Tom Bouman Auf der Jagd

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Inhaltsangabe zu „Auf der Jagd“ von Tom Bouman

»In der Nacht, bevor wir die Leiche fanden, konnte ich nicht schlafen.« So beginnt die Geschichte des US-Dorfpolizisten Henry Farrell, Ex-Somalia-Kämpfer und Witwer, der sich auf einen gemütlichen Job in den gottverlassenen Wäldern im Nordwesten von Pennsylvania eingerichtet hat – und dort eine ganze Weile nicht zum Schlafen kommen wird. Die Einheimischen, dickschädelige, traditionsbewusste Nachkommen irischer Einwanderer, ernähren sich mehr schlecht als recht von dem, was das Land hergibt, ignorieren die Staatsmacht und pflegen ihre Waffen. Doch die Gemeinschaft wird nicht nur von mexikanischen Drogenkartellen und verborgenen Crystal-Meth-Küchen bedroht: Ein Fracking-Unternehmen setzt alles daran, die örtlichen Schiefergasvorkommen auszubeuten und lockt mit viel Geld für Grundstücke. Als einer der Einsiedler eine Leiche auf seinem Land findet, beginnt für Henry Farrell die Jagd nach dem Killer ... Ausgezeichnet mit dem »Edgar Award«, dem bedeutendsten Krimipreis der USA, in der Sparte »Debüt«, sowie mit dem »LA Times Book Prize«.

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Ich soll nicht lügen

Sehr packend, man rätselt bis zum Ende, wer nun die Wahrheit sagt und wer lügt. Jedoch mir ein bisschen zu verworren.

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  • Kriminalroman mit vielen Elementen aus dem Country Noir

    Auf der Jagd
    sapperlot

    sapperlot

    05. August 2017 um 07:26

    Genretechnisch könnte man dieses Buch mit "Country Noir in der Struktur eines Kriminalromans" oder umgekehrt "Kriminalroman mit vielen Elementen aus dem Country Noir" umschreiben. Nicht allen Lesern dürfte der Begriff Country Noir geläufig sein und ich verstehe darunter bittere bis pechschwarze Geschichten aus der verarmten amerikanischen Bevölkerungsschicht in ländlicher Umgebung mit Menschen die (fast) alle Hoffnungen auf ein besseres Leben begraben haben und ein tristes Dasein fristen. Alkohol, Drogen und Gewalt bestimmen den Tagesablauf aber in diesem dreckigen Milieu findet man immer irgendwo ein Pflänzchen des Guten worüber es sich lohnt Geschichten zu schreiben.Dass es sich bei diesem Krimi um ein Debüt handeln soll mag man aufgrund der sprachlichen Qualität fast nicht glauben. Hier ist ein Schriftsteller am Werk, der das Métier des Schreibens beherrscht und formvollendet mit Worten umgehen kann. Dieser Kriminalroman ist literarisch weit über dem üblichen Genredurchschnitt. Die stoische Ruhe mit der der Autor Tom Bouman die Geschichte erzählt ist der einzige kleine Makel den ich erwähnen möchte. Zeitweise ist es selbst mir als geduldiger Leser zu ruhig und zu detailverliebt so dass ich mir gewünschte hätte, es möge etwas Lebendiger zu und her gehen. Für Thriller-Liebhaber, denen es schnell in den Beinen kribbelt wenn mal 10 Seiten nicht sooo viel geschieht, die schnelle Schnitte und spektakuläre Actionszenen mögen ist dieses Buch definitiv nichts.Inhaltlich gibt es der guten Kurzbeschreibung nichts hinzuzufügen ohne dass ich zu viel verraten würde. Die Personengestaltung von Henry Farrell überzeugt und er taugt als bodenständige Hauptfigur und er kann die Geschichte problemlos schultern. Schön mal einen glaubwürdigen Ermittler zu haben, der nicht von A bis Z mit psychischen Macken übersät ist. Er ist eine Stütze des Rechtsstaates inmitten der latent vorhanden kriminellen Machenschaften. Die an und für sich landschaftlich schöne Umgebung in der er tätig ist bildet den Kontrast zu den schrägen, manchmal heuchlerischen aber meistens egoistisch veranlagten Mitbürgern die nur ihr persönliches Wohl im Sinn haben ohne Rücksicht auf Verluste.Fazit: Ein Kriminalroman mit Format. Meine Empfehlung: Kaufen und Lesen!

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  • Der Finger auf der Wunde

    Auf der Jagd
    Havers

    Havers

    27. April 2017 um 05:48

    Wild Thyme, ein Kaff irgendwo im Nirgendwo  im Nordosten Pennsylvanias. Eine Region, die sich kaum von den Ozarks oder Harlan County unterscheidet. Und schon ist da eine Schublade, in die wir „Auf der Jagd“, den Erstling des Amerikaners Tom Bouman, einordnen können – ein weiterer Autor, der sich  „Country Noir“ auf die Fahnen schreibt. Dorthin hat es Henry Farrell verschlagen, Officer, ehemaliger Soldat und Witwer, der nach dem qualvollen Krebstod seiner Frau Wyoming verlassen und einen Job als Dorfpolizist im ländlichen Pennsylvania angenommen hat.  Aber er stellt schnell fest, dass es dort alles andere als beschaulich zugeht. Zum einen sorgen die Produktion sowie der Vertrieb der illegalen Drogen für Revierkämpfe mit den Kartellen, zum anderen hat ein Fracking-Unternehmen dieses Gebiet für die Gasförderung ins Visier genommen und ist bestrebt, dort möglichst viel Land aufzukaufen. Die einen lockt das Geld, die anderen sträuben sich vehement gegen einen Verkauf. Und so bleiben gewalttätige Streitereien nicht aus. Als kurz nacheinander zwei Tote gefunden werden, ist Henry Farells Spürsinn gefragt… „Country Noir“ könnte man im weitesten Sinn als das Pendant zum deutschen Regio-Krimi bezeichnen, das allerdings keinerlei Gemeinsamkeiten mit diesem aufweist. Und auch „Auf der Jagd“ vermittelt nicht das kuschelige Wohlfühlen, sondern holt den Leser aus seiner Wohlfühlzone und konfrontiert ihn mit dem perspektivlosen Dasein der Menschen in dieser strukturschwachen Gegend, die nach ihren eigenen Gesetzen leben und Neuankömmlingen mit Misstrauen begegnen. Tom Bouman lebt in dieser Gegend, in der er seinen Roman angesiedelt hat. Er ist ein guter Beobachter, und die daraus resultierenden Beschreibungen machen zweifelsfrei die Stärke dieses Buches aus, das nicht nur Kriminalroman, sondern auch Sozialreportage ist. Er legt den Finger auf die Wunde des amerikanischen Traums und zeigt ungeschönt den Alltag der Abgehängten. Und genau das macht die Qualität dieses Buches aus.

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  • Auf der Jagd

    Auf der Jagd
    twentytwo

    twentytwo

    24. February 2017 um 15:14

    Officer Henry Farrell, Leiter der kleinen Polizeistation in Wild Thyme, kennt sein Revier und seine Einwohner nur zu gut. Er ist dort aufgewachsen und weiß genau wie er die Mitglieder dieser verschworenen Gemeinschaft zu nehmen hat. Die Gegend ist äußerst arm und die meisten der Einheimischen leben am Rand des Existenzminimums. Viele von ihnen sind Alkohol- oder Drogenabhängig und so ist es ein Leichtes für die an dem Gebiet äußerst interessierten Fracking-Unternehmen den Leuten ihr Land abzukaufen um es anschließend gnadenlos auszubeuten. Als auf einem der anliegenden Grundstücke ein unbekannter toter Mann gefunden wird und wenig später der Deputy ermordet wird, beginnt für Henry ein einsamer Kampf. Tag und Nacht durchstreift er die Wälder. Dabei gerät er wiederholt zwischen die Fronten der rivalisierenden Gruppierungen und er muss schwer aufpassen dass er nicht selbst zum Opfer wird. Fazit Eine verworrene Story, die sich unerbittlich durch die Wälder und Sümpfe Pennsylvanias kämpft, anstatt sich ernsthaft mit den Gefahren des Erdgasfrackings auseinanderzusetzen.

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