wunderschön. Ich liebe Abbildungen von Bäumen, die für mich stets Kraft und Natur pur ausstrahlen. Auch die Gestaltung der Einbandinnenseiten find ich sehr gelungen. Alles passend und harmonierend mit dem Buchinhalt!Schreibstil:Der Autor schreibt für meinen Geschmack sehr gefühlvoll, verständlich und flüssig. Ich hatte alles Beschriebene sehr gut vor Augen. Es waren schöne und nachdenklich stimmende Textstellen dabei, was ich immer sehr schön finde, weil diese der Geschichte etwas Tiefgründiges geben.Lieblingszitate:„Ich bin festgefroren in der Vergangenheit. Festgefroren seit einem Tag, den ich niemals vergessen werde. Erstarrt. Erstarrt. Erstarrt. Wie kommt man raus aus etwas, das man nicht mal sehen kann? Wie kann man ändern, was schon passiert ist?“ (Seite 11)„Ich nicke. Tief in mir drin schreie ich. Ich sage nichts.“ (Seite 47)„Ich sehne mich nach dem Frühling, nach dem Ende des Frosts, dem Ende des bisher zehnmonatigen Winters.“ (Seite 54)„Langsam, ganz langsam dringen warme Strahlen zu mir durch und glückliche Momente brechen das Eis.“ (Seite 94)Meine Meinung zum Buch:Das Jugendbuch wurde aus Sicht von Kaia in der „Ich-Form“ geschrieben. Dadurch konnte ich mich gut in sie hineinversetzen. Sie wirkte auf mich authentisch und den Umständen, denen sie leider ausgesetzt war, entsprechend echt. In manchen Situationen hätte ich mir allerdings noch etwas mehr von ihren Gedanken/Gefühlen gewünscht. Sie wirkte in diesen etwas zu verschlossen, was wiederrum aber zu ihrem Zustand, in dem sie sich befand, passte.Kaia muss mit einem schrecklichen Erlebnis und dem damit verbundenen Verlust ihres geliebten Bruders zurechtkommen. Und das zunächst ganz auf sich allein gestellt, da ihre Mutter – selbst von diesem Verlust umgeworfen – keine Kraft hat bzw. sich mit einem zusätzlichen Problem behaftet, in dem sie selbst gefangen ist. Zudem wird Kaia, die sich selbst als „gefroren/erstarrt“ empfindet, von einigen Klassenkameraden gemobbt und „der Freak“ genannt, was sie natürlich zusätzlich belastet.Und ständig wird Kaia begleitet vom „Schatten ihres Bruders“, was sie einerseits tröstet, andererseits aber verunsichert und die Verlustgefühle immer wieder neu aufwühlt…Ob es ihr gelingt, aus ihrer Erstarrung wieder herauszufinden, um unbeschwert am Leben teilhaben zu können, und was es mit „Bäumen“ und dem stummen Jungen in dieser Geschichte auf sich hat, das verrate ich natürlich nicht.Das Ende dieses Buches habe ich mir etwas anders vorgestellt. Ich empfand dieses zu schnelllebig und abrupt. Ein längeres Ausklingen dieser schönen Geschichte hätte mir besser gefallen.Dennoch eine nachdenklich stimmende und berührende Geschichte eines Mädchens, das so einiges ganz allein bewältigen muss. Ihr innerer Kampf zurück in die Unbeschwertheit wirkte authentisch und nachvollziehbar. Es zeigt uns auf, wie viel Zeit es braucht, Verluste zu verarbeiten, zu überwinden, und wie wichtig es dabei ist, eine intakte Familie und Freunde an seiner Seite zu haben.Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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  • Der Schatten meines Bruders

    Der Schatten meines Bruders

    rainybooks

    01. January 2017 um 02:46

    Dieses Buch hat mich von der Aufmachung ( habe ein anders und schöneres Cover) und dem Klappentext sehr angesprochen. Ich habe auf eine berührende Geschichte gehofft und wurde nicht enttäuscht. Worum geht es:Nach dem Tod ihres Bruders steht für Kaia die Welt still und sie und ihr Herz sind zu Eis erstarrt. Sie dir ihren großen Bruder so unendlich geliebt hat. Bis eines Tages ein Junge auftaucht, der ohne ein Wort zu sprechen ihr einziger und bester Freund wird und ihr hilft wieder ins Leben zurückzufinden.Zur Geschichte:Der Schreibstil ist hier recht einfach aber sehr gefühlvoll. Von der ersten Seite und vom ersten Wort her konnte es mich fesseln und berühren. Ich hatte Herzschmerz während des ganzen Buches und das ist für ein Jugendbuch schon eine große Leistung. Der Autor konnte mich auf diesen knapp 150 Seiten komplett von der Geschichte überzeugen. Die Geschichte wird von Kaias Sicht aus erzählt und ist teilweise in Tagebuchform geschrieben. Man begleitet sie durch ihren Alltag in der Schule und zu Hause und wie sie diesen nach den Verlust ihres Bruders meistert. Auch ihre Mutter leidet und vernachlässigt ihre Tochter durch ihre Trauer. Die Mutter stürzt langsam ab und Kaia muss alleine mit ihren Gefühlen und ihrer Trauer zurecht kommen. Nach dem Tod haben sich alle von ihr abgewendet. Denn wie so oft wissen die Menschen nicht mit jemanden umzugehen der einen solchen Verlust erlitten hat und trauert.Die Beziehung zwischen dem Jungen, der in ihr Leben tritt, der stumm und verwildert ist und sich ausserhalb der Norm bewegt war sehr faszinierend. Er spricht kein Wort und hört Kaia nur zu, aber gibt ihr durch sein Verhalten und seiner Mimik mehr als alle anderen. Dadurch bringt er sie langsam und unbewusst Stück für Stück ins Leben zurück.Fazit: Ich kann dieses Buch allen empfehlen die eine berührende Geschichte suchen über Freundschaft, Verlust eines geliebten Menschen und den Umgang damit, handeln. Mich hat dieses Buch zu Tränen gerührt und nach dem Lesen ein bittersüßes Gefühl hinterlassen.

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  • Herz und Verstand versteckt in einer kleinen und sehr gefühlvollen Geschichte!

    Der Schatten meines Bruders

    Samy86

    23. January 2015 um 18:59

    Inhalt: Kaia ist fest gefroren, denn nach dem dramatischen Tod ihres Bruders scheint die Welt um sie herum einfach still zu stehen. Sie isoliert sich von allem und jedem, und ihre Trauer geht so weit, dass sie sogar als Aussenseiterin und Freak von ihren ehemaligen Freundinnen betitelt wird. Doch was kommt nach dem Nichts? Gibt es irgendwann der Punkt, wann der Schmerz nachlässt oder endet dieses Gefühl der Leere niemals? Gerade als Kaia glaubt, dass es nichts mehr gibt was sich zu kämpfen lohnt, taucht ein wilder und stummer Junge an ihrer Schule auf und bringt frischen Wind in Kaias Leben. Er gibt ihr genau das, was sie in ihrer jetzigen Situation braucht - Erschenkt ihr sein Ohr und hört ihr zu! Meine Meinung: Selten hab ich solch ein gefühlvolles und hoch emotionales Buch gelesen, welches das Thema " Trauerverarbeitung" so ergreifend thematisiert, wie es Tom Avery in " Der Schatten meines Bruders" geschafft hat.  Er schreibt eine zutiefst berührende Geschichte über das Weiterleben, wenn plötzlich nichts mehr ist, wie es war. Wenn das Gefühl der Leere entsteht, die Trauer überwiegt und man selbst die Kraft und die Hoffnung verliert aus diesem einnehmenden und beengenden Gefühl herauszuschaffen. Er schafft es die Bedeutung von " wahrer Freundschaft " so in Szene zu setzen, dass man jede Sekunde mit Kaia und dem wilden stummen Jungen verbringen möchte, man kommt einfach nicht drum herum um sich treiben zu lassen mit Kaia zu fühlen, zu leiden und zu hoffen. Mir fehlen wirklich die passenden Worte um das zu beschreiben, was dieses Buch in mir ausgelöst hat.  Einzig die klare Botschaft : " Freundschaft besteht auch ohne Worte!" ist so bedeutungsvoll und wichtig! Kaia möchte man als Leser einfach nur in den Arm nehmen, ihr die Hand reichen und einen Weg durch die Dunkelheit und Einsamkeit, welche die Trauer in ihr auslöst zeigen. Das schlimme an sich, fand ich nicht nur die tiefe Trauer welcher der Verlust ihres Bruder in ihr auslöst und sie somit zu einer wandelten leeren Hülle auf der Welt macht, sondern auch, dass sie keinerlei Unterstützung durch ihre Familie erfährt, da diese auf ihre eigene Weise mit der Trauer und dem Verlust umgehen! Dann als sie wirklich jede Hoffnung auf ein Leben mit Freunden und Liebe verloren hat, taucht der wilde stumme Junge in ihrem Leben auf und wirbelt nicht nur die Schule auf, sondern auch Kaias Leben und Emotionen. Der Schreibstil ist leicht verständlich, angenehm und gefühlvoll. Einfach wie für diese Art von Handlung gemacht!  Fazit: Dieses Buch ist einfach nur voller Emotionen. Der Autor zeigt viel Gefühl, was das Thema Trauerbewältigung angeht und konnte auf ganzer Linie bei mir punkten. Er schaffte es nur mit wenigen Worten mich zu fesseln, zum weinen und lachen zu bringen, aber auch über die Bedeutung von " wahrer Freundschaft" mehr als einmal nachzudenken! 

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  • Ein Buch mit Herz und Verstand

    Der Schatten meines Bruders

    TheSarahStory

    07. December 2014 um 23:20

    Kaias verliert ihren Bruder Moses auf tragische Weise und fortan ist in ihrem Leben nichts mehr, wie es war. Ihre Mutter und sie reden nicht mehr und sie verliert ihre Freundinnen in der Schule, fühlt sich einsam und auf sich alleine gestellt. Die meisten nennen sie Freak und verspotten sie, doch keiner denkt darüber nach, wie es in Kaia aussieht. Doch eines Tages kommt ein neuer Junge an die Schule und Kaia freundet sich mit ihm an. Er ist anders als all die anderen, ist wild und redet nicht, aber er hört zu. Und das ist genau das, was Kaia gerade braucht. Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, das Leben und die Neuanfänge, die man immer wieder machen kann, egal wie tief man vorher gefallen ist. Dieses Buch hat mehr als Tiefe als die meisten Erwachsenenromane, wo man diesen Anspruch stellen würde. Anhand der kleinen Seitenzahl und dem Klappentext habe ich zuerst ein schlichtes Kinder- und Jugendbuch erwartet, stattdessen habe ich etwas Wundervolles bekommen, was mich wirklich berührt hat. Kaia ist ein tolles Mädchen, das man sogleich auf den ersten Seiten fest in Herz schließt und am liebsten nicht mehr loslassen möchte. Sie ist so jung und macht schon so verdammt viel durch und an manchen Stellen zweifelte ich wirklich an der Menschlichkeit mancher Charaktere in diesem Buch. Es ist unfassbar, wie grausam Kinder sein können und genauso unfassbar, wie unsensibel manche Lehrer damit umgehen, wenn so junge Menschen ein Familienmitglied verlieren. Gerade Kinder kommen mit diesen Bildern, mit denen Kaia leben muss, nicht wirklich klar und man sollte ihnen alle Zeit der Welt geben, dies ordentlich zu verarbeiten. Dieses Buch ist in jeder Linie wertvoll zu lesen und das unbedingt in jedem Alter. In diesen wenigen Seiten steckt so viel, das ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Für mich ein Beweis, dass ich auch dem Beltz & Gelberg Verlag zukünftig mehr Aufmerksamkeit schenken werde. Die Bücher haben hohen Wert und da soll mal noch ein Leser behaupten, dass Bücher unter 300 Seiten kein Buch wären. Das hier ist mehr Buch als viele andere mit fünfhundert Seiten, die am Ende rein gar nichts auszudrücken wussten. Bitte gebt diesem Werk eine Chance. Es hat es absolut verdient! 

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, die weniger als 250 Seiten haben

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 10 austauschen!

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  • Berührende Geschichte

    Der Schatten meines Bruders

    Dini98

    31. October 2014 um 08:48

    Inhalt: Seit dem Tod ihres Bruders ist für Kaia nichts mehr wie früher. Ihre Mutter betrinkt sich, Kaia hat keine Freunde mehr und ihr Klassenlehrer schimpft nur mit ihr. Doch dann taucht plötzlich ein Junge in der Schule auf. Der Junge scheint seine eigenen Regeln zu haben, denn er kommt und geht, wie er es möchte. Außerdem spricht er nicht. Kein einziges Wort. Kaia und der fremde Junge werden Freunde. Ohne je ein Wort gewechselt zu haben. Ihre Freundschaft ist etwas Besonderes, denn der Junge hört Kaia zu, versteht sie und hilft ihr das Leben wieder als lebenswert zu sehen. Gestaltung: Ich finde das Cover sehr schön gestaltet und es passt zu dem Buch, weil man mit der Zeit erfährt, welche große Bedeutung Bäume für Kaia haben. Der kleine Schatten, der an dem Baum lehnt, verrät schon ein wenig die Traurigkeit und die Einsamkeit eines Kindes, die in dem Buch stecken. Auch die Innengestaltung finde ich gelungen und die einzelnen Kapitelüberschriften sind schön gestaltet. Auch wenn das Buch auf den ersten Blick sehr dünn wirkt, es steckt eine berührende Geschichte darin, die gar nicht mehr Worte gebraucht hätte. Stil und Sprache Tom Avery hat einen angenehmen Schreibstil, der sich schön flüssig liest. Kaias Geschichte wird in überwiegend knappen Sätzen erzählt, weil meistens nur ihre Gedanken beschrieben werden. Man braucht überhaupt keine Vorstellung von der Umgebung, in der sich die Handlung abspielt, schon allein Kaias Gedanken reichen. Manchmal hat es mich überrascht, wie erwachsen Kaias Sprache war, aber wenn man bedenkt, was sie alles durchgemacht hat, dann kann man sich schon vorstellen, dass sie das reifer gemacht hat, als ihre Mitschüler es waren. Figuren: Kaia ist eine sehr nachdenkliche Person. Sie schweigt lieber, als das sie etwas sagt und sie nimmt Situationen schnell so an, wie sie sind. Wie schon gesagt, für ihr eigentliches Alter wirkte sie überraschend erwachsen. Auch wenn sie sich innerlich oft von den Gefühlen überwältigen ließ. Den fremden Jungen einzuschätzen, ist sehr schwer. Er hat ja kein einziges Mal gesprochen oder anderweitig etwas von sich preisgegeben. Ich hätte schon gerne mehr über ihn erfahren, weil es so immer schwierig war, sein Verhalten zu verstehen. Am meisten interessiert mich immer noch, ob er wirklich sprechen kann oder nicht will, und was der Grund dafür ist. Aber dieses Geheimnis behält der Autor wohl für sich. Handlung/Idee: Auch wenn in diesem Buch nicht viel passiert, es stecken so viele Emotionen dahinter und so viel Tiefgang, dass selbst die kleinsten Sachen plötzlich eine große Bedeutung bekommen. In Kaias Welt einzutauchen ist einfach unglaublich und ich denke, man kann auch einiges aus dem Buch lernen. Dieses Buch kann auf jeden Fall auch von Erwachsenen gelesen werden. Ich empfehle es sogar dringend! Fazit: Eine der berührendsten Geschichten, die je gelesen habe! Man taucht vollkommen in das Geschehen ein und man fühlt sich wirklich wie Kaia. Wahnsinn! Mehr Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog: http://nadinemoench.com/

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  • Eines der beeindruckendsten Jugendbücher dieses Jahres

    Der Schatten meines Bruders

    WinfriedStanzick

    08. September 2014 um 11:46

      Ausgezeichnet mit dem LUCHS – Preis der ZEIT für den Monat Juli 2014 wird das hier vorliegenden Buch des britischen Autors Tom Avery vielleicht in der zweiten Jahreshälfte mehr Resonanz und Anerkennung erfahren als bisher. Verdient hat es diese sensible Buch allemal.   Tom Avery arbeitet als Lehrer in London mit Kindern in sogenannten „schwierigen Verhältnissen“. Auf die Idee zu diesem Buch kam er, als in seiner Klasse ein Kind ein Geschwisterkind verloren hatte. Man spürt die ganzen 150 Seiten des Buches über, dass Tom Avery genau weiß, wovon er schreibt, wenn er seine ich-erzählende Protagonistin Kaia schon zu Beginn des Buches sagen lässt: „Ich bin Kaia, für immer festgefroren. Für immer festgefroren. Für immer erstarrt. Also lese ich nicht. Ich will mich nicht erinnern. Stattdessen schreibe ich das hier.“   Vor einiger Zeit hat sie ihren älteren Bruder, der ihr immer eine Stütze war, tot in seinem Blut in seinem Zimmer gefunden. Ihre Mutter beginnt kurz danach ihren Kummer und ihre Trauer in Unmengen von Alkohol zu ertränken, und einen Vater hat Kaia nie gekannt.   Ihre Freunde und Freundinnen in der Schule geben sich alle Mühe sie zu trösten, aber sie sind mit der Situation genauso überfordert, wie die Lehrer in Kaias Schule. Kaia erstarrt immer mehr.  Eines Tages kommt ein neuer Schüler in Kaias Schule und  Klasse. Völlig verdreckt und in Lumpen gekleidet, verhält sich der Junge wie ein wildes Tier und spricht kein einziges Wort. Er wird sofort zum  Gespött der anderen Kinder. Nur Kaia fühlt sich diesem seltsamen Jungen sofort nahe und sucht den vorsichtigen Kontakt mit ihm.   Sie spricht mit ihm und über die Zeit schafft sie mit dieser Beziehung wieder den Schritt zurück ins Leben, heraus aus ihrer Erstarrung und Trauer. Auch ihre Mutter scheint den Weg aus der Sucht zu finden und so bewahrheitet sich eine der 10 Lebensregeln ihres toten Bruders, den sie endlich loslassen und gehen lassen kann, genau wie ihren stummen Freund: „Alles wird anders, nichts bleibt wie es ist.“   Tom Avery hat über das ganze Buch hinweg realistische und fantastische Elemente so miteinander verbunden, dass man oft gar nicht genau weiß, was Kaia nun tatsächlich erlebt oder was sie nur träumt oder in ihrer Fantasie erlebt. Auch ob es den zerlumpten Jungen tatsächlich gibt, bleibt ungeklärt.   Mit einer an manchen Stellen sehr weichen, dann wieder im Ton sehr harten Sprache gelingt es Tom Avery hervorragend, die verschiedenen Seelenzustände von Kaia zu fassen, und einen inneren Selbstheilungsprozess zu beschreiben.   Für mich ist „Der Schatten meines Bruders“ eines der beeindruckendsten Jugendbücher dieses Jahres.

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  • Poetische Trauerbewältigung - ein kleines Juwel!

    Der Schatten meines Bruders

    tinstamp

    03. September 2014 um 17:25

    Dieses Jugendbuch habe ich bei Lurchi von Leselurchs Bücherhöhle entdeckt! Sie war ganz begeistert und hat eine wunderbare Rezi dazu geschrieben! Umso erstaunter war ich, als ich es auf der Büchereiseite entdeckte und ich mich beim nächsten Büchereibesuch gleich auf die Suche machte, ob es ausgeborgt war oder nicht. Und ich hatte Glück! Es war da und wartete anscheinend auf mich ;) Ich lese ja eigentlich kaum Bücher dieser Altersklasse (12-15 Jahre) und auch nur wenige Jugendbücher, aber dieses Büchlein ist wirklich ein kleines Juwel. Es hat nur 150 Seiten, aber diese haben sehr viel Inhalt. Auch wenn mich der Schreibstil anfangs etwas irritierte und ich erst reinkommen musste in die Geschichte, fühlt man bereits zu Beginn diese furchtbare Starre in Kaia. Sie sagt über sich selbst, sie sei festgefroren. Festgefroren seit sie ihren Bruder Moses vor neun Monaten und zwölf Tagen tot in seinem Bett gefunden hat. Seitdem ist sie ein "Freak", wie Poppy, ein Mädchen aus ihrer Klasse sie nennt. Sie findet keinen Anschluss mehr....ihre Freunde sind nicht mehr ihre Freunde, ihre Mutter hat ihren Job verloren und greift lieber zur Flasche. Kaia's Leben ist von einen Tag auf den anderen wie erstarrt. Kai ist erstarrt...vor Trauer! "Ich wandert' einsam wie die Wolke, die treibt dahin in ihrer Höhe" Seite 64 Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die sich die 10 Lebensregeln nennen. Diese sind Erfahrungen, die Kaia im Laufe der Geschichte macht und die von ihrer Trauer, aber auch vom Weg zurück ins Leben erzählen. Als ein neuer Junge in die Klasse kommt, der ebenso ein "Freak" wie sie zu sein scheint, beginnt Kaia sich mit ihm anzufreunden. Der neue Schüler spricht nicht, ist zerlumpt und wild. Er ist ihr ein Freund...einer der zuhört. Durch ihn beginnt Kaia Stück für Stück wieder ins Leben zu finden und loszulassen. ...aber gibt es ihn wirklich? Tom Avery erzählt hier eine Geschichte in der Ich-Form. So erleben wir die Gefühle von Kaia direkt mit und sehen ihr leben durch ihre Augen. Obwohl es ein Kinder- und Jugendbuch ist und auch so geschrieben wurde, ist es ebenso für Erwachsene ansprechend. Es gibt wenige Bücher, die das Problemthema Trauer so anrührig, aber dennoch nicht traurig beschreibt. Die Geschichte ist glaubhaft und realitätsnah. Auch wenn sich die Beschreibung hier sehr pessimistsich und traurig anhört, zieht die Geschichte den Leser auf keinen Fall runter. Es ist eher eine berührende Geschichte voller Poesie und Freundschaft. Es geht um die Bewältigung der Trauer und darum sein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Cover: Auch das Originalcover gefällt mir sehr gut...vielleicht sogar etwas besser, als das deutsche Cover. Kaia sieht ihren Bruder ab und zu als Erscheinung in einem Baum. Für Bäume interessiert sie sich außerdem sehr, da Moses ihr zum Geburtag ein Buch über Bäume geschenkt hat, das sie hütet wie ihren Augapfel. So passen beide Cover sehr gut.....das Originalcover vielleicht sogar noch um einen Tick besser. Schreibstil: Der Schreibstil des Autor macht das Buch zu etwas besonderem. Es ist eine sprachlich wunderschöne Geschichte, die die Seele berührt. Man findet darin viele Zitate, die einem innehalten lassen und die man am liebsten sofort irgendwo niederschreiben möchte. Auf der anderen Seite ist der Schreibstil aber auch dem empfohlenen Lesealter angepasst. Fazit: Ein berührendes Buch über ein junges Mädchen und ihre Bewältigung der Trauer. Geschrieben mit viel Poesie und empfehlenswert für ältere Kinder, die sich mit dem Trauerprozess auseinandersetzen müssen. Klare Leseempfehlung für Jung und Alt!

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  • "10. Lebensregel: Alles wird anders, nichts bleibt, wie es ist."

    Der Schatten meines Bruders

    leselurch

    19. July 2014 um 12:59

    *Worum geht's?* Kaia ist erstarrt. Seit ihr Bruder gestorben ist, ist sie festgefroren. Festgefroren in der Vergangenheit, die sie niemals vergessen wird. Weder ihre Freunde noch ihre Mutter, die ihre eigenen Sorgen durch Alkohol zu verdrängen versucht, können Kaia helfen. Aber dann kommt plötzlich ein wilder Junge an Kaias Schule. Er redet nicht, ist durch und durch unbezähmbar und niemand weiß, woher er kommt – und doch ist er der Einzige, der Kaia zu verstehen scheinen. Durch ihn löst sich Kaias Starre. Durch ihn fasst sie den Mut, sich wieder dem Leben zu stellen. Eine Freundschaft voller lauter Fragen beginnt, auf die es nur stille Antworten zu geben scheint. *Meine Meinung:* Man muss genau hinschauen, damit man sie nicht übersieht: die kleinen, feinen Büchlein, die sich bescheiden im Hintergrund halten. Die sich in den Buchhandlungen schüchtern zwischen den dicken Schmökern verstecken. Die nicht mit den ganz Großen um Platzierungen auf Bestsellerlisten kämpfen wollen. Sie haben wunderschöne Geschichten zu erzählen, die berühren und bewegen, nachdenklich stimmen und im Kopf bleiben. Aber sie sind zurückhaltend, scheu, leise. Sie kommen nicht auf dich zu, umgarnen dich nicht mit Witz und Charme, die beste Unterhaltung versprechen. Sie wollen dir von sich erzählen, dir allein eine Geschichte zuflüstern, die du nicht mehr vergessen wirst. Aber es liegt an dir, sie zu entdecken. Tom Averys Debüt „Der Schatten meines Bruders“ ist ein solches Buch. Es ist ein zierlicher Roman, den man mit seinen knapp 150 Seiten in einer Buchhandlung schnell einmal übersehen kann. Dabei steckt auf den wenigen Seiten eine Geschichte, die viel mehr zu bieten hat als so mancher Bestseller. Es ist ein kleines Meisterwerk, das es verdient hat, beachtet und gelesen zu werden. „Der Schatten meines Bruder“ erzählt von der Schwere, die einen überfällt, wenn man einen geliebten Menschen verliert. Von der Trauer, die einen erstarren und verrückt werden lässt. Aber es erzählt zugleich auch von dem Mut, etwas Neues anzufangen. Den Verlust nicht zu vergessen, aber hinter sich zu lassen. Wieder zu lächeln und zu leben. „Der Schatten meines Bruders“ erzählt die Geschichte von dem jungen Mädchen Kaia – oder vielmehr: Die Geschichte wird von ihr niedergeschrieben. In dem Roman bekommt man Kaias Aufzeichnungen zu lesen, die sie für sich selbst aufgeschrieben hat. Auf intensive und eindringliche Art und Weise nimmt man an Kaias Leben teil, das man seit des Todes ihres Bruders schon gar nicht mehr als Leben bezeichnen kann. Sie hat all ihre Freunde verloren, findet in der Schule keinen Anschluss mehr und ihre Mutter ertränkt ihre eigenen Sorgen mit Alkohol. Als ein seltsamer Junge an Kaias Schule kommt, ändert sich alles, ganz plötzlich und schleichend zugleich. Der mysteriöse Junge ist wild und stumm. Er redet nicht, hört dafür aber ganz genau zu, und nimmt die Welt durch seine wilden Augen ganz anders wahr. Auf stille Art werden er und Kaia zu Freunden, besten Freunden, und durch ihn beginnt das Mädchen langsam, aber sicher wieder zu leben. „Der Schatten meines Bruders“ zeigt, wie wichtig Freundschaft ist und was sie bewirken kann. Ihn und Kaia verbindet eine ganz besondere, innige Beziehung, die man nur schwer beschreiben kann. Man muss sie lesen, selbst erleben, um verstehen zu können, warum und wieso ausgerechnet ein wilder Junge und ein festgefrorenes Mädchen ein unbezwingbares Duo abgeben, das einen tief in der Seele berührt. „Der Schatten meines Bruders“ behandelt mit Themen wie dem Tod, der Trauer und der Flucht in eine Sucht ohnehin sehr schwerwiegende und schwierige Aspekte. Tom Avery geht jedoch noch einen Schritt weiter und stellt diese auf eine unverblümte, erschreckend realistische und zugleich tief bewegende Weise dar, die einem eine Gänsehaut beschert. Auch als erwachsene Leserin, die nicht mehr in die angesprochene Leserschaft von 12-15 Jahren passt (obwohl ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen möchte, dass „Der Schatten meines Bruders“ alles andere als bloß ein Jugendbuch ist und keinesfalls an Altersgrenzen gebunden ist!), war ich von einigen expliziten Szenen sehr geschockt. Tom Avery erzählt die Geschichte durch die Augen eines jungen Mädchens, authentisch, realitätsnah und glaubhaft, aber eben auch knallhart. „Der Schatten meines Bruders“ ist ein Buch, das nicht nur Jugendliche ein wenig an ihre Grenzen treibt. Sanfte Gemüter sollten Averys Roman daher vielleicht nicht alleine lesen. Tom Avery konzentriert sich in seinem Roman auf das, was wirklich zählt: die Momente, in denen die Trauer am größten ist, und jene, in denen sich alles ändert. Avery holt nicht weit aus und erzählt in „Der Schatten meines Bruders“ nicht die komplette Lebensgeschichte seiner Protagonistin Kaia. Man darf sie nur für eine kurze Zeit durch ihr Leben begleiten und nimmt nur an den wichtigsten Sequenzen teil. Viele Dinge, wie etwa ihre früheres Leben oder das ihres Bruders, werden nur angeschnitten und nicht ausführlich behandelt. Avery lässt seine Leser über viele Fakten und Geschehnisse im Unklaren, er lässt viele Fragen unbeantwortet. Was einen in vielen Büchern tatsächlich nervt, ist in „Der Schatten meines Bruders“ allerdings genau richtig. Alles andere hätte gar nicht in das Buch gepasst und vom Eigentlichen abgelenkt: Von dem, worauf es ankommt. Tom Avery unterteilt Kaias Geschichte nicht in klassisch durchnummerierte Kapitel, sondern in 10 bewusste gesetzte Abschnitte, die sowohl Fortschritte als auch Rückschritte für das Mädchen bedeuten können. Jeder dieser Abschnitte wird durch eine von Kaias Lebensregeln („6. Lebensregel: Pass gut aus – du könntest etwas verpassen“, S. 85) eingeleitet, die sich mitsamt ihrer Bedeutung in das eigene Gedächtnis brennen. Die Worte, die Avery für Kaia gewählt hat, erscheinen im ersten Moment vielleicht gar nicht so bedeutsam, doch je intensiver man in die Welt des verletzten Mädchens abtaucht, desto deutlicher und schwerer lastet jedes einzelne von ihnen auf dem eigenen Herzen – und desto prägender ist das, was nach der letzten Seite mit einem selbst geschieht. *Fazit:* „Der Schatten meines Bruders“ von Tom Avery ist ein kleines Meisterwerk, das jeder gelesen haben sollte. Es ist eine berührende und bewegende Geschichte über den Tod und die Trauer, aber auch über den Mut, etwas hinter sich zu lassen und wieder zu leben. Kaia und der wilde, stumme Junge sind ein Duo, das einen tief im Herzen, aber auch im Kopf bewegt. Tom Averys Debüt ist unbeschreiblich traurig und schön zugleich, ein Buch, über das man viel reden, dem man aber mit keinem Wort gerecht werden kann. Für mich ein absolutes Must-Read! Für „Der Schatten meines Bruders“ vergebe ich 5 Lurche.

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  • Der Schatten meines Bruders

    Der Schatten meines Bruders

    Sarlascht

    09. June 2014 um 19:48

    Inhalt: Seit Kaias Bruder gestorben ist, scheint es so, als wäre das Mädchen von der Außenwelt abgeschnitten. Die Freunde haben kein Verständnis mehr, ihre Mutter versinkt im Alkohol und sie selbst? Sie nennt es erstarrt, sie ist erstarrt über diese Tragödie. Alleine scheint sie die Einsamkeit nicht mehr aushalten zu können, doch dann taucht da dieser seltsame Junge in der Schule auf. Wird er es schaffen, sie aus der Erstarrung holen zu können? Meine Meinung: Dieses Buch fand ganz spontan und ungeplant den Weg zu mir, aber nach der Lektüre, da bin ich wahnsinnig froh, dass ich es nicht übersehen habe, sondern es mich gesucht und gefunden hat. Kaias Bruder Moses ist tot, diese Botschaft überspannt das ganze Buch, wie sie mit der Situation umgeht, wie sie mit diesen Verlust umgeht, der so schwer wiegt, war er doch ihr Lebensmittelpunkt, ein so wichtiger Bestandteil, der nun weggebrochen ist. Für alle war klar, dass sie leiden würde, Zeit braucht, doch Monate danach, da ist es vorbei mit dem Verständnis. Ihre ehemaligen Freude bezeichnen sie als Freak, weil sie ihren Bruder eben nicht so einfach loslassen kann, sondern gedanklich immer noch bei ihm festhängt. Eine Antwort auf die Frage „Warum?“ sucht, welche es einfach nicht geben kann, doch daran hält sie sich, weil ihre Mutter, sie ist selbst verloren gegangen, kann sie nicht fangen und einen Vater, den gibt es nicht. Es gab nur ihre Mum, die verloren gegangen ist, Moses, der verschwunden ist und sie, die erstarrt ist. Die Schule ist kein guter Ort, er tut dem Mädchen nicht gut, doch dort taucht auch diese besondere Junge auf. Er spricht nicht, ist ein kleiner Wilder und kommt ebenfalls nicht mit seinen Mitschülern zurecht, doch Kaia findet gefallen ihm, irgendwas fasziniert sie an ihm und man könnte jetzt denken, es ist Liebe und sie kann eine Seele retten, aber nein, es ist eine viel schönere Botschaft, die ich jedem nur selbst zu entdecken raten kann. Man liest das Buch zu Ende, ist selbst ein wenig verlorengegangen, in den vorherigen Seiten und Sätzen. Gefangen genommen von so vielen Gefühlen, die man diesen kleinen Büchlein gar nicht zugetraut hätte. Nichts ist am Ende vergessen und verarbeitet, alles steht noch am Anfang, doch Erstarrung hat den Vorteil, dass sie aufbrechen kann und dies lehrt einen die Geschichte, dass man unter dem eigenen Schicksal nicht zerbrechen muss, dass es weh tut, durchaus, aber Schmerz vergänglich ist. Der Schreibstil springt zwischen poetisch und alltäglich umher. Es gibt diese Absätze, nach denen man das Buch zuklappen muss, sich zurücklehnt und einfach mal durchatmet, so sehr wirbeln sie das Herz auf und bringen den Verstand zum Arbeiten. Ich bin festgefroren in der Vergangenheit. Festgefroren seit einem Tag, den ich niemals vergessen werde. Erstarrt. Erstarrt. Erstarrt. Wie kommt man raus aus etwas, das man nicht mal sehen kann? Wie kann man ändern, was schon passiert ist? Ich bin Kaia, für immer tiefgefroren. Für immer festgefroren. Für immer erstarrt. (Seite 11) Ist es Kritik? Ich weiß es nicht genau, doch hätte ich mir gewünscht, die Geschichte wäre länger, so viel ist unausgesprochen, so viel möchte man noch wissen, so sprachlos bleibt man zurück. Etwas mehr Details, ein wenig mehr Einblick in Kaias Welt, eine bisschen mehr Sicht in die Zukunft, dass habe ich vermisst, doch vielleicht sind es gerade die unausgesprochenen Worte, die das Buch unvergesslich machen und den Verstand auch nach dem Lesen noch beschäftigt halten. Fazit: Wie geht ein elfjähriges Mädchen mit dem großen Thema Tod um, wenn ihre ganze Umgebung schweigt? Sie sucht sich und einen Weg aus der Erstarrung. Diesen Weg an ihrer Seite zu gehen, er ist schmerzhaft, intensiv, aber auch wunderschön, weil er die Botschaft in sich trägt: Erinnerungen bleiben, doch Schmerz ist vergänglich.

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  • So rührend schön!

    Der Schatten meines Bruders

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. March 2014 um 15:07

    Kaia fand ihren Bruder tot in seinem Zimmer, einige Monate ist das nun her und seither ist nichts mehr so wie es mal war, ihre Mutter trinkt und kümmert sich nicht mehr um sie, ist am Tod ihres Sohnes völlig zerbrochen. Kaia ist einsam, den Anschluss zu ihren Mitschülern und ehemaligen Freundinnen hat sie verloren und so bleibt ihr nur noch ihr liebstes Hobby, Bäume. Kaia schreibt soll über ihre Ferien schreiben, jedoch erlebt sie nicht viel und so fängt sie an dort über ihre Gefühle und Erlebnisse im Bezug auf den Tod ihres Bruders zu schreiben. Man kann fühlen wie einsam sich Kaia fühlt und wie schrecklich die Situation in ihre Klasse für sie sein muss. Eines Tages sieht sie diesen Jungen, verwildert und ungepflegt sieht er aus, er kommt in ihre Schulklasse und fortan betrachtet sie ihn als ihren besten Freund, denn er kann zuhören. Sprechen tut er nicht aber das macht Kaia überhaupt nichts aus, sie hat jemanden an ihrer Seite der in den Augen ihrer Mitschüler ebenso ein "Freak" ist wie sie, dadurch ist sie nicht mehr allein. Durch ihn sieht sie die Welt wieder anders und entdeckt ihre Stärken wieder, und mit der Zeit nähern sich auch ihre ehemaligen Freunde wieder an. Dieses kleine Büchlein, mit gerade mal 150 Seiten ist einfach berührend und toll geschrieben, es enthält so viele schöne Worte und Zitate wie z.b. "Schneide tief in einen Baum, und beim Wachsen wächst seine Narbe mit. Sie heilt nicht. Sie verschwindet nicht. Sie wird groß wie der Baum." oder wie Kaia sich selbst sieht "Ich bin festgefroren in der Vergangenheit. Festgefroren seit einem Tag, den ich niemals vergessen werde. Erstarrt. Erstarrt. Erstarrt", in all diesen Sätzen liegt so viel Wahrheit und Tiefgründigkeit, dass einem die Bedeutung erst im Nachhinein erst bewusst wird. Auch wenn die Geschichte nicht sonderlich lang ist und auch eher wie ein Kinderbuch geschrieben und gestaltet ist, so ist es doch etwas ganz besonderes und lässt den Leser mit schönen aber gemischten Gefühlen zurück. Kaia ist am Ende wieder ein glückliches Mädchen und auch ihre Mutter hat sich aus dem dunklem Loch nach oben gekämpft und zu alldem hat dieser kleine Junge beigetragen, der am Ende aber wohl nur ein Schatten ihres Bruders war. Unbedingt lesen!

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  • Der Schatten meines Bruders

    Der Schatten meines Bruders

    Themistokeles

    03. March 2014 um 13:11

    Wenn ich nach einem Buch suchen würde, das ich als Schullektüre empfehlen sollte, dieses Buch würde auf jeden Fall in die engere Auswahl kommen. Irgendwie kann ich mich noch nicht wirklich entscheiden, ob ich das Buch gut finde oder nicht so wirklich, weil ich es vom Thema, dieser Traurigkeit und Verlorenheit dieses Mädchens aufgrund des Todes ihres Bruders und wie stark sie darin involviert war, sehr interessant und auch irgendwie wichtig finde, es aber gleichzeitig von manchen Punkten her auch sehr seltsam ist. Ich habe beim Lesen selbst oft den Eindruck gehabt, dass der Junge, den sie die ganze Zeit sieht, irgendwie viel metaphorische Bedeutung hat, die ich oftmals nicht so ganz verstanden habe. Dadurch kann man in dem Buch aber natürlich auch viel deuten und über vieles Diskutieren. Auch, weil die anderen Schüler sich teilweise sehr unfair ihr gegenüber benehmen und sie in ihrem Zustand auch Probleme hat, diejenigen an sich heran zu lassen, die es mit ihr positiv meinen. Sehr gelungen dabei fand ich auch, dass die Erzählerin während des Verlaufs auf kleine Regeln für sich und das Leben kommt, die jedes Kapitel irgendwie abschließen und auch oft sehr interessante Erkenntnisse sind. Gleichzeitig war es aber auch so, dass ich es an vielen Stellen einfach nicht so angenehm fand, wie das Buch geschrieben war und wie sich die Handlung bewegt hat. Trotzdem ist es auf jeden Fall ein sehr lehrreiches Buch, das zwar eine traurige Geschichte erzählt, bei der viele Menschen mit hineingerissen werden und auch einiges Unschönes passiert, aber ebenso auch einige sehr positiver Dinge, die auch viel Mut machen können. Als Schullektüre in meinen Augen auf jeden Fall ein richtig gutes Buch, einfach so als Jugendbuch aber vielleicht nur bedingt geeignet, weil man es eigentlich wirklich stärker reflektieren sollte.

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  • Ein Buch mit viel Gefühl das Mut macht

    Der Schatten meines Bruders

    Natalie77

    26. February 2014 um 09:41

    Inhalt: Kaia ist fest gefroren. Sie fühlt sich jedenfalls so seitdem ihr Bruder gestorben ist. Wie erstarrt, gemieden von allen anderen, voller Sorgen und Träume ziemlich alleine. Bis ein unbekannter wilder Junge auftaucht, der nicht spricht aber bei ihr ist und ihr hilft in den Alltag rein zu kommen. Meine Meinung: Dieses Kinder und Jugendbuch hat mich sehr berührt. Es hat nur wenig Seiten aber eine große Botschaft. Das Leben geht weiter, wenn man es zulässt und wenn man sich Zeit lässt, dann irgendwann kann es besser werden. Anders wie vorher aber wieder gut auch nach so einem schlimmen Ereignis wie Kaia das miterleben musste. Hier begleitet man Kaia mit ihren Lebensweisheiten, die sie in ein kleines Büchlein schreibt, das eigentliche dazu da sein sollte von ihren Ferien zu erzählen. Sie hat sich zurück gezogen. Mitschüler haben sie als Freak verschrien. Man kann lesen wie sie sich wieder zurück kämpft, wieder langsam in den Alltag zurück kommt. Aber nicht nur sie sondern auch ihr Umfeld. Kaia hat es nicht leicht. Ich empfinde sie als ganz starkes Mädchen. Das sie mit den Tod ihres Bruders zu kämpfen hat hat mehrere Gründe und diese sind für einen Erwachsenen gut nachzuvollziehen. Man erlebt sie trauernd aber liest auch welche für Träume sie hat und was ihr Spaß macht. Ihr Hobby sind Bäume mehr nicht. Ihr Alltag sorgenvoll mit einer Mutter um die sie sich mehr kümmern muss als umgekehrt. Ein beachtenswertes Mädchen, das mir imponiert hat. Dann gibt es da diesen Jungen. Man erfährt als Leser nicht viel über ihn, aber das wichtigste ist das er Kaia beisteht und sie unterstützt wenn auch mehr mental als durch Taten. Durch ihn schafft sie es wieder zurück. Sie kann loslassen. Andere Figuren sind Klassenkameraden, die ihr mal mehr und mal weniger das Leben schwer machen, denn der Hauptteil diesen Geschichte spielt in der Schule. Nicht jeder hat Verständnis für sie und betitelt sie zeitweise als Freak. Das Buch kann ich mir gut für Kinder vorstellen die gerade einen großen Verlust erlitten haben zum Mut machen. Mich hat es sehr berührt von Kaia und ihren Gefühlen zu lesen.

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  • Klasse!

    Der Schatten meines Bruders

    Asaviel

    22. February 2014 um 08:48

    "Schneide tief in einen Baum, und beim Wachsen wächst seine Narbe mit. Sie heilt nicht. Sie verschwindet nicht. Sie wird groß wie der Baum." (Seite 48) Es gibt Bücher, viel zu viele Bücher, die viel weniger Aufmerksamkeit geschenkt bekommen als sie verdient haben. Man wird ihnen nicht gerecht, denn sie gehen in der Masse unter. Dieses kleine Büchlein mit gerade einmal 150 Seiten gehört dazu. Es bekommt viel zu wenig Aufmerksamkeit und zumindest ein kleines bisschen möchte ich das ändern. Denn ich habe selten ein Buch erlebt, in dem auf so wenig Seiten so viel Gefühl vermittelt wurde. Im Mittelpunkt des Romans steht Kaia, die vor Beginn der Handlung ihren Bruder tot in seinem Zimmer gefunden hat und seitdem nicht nur mit dem Verlust des geliebten Menschen zu kämpfen hat, sondern auch mit allen Widrigkeiten, die das Leben infolgedessen in ihren Weg gelegt hat. Ihre Mutter ist scheinbar an dem Tod zerbrochen und in der Schule hat Kaia den Anschluss zu ihren Freundinnen längst verloren. Ihre Geschichte wird sehr intensiv aus der Ich-Perspektive erzählt und so nimmt der Leser direkt an jedem ihrer Gedankengänge teil. Das ist besonders, denn sie denkt viel, sie denkt viel über Dinge nach, die in ihrem Alter nicht selbstverständlich sind. Der wilde, stumme Junge, der auftaucht und zu Kaias Freund wird hat eine einzigartige Stellung. Er spricht nicht, seine Handlungen wirken konfus und trotzdem ist über weite Teile er es, der Kaia weiterhilft. Dabei kann er nicht charakterisiert werden. "Ich bin festgefroren in der Vergangenheit. Festgefroren seit einem Tag, den ich niemals vergessen werde. Erstarrt. Erstarrt. Erstarrt." (Seite 11) Ganz im Gegensatz zu Kaia. Ihr Charaktere und ihre Verhaltensweisen sind fein gezeichnet und in sich vollkommen schlüssig. Aus ihrer sehr reflektierten Art ergeben sich für sie zehn "Lebensregeln", die sich jeder Leser auch zu Herzen nehmen kann und von denen sich jeder etwas persönlich mitnehmen kann, was sein Leben bereichert. Es steckt so viel mehr hinter dieser Geschichte als nur der Umgang mit dem Verlust. Familie, Schule und insbesondere Freundschaften sind die Themenfelder, an die man ganz nah herangeführt wird. Man muss sich darauf einlassen, auf diese Geschichte und auch auf den Stil der Geschichte, man muss sich berühren lassen, aber dann kann man etwas Besonderes erleben. "Tränen sind sonderbar. Sonderbar, weil es Tränen der Trauer und Tränen der Freude gibt, aber sie kommen immer, wenn die Welt mehr ist, als man aushalten kann, wenn die Gefühle überfließen, wenn unsere Freude und unser Leid irgendwo ein Leck haben wie ein Boot." (Seite 95) Dabei muss der Leser dann aber am Ende auch akzeptieren, dass eine Frage, die bei jedem unweigerlich beim Lesen aufgeworfen wird, nicht abschließend geklärt wird, sondern dass hier Spielraum für die eigenen Gedanken bleibt. Weder diesen Punkt noch dass die Nebencharaktere - das heißt die Klassenkameraden Kaias - stereotyp bleiben, sehe ich als Manko der Geschichte. Auf dieser geringen Seitenzahl und mit dieser hohen Intensität ist es nicht vorstellbar mehr als ein oder maximal zwei Charaktere genau und detailliert auszuführen. Das Ende macht Mut - so viel sei hier vorweggenommen und es lässt den Leser zwar mit einem Herz zurück, das voller Gefühle ist und vielleicht auch mit Tränen in den Augen, aber es ist kein Ende, das verzweifeln lässt oder ähnliches. Fazit: Ein Buch, dem die Leserwelt bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat und für das man sich einfach mal Zeit nehmen sollte. Gelesen sind die 150 Seiten schnell, aber danach wirkt es weiter und es empfiehlt sich unbedingt der Geschichte danach etwas Zeit zu geben zu wirken und sie sacken zu lassen. Unglaublich berührend und so viel Gefühl, das beim Lesen das Herz überzufließen droht.

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